Mit der AIDAdiva in den Orient
von / bis Dubai - 21. - 29. Januar 2010
Vorbereitung
Was machen wir mit unserer Silberhochzeit? Diese Frage stellten wir uns bestimmt schon mehr als ein Jahr vor diesem, für uns so wichtigem, Datum. Nach langer Überlegung entschlossen wir uns eine Kreuzfahrt zu machen. Doch wohin? Mit welchem Schiff? Unser Hochzeitsjubiläum fand im Winter statt. Endlich fiel unsere Entscheidung auf eine Reise mit einem der AIDA-Schiffe in die Vereinigten Arabischen Emirate. Sehr viel Alternativen gab es auch nicht, alles andere wäre mit einem langen Flug verbunden gewesen, und das wollten wir nicht.
So buchten wir uns bei der Reederei ein, und hatten eine lange Zeit der Vorfreude. Geplant war auch die Erneuerung des Eheversprechens in einem festlichen Rahmen auf dem Schiff.
Anreise & Einschiffung
Am Donnerstag, dem 21. Januar 2010 pünktlich um 22:50 Uhr startete unser Flugzeug der Airline „Hamburg International“ vom Flughafen Berlin-Tegel, um uns und 148 weitere Gäste nach Dubai zu bringen. Der Flug war angenehm, das Bordpersonal überaus freundlich und wir wurden gut versorgt.
Unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung von drei Stunden landeten wir um 7:50 Ortszeit (GST = Gulf Standard Time) auf dem Flughafen in Dubai. Der Airport ist sehr groß. Nach einem längeren Weg, der aber mit Laufbändern ausgestattet war, erreichten wir die Passkontrolle. Dort ging alles reibungslos. Nun noch unsere Koffer vom Gepäckband abholen und schon warteten die freundlichen Mitarbeiter von AIDA um uns und unser Gepäck in Empfang zu nehmen. Die Koffer in einem Bus, wir in einem anderen und ab ging die Fahrt zum Hafen, wo unsere AIDAdiva auf uns wartete.
Das Einchecken ging zügig, wir bekamen unsere Bordkarten und nach kurzer Zeit saßen wir in einem der Restaurants beim Frühstück.
Allerdings waren wir froh, dass bereits um 11:00 Uhr die Kabinen freigegeben wurden. Der Nachtflug hatte uns doch ein wenig geschafft. Wir hatten uns gerade in der Kabine umgeschaut, als auch schon unsere Koffer angeliefert wurden. Aber wir gingen erst einmal eine Runde Schlaf nachholen.
Nach drei Stunden Schlaf fühlten wir uns etwas besser. Nun konnten wir in Ruhe unsere Koffer auspacken und uns häuslich einrichten. Dann ging es auf Erkundungstour über das Schiff. Zum Glück hatten wir für heute keinen Landausflug gebucht, so fit waren wir doch noch nicht.
So ging der Anreisetag zu Ende. Wir fielen ins Bett und träumten von den nächsten sieben Tagen im Orient.
Das Clubschiff - AIDAdiva
Die AIDAdiva gehört zu der neueren Generation der AIDA-Flotte. Zum Zeitpunkt unserer Reise war sie gerade drei Jahre alt, also fast neu. Das zeigte sich auch in allen Bereichen, angefangen von den technischen Dingen bis hin zum Wellness- und Spabereich.
Wir sind etwas skeptisch an Bord dieses Schiffes gegangen, das ca. 2 000 Passagiere aufnehmen kann und mit 600 Mann/Frau Besatzung auf die Reise geht. Wir waren bisher nur auf einem kleineren Schiff, das die klassische Kreuzfahrt anbietet. So ganz waren wir dann auch zum Ende unserer Reise nicht von diesem Clubschiff überzeugt.
Unsere Außenkabine auf Deck 5 war zwar etwas klein, aber gut durchdacht. Es war alles da, was man so benötigt, auch der Stauraum war ausreichend. Selbst Bademäntel wurden zur Verfügung gestellt und in einem integrierten Safe konnten wir unsere Wertsachen unterbringen.
