Avignon

In der Provence in Südfrankreich am Rhôneufer liegt die rund 90.000 Einwohner große Stadt Avignon. Geschichtsträchtig, sagenumwoben und viel besungen. Schon in der Schule haben wir das Lied gelernt: „ „„ „Sur le pont d' Avignon l' on y danse, l' on y danse... (Alles tanzt auf der Brücke von Avignon). Auch die französische Sängerin Mireille Mathieu hat die Stadt besungen: „An einem Sonntag in Avignon….“.

Ein Sonntag war es, als wir im Rahmen unserer Flusskreuzfahrt auf der Rhône, die Stadt besuchten. Die Stadt die im 14./15. Jahrhundert Papstsitz war trägt auch den Namen „Stadt der Päpste“. Die Altstadt mit dem mächtigen Papstpalast und den historischen Befestigungsanlagen gehört zum UNESCO – Weltkulturerbe. Im Jahr 2000 war Avignon Kulturhauptstadt Europas.

Bildquelle: Wikipedia

Eine dicke Stadtmauer umschließt die Altstadt. Die im 14. Jahrhundert gebaute Festungsanlage ist ca. 4 km lang. Durch sieben Tore kann man die Altstadt betreten. Der Festungsgraben wurde zugeschüttet. Dort befinden sich heute Parkplätze.

Die Altstadt

Als „Altstadt“ wird der Teil Avignons bezeichnet, der sich innerhalb der Stadtmauer befindet. Die Häuser dort sind teilweise sehr alt, oft aus dem 16. / 17. Jahrhundert.

 

 

Das Rathaus von Avignon wurde Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf dem Boden davor ist ein Wappen eingelassen. 

Es gibt einige interessante historische Gebäude:

Die Münzprägeanstalt

Banque of France

Das Theater

Der Papstpalast

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Machtspiele und Intrigen sorgten dafür, dass der französische König erreichte, dass im 14. Jahrhundert ein französischer Papst gewählt wurde und seinen Sitz in Avignon, und nicht wie gewöhnlich in Rom, bekam. Sieben Päpste residierten von 1309 – 1417 in diesen mächtigen Mauern, alle aus Frankreich. So entstand unter den Päpsten Benedikt XXII, und Clemens VI. dieser Palast. Diese beiden, (dritter und vierter Papst) werden hauptsächlich als Bauherren bezeichnet. Das Bauwerk liegt auf einer Anhöhe und wird als das „schönste und überwältigendste Anwesen“ der Welt bezeichnet.

Das Modell steht im Eingangsbereich des Palastes (Foto rechts)

Folgend nun ein paar Details aus dem Papstpalast:

Riesige Räume, groß wie Hallen, (z. T. 300 – 500 m² groß) befinden sich hinter diesen dicken Mauern. Räume unterschiedlichster Nutzung, wie Audienzsäle, Speisesäle, sakrale Räumlichkeiten, aber auch Privatgemächer. Kunstvolle Wandmalereien, die Geschichten erzählen, sind in vielen Räumen zu finden.

Schwere Kirchentüren aus dem 15. Jahrhundert und der Stuhl der Päpste im Audienzsaal. Rechts eine der Kirchenglocken, die einmal in den Türmen des Palastes verankert waren.

Es gibt viele Kapellen in dem Palast. Auf dem  Foto ist eine davon zu sehen. Auch dort fallen die schönen Wandmalereien auf.

In der Gruftkapelle hat man die steinernen Abbilder 

ehemaliger Kirchenfürsten zusammen getragen.

Die Brücke von Avignon

Die berühmte Brücke von Avignon, einst im 12. Jahrhundert gebaut, hatte zu dieser Zeit 21 Bögen bei einer Länge von rund 900 m. Die ersten schweren Beschädigungen erhielt die steinerne Brücke bei einem Hochwasser im Jahr 1660. Weitere Hochwasser und Kriege setzten die Zerstörung fort, so dass heute nur noch vier Bögen erhalten sind.

Auf der Brücke steht auf einem der mächtigen Pfeiler die Kapelle des Hlg. Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer. In der Kapelle steht eine Statue der Jungfrau Maria. Unter diesem Raum befindet sich eine weitere Kapelle, die dem Hlg. Bénézeit gewidmet ist. Um diesen Schäferjungen rankt sich die Legende um den Bau der Brücke.