La Gomera 

Die grüne Insel der Kanaren

La Gomera ist mit einer Fläche von 369,76 km² die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Rund 21 000 Menschen leben auf dieser Insel, die eine einzigartige Vegetation hat. In der Mitte erhebt sich mit einer Höhe von 1 487 Metern der Garajonay mit einem unglaublich schönen Nationalpark. Flache Gebiete gibt es nur in den Küstenbereichen. Bis 1960 gab es auch kaum Straßen. Der gesamte Transport führte über Wasserwege. In der Zwischenzeit gibt es Straßen, die über die Bergregionen führen. Seit 1999 gibt es einen Flughafen, der aber nur dem regionalen Verkehr dient. Der Hauptort ist San Sebastian. La Gomera gehört zu den älteren Inseln der Kanaren. Eine Besonderheit ist die sogenannte Pfeifsprache, „El Silbo“, der Gomeros, die wohl auch schon von den Ureinwohnern benutzt wurde. Der Vorteil dieser Sprache? Sie ist weithin zu hören!


Wir besuchten La Gomera am 28. Dezember 2011 während unserer Kanaren-Kreuzfahrt.

Der Hauptort von La Gomera, San Sebastian, liegt im Osten der Insel. Der kleine Ort mit seinen rund 8,5 Tausend Einwohnern, war in der Urzeit (ca. 1440) eines der Siedlungsgebiete der Guanchen. In San Sebastian ist auch der Hafen, der das Tor zur Insel bildet.

Blick auf San Sebastian

Es gibt dort auch einen Strandabschnitt, gleich dahinter erheben sich die Berge.

Vom Hafengebiet führt eine schön angelegte Promenade in die Stadt.

Blick in den Stadtpark von San Sebastian

Bei einer Fahrt in die Berge lernten wir die Schönheiten dieser Insel kennen. Für Wanderer erschließt sich dort ein Eldorado. Es ist so schön, dass wir manches Mal gar nicht wussten, wo wir zuerst hinschauen sollten.

Inmitten der Berggruppe „Los Roques“ steht der 1 251 m hohe Fels „Los Roques“. Er ist durch eine Vulkanerosion entstanden.

Über Serpentinenstraßen fuhren wir in die Bergwelt. Auf der einen Seite des Busses der Blick nach unten, auf der anderen Seite ragten schroffe Felsenwände nach oben.

Von einem Aussichtspunkt blickten wir auf die kleinste Gemeinde La Gomeras, das Dorf Agulo. Es soll der schönste Ort der Insel sein. Eingebettet in Bananenplantagen und Terrassenfelder liegt es ca. 250 Meter über dem Meer. Das Dorf mit seinen Kolonialbauten hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt. Die Bewohner leben vom Handwerk und dem Fischfang. Auf dem rechten Foto ist der schwarze Strand von Agulo zu sehen.

Oben in den Bergen liegt der Garajonay Nationalpark. In ca. 1 000 Metern Höhe fanden wir eine einzigartige Vegetation. In einem Besucherzentrum gibt es viel Information über die Insel im Allgemeinen und diesen Park im Besonderen. Das besondere Klima, das auf dieser Insel herrscht, macht diese Flora möglich. Leider wurde bei Waldbränden viel zerstört.

Am Besucherzentrum steht eine alte Brunnenanlage, die zur Bewässerung genutzt wurde.

Das etwa 40 km² große Gebiet um den höchsten Berg der Insel wurde wegen seiner außergewöhnlichen Flora und Fauna 1981 zum Nationalpark erklärt, seit 1986 gehört es zum Weltnaturerbe der UNESCO. Das Besucherzentrum ist von einem botanischen Garten umgeben, der eine vielfältige Pflanzenwelt beherbergt.

Gartenimpressionen

Noch ein Stück weiter bergauf über die Höhenstraße, erreichten wir Laguna Grande, das Herzstück des Nationalparks. Inmitten eines riesigen Nebelwaldes gedeihen Lorbeerbäume, Erikagewächse und Wacholder. In der Mitte befindet sich ein großes, freies Areal, das als Grill-, Spiel- und Festplatz dient. Die Einheimischen feiern dort im Sommer gern ihre Familienfeste. 

In einer Berghütte konnten wir uns bei einem Getränk aufwärmen, denn es war doch empfindlich kühl in dieser Höhe. Auf dem Weg zurück zum Schiff waren wir uns alle einig, wir hatten eine beeindruckende Gegend kennengelernt.

Noch ein Blick zurück zu dieser kleinen, aber schönen Insel 
und Tschüss, La Gomera!