Kapitän Torsten Kurbjuweit
Foto: AIDA
Das Schiff hat 12 Decks, wobei die Decks 9 – 12 die Gesellschaftsräume beherbergen. Dort fanden sich die Restaurants, das Theater, diverse Bars, Sport und Wellness sowie das Pooldeck.
Nach einem Kaffee an der Poolbar ging unsere Besichtigungstour weiter. Wir bestaunten das große Theater, das sich über drei Decks erstreckt und mit modernster Technik ausgestattet ist. Vier Inklusiv-Restaurants laden zum schlemmen ein, die Buffets sind reichhaltig und gut, wie wir schon am Abend feststellen konnten. Weiterhin gibt es drei a`la Carte Restaurants, in denen aber extra bezahlt werden muss.
Ein hochmoderner Spa- und Wellnessbereich fand sich auf Deck 12, ebenso ein gut ausgestatteter Fitnessraum. Eine kleine Golfanlage fand unsere Aufmerksamkeit und an vielen Ständen konnten wir uns über angebotene Landausflüge informieren. Ein Spielcasino lockte mit Automaten, einem Kartenspieltisch und einem Roulette. In einer Shoppingzeile wurde Kleidung, Parfum, Kosmetika und Schmuck angeboten. In einer Galerie kamen auch Kunstliebhaber auf ihre Kosten.
An der Ausstattung des Schiffes gab es also nichts zu bemängeln. Alles war sauber und die Crewmitglieder freundlich. Es konnte also losgehen.
Am ersten Abend stellten sich im Theatrium Kapitän Thorsten Kurbjuweit und seine Offiziere vor. Die Offiziere nennen sich aber auf den AIDA-Schiffen Manager, was aber dem Offiziersrang entspricht. Der Clubmanager und der Entertain-Manager übernahmen die Vorstellung.
Mit dabei waren die AIDA Maskottchen. Das ist eine spaßige Angelegenheit, besonders für die Kinder. Die lustigen Gesellen wuseln durch das Publikum und machen Faxen.
Frühstück, Mittag und Abendessen nahmen wir in einem der vier Inklusiv-Restaurants ein. Wir hatten die Qual der Wahl zwischen einer Pizzeria und einem italienischen Restaurant, in dem es verschiedene Pastagerichte und eine Auswahl an Antipasta gab, Weiterhin gab es das große „Marktrestaurant“ und das „Weite-Welt Restaurant“. In beiden gab es jeden Tag eine riesige Auswahl an verschiedenen Gerichten. Im „Weite-Welt-Restaurant“ war jeden Tag ein anderes Land Thema für das Speisenangebot.
Ja, es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Von Nudeln bis Hummer war alles dabei. Ein reichhaltiges Käse-
und Dessertbuffet rundete das Essen ab. Auch Getränke (Wein, Bier und Softgetränke) waren zu den Malzeiten inklusiv.
Morgens um 6:00 Uhr fing das kulinarische Vergnügen mit dem „Frühaufsteher-Frühstück“ an. Um 7:30 Uhr
öffneten die Restaurants für das große Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Mittagsbuffet, am Nachmittag dann Kaffee und eine große Auswahl an Kuchen und Torten, das Abendessen und ein Mitternachtssnack sorgten für die reichliche Kalorienzufuhr.
Wem das alles nicht ausreichte konnte sich gegen extra Bezahlung in einem der drei á la Carte – Restaurants
verwöhnen lassen. Zur Auswahl standen ein Steakhaus, eine Sushibar und ein edles Gourmetrestaurant.
Egal, ob Fisch, Fleisch, Wurst oder Obst, alles war reichhaltig und lecker angerichtet. Der leckere Schinken wurde sogar frisch aufgeschnitten.
