Oudenarde

In Ostflandern, am Fluss Scheide, liegt die Stadt Oudenaarde. Etwa 68 km² groß mit ca. 30.000 Einwohner, eher ein beschauliches Städtchen. Das einzig bemerkenswerte ist das Rathaus und die Geschichte der Stadt, die Anfang des 11. Jahrhunderts beginnt. Einige Schlachten wurden um diese Stadt geschlagen, darunter die Schlacht bei Oudenaarde 1708 im Rahmen des Spanischen Erfolgskrieges. Davor hatten die Franzosen Oudenaarde erobert. Im 18. Jahrhundert hatten die Österreicher die Stadt besetzt. Im 16./17. Jahrhundert kam die Stadt durch die Herstellung von Wandteppichen zu erheblichen Reichtum. Im Rathaus ist eine Ausstellung zu sehen, die darüber erzählt.
Wir besuchten Qudenaarde am 22. August 2005 im Rahmen unserer Busrundreise durch Belgien.

Foto: Wikipedia

Das gotische Rathaus, welches auch der Grund für unseren Besuch dort war,  ist ein wahres Schmuckstück, es wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut.

Wir besuchten eine sehenswerte Ausstellung in dem Rathaus. Sie spiegelt den Reichtum der Stadt wieder, die durch die Teppichindustrie erlangt wurde und die noch heute eine erhebliche Rolle spielt. Wir erfuhren etwas über die Kunst des Teppichknüpfens und die traditionellen Muster, die überwiegend aus grün-blauen Landschaftsszenen bestehen.

Weiter sahen wir kostbar eingerichtete Räume, die noch heute genutzt werden. In dem großen Sitzungssaal und im Festsaal sind die Insignien ehemaliger Herrscher zu sehen. Aufwendige Steinmetzarbeiten finden sich an den Wänden und immer wieder Bildnisse wichtiger Männer aus der Geschichte der Stadt und des Landes. 

 

Schwere Holztüren mit kunstvollen Schnitzereien verbinden die einzelnen Räume. Durch eine dieser Türen gelangten wir auch in die Schatzkammer.

In einem weiteren Teil der Ausstellung erfuhren wir etwas über das Leben der Menschen in der damaligen Zeit. Wenn man sich die Einrichtungen anschaut, verstanden diese durchaus zu genießen.

Von der Stadt haben wir sonst nicht viel gesehen, aber das Rathaus war den Besuch allemal wert.