Paris
Eine Reise mit Weichert-Reisen
Paris, die Hauptstadt Frankreichs, die Stadt der Liebenden – endlich hatten wir es geschafft dorthin zu kommen. Die französische Metropole, eine der bedeutendsten Weltstädte, hat etwa 2,1 Millionen Einwohner. Sie liegt an der Seine. Der Fluss teilt die Stadt in zwei Hälften. Man spricht von den Stadthälften rechts und links der Seine. Um die Stadt führt eine Ringautobahn, der „Boulevard périphérique“. Paris besitzt drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfe. Touristisch gesehen gehört die Stadt zu den meistbesuchten Orten weltweit.
Die Geschichte der Stadt geht zurück bis in das 3. Jahrhundert vor Christus. Doch bis aus dem keltischen Dorf Lutetia Paris wurde, passierte viel. Die ersten die dort ansässig wurden waren die Römer. Sie bauten am linken Seineufer in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. eine römische Stadt. Nach dem Untergang des Römischen Reiches machten sich dort verschiedene Könige breit, es entstanden viele Kirchengebäude. In diese Zeit viel auch der Baubeginn des Louvre.
Mitte des 16. Jahrhunderts tobte der Hugenottenkrieg. Im 17. Jahrhundert sorgte König Ludwig XIV. für viele Modernisierungen. Straßenbau, Straßenbeleuchtung und der Bau von Krankenhäusern wurden von ihm veranlasst. 1789 wurde im Zuge der französischen Revolution die Monarchie abgeschafft. Es entstand die erste Republik. Sieben Mal fand in Paris die Weltausstellung statt. 1900 und 1924 wurden dort olympische Spiele ausgetragen. Die Stadt war auch stets Schauplatz bei wichtigen politischen Ereignissen. Ja, Paris ist eine Stadt von der man spricht und die man erlebt haben muss.
Wir besuchten Paris vom 19. – 23. Mai 2010.
Anreise & Hotel
Es war eine organisierte Städtereise des Veranstalters „Weichert-Reisen“. Am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 5:00 Uhr trafen wir uns am Flughafen Berlin – Tegel mit unserem Reiseleiter Michael le Gal. Von ihm erhielten wir auch gleich einen Stadt- und Metroplan für unser Reiseziel. Beides sollte uns noch gute Dienste tun. Um 6:15 Uhr startete der Flieger der AirBerlin in Richtung Paris. Gegen 07:45 Uhr landeten wir auf dem Flughafen Orly, der südlich der Stadt liegt. Vor dem Flughafenterminal wartete schon unser Bus. Wir waren eine Gruppe von 30 Personen. Nun ging es erst einmal auf zur großen Stadtrundfahrt. Auf der Fahrt in die Stadt gab uns Michael noch organisatorische Informationen über den Ablauf der nächsten Tage bevor er dazu überging uns die französische Hauptstadt näher zu bringen. Wichtig war für uns zu wissen, dass in Paris sehr viel kontrolliert wird und wir verpflichtet sind, ein Personaldokument mitzuführen. Über die Details der Stadtrundfahrt später mehr.
Unsere Sightseeingtour unterbrachen wir zum Mittagessen in einem französischen Restaurant. Ein leckeres Menue und ein Gläschen Wein stärkten uns. Um 15:00 Uhr waren wir dann endlich am Hotel. Ein weiteres Informationsgespräch war zu 16:00 Uhr angesetzt. Während die Gruppe danach zu einer weiteren Besichtigungstour aufbrach, probierten wir erst einmal für eine Stunde die Betten aus.
Das „Hotel – Carlton´s“ ist ein 3* - Haus im Stadtbezirk Montmartre im Norden von Paris. Die nächste Metrostation war fünf Minuten entfernt. Place Pigalle, das berühmte Moulin Rouge und die Kirche Sacre Coer waren ebenfalls zu Fuß zu erreichen. Die Zimmer waren nicht sehr groß, aber ausreichend. Es war alles vorhanden was wir von einem halbwegs guten Hotel erwarten, wie Klimaanlage, Safe, Haartrockner u.s.w., und es war sauber. Das Frühstücksbuffet war für französische Verhältnisse üppig.
Wir hatten Halbpension gebucht, das bedeutete, an drei Abenden bekamen wir im Hotel ein Abendessen. Das war jeweils ein Dreigang-Menue. Das Essen war OK, wenn es auch keine Beifallsstürme auslöste. Musikalische Unterhaltung gab es von einem alten Grammophon.
