Badeurlaub in Hurghada 04. - 12. November 1999

Dieser Urlaub am Roten Meer schloss sich an unsere Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan an. Nach vier Stunden Busfahrt quer durch die Wüste erreichten wir am 04. November 1999 gegen 13:00 Uhr unser Hotel „Intercontinental“ am Roten Meer.

Die Zufahrt zum Hotel

Nach dem Einchecken und dem Bezug unseres Zimmers schauten wir uns erst einmal die recht große Hotelanlage an. Schon der Vorplatz machte mit seinen gärtnerischen Anlagen einen guten Eindruck.

In den Hotelgängen ein Wasserfall, der für die nötig Luftfeuchtigkeit im Gebäude sorgte.

In der Gartenanlage fanden wir den Pool, Liegen und Sonnenschirme. Was wir sahen, gefiel uns. Auch unser Zimmer war schön. Dort konnten wir es uns gut gehen lassen. Zum Strand war es auch nicht weit. So genossen wir dann erst einmal ausgiebig Sonne, Strand und Meer.

Die Stadt Hurghada ist das größte und bekannteste Touristenzentrum am Roten Meer. Die 160 000 Einwohner sind grob geschätzt, da sich viele Menschen aus den Nildörfern dort aufhalten, die nicht gemeldet sind. Obwohl die Touristenzahlen enorm sind, hat sich die muslimische Kultur erhalten. In Hurghada befindet sich auch der internationale Flughafen für diese Region. Wir erlebten bei einer Stadtrundfahrt am Samstag, 06. November 1999 eine Stadt die laut und schmutzig ist. Dazu kam das sehr aufdringliche Verhalten der einheimischen Händler. Aber wir sahen auch Schönes. So zum Beispiel das Aquarium der Stadt, in dem wir Fische aus dem roten Meer bewundern konnten.

Das Aquarium

Die Aldahaar Moschee in Hurghada

Der Eingang zur Moschee

In einer christlichen Kirche

Wir sahen die Aldahaar Moschee in Hurghada. Als Ungläubige durften wir dort natürlich nicht hinein. Selbst von Vorplatz wurden wir von den Aufsehern weggeschickt. Auch eine christliche Kirche gibt es dort. Sie wird von einer Minderheit genutzt uns ist eher unscheinbar. Auf dem Foto rechts ist der Altarraum zu sehen.

Die Wüste

Am Sonntag, 07. November 1999 nahmen wir an einer Wüstensafari teil. Mit Landrovern fuhren wir in ein Beduinendorf in die arabische Wüste. Auch noch heute gibt es einige dieser Völkerstämme, die dort durch die Lande ziehen. Sie leben überwiegend vom Tourismus, in dem Sie den Menschen gestatten, sich in ihren Camps umzusehen. So erfuhren wir einiges über die Traditionen und Gebräuche. 


Mehrere Landrover trafen sich an einem Sammelplatz, von wo aus es in rasanter Fahrt quer durch die Wüste ging. Unsere Knochen wurden ganz schön durchgerüttelt.

Das erlebt man auch nicht alle Tage, Reifenpanne in der Wüste. Die Fahrer mussten an unserem Wagen  einen Reifen wechseln.

Gut durchgerüttelt kamen wir bei dem Beduinenstamm an. Dort gab es die Möglichkeit auf Kamelen zu reiten. Wir verzichteten darauf und sahen uns die Wüstenschiffe lieber von unten an. Es gab ein Barbecue und beduinische Tänze. Wir konnten uns in dem Camp umsehen und erhielten Erklärungen über das Leben der Menschen. Interessant war die Ausstattung der Zelte. Die Frauen hatten gegen das Fotografieren nichts einzuwenden, nachdem wir höflich um Erlaubnis gebeten haben. Die Frauen waren beim Brot backen. Es handelt sich dabei um Brotfladen, die wir auch probieren konnten.

Das kleine Beduinenmädchen lässt sich von den vielen Touristen nicht beeindrucken. Scheinbar ist sie das gewohnt.

Oben: Eine Schlafecke in einem der Zelte.

Am Abend erlebten wir einen traumhaften Sonnenuntergang. Es war stockdunkel, als wir in einem gemäßigten Tempo zurückfuhren. Ein Stopp mitten in der Wüste bescherte uns noch einen Gänsehautmoment. Um uns herum tiefe Finsternis und über uns ein sternenklarer Himmel. Das werden wir nie vergessen. Mit diesen stimmungsvollen Bildern ist dieser Bericht zu Ende. Die restlichen Tage verbrachten wir im Hotel und ließen uns verwöhnen. Am 12. November brachte uns das Flugzeug von Hurghada zurück nach Berlin wo uns winterliche Temperaturen erwarteten. Es war eine schöne Reise und nun hatte uns schnell der Alltag wieder.

Nachtrag:

Diese Reise liegt nun mehr als 25 Jahre zurück. Sicher hat sich dort in der Zwischenzeit viel geändert. Neue Touristenorte sind entstanden, mit immer mehr Hotels. Leider hat sich auch die politische Lage geändert, die Reisen in diese schönen Länder zum Problem werden lassen.