Einsiedeln

Eine beeindruckende Klosterkirche

Die Gemeinde Einsiedeln mit ihren rund 15.000 Einwohnern liegt im Schweizer Kanton Schwyz. Ausgrabungen belegen, dass es an dieser Stelle schon vor etwa 12.000 Jahren Leben gegeben hat. Vermutlich waren es Jäger, die dort ein Nomadenleben geführt haben. Zu einem Wallfahrtsort wurde Einsiedeln einer Sage nach durch einen Einsiedler namens Meinrad, der dort eine Kapelle errichtet haben soll, um in der Einsamkeit Gott zu dienen. Nachdem Meinrad 861 von Landstreichern erschlagen wurde, verfolgten zwei Raben die Mörder. Dadurch konnten diese vor Gericht gestellt werden. Zur Erinnerung an dieses Ereignis finden sich in dem Wappen von Einsiedeln zwei Raben.
Interessant ist in Einsiedeln hauptsächlich das Kloster mit der Wallfahrtskirche, die dort steht, wo einst Meinrads kleine Kapelle stand. Ich besuchte diese Klosterkirche am 12. Juni 2016 während meiner Busreise an den Lago Maggiore.

Image: Wikipedia

Blick auf die Hauptstraße von Einsiedeln. Leider hat es schrecklich geregnet.

Die Abtei- und Kathedralkirche Maria Himmelfahrt und St. Mauritius.
Die Figuren am Treppenaufgang stellen Otto den Großen und Heinrich II. dar.

Die Gründung des Benediktinerordens geht auf das Jahr 947 zurück. Danach erfolgte nach und nach der Bau der Klosteranlagen. Die heutigen Bauten stammen aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts. Die Klosterkirche ist ein wichtiger Punkt auf dem Jakobsweg.

 

 

Die erste Basilika wurde dort in den Anfängen des 11. Jahrhunderts gebaut. Nach mehreren Bänden, die viel
Schaden anrichteten folgten Neu- und Umbauten. Der barocke Bau der Kirche, so wie er sich heute darstellt
wurde in den Jahren 1719 – 1735 gebaut. 1735 fand auch die Weihe statt.


Zum Kloster gehören ein humanistisches Gymnasium und ein Gestüt, das zu den ältesten in Europa zählt. Auf dem Klosterplatz steht der Liebfrauenbrunnen aus dem Jahr 1747. Im Zentrum steht eine vergoldete Marienfigur.

In der Kirche ist fotografieren verboten, so dass ich hier keine Fotos einstellen kann.  Im Gotteshaus rüstete man gerade zu einer Wallfahrtsmesse, es war entsprechend voll.  Die Kirche ist prächtig ausgestattet. Auffällig sind die farbenprächtigen Deckengemälde.  Verehrt wird dort die "Schwarze Madonna von Einsiedeln".

Das war ein kurzer, aber beeindruckender Besuch. Wir waren bei dem Regen aber froh, wieder im Bus zu sitzen.