In der neunten Etage des Hauses gab es eine Aussichtsterrasse, von wo aus wir einen schönen Blick über Paris hatten.
Sacre Coer
Einen schönen Blick hatten wir von unserer Hotel-Dachterrasse auch auf die Kirche Sacre-Coer, die wir natürlich auch aus der Nähe sehen wollten. So machten wir uns an einem Tag, gemeinsam mit der Gruppe und unserem Reiseleiter, auf dieses schmucke Gotteshaus zu besichtigen.
Die Basilika ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Hügel von Montmartre. „Zuckerbäckerkirche“ wird dieses weiße Gebäude genannt, mit dessen Bau in 19. Jahrhundert begonnen wurde. Es sollten aber mehr als 30 Jahre vergehen, bis die Kirche am 16. Oktober 1919 durch Papst Benedikt XV. dem Herzen Jesu geweiht wurde. 40 Millionen Franc kostete der Bau, die nur durch Spenden aufgebracht wurden.
Mit einer Standseilbahn gelangten wir auf den Hügel. Die Alternative wären viele, viele Treppen gewesen.
Die Seine
Der 777 km lange Fluss entspringt in Burgund und mündet im Ärmelkanal. Er teilt Paris in zwei Hälften, man spricht von „Paris, rechts und links der Seine“. Es gibt drei Inseln, von denen die „Ile de la Cité“ die größte ist. Sie ist das Herz von Paris, der älteste Stadtteil.
Wir machten eine Abendfahrt auf der Seine. In der Dämmerung ging es los.
Wir durchfuhren viele schöne Brücken, wie die „Pont des Invalides“ mit ihren herrlichen Kandelabern und goldenen Brückenfiguren, die die Siegesgöttin darstellen. Am Abend sind die meisten Brücken beleuchtet. An den Ufern ist reges Leben. Junge Menschen treffen sich, sitzen zusammen und reden oder feiern. Andere gehen spazieren oder sitzen nur am Ufer und genießen den schönen Abend.
Pont des Invalides
Als wir nach einer Stunde Fahrt zum Ausgangspunkt zurückkamen, erwartete uns ein besonderes Highlight, der beleuchtete Eiffelturm.
Davon darf ich hier leider kein Foto einstellen, da der Lichtkünstler Urheberrechte an der Illumination hat.
Der Eiffelturm
Es war schon ein tolles Gefühl vor dem Eiffelturm zu stehen. Neben dem Arc de Triomphe ist er das absolute Wahrzeichen der französischen Hauptstadt und steht weltweit als Symbol für ganz Frankreich. Der 300 m hohe Stahlturm (plus 24 m Fernsehantenne) ist in den Jahren 1887 – 1899 gebaut worden. Anlass war das hundertjährige Jubiläum der französischen Revolution und die damit verbundenen Weltausstellung im Jahr 1889. Seinen Namen trägt er nach dem Erbauer, Gustave Eiffel. In Paris darf kein Haus gebaut werden, das höher als dieser Turm ist.
Von den Terrassen am Place du Trocadéro hatten wir einen schönen Blick auf die Wasserkaskaden, die Seinebrücke und den Eiffelturm, einfach gigantisch.
Die Erinnerungsfotos – wir, auf den Terrassen am Place du Trocadéro
Arc de Triomphe
Der „Arc de Triomphe“ steht am Place Charles de Gaulle am Beginn bzw. Ende der Champs Élysée. Kaiser Napoleon gab ihn im Jahr 1806 in Auftrag, nach der Schlacht bei Austerlitz zur Verherrlichung seiner Siege. Die Fertigstellung erlebte Napoleon jedoch nicht mehr. Unter dem Torbogen befindet sich das Grab eines unbekannten Soldaten mit der ewigen Flamme zum Gedenken an die vielen Toten, die nie identifiziert wurden. Dort finden regelmäßig Kranzniederlegungen statt. In jedem Jahr am 11. November findet dort eine große Parade statt, zur Erinnerung an den Waffenstillstand zwischen Deutschland und Frankreich im Jahr 1918. Von dort aus bot sich natürlich ein Bummel über die berühmte Pariser Prachtstraße Champs Elysee an. Wir genossen das herrliche Wetter bei einem Cappuccino in einem der vielen Straßencafés.
