Von Hamburg nach Gran Canaria mit der "Mein Schiff 4" 

23. September - 04. Oktober 2015

23. September 2015 - Anreise & Einschiffung

Foto: @waesserchen

Das neue Schiff der Flotte von TUICRUISES weckte unser Interesse. Das war doch mal was, mit einem fast neuem Schiff zu fahren. Bereits im Juni 2014 buchten wir uns auf der „Mein Schiff 4“ ein. Die Zeit verging schnell. Da unsere Reise in Hamburg begann, brauchten wir noch Bahntickets, die waren aber schnell besorgt. Unser großes Gepäck ließen wir wieder von „TeFra“, einem Gepäckservice, transportieren. So konnten wir ganz entspannt unsere Reise am 23. September 2015 antreten Um 10:50 Uhr fuhr unser ICE am Bahnhof Berlin Südkreuz los. Die knapp zwei Stunden Fahrzeit waren kurzweilig, zumal wir im Zug ein nettes Ehepaar kennenlernten, die ebenfalls in Hamburg ihre Kreuzfahrt starten wollten, nur auf der AIDA. So gab es viel zu erzählen.

Pünktlich kamen wir um 13:00 Uhr in Hamburg an. Den bereitgestellten Shuttlebus von TUICruises ignorieren wir, da dort eine lange Schlange Menschen stand. So fuhren wir mit
einem Taxi zum Schiffsanleger an der Neuen Hafencity. Der Check-in ging recht zügig, wir bekamen unsere Bordkarten und konnten gleich auf das Schiff.

Foto: Bordfotograf

Der erste Tag - 23. September 2015 - Hamburg

Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl, Schiffsplanken zu betreten und in diesem Fall war es ja auch noch ein fast neues Schiff. Wir ließen den Bordfotografen am Eingang seine Arbeit tun, passierten die Sicherheitskontrolle und konnten erst einmal Mittagessen gehen. Im Buffetrestaurant „Ankelmannplatz“ herrschte ein ziemliches Gewühle, abreisende und ankommende Gäste trafen aufeinander. Wir fanden aber ein Plätzchen und ließen es uns schmecken. Es war in der Zwischenzeit 14:00 Uhr, noch eine Stunde bis zur Kabinenfreigabe. Auch die verging und wir konnten unser zu Hause für die nächsten 11 Tage beziehen.

 

Was wir vorfanden hat uns gefallen. Alles war hell und freundlich, genügend Stauraum war auch vorhanden. Unsere Koffer waren auch schon da und so konnten wir uns gleich häuslich einrichten. Nun war noch Zeit für einen Drink an der Bar und einen ersten Schiffsrundgang bevor um 18:15 Uhr die obligatorische Seenotrettungsübung abgehalten wurde. Wir mussten zu Musterstation A, in diesem Fall das Theater. Es wurde ein Video über die Sicherheit an Bord gezeigt und das Anlegen der Rettungswesten demonstriert. Schon war das auch vorbei und wir konnten Abendessen gehen.

Um 19:00 Uhr hieß es Leinen los. Vorbei an den Landungsbrücken und der schönen Hamburger Silhouette fuhren wir die Elbe abwärts in Richtung Nordsee.

Tschüss Hamburg                                                                                Foto: @waesserchen

 

So ging dieser erste Tag an Bord der „Mein Schiff 4“ zu Ende. Noch ein Drink an der Bar, ein kurzer Plausch mit Bekannten aus dem „Mein-Schiff-Forum“ und wir fielen müde in unsere Betten. Sanft ließen wir uns von den Wellen in den Schlaf schaukeln und freuten uns auf den nächsten Tag.

Der zweite Tag - 24. September 2015 - Das Schiff

Gut ausgeschlafen gingen wir gegen 08:00 Uhr im „Anckelmann“ frühstücken. Wir hatten auf dem Weg nach Le Havre in Frankreich einen Seetag vor uns, und somit genügend Zeit das Schiff zu erkunden. Das Frühstück war OK bis auf das Rührei, das man vergessen konnte, da es eher an „Rühreisuppe“ erinnerte.

Um 10:00 Uhr fand Theater eine Informationsveranstaltung über die Ausflüge in Le Havre statt. Da wir dort einen Ausflug gebucht hatten, erhofften wir etwas mehr Information, als das, was in der Ausschreibung zu lesen war. Dem war aber leider nicht so.