Bei so vielen kulinarischen Genüssen tut dann ein wenig Sport recht gut. Die Golfanlage auf dem Schiff hatte es uns angetan. So nutzten wir die Gelegenheit, im Laufe der Tage einmal einen Golfschläger in die Hand zu nehmen. Der zuständige Scout erklärte uns das Golfspiel und dann konnten wir selbst probieren. Wir mussten fest
stellen, dass das schwerer ist, als es aussieht. So waren wir schon glücklich überhaupt den Ball getroffen zu haben – und es hat viel Spaß gemacht.
Gar nicht so einfach! Wir lernten den Schläger richtig zu fassen, richtig auszuholen und mit viel Glück auch den kleinen Ball zu treffen!
Da tat dann eine Pause gut. Im Liegestuhl an Deck ließen wir uns den Wind um die Nase wehen.
Aber lange währte die Pause nicht, schon war auf dem Pooldeck wieder Action. Das Showensemble lieferte Ausschnitte aus dem Repertoire. Da mussten wie natürlich dabei sein.
Das, was die Damen und Herren da zeigten war durchaus sehens- und hörenswert. Wir lernten auch die Gästebetreuer kennen. So wussten wir, wer für welchen Bereich zu ständig war.
Ein weiteres Highlight auf dem Schiff war der „Flitterwochentreff“. Der Entertain-Manager lud alle Paare, die auf dieser Reise ihre Flitterwochen verlebten oder ein Hochzeitsjubiläum feierten zu einem Sektempfang. In einer netten Runde erzählten alle Paare etwas über ihre Hochzeit oder ihre Eherezepte. Eine kleine Tombola und ein Gruppenfoto rundeten dieses nette Treffen ab. (Fotos: Bordfotograf)
Im Theatrium wurde jeden Abend ein exzellentes Programm geboten Das Showensemble, aus ukrainischen Künstlern, sang, tanzte und spielte von Klassik über Musical bis zur Akrobatik und Sketchen von Loriot ein buntes Programm bei dem niemanden langweilig wurde.
Unsere Silberhochzeit
Am 25. Januar, als unser Schiff in den Hafen von Abu Dhabi einfuhr, feierten wir an Bord unsere Silberhochzeit. Wir hatten dieses Arrangement in Vorfeld gebucht und es hat sich gelohnt. Am Vormittag besuchten wir den Wellnessbereich und ließen uns verwöhnen. Eine Wohlfühl – Massage und relaxen in angenehmer Atmosphäre. Nach dem Mittagessen ging ich zum Frisör.
Kurz vor 18:00 Uhr wurden wir von dem Entertain-Manager in unserer Kabine abgeholt. In Gegenwart der
Schiffsoffiziere (Club-Manager, Entertain- und Hotelmanager) erneuerten wir unser Eheversprechen vom 25. Januar 1985. Die AIDA-Lounge war festlich hergerichtet und mit einem Glas Champagner stießen wir auf die nächsten Jahre an. (Fotos: Bordfotograf)
Auf der AIDAdiva - der Spa-Bereich
Den Abschluss dieses Tages bildete ein erstklassiges Gourmet-Dinner aus 10 Gängen mit passender Weinbegleitung im Restaurant Rossini. Das war ein wunderschöner Tag, der uns immer in der Erinnerung bleiben wird.
Soviel nun zu unserem Aufenthalt auf dem Schiff. Aber wir hatten ja auch eine spannende Reise mit vielen interessanten Destinationen. Davon auf den nächsten Seiten.
22. Januar 2010 - Dubai
Es war der Anreisetag und wir waren nicht so fit um noch eine Besichtigungstour zu machen. Auf dem Weg von Airport zum Schiff konnten wir aber schon so einiges sehen. Was uns als erstes auffiel? Kleine Autos gibt es dort nicht. Es ist die Stadt der Superlative und das zeigt sich überall.