Der Louvre
Das größte Museum der Welt, gem. Besucherzahlen und das drittgrößte gem. Ausstellungsfläche war einmal der Königspalast von Paris. Das Stadtschloss blickt auf eine 800jährige Baugeschichte zurück, die im 12. Jahrhundert begann. Da jeder Herrscher an dem Gebäude bauliche Veränderungen vornahm, vereinigen sich in ihm viele verschiedene Baustile. Der gewaltige Gebäudekomplex beherbergt heute neben der wertvollen Gemälde- und Skulpturenausstellung (Leonardo da Vinci, Dürer, Delacroix, u.a.) auch verschiedene andere Museen.
Ein Teil der Gebäude des riesigen Komplexes.
In der Nähe des Louvre steht ein weiterer Triumphbogen, der Arc de Triomphe du Carrousel. Er ist halb sogroß wie der Arc de Triomphe am Place Charles de Gaulle und wurde von Kaiser Napoleon 1807 – 1809 zum Gedenken an seine „Grande Armee“ gebaut. Die Quadriga auf dem Tor stammt vom Markusdom in Venedig. Sie war ein Beutestück nach einem erfolgreichen Italienfeldzug. In der Zwischenzeit wurde eine Kopie angefertigt und das Original an die Italiener zurückgegeben.
Das Montparnasse Hochhaus
Das Montparnasse Hochhaus war unser erster Stopp während unserer Stadtrundfahrt. Das Haus mit seinen 200 Metern Höhe hat oben eine Panoramaterrasse. Innerhalb der verglasten Terrasse erhält man Informationen über Paris und seine Geschichte. Das schönste aber, wir hatten einen traumhaften Blick über die Stadt. Ein Fahrstuhl brachte uns in rasanter Fahrt in die 56. Etage. Das Haus selbst ist ein Bürogebäude, das von 1969 – 1972 gebaut wurde. Es ist nach dem Eiffelturm das höchste Gebäude von Paris.
Panoramablick über Paris vom Montparnasse Hochhaus
Notre Dame de Paris
Eine unserer ersten Unternehmungen in Paris führte uns zu Notre Dame. Übersetzt bedeutet der Name „unsere liebe Frau“. Viele Kirchen in Frankreich heißen so, aber diese ist eben eine ganz besondere. Diese mächtige Kirche ist bekannt geworden durch den Film „Der Glöckner von Notre Dame“ mit Gina Lollobrigida und Anthony Quinn in den Hauptrollen. Erbaut wurde sie in den Jahren 1163 – 1345 im frühgotischen Stil. Die Kathedrale steht auf der Seineinsel im 4. Bezirk. Die 69 m hohen Türme, in denen sich fünf Glocken (seit 2013 sind es 10) befinden, erheben sich stolz über die Pariser Innenstadt. Das Kirchenschiff ist 130 m lang und 48 m breit und bietet bis zu 10 000 Menschen Platz. In dieser Kirche krönte sich Napoleon Bonaparte 1804 zum Kaiser von Frankreich.
Allein diese Kirche ist eine Reise nach Paris wert.
An der Fassade sind Königsfiguren dargestellt. Über dem rechten Eingang, dem Marienportal, thront die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind.
Auch das Innere der Kirche ist beeindruckend. Als erstes fallen uns die wunderschönen Mosaikfenster auf, die in dem 32,5 Meter hohen Mittelschiff ein gedämpftes Licht verbreiten. Die große Rosette (mitte) ist mit 12 Metern Durchmesser eine der größtes ihrer Art in Europa.
Das Taufbecken und eine der vielen Heiligenstatuen im Inneren der Kathedrale.
Palaice de Justice & Saint-Chapell
Der Justizpalast liegt in unmittelbarer Nähe der Kathedrale und nimmt etwa 1/3 der Seineinsel ein. Der Palast beherbergt die wichtigsten juristischen Institutionen Frankreichs. Im 10. – 14. Jahrhundert war dort die französische königliche Residenz und während der französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts war das Palais Sitz des Revolutionstribunals. Von dem alten Schloss sind heute nur noch die Saint-Chapell und die Conciergerie erhalten.
Um zur Saint-Chapell zu gelangen, mussten wir die Eingangskontrollen des Justizpalastes passieren. Die kleine Kapelle wurde von König Ludwig IX. zwischen 1242 – 1248 zur Aufbewahrung der Passionsreliquien erbaut. Die berühmteste Reliquie ist die Dornenkrone Christi. Die Kapelle besteht aus zwei Etagen. Die obere war über eine Außenterrasse direkt mit dem Palais verbunden. Nur der König, seine Familie und die Priester hatten dort Zutritt. Die untere Kapelle war für die Bedientesten und das Volk.