Dem Buffetrestaurant „Anckelmannplatz“ ist eine Bäckerei angeschlossen, wo es nicht nur am Morgen frische Brötchen unterschiedlichster Art gibt, sondern über den ganzen Tag daneben frisches Brot und leckere süße Backwaren. Das nutzten wir öfter. Einen sehr guten Kaffee bekamen wir aber auch in der Café-Lounge. Wenn der dort auch extra kostet, so ist das Angebot an verschiedenen Kaffeespezialitäten sehr interessant.

Das Buffetrestaurant ist zu dieser frühen Morgenstunde noch recht leer

Bäckerei - lecker, lecker...

Cafélounge

Cafélounge

Auch das Ambiente dort ist sehr schön, wenn auch die hochmodernen Designermöbel nicht unbedingt bequem waren. Am Nachmittag kann man dort zu Klaviermusik einen exzellenten Kaffee genießen.

Zur Café-Lounge gehört auch eine Confiserie, wo handgemachte Pralinen angeboten werden. Die haben zwar ihren Preis, sind aber sehr lecker.

Um 11:00 Uhr war über das „Mein-Schiff-Forum“ mit anderen Gästen ein Treffen verabredet. Wir wollten uns an der „Unverzicht-Bar“ auf dem Pooldeck treffen. Leider war das Wetter zu schlecht um draußen zu sitzen. Es war kalt und windig, richtig ungemütlich. Sogar die Begrüßungsparty musste abgesagt werden. Da diese Bar aber auch in den Indoor-Poolbereich reicht konnten wir uns drinnen treffen. Leider war es dort nicht viel wärmer, die Sitzgelegenheiten waren nass, also auch nicht wirklich gemütlich. Das Treffen kam auch nicht richtig zustande. Mit Ausnahme von einem Ehepaar wurde das nichts. Gut, wir saßen eine Stunde zusammen und plauschten ein wenig. Schon war Mittagszeit. Nach dem Essen machten wir eine Stunde Siesta und setzten unsere Schiffsbesichtigung fort.

Hier nun erst einmal ein paar Daten zum Schiff. Die „Mein Schiff 4“ ist das zweite, neu gebaute Schiff von TUICruises. Es wurde im Juni 2015 in den Dienst gestellt und am 05. Juni in Kiel getauft. Taufpatin war die
Schwimmerin Franziska von Almsick. Wir hatten Glück, an diesem Tag gerade in Kiel zu sein, so entstand dieses Foto.

Das Schiff ist 295 Meter lang und 35,8 Meter breit. Über 15 Decks verteilen sich 1.253 Passagierkabinen für rund 2.500 Gäste. Etwa 1.000 Mann/Frau Besatzung kümmern sich um das Wohl der Passagiere. In der Waterkantbar auf Deck 4 steht ein Modell des Schiffes.

Taufe der "Mein Schiff 4" am 05. Juni 2015 in Kiel

Das Schiffsmodell

Zentraler Mittelpunkt des Schiffes ist die Rezeption auf Deck 3. Die Mitarbeiter an dem 24 Stunden besetzten Counter bieten Auskunft und Hilfe rund um das Schiff. Die stilistische Möblierung ist Geschmacksache, ebenso die vielen Kunstgegenstände, die als Dekorationen auf dem Schiff zu finden sind. Die Deckendekoration im Atrium erinnert ein wenig an „Mary Poppins“. 

Hauptrestaurant ist das „Atlanik“. Es ist in drei Kategorien aufgeteilt, „Klassik“, „Mediteran“ und Brasserie. Alle drei Bereiche bieten unterschiedliche Speisekarten. Auswahl und Qualität sind gut. Es gibt jeweils eine Auswahl an Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts, es wird am Tisch serviert. Was uns gestört hat, war die recht schnelle Folge der einzelnen Gänge. Das Restaurant bietet jeweils Mittag- und Abendessen, aber auch zum Frühstück kann man sich dort am Tisch bedienen lassen.

Zwei weitere Möglichkeiten zum Essen sind das „Tag & Nacht Bistro“ auf Deck 5. Dort bekommt man 24 Stunden lang kleine Snacks wie Pizza, Nudeln oder Schnitzelchen. Natürlich gibt es dort auch eine Getränkestation mit Kaffee, Tee und Softgetränken. Wem das nun immer noch nicht reicht kann bei schönem Wetter an der Außenalsterbar auf Deck 14 nicht nur an der frischen Luft seinen Durst löschen, sondern auch frisch Gegrilltes wie Hamburger, Steaks oder Lammkottelets mit diversen Beilagen genießen.