Vom Schiff aus konnten wir die Skyline (leider etwas vernebelt) der Stadt sehen. Mit seinen 828 Metern Höhe überragt das Burj Kalifa die ganze Stadt. Das Wohn- und Geschäftshaus ist z. Z. das höchste Gebäude der Welt. Am Abend ist es noch schöner, da ist alles illuminiert.
23. & 24. Januar 2010 - Muscat
Der 23. Januar war ein Seetag. Wir genossen das Schiff, relaxten und ließen uns verwöhnen. Am 24. Januar waren wir dann fit für die erste Sightseeingtour. Um 7:30 Uhr fuhren wir in den Hafen von Muscat, der Hauptstadt des Omans, ein. Das war schon ein Erlebnis. Die Hafeneinfahrt ist gesäumt von hohen Bergen. Auf einem Felsen steht ein Weihrauchbehälter, der dem Besucher zeigen soll, dass Weihrauch in diesem Land eine große Bedeutung hat.
Wir fuhren zunächst zu einer großen Moschee, der Qaboos Moschee. Um die Moschee von innen anzuschauen, sind Kleidungsvorschriften angesagt. Das bedeutet für Männer und Frauen Arme und Beine bis über die Knöchel bedeckt und für die Frauen zusätzlich Kopftuch. Das man eine Moschee ohne Schuhe betritt ist selbstverständlich.
Sehenswert in dieser Moschee ist erstens, der größte freihängende Kronleuchter der Welt, mit Swarowski-Kristallen und zum zweiten, der größte vor Ort geknüpfte Teppich der Welt mit 4 300 qm.
Die Halle dieses islamischen Gotteshauses ist 60 x 70 Meter groß. Dort wo die Touristen laufen dürfen, ist der edle Teppich mit einem Läufer geschützt.
Weiter führt uns unser Ausflug durch die Stadt Muscat. 370 000 Menschen leben dort.
Muscat ist eine moderne Stadt mit interessanter Architektur und schönen Plätzen. Im Bait-al-Zubair-Museum konnten wir etwas über die Geschichte des Omans erfahren und sehen wie die Menschen früher gelebt haben und, speziell in den Bergdörfern, noch heute leben.
Unser nächstes Ziel war der Al-Alam-Palast, der prächtige Sultanspalast. Zu dem Palast führt eine breite Prachtstraße. Das alles dient aber nur repräsentativen Zwecken, der Sultan wohnt außerhalb der Stadt.
Nun besuchten wir noch den Souk von Muscat. Eine typisch arabische Basarstraße. Dort ist aber nicht nur Touristenzentrum. Dort kaufen auch die Einheimischen ihren Lebensbedarf. Wir kauften Safran, der dort besonders günstig war. Bevor wir zum Schiff zurückgingen, ließen wir uns in einem Restaurant am Souk noch einen frischen Mangosaft schmecken – lecker! Damit verabschiedeten wir uns von Muscat.
25. & 26. Januar 2010 - Abu Dhabi
Der 25. Januar war ein Seetag. Wir feierten unsere Silberhochzeit und ließen und verwöhnen. Am Abend um 20.00 Uhr, wir saßen bei unserem festlichen Dinner, machte die AIDAdiva in Abu Dhabi fest. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate erwartete uns. Doch dafür hatten wir erst am anderen Morgen die nötige Aufmerksamkeit.
Am 26. Januar begrüßte uns Abu Dhabi mit strahlendem Sonnenschein. Auf ging es zu unserer Besichtigungstour. Unser erstes Ziel war die Sheik-Zayed-Moschee. Diese schneeweiße Moschee aus italienischem Marmor bietet ca. 40 000 Gläubigen Platz. Leider war eine Innenbesichtigung im Programm nicht vorgesehen. Aber der Anblick war schon überwältigend.
Weiter ging unsere Fahrt durch die Stadt. Wir sahen modere Gebäude vermischt mit den Bauten arabischer Kultur.
Die Sheik-Zayed-Moschee.
