Marmaris 

Zwischen Ägäis und Pinienbergen

Marmaris ist eine türkische Küstenstadt mit 31 450 Einwohnern. Sie liegt im Südwesten der Türkei an der türkischen Ägäis. Wann diese, touristisch geprägte Stadt, entstanden ist, kann nicht belegt werden. Erst Erkenntnisse stammen aus der Zeit etwa 600 vor Chr. Zunächst gehörte Marmaris zum Römischen Reich bis die Stadt im 15. Jahrhundert vom osmanischen Reich vereinnahmt wurde. Bei einem Erdbeben im Jahr 1956 wurde Marmaris fast völlig zerstört. Zu den wenigen erhaltenen, historischen Gebäuden gehören das Kastell und einige Häuser der Altstadt. Alles andere ist danach neu errichtet worden. Die Stadt liegt in einer wunderschönen Bucht, hat eine 11 km lange Strandpromenade und einen bis zu 15 Meter breiten Strand.

Wir besuchten Marmaris am 01. November 2014 während unserer Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer.

Bick vom Schiff auf Marmaris

Das mittelalterliche Kastell Kalesi wurde 1522 von Sultan Süleyman der Prächtige gebaut. Er hat sich damit für seinen Sieg über Rhodos belohnt. Von der Burg hat man einen schönen Blick über den Hafen. Heute ist dort ein Museum untergebracht. In der Altstadt gibt es nur noch wenige alte Häuser, die, wie auch das Kastell, alle unter Denkmalschutz stehen.

Die Stadt besitzt einen schönen und großen Hafen. Bedingt durch die günstige Lage in der windgeschützten Bucht ist er ein großer Anziehungspunkt für Berufs- und Freizeitkapitäne. Nicht nur die großen Kreuzfahrtschiffe legen dort an. Auch viele private Yachten sind im Hafen zu finden. Der Yachthafen hat über 600 Liegeplätze, die gut ausgelastet sind.

 

Auch die Ausflugsschifffahrt floriert. Mit kleinen und große Booten können die Touristen Fahrten an der Küste entlang unternehmen. Oder sogar einen mehrtägigen Ausflug, die sog. „Blaue Reise“ auf einem Segelschiff. Weiterhin gibt es eine Fährverbindung nach Rhodos. Rechts: Der Leuchtturm von Marmaris

Elf Kilometer lang ist die schöne Strandpromenade in Marmaris. Dort lässt es sich wunderbar bummeln. Lästig sind nur die Wirte der vielen Restaurationen, die natürlich die Touristen in ihr Lokal locken wollen. Es sitzt sich aber in solch einen Gartenlokal sehr schön. Bei einem kühlen Drink schaut man aufs Meer und lässt die Seele baumeln – herrlich!

„Unsere Stadt ist gemacht für kleine und große Kinder“ steht auf dem Schild an dieser schönen Brunnenskulptur am Beginn der Promenade.

Auch diese eiserne Krake ist ein Blickfang in Mitte der Promenade.

Nachdem wir dann in einem der Gartenlokale die Sonne genossen hat, ging es weiter zum überdachten Basar. Dort erhält der Tourist alles, was so auf türkischen Basaren angeboten wird. Ein vielfältiges Angebot an Kleidung (Plagiate) und Lederwaren (dto.), aber auch den ganzen orientalischen Schnickschnack. Weiter gibt es jede Menge Gewürze und landestypische Leckereien. Allerdings verlassen wohl die wenigsten Menschen solch einen Basar ohne etwas gekauft zu haben. Wir waren aber überrascht, fast unbehelligt dort das Warenangebot ansehen zu können. Das haben wir in der Türkei schon ganz anders erlebt.

Uns hat Marmaris sehr gut gefallen. Es lohnt sich bestimmt dort einmal ein paar Tage zu verbringen.