Stavanger – Tor zu den norwegischen Fjorden

Ein persönlicher Reiseeindruck aus Stavanger: historische Holzhäuser, der lebendige Hafen und die eindrucksvolle Landschaft an Norwegens Küste.

Die viertgrößte Stadt Norwegens präsentierte sich uns am 11. Juni 2015 bei strahlendem Sonnenschein, als wir mit unserem Kreuzfahrtschiff dort Mittags um 12:00 Uhr am Pier festmachten. In Stavanger leben rund 130 000 Einwohner auf 71,4 km². Davon entfallen etwa 54 km² auf das Festland, der Rest verteilt sich auf verschiedene Inseln.

Stadtrechte erhielt Stavanger in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde die Stadt auch Bischofssitz und der Dom wurde gebaut. Noch bis in das 18. Jahrhundert lebten dort nicht mehr als knapp 2 000 Menschen. Erst danach wuchs die Stadt durch Fischfang, Fischindustrie und Schifffahrt. 1825 war Stavanger Ausgangspunkt einer großen norwegischen Auswanderungswelle in die USA. Die Menschen lebten und leben noch hauptsächlich von der Industrie. Waren es einst die Konservenfabriken so ist es heute die Ölindustrie. Viele internationale Ölkonzerne haben dort ihren Sitz. Aber auch der Tourismus ist nicht unbedeutend. Im Sommer bevölkern viele Kreuzfahrtgäste die Straßen und im Winter ist diese Gegend interessant für Wintersportler, da sich in der Umgebung viele Skigebiete befinden.

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Das Festland und die großen Inseln sind mit der Stadtbrücke verbunden. Diese Schrägseilbrücke wurde 1978 gebaut und hat eine Gesamtlänge von 1 067 Metern. Sie ist für den Fahrzeugverkehr und für Fußgänger gleich ermaßen zugelassen.

Das wichtigste und älteste Gebäude in Stavanger ist der Dom. Um 1100 wurde der Grundstein gelegt. Nach etwa 50 Jahren Bauzeit wurde das Gebäude fertiggestellt. Nach einem Brand im 13. Jahrhundert wurde die evangelisch-lutherische Kirche wieder aufgebaut und ist seitdem fast unverändert. Der Dom war und ist Bischofssitz, und ist das älteste Kathedralgebäude in ganz Norwegen. Zu finden ist der Dom im Zentrum von Stavanger. Leider sind die Kirchen in Skandinavien meist geschlossen. So mussten wir uns mit der Außenansicht zufrieden geben.

Im Hafengebiet von Stavanger gibt es viele Restaurants und Cafès. Dort kann man herrlich bummeln und große und kleine Schiffe ansehen. Auch wir lagen mit unserer „MSC Orchestra“ dort am Kai.