Saint-Chapell, das linke Foto zeigt die Front der Kirche, dort den oberen Eingang mit dem Verbindungsgang zum Schloss. Darüber befindet sich eine große Fensterrosette mit kunstvollen Mosaiken.
Rechts: Die Statue von Saint Louis in der unteren Kapelle
Auf den unteren Fotos ist ein erhaltener Gebäudeteil des alten Palais zu sehen. Es schließt sich direkt an die Kapelle an. Die andere Seite des Alten Schlosses grenzt direkt an die Seine.
Die Pariser Oper
„Academie Nationale de Musique“ steht in goldenen Lettern über dem Eingangsbereich. Dieser prachtvolle Bau – auch „Palais Garnier“ genannt, nach dem Erbauer Charles Garnier – wurde 1875 eröffnet. Einst war er gedacht als Ort für gesellschaftliche Begegnungen. Ein Opernbesuch war zur damaligen Zeit ein Ereignis der gehobenen Gesellschaft. Somit ist auch die Innenausstattung äußerst prachtvoll. Das Haus ist heute fester Sitz des Staatsballetts mit angeschlossener Ballettschule. Die Bühne ist auch vorzugsweise für Ballettaufführungen gedacht, es finden aber auch klassische Opernaufführungen statt. Paris besitzt drei Opernhäuser, davon sind zwei staatlich.
Das Opernhaus steht am weitläufigen Opernplatz auf dem ein reges Treiben herrschte. Von diesem Platz aus hatten wir auch einen schönen Blick auf die reich geschmückte, neobarocke Fassade des Opernhauses. Der reichhaltige Skulpturenschmuck beschäftigt sich vornehmlich mit musischer und darstellender Kunst.
Das innere des Opernhauses ist so prachtvoll gestaltete, das man vergisst zu atmen. Schon der untere Eingangsbereich ist mit edlem Marmor und kunstvollen Stuck ausgestattet. Über ein prächtiges Treppenhaus, welches mit 30 verschiedenen Marmorsorten ausgestattet ist, gelangt man in die oberen Räumlichkeiten.
Alle Räume werden von riesigen Kronleuchtern
und Lüstern erhellt. Der große Kristalllüster im Zuschauerraum (Foto oben) wiegt acht Tonnen.
Fehlt nun noch ein Blick in den großen Festsaal, der 2 150 Menschen Platz bietet. Rechtsein Blick auf die Bühne, wo gerade Bühnenarbeiter beschäftigt waren.
Zum Haus gehört eine reichbestückte Bibliothek, in der alle Werke zu finden sind, die je in diesem Haus zur Aufführung kamen. Weiterhin gibt es ein Museum in dem Bühnenkostüme und Requisiten zu sehen sind.
Der Invalidendom
Der Invalidendom oder „Goldener Dom“ ist Ende des 17. Jahrhunderts im Barockstil erbaut worden. Er wurde von König Ludwig XIV. in Auftrag gegeben als Teil eines Invalidenhospitals. Dort sollten verwundete Soldaten Aufnahme finden. Am 10. Juni 1840 wurde der Dom zum Grabmal Napoleons umgebaut. In dem weiten, angrenzenden Gebäudekomplex befindet sich das Militärmuseum. Das gesamte Gelände unter steht dem französischen Militär.
Der Sarg von Kaiser Napoleon steht direkt unter der mächtigen Kuppel in der Krypta. Reliefe an den Wänden zeigen die Überführung des Leichnams von St. Helena nach Frankreich im Jahr 1840.
Vor dem Umbau zur Grabstätte Napoleons wurde dieses Gebäude als Kirche genutzt. König Ludwig XIV. wollte aber nicht nur eine Kirche für die Bewohner des Hospitals, sondern eine Heldengedenkstätte. Entsprechend groß musste diese religiöse Stätte sein. Es wird vermutet, dass Ludwig dort ursprünglich sein Mausoleum geplant hatte. Aus dieser Zeit, der Kirchennutzung, stammt dieser prunkvolle Altar.
In der Krypta haben auch die Brüder Napoleons, verschiedene Generäle und hohe Militärs ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Shoppen in Paris…
…geht ohne Ende! Auf Märkten, ganze Straßenzüge lang, wie in der Rue Mouffetard. In riesigen Kaufhäusern, allen vor die Galeria Lafayette, sowie unzähligen Geschäften bis hin zu den Nobel-Labels, die die Welt so kennt. Herausragend ist das „Quartier des Halles“, das Hallenforum. Unterirdisch über drei Etagen gibt es ein Geschäfts- und Unterhaltungsviertel. Der auch als „Bauch von Paris“ bekannte Komplex war früher zentraler Marktplatz und versorgte die ganze Stadt. Der Schriftsteller Emile Zola hat darüber ein Buch geschrieben. Glasdächer sorgen für Tageslicht in den unterirdischen Markthallen. Unser Reiseleiter Michael erzählt uns etwas über die Geschichte dieser Hallen. Leider hatten wir keine Zeit für einen Bummel durch die Hallen.
