Unsere Kurzreise nach Oslo & Kopenhagen mit der AIDALuna                               10. bis 14. Mai 2019  

Anreise und Einschiffung

Unsere Kurzreise war ein Geschenk an unsere Tochter Sonja und unsere Enkeltochter Hülya. Unsere Tochter hatte kurz zuvor ihren 50sten Geburtstag gefeiert und Hülya hatte noch ihre Einschulungsreise gut. So beschlossen wir, mit den Beiden eine kleine Kreuzfahrt zu unternehmen. Nach einer kurzen Rücksprache wegen Urlaub und Schule stand dem nichts im Wege. Bei AIDA fanden wir ein passendes Angebot.

Wir buchten uns auf der AIDAluna für vier Tage ein. Zwei Balkonkabinen mit Verbindungstür bekamen wir auch. Die paar Monate Vorfreude gingen schnell vorbei und am 10. Mai 2019 starteten wir in den hohen Norden. Wir trafen uns am Hauptbahnhof Hannover um von dort aus mit dem ICE zunächst nach Hamburg zu fahren.

Ganz aufgeregt war unsere Süße. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir unser Ziel. Den Shuttlebus von AIDA hatten wir vorgebucht. Gleich am Bahnhof konnten wir unsere Koffer abgeben. Bis zum Busparkplatz war es nicht weit. Noch ein Stückchen Fahrt und wir hatten das Cruiseterminal in Steinwerder in Hamburg erreicht.

Wir warten in Hannover auf unseren ICE nach Hamburg

Cruiseterminal Steinwerder in Hamburg. Der große Kran befördert die Container mit den Koffern der Gäste an Bord, von wo aus sie von fleißigen Helfern in die Kabinen verteilt werden.

Der Check-in ging zügig und schnell hatten wir unsere Bordkarten in den Händen. Von der Gangway aus konnten wir schon einmal einen Blick auf „unser“ Schiff werfen.

Auch der Bordfotograf stand bereit um das Einschiffungsfoto zu schießen.

Auch unsere Kabinen waren bereits fertig. Nun hatten wir noch Zeit für einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen. Zurück auf der Kabine, kamen auch schon unsere Koffer. Die schafften wir gerade auszupacken, als um 17:00 Uhr das Signal zur pflichtgemäßen Seenotrettungsübung kam.

Das fand unsere Enkeltochter nun gar nicht toll. Sie war froh, als sie die einengende Rettungsweste wieder ablegen konnte. Einige Erklärungen waren nötig, warum diese Aktion so wichtig ist.

Da fand Hülya die Hängematte auf dem Balkon doch viel interessanter, und auch die Mama konnte es sich da gut gehen lassen.

Um 18:00 Uhr hieß es „Leinen los“! Wir verließen unseren Liegeplatz am Cruisecenter Steinwerder. Da an diesem Wochenende Hafengeburtstag in Hamburg war, verlief die Ausfahrt etwas spektakulärer, als das sonst der Fall ist. Wobei – die Ausfahrt aus Hamburg immer ein Erlebnis ist.

Vorbei ging es an der neuen Elbphilharmonie. Wir holten die AIDAvista ab, die am Cruiseterminal Neue Hafencity lag. Im Konvoi verließen wir Hamburg, vorbei an dem alten Elbtunnel, den Landungsbrücken, vielen Segelschiffen und winkenden Menschen.

Beim Abendessen erlebten wir die Ausfahrt aus Hamburg. Wir haben das ja nun schon mehrfach mitgemacht, es ist immer wieder schön. An Land war durch den Hafengeburtstag reges Treiben.

An Deck startete die Auslaufparty mit Sekt und Gulaschsuppe. Hüly genoss ihren ersten Kindercocktail und hatte Spaß mit den AIDA-Maskottchen.

Später stellte sich im Atrium das Showteam, die „AIDA-Stars“, vor. Mit Musik, Tanz und Akrobatik präsentierten sie ein kurzweiliges Programm.