Gepflegte Grünanlagen
In diesem Gebäude ist ein Ministerium
Wir besuchten dann die Kulturstiftung der Stadt. Neben Kino, Theater und Konferenzsälen gibt es dort eine Ausstellung, die die Verehrung der Scheiche sehr gut widerspiegelt. Im Eingangsbereich steht das Foto des jetzigen Scheichs Chalifa bin Zayid Al Nahyan.
Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan
Während ich mich eben einmal auf einem der noblen
Stühle ausruhe...
...genießt Horst das Gefühl „Maybach“ -
man gönnt sich sonst nichts!
Ja, diese Menschen verstehen es schon zu leben, aber sie lassen auch leben. Wir fuhren weiter über die Corniche, eine prächtige Strandstraße, die uns zum Emirates Palais brachte. Dieses Luxushotel der Extraklasse wird von der Kempinski-Gruppe geführt und hat sich auf die Bewirtung von Staatsgästen spezialisiert.
Unser nächstes Ziel war „Heritage Village“, ein Freilichtmuseum. Von dort hatten wir auch einen herrlichen Blick auf
die Skyline von Abu Dhabi. Heritage Village ist ein im Original nachgebautes, arabisches Dorf aus den Berg- und Wüstenregionen. Dort konnten wir etwas über Sitten und Gebräuche des früheren Dubai erfahren.
So ging dann unser Ausflug in Abu Dhabi zu Ende. Pünktlich um 17:00 Uhr legte die AIDAdiva am Pier ab. Wir genossen den Abend an Bord, und ließen uns das leckere Abendessen schmecken.
27. Januar 2010 - Bahrain / Manama
Um 8:00 Uhr machte unser Kapitän im Hafen von Manama fest und um 9:45 Uhr starteten wir zu unserem Ausflug in das Königreich Bahrain. (Foto: Bordfotograf)
Unser erstes Ziel war wieder die große Moschee. Dort nahm man es aber nun mit den Kleidungsvorschriften sehr genau. Wir Frauen mussten nicht nur ein Kopftuch tragen, sondern uns auch in eine „Abaya“ hüllen. Dieses traditionelle „Pflichtkleidungsstück“ für Frauen bekamen wir am Eingang geliehen.
Nachdem wir alle „ordentlich“ eingekleidet waren, wurden wir von einem deutschen Mann empfangen, der vor vielen Jahren aus Überzeugung zum Islam konvertiert war und nun in der Moschee als Guide versucht, den Besuchern nicht nur dieses Gotteshaus zu erklären, sondern auch die Religion näher zu bringen.
Der Mann lobte den Islam in den höchsten Tönen. Manches war für unsere Ohren nur schwer verständlich, besonders wenn es um den Umgang mit Frauen ging. Als wir die Moschee verließen, bekamen wir am Ausgang noch kostenloses Informationsmaterial über diese Religion. Beim Lesen dieser Lektüre fühlte ich mich doch etwas ins Mittelalter versetzt.
Wir setzten unsere Fahrt fort und besuchten das Nationalmuseum. Dort erhielten wir Einblicke in die 5 000 Jahre alte Tradition des Bahreins. Von der geografischen Lage, vom Leben der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das war schon alles sehr interessant.
Auf den Fotos rechts ist eine traditionelle Braut zu sehen. Auf dem rechten Foto wird ein Hochzeitsritual gezeigt.
Unsere nächste Station war Handicraft Village. Dort werden alte Handwerkskünste gepflegt. In dieser Gegend sahen wir auch noch typisch arabische Architektur. Sonst bestimmen hochmoderne Gebäude das Stadtbild. Herausragend ist das World-Trade-Center mit einer eigenen Windkraftanlage.
Unsere letzte Station auf diesem Ausflug war eine ehemalige Palastanlage. Diese aus mehreren Gebäuden bestehende Anlage zeigt uns, dass die Raumaufteilung so konzipiert war, dass Traditionen, Glauben, Ehrbarkeit und Familienatmosphäre Rechnung getragen wurde.