Auf dem rechten Foto ist eines der großen Kaufhäuser am Haussmann-Boulevard zu sehen. Apropos Haussmann! Georges-Eugéne Baron Haussmann war der französische Präfekt, der Mitte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild von Paris geschaffen hat, so wie es sich heute darstellt. Er ist verantwortlich für die breiten Boulevards, für die schönen Plätze und Häuser mit ihren schmiedeeisernen Balkonen.
Place de la Concorde
Übersetzt „Platz der Eintracht“, ist der größte Platz in Paris. Der 22 m hohe Obelisk ist ein Geschenk der Ägypter und stammt aus Luxor. Die Brunnen stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und sind der französischen Schifffahrt gewidmet. Mitte des 18. Jahrhunderts war dort der Hinrichtungsplatz. In der Mitte stand eine Guillotine. Berühmte Delinquenten waren u.a. König Ludwig XIV., Marie Antoinette, Robbespierre und Madame Dubarry.
Élysée - Palast
Der Élysée-Palast ist benannte nach dem nahegelegenen Boulevard Champs-Élysée. Er ist Sitz des französischen Staatspräsidenten. Der Palast wurde 1718 – 1722 gebaut. In ihm residierte in der Mitte des 18. Jahrhunderts Madame de Pompadour, eine langjährige Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. Der Palast war zu jeder Zeit Sitz der französischen Herrscher. Auch Kaiser Napoleon nutze ihn kurzfristig. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten dort General Charles de Gaulle und der deutsche Kanzler, Konrad Adenauer, des Élysée-Vertrag.
Weit kommt man an das Gebäude nicht heran, nur bis auf die gegenüberliegende Straßenseite. An der Rückfront befinden sich schöne, schmiedeeiserne Tore, die einen Blick in den Garten freigeben, der den Palast umgibt.
Was wir sonst noch in Paris gesehen haben:
Der „Brunnen der Unschuld“ steht unweit des Hallenforums. Er stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. An dieser Stelle stand einst ein Kloster mit dazugehörigem Friedhof. Das „Kloster und Friedhof der unschuldigen Kinder“ wurde 1736 abgerissen bzw. geschlossen. Die Knochen wurden in die Katakomben von Paris gebracht.
Während unserer Sightseeingtour kamen wir auch zum Quartier Latin. Es ist das Studentenviertel von Paris. Dort sind viele Schulen und Universitäten, allen voran die berühmte „Sorbonne“
Dieses Kleinod sahen wir am Montmartre
Dieses Schmuckstück, welches auf dem unteren Foto zu sehen ist, ist das Rathaus von Paris. Das „Hótel de Ville“ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. 146 Statuen zieren die Fassade. Das alte Rathaus wurde im Jahr 1871 während der Pariser Kommune zerstört. Der Platz von dem Rathaus war früher das Zentrum der Stadt. Dort war der Hauptumschlagplatz für den Handel. Er war aber in vergangenen Jahrhunderten auch berüchtigt für öffentliche Hinrichtungen.
In Paris gibt es viele Denkmäler. An vielen Straßenecken und Plätzen findet man Statuen, die mit der Geschichte der Stadt und des Landes zu tun haben. Erinnerungen an Kriege und Revolution, aber auch an Menschen, die Großes geleistet haben.
Moulin Rouge
Ein Höhepunkt jagte in Paris den anderen, aber die absolute Spitze war der Besuch des berühmten Moulin Rouge. Von unserem Hotel aus mussten wir nur fünf Minuten laufen, und wir standen vor diesem traditionsreichen Varietéhaus. Zu einer atemberaubenden Show wurde Champagner serviert. Allerdings wurde der Genuss etwas eingeschränkt, es war sehr voll, sehr eng und sehr warm.
Abschied
Die fünf Tage waren schnell vorbei. Schon standen wir wieder auf dem Flughafen Orly und warteten auf unseren Rückflug. Am 23. Mai gegen 23:00 Uhr erreichten wir Berlin. Wir haben eine aufregende Stadt erlebt die sicher noch viel mehr zu bieten hat.