So ging dieser erste Tag an Bord der AIDAluna zu Ende. Müde fielen wir in unsere Betten und ließen uns von den Wellen in den nächsten Tag schaukeln.

Der zweite Tag – 11. Mai 2019 
Die AIDAluna – ein Seetag

Wir hatten nicht so gut geschlafen, in dieser Nacht. Aber das ist nicht ungewöhnlich, in der ersten Nacht in einem fremden Bett. Auch war die See ziemlich unruhig. Wir hatten die Kabinen 6259 und 6260 auf Deck sechs am Heck des Schiffes. Die Kabinen hatten eine Verbindungstür und so konnten wir am Tage zusammen sein,
ohne immer über den Flur laufen zu müssen.

Wir waren früh auf den Beinen und gingen erst einmal frühstücken. Danach unternahmen wir einen ausgedehnten Bummel über das Schiff, schließlich waren unsere Tochter und Enkelin das erste Mal an Bord eines Kreuzfahreres.

Rechts: Das Sonnendeck auf der AIDALuna

Die AIDAluna gehört zur zweiten Generation der AIDA-Flotte, der sogenannten „Sphinx-Klasse“. 2009 wurde sie in den Dienst gestellt. Sie ist 251,89 m lang und 32,2 m breit. Die Luna fährt unter italienischer Flagge, ihr Heimathafen ist Genua. Über 13 Decks verteilen sich 1035 Passagierkabinen. Rund 600 Crewmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste. Sieben Restaurants und elf Bars sorgen für das leibliche Wohl. Fitnesscenter, Wellnessoase und sogar ein FKK – Bereich bieten Abwechslung und im Theatrium, das sich über vier Decks erstreckt wird abendliche Unterhaltung geboten. Eine Shopping-Mall und eine Galerie vervollständigen das Angebot. Auch einen Kids-Club gibt es, dafür war aber unser Kind nicht zu begeistern.

Als wir in unsere Kabine zurückkamen, hatte der Roomservice kleine Kunstwerke hinterlassen, sehr zur Freude unserer Enkeltochter.

An rausgehen war dann nicht mehr zu denken. Die See war noch etwas rauer geworden, und Hülya wurde ein wenig seekrank. Zum Glück gab es an der
Rezeption ein Mittelchen dafür.

Nach dem Mittagessen machten wir eine Siesta und dann ging es unserer Kleinen wieder besser. Die See hatte sich auch ein wenig beruhigt und so konnte auch die Hängematte genutzt werde, wenn auch mit einer kuscheligen Decke.

Während wir am Nachmittag zum Kaffeetrinken
gingen, begab sich unsere Kleine mit ihrer Mama zum Kindercocktail-Workshop. Dort lernte sie unter fachkundiger Anleitung, wie die leckeren,
alkoholfreien Cocktails zubereitet werden.

Der Abend bescherte uns noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, bevor dieser Tag zu Ende ging.

Der dritte Tag – 12. Mai 2019 - Oslo

Es war Sonntag und Muttertag! Meine Tochter nahm mich herzlich in die Arme und gratulierte mir. Gut gelaunt gingen wir zum Frühstück. Um 08:00 Uhr machte unser Kapitän am Anleger von Oslo fest. Die Anfahrt auf Oslo führte durch den schönen Oslofjord. Der Liegeplatz war stadtnah, direkt gegenüber dem Osloer Opernhaus. 

Das Osloer Opernhaus

Foto: Bordfotograf

Arcaden

 

Wir konnten zu Fuß in die Stadt gehen. Unser Weg führte vorbei am Bordfotografen und durch eine Arcade, die mit vielen T-Shirts behangen war.

Ein paar Meter weiter hatten wir auch schon den Hauptbahnhof erreicht und waren mitten in der Stadt. Vor uns lag der Osloer Dom aus dem 17. Jahrhundert. Eine Besichtigung mussten wir auf später verschieben, die Kirche war noch geschlossen.

