
Die kleine, schwäbische Stadt liegt im Ostallgäu und war nur ein paar Kilometer von unserem Feriendomizil im Schwangau entfernt. Wir besuchten diese Stadt am 18. Mai 2011 während unserer Oberbayern-Rundreise. Füssen liegt im Ostallgäu an der Grenze zu Österreich und hat gute 14.500 Einwohner. Die Geschichte dieser Stadt geht bis in die Römerzeit zurück. Es begann, als Menschen an der früheren Römerstraße „Via Claudia Augusta“, die von Italien nach Augsburg führte, siedelten. Architektonischen Ausgrabungen belegen, dass es auf dem Schlossberg eine römische Festung, etwa im 5. Jahrhundert, gegeben hat. In den Anfängen des 16. Jahrhunderts hatte Füssen eine Blütezeit, bedingt durch die häufige Anwesenheit von Kaiser Maximilian. Nach schweren Zerstörungen im 30jährigen Krieg erholte sich die Stadt nur langsam. Heute ist Füssen geprägt vom Tourismus, nicht zuletzt durch die nahe gelegenen Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.
Das „Hohe Schloss“ in Füssen gilt als eine der besterhaltenen Burganlagen in Deutschland. Dort auf dem Schlossberg, wo einmal ein römisches Kastell gestanden haben soll, wurde dieses spätgotische Schloss errichtet. Die Bischöfe von Augsburg residierten dort. Ende des 18. Jahrhunderts befand sich dort ein Lazarett.
Heute ist dort das Amtsgericht Füssen untergebracht, in einem anderen Flügel befindet sich eine Gemäldeausstellung. Leider waren wir viel zu früh dort, alles war noch geschlossen. So mussten wir uns mit der Außenansicht zufrieden geben.
Gleich neben dem Schloss befindet sich die Kirche des ehemaligen Klosters St. Mang. Die Gründung der Benediktinerabtei geht in das 9. Jahrhundert zurück. Die Kirche wurde aber erst 1717 fertig gestellt.
Ein Nebenaltar
Der Hochaltar
Die Hauptorgel stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der Decke befinden sich Gemälde mit sakralen Darstellungen.
Das Taufbecken aus edlem Marmor
Eine kunstvoll geschnitzte Holzkrippe.
Diese kleine Stadt ist durchaus einen Besuch wert.