Um 16. Uhr verabschiedeten wir uns vom Manama und dem Königreich Bahrein. Zurück ging es nach Dubai,
wo wir den letzten Tag unserer Reise verbrachten.
28. / 29. Januar 2010 - Dubai
Um 10:00 Uhr legten wir in Dubai an. Dort hatten wir keinen Landausflug gebucht. Wir wollten alleine auf Tour gehen. Wir kauften uns Tickets für den „Hop-of, hop-on Bus“ und machten zunächst eine Stadtrundfahrt. Es begann an der Corniche, der
Strandstraße. Dubai hat einen schönen Strand, nur muss man bedenken, dass dort fast alles künstlich ist.
Langsam schiebt sich die AIDAdiva an den Pier von Dubai ran. Dort lag schon ein Schiff der „Costa- Flotte“.
Die "Hop of - hop on" Busse sind eine gute Sache für eine Stadtrundfahrt
Überall in der Stadt ist der immense Reichtum zu spüren, der den Emiratis ein luxuriöses Leben ermöglicht. Bedingt durch die Ölvorkommen hat es kaum ein Einheimischer nötig zu arbeiten. Das tun etwa 250 000 Arbeitsmigranten aus anderen Ländern. So wundert es nicht, das dort auch das einzige 7*-Hotel der Welt steht. Das Burj Al Arab ist eines der luxuriösesten und teuersten Hotels und verfügt über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz. Freistehend auf einer künstlichen Insel ragt es wie ein Segel in den Himmel. Dieses Hotel ist auch das Wahrzeichen Dubais.
Überhaupt steht dort ein Luxushotel neben den nächsten. Unter vier Sterne geht dort gar nichts. Genauso wenig sahen wir kleine Autos auf der Straße. Es beginnt bei der gehobenen Mittelklasse und die Wagen sehen alle sehr neu aus.
Wir fuhren weiter auf das berühmte „Palm-Island-Jumeirah“. Eine ebenfalls künstlich aufgeschüttete Insel mit Wohnungen, Einkaufszentren und Hotels. An der Spitze der Insel steht es weiteres gigantisches Hotel, das „Atlantis“.
Bei unserer Fahrt durch Dubai fällt uns auf, dass die Stadt sehr grün ist und sehr sauber. Hochhäuser bestimmen das Stadtbild und überall sieht man die Reklame bekannter Weltfirmen. Wir befanden uns in einer Metropole in der nicht gekleckert sondern geklotzt wird, das war nicht zu übersehen.
Grünanlagen und Hochhäuser, ein reizvoller Kontrast.
An der Emirates Mall verließen wir den Bus um uns dieses riesige Einkaufszentrum anzusehen. 400 Geschäfte, 60 Restaurants, das 5*-Kempinski-Hotel, eine gigantische Schneelandschaft mit echtem Schnee und Skipiste lassen keine Wünsche offen. Es ist eines der größten Einkaufszentren der Welt.
Nach einem Bummel und einem Mittagssnack in diesem Einkaufszentrum stiegen wir wieder in unseren Bus und fuhren weiter. Immer wieder fiel uns interessante Architektur auf. Unsere Busfahrt endete dann an der Wafi-Mall. Schon vom weiten war das Pyramidenhotel zu sehen.
So ging unser Besuch in Dubai und auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Ende. Am Abend hieß es noch Koffer packen. Die große Abschiedsparty auf dem Pooldeck haben wir verschlafen. Um 3:30 Uhr am nächsten Morgen klingelte unser Wecker. Aufstehen, die restlichen Sachen zusammenpacken und ein letztes Frühstück im Marktrestaurant. Fleißige Hände hatten in der Zwischenzeit unser großes Gepäck von Bord gebracht und in der Abfertigungshalle für uns bereitgestellt. Der Transferbus fuhr uns zum Flughafen von wo aus wir zurück nach Berlin flogen.