Cattolica 

Ein Küstenjuwel an der Adria

Ein paar Kilometer südlich von Rimini, an der italienischen Riviera liegt der Badeort Cattolica. Rund 17.000 Einwohner teilen sich 5 km². Die einst römische Provinz lag an einer wichtigen Straße, die nach Rom führte. So wurde dieser Ort für Händler und Pilger als Zwischenstation genutzt. Folglich gab es dort schon immer viele Gasthöfe und Tavernen. Das belegen auch archäologische Ausgrabungen. Später spielte auch der Fischfang eine große Rolle. Ab dem 19. Jahrhundert setzte der Tourismus ein. Wohlhabende Familien aus nahegelegenen Städten errichteten dort Sommerresidenzen. Während des ersten Weltkrieges kam der Besucherstrom etwas zum erliegen um danach umso stärker zurück zu kehren. Nun war es die Mittelschicht, die dort Meer und Sonne genießen wollte. Viele Villen wurden zu Hotels umgebaut. Während des Italien-Booms in den 60ger Jahren war dieser Ort Europaweit bekannt. Zeichen dieser Entwicklung sind noch heute zu erkennen, an der Strandstraße gibt es viele kleine Hotels, die villenähnlichen Charakter haben.
Wir verbrachten unseren Sommerurlaub im Juni 1996 in Cattolica.

Unsere Reise

Wir freuten uns auf 14 Tage Sommer, Sonne, Strand und Meer. Der Flieger brachte uns in diesem Jahr nach Cattolica an der italienischen Riviera. Im Park-Hotel, direkt an der Strandstraße hatten wir ein Zimmer reserviert.

Den Strand, mit Liegen und Sonnenschirmen erreichten wir in wenigen Minuten, wir brauchten nur die Straße zu überqueren. Zum Hotel gehörte auch eine kleine Poolanlage. Einmal im Jahr sportliche Betätigung! 

Image: Postkartenkopie

Cattolica selbst ist ein hübscher kleiner Badeort, dessen Zentrum die Plaza Fontana ist. Dort gab es nette Restaurants und auch Eisdielen, wo wir unseren Cappuccino oder auch einen leckeren Eisbecher genießen konnten.

So verbrachten wir die Tage vornehmlich am Strand oder am Pool. Am Abend setzten wir uns in eine der gemütlichen Tavernen und genossen das italienische Flair. Aber etwas wollten wir doch von der Umgebung sehen. An einem Tag machten wir einen Ausflug nach Venedig. Das war sehr aufregend. Mit einem Schiff fuhren wir in die Lagunenstadt. Auf die Stadt selbst gehe ich hier nicht weiter ein, darüber gibt es einen extra Bericht. Aber auch die Anfahrt war schon ein Erlebnis. Rechts und links am Ufer gab es eine Menge zu sehen.

Vom Schiff aus genossen wir die Anfahrt auf Venedig. Je näher wir kamen umso größer wurden die Schmetterlinge, die sich in unserem Bauch breit machten. In der Ferne war schon der Campanile und die Kuppel der Markuskirche sichtbar.

 

 

Wir verlebten einen wunderschönen Tag in Venedig zu dem natürlich auch eine Gondelfahrt gehörte. Als wir am späten Nachmittag mit dem Schiff nach Cattolica zurückfuhren, hatten wir das Gefühl, etwas ganz Besonderes erlebt zu haben – Venedig!

Ein weiterer Schiffsausflug führte uns in die Hafenstadt Fano. Bei einem Stadtrundgang erfuhren wir viel über diese alte Stadt. Mehr dazu auch hier in einem separaten Bericht.

So gingen 14 Tage Urlaub schnell zu Ende und ebenso schnell hatte uns der Alltag wieder, nachdem uns der Flieger von Italien zurück nach Hause gebracht hatte. Aber die schönen Erinnerungen an dieses sonnenverwöhnte Land bleiben.