Oslo Hauptbahnhof

Blick auf den Osloer Dom

Denkmal von Christian IV.

Wir liefen über den Blumenmarkt. Dort ist eine reiche Auswahl an Blumen und allerlei Pflanzen zu bekommen. Davor steht das Denkmal von Christian IV. Er war von 1670 – 1699 König von Norwegen.
Eine Straße weiter waren wir in der Karl-Johans-Gate, Oslos Prachtstraße. Üppiger Blumenschmuck säumt diesen Weg.

Die Karl-Johans-Gate, an deren Ende das königliche Schloss steht.

Wir erreichten das Schloss, in dem König Harald und Königin Sonja residieren. Auf dem Schlossplatz steht das Reiterstandbild von Karl-Johan, der im 19. Jahrhundert König des Landes war. Er war maßgeblich am Bau des Schlosses beteiligt.

Ein wenig vom Winde verweht, aber glücklich. Meine Tochter freute sich darüber, endlich einmal zu sehen, wo die Frau wohnt, nach der sie ihren Namen bekommen hat – Sonja!

Hülya interessierte sich indes mehr für die Männer der Garde, die für die Sicherheit der königlichen Familie verantwortlich sind. Mit freundlicher Genehmigung durfte ich einen von ihnen fotografieren.

Wir liefen dann die Straße zurück, vorbei an schönen Grünanlagen, in denen uns irgendwo das Denkmal eines Radfahrers begegnete.

 

Viele Denkmäler wichtiger, nationaler Persönlichkeiten erinnern dort an Menschen, die Großes geleistet haben. Das rechte Foto zeigt das Bildnis von Ludvig Holberg (1684 – 1754), einem dänisch-norwegischen Dichter.

In der Karl-Johans-Gate finden sich auch das Gebäude des Norwegischen Parlaments  und die Universität.

Das Parlamentsgebäude

Die juristische Fakultät in Oslo

 

An einem Souveniershop kamen wir aber auch nicht so einfach vorbei. Hüly musste ja ihr Taschengeld loswerden. So erstand sie noch ein kleines Andenken und wir konnten eine hübsche Ausstellung von Trollen anschauen.

Auf dem Weg zurück zum Schiff besichtigten wir dann noch den Dom, der in der Zwischenzeit seine Pforten geöffnet hatte. Licht und hell, wie wir es von Skandinavien kennen, ist auch dort der Innenraum.

Wer ist wohl hier der Troll? Unsere Enkeltochter hatte jedenfalls viel Spaß mit diesen kleinen, norwegischen Ungeheuern, um die sich so viele Geschichten und Legenden ranken. Auch der große bronzene Tiger auf dem Bahnhofsvorplatz lieferte noch ein schönes Fotomotiv.

Zum Mittagessen waren wir wieder auf dem Schiff. Ich brauchte dann eine Siesta. Mutter und Tochter gingen noch einmal allein in die Stadt. Zur Kaffeezeit trafen wir uns wieder. Um 18:00 Uhr verließen wir Oslo und nahmen Kurs auf Kopenhagen. Der Abend verlief ruhig. Zum Abendessen gab es als Dessert die große Muttertagstorte. Die angekündigte Schlagerparty fand auf dem Pooldeck statt. Dort war es aber recht kühl und ungemütlich. So zogen wir uns bald in unsere Kabinen zurück.

Der vierte Tag – 13. Mai 2019 - Kopenhagen

Der heutige Tag versprach schönes Wetter. Ein wunderbarer Sonnenaufgang lockte uns aus den Betten. Gutgelaunt gingen wir frühstücken. Da wir erst um 13:00 Uhr in Kopenhagen anlegen werden, hatten wir am Vormittag Zeit die Außendecks des Schiffes zu erkunden.

Wir stromerten über das Schiff, was Hüly nun gar nicht so toll fand. Erst als sie nun endlich einmal in den Pool konnte, wenn auch nur mit den Füßen, war die Welt wieder in Ordnung.

