Alexandropoli(s)

Eine Reise mit "Holiday-Reisen"

Die griechische Hafenstadt am Thrakischen Meer, einem Nebenmeer der Ägäis, ist eine recht junge Stadt. Sie liegt im Osten Griechenlands, fast an der Grenze zur Türkei. Rund        70 000 Einwohner leben auf einer Fläche von 1 294 km². Erst 1871 gegründet ist Alexandroupoli(s) eher unspektakulär. Erst seit 1920 gehört sie zu Griechenland, vorher stand die Stadt unter osmanischer und bulgarischer Herrschaft. Abgesehen von wenigen geschichtlichen Ereignissen (z.B. erster Balkankrieg 1912), die mit Alexandroupoli(s) in Verbindung gebracht werden, gibt es nicht viel, was dort von Bedeutung ist.

Es war unsere erste große Busreise im Sommer 1986. Am ZOB in Berlin bestiegen wir den komfortablen Bus des Veranstalters „Holiday-Reisen“. Gute zwei Tage sollte es brauchen, bis wir unser Ziel, das Hotel „Alexander-Beach“ erreicht hatten. Mit zwei Zwischenübernachtungen in Südtirol und Jugoslawien fuhren wir interessante Strecken, wie z. B. durch die jugoslawische Bergwelt, die die Kulisse für die Karl-May-Filme lieferte. So erreichten wir nach einer zwar anstrengenden, aber auch interessanten Fahrt unser Hotel. Ein einfaches, aber sauberes Haus in einer recht trostlosen Umgebung. 

Hotel Alexander Beach

Unser Zimmer war einfach, sauber und ausreichend.

Blick aus unserem Hotelfenster

In der Poolanlage des Hotels konnten wir uns erfrischen

Wie auf den Fotos zu sehen ist, war in dem Hotel nicht viel Betrieb. Wir waren mit unserer Reisegruppe fast die einzigen Gäste.

Das Essen war recht ordentlich. Weitere Unterhaltung bot das Hotel nicht. Wenn es das Wetter erlaubte, machten wir einen Sprung in das kühle Nass, sonst trafen wir uns mit Reisefreunden zu einem Kaffee auf der Terrasse.

Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir das Meer.

Wenn auch der Strand nicht das war, was man unter einem schönen Badestrand versteht, genossen wir einen Spaziergang am Ufer entlang sehr. Es war auch nicht weiter tragisch, zum Baden war das Wasser ohnehin zu kalt.

An einem Tag fand in der großen Hotelhalle eine griechische Hochzeit statt. Es fand sich eine fröhliche Festgesellschaft zusammen. Wir durften Randgäste sein, und feierten auf der Empore kräftig mit. Das war eine willkommene Abwechslung in dem sonst recht langweiligen Hotel.

Die Stadt Alexandroupolis erreichten wir nach einem Fußweg von etwa 20 Minuten. Auch dort war alles recht trostlos. Ein paar Geschäfte und Cafés vor denen Männer saßen, ihre Pfeife rauchten und redeten. Wir machten einen Ausflug in die nähere Umgebung, aber auch da war nichts los. Bei einer Bustour konnten wir Zeugen des Altertums sehen, von denen Griechenland so einiges zu bieten hat.

 

Wir unternahmen noch einen zweitägigen Ausflug nach Istanbul in die Türkei. Das war sehr schön und interessant. Nach 10 Tagen hieß es dann wieder zwei Tage Busfahren in Richtung nach Hause. Die Zwischenübernachtungen waren wieder in Jugoslawien und Südtirol.