Am späten Vormittag passierten wir Schloss Kronberg, das in Dänemark auf einer Land zunge liegt.

Schon war Zeit zum Mittagessen. Während wir uns gemütlich das Essen schmecken ließen, legte unser Kapitän am Pier von Kopenhagen an. Willkommen in der dänischen Hauptstadt. Wir lagen Citynah und konnten zu Fuß in die Stadt.

                                     Willkommen in Kopenhagen                                       Foto: Bordfotograf

Wir liefen vorbei an der kleinen Meerjungfrau, der wohl bekanntesten Dame Kopenhagens.

Ein paar Meter weiter erreichten wir das Kastell. Dort gibt es einen schönen Springbrunnen, den Gefion-Brunnen. Gefion ist eine Jungfrau aus der germanischen Mythologie, ihr ist dieser Brunnen gewidmet. Dahinter steht die anglikanische Kirche St. Albans aus dem 19. Jahrhundert.

Nun waren wir bald am Schloss. Schloss Amalienborg ist der Sitz der Dänischen Königin Margarete. (Heute: König Frederik X.) 

Wir hatten Glück, und kommen direkt zur Wachablösung. Die findet jeden Tag am Mittag statt, sofern die königliche Familie anwesend ist. Das war für unsere Süße nun ganz aufregend.

Auf dem Schlossplatz steht das Reiterstandbild von FrederikV., König in Dänemark von 1746 – 1766.

Anschließend besuchten wir die evangelisch – lutherische  Frederikskirche. Benannt nach König Frederik V., der 1749 dafür den Grundstein legte. Die Kuppel ist dem Petersdom in Rom nachempfunden. Sie steht auf 12 Säulen und hat einen Durchmesser von 31 Metern.

Wir liefen weiter zu Nyhavn. Der „Neue Hafen“ ist mit die wichtigste Sehenswürdigkeit in Kopenhagen. Das Ambiente mit den bunten Häuserreihen rechts und links des Kanals vermittelt Gemütlichkeit. Dort hat auch der bekannte Märchendichter Christian Andersen gewohnt.

Unzählige Restaurants und Kneipen laden zum Verweilen ein. In einem davon machten auch wir eine Kaffeepause. Wir erstanden in einer Waffelbäckerei noch eine Tüte mit dieser süßen Leckerei.

Langsam mussten wir uns nun auf den Weg zum Schiff zurück machen, wir hatten ja ein gutes Stück zu laufen. Ein Souveniershop lag auf dem Weg und fand Hülyas Aufmerksamkeit. Soviel Zeit musste noch sein.

Auf dem Schiff ließen wir uns noch einmal das leckere Abendessen schmecken. Lachs, Kaviar und viele andere Leckereien waren wie immer schön angerichtet.

Im Theatrium erfreute uns das Showensemble mit einer spritzigen ABBA-Show. All die bekannten Songs dieser berühmten Band wurden super performt. Dann mussten wir noch Koffer packen, unsere Kurzreise neigte sich dem Ende entgegen. Noch ein Abschiedsdrink an der AIDAbar und eine letzte Nacht auf dem Schiff.

Der fünfte Tag – 14. Mai 2019 - Heimreise

Schon war unsere Kurzreise wieder zu Ende. Wir standen früh auf, um noch in Ruhe zu frühstücken. Um 08:00 Uhr legte die AIDAluna in Kiel an. Hülya bekam noch ihr Foto mit ihren netten Lieblingskellnern, mit denen sie in den Tagen viel Spaß hatte.

Im Hafen in Kiel

Noch die letzten Sachen zusammen packen und schon wurde es Zeit das Schiff zu verlassen. Ein Taxi brachte uns zum Hauptbahnhof in Kiel. Wir hatten noch Zeit für einen Kaffee, bevor wir mit dem ICE zurück nach Hannover fuhren. Gegen Mittag waren wir wohlbehalten wieder zu Hause.