
Island
Unterwegs zwischen Feuer, Eis und weitem Himmel
Island, der zweitgrößte Inselstaat Europas liegt südlich des nördlichen Polarkreises. Mit 100.250 km² Landfläche ist sie die größte Vulkaninsel der Welt. In der Parlamentarischen Demokratie leben fast 320.000 Einwohner von denen 80 % evangelisch-lutherischen Glaubens sind.
Als Entdecker der Insel gilt ein Wikinger, der dort im Jahr 870 gelebt haben soll. Im 9. Und 10. Jahrhundert wurde, Überlieferungen zufolge, die Insel durch skandinavische Auswanderer und keltische Siedler bevölkert. Archäologische Funde weisen aber auf noch frühere Besiedelungen hin.
Nachdem die Norweger (1262) und die Dänen (1397) die Herrschaft über die Insel hatten, erlangte Island 1918 Souveränität. Der dänische König blieb aber Staatsoberhaupt. Während des zweiten Weltkrieges besetzten die Engländer und Amerikaner Island um eine Belagerung durch die Deutsche NS zu verhindern. 1944 wurde Island Republik und war Mitbegründer der NATO. Island ist Betrittskandidat zur Europäischen Union.
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Wirtschaftlich lebt Island hauptsächlich von Dienstleistungen, sowie Fischerei- und High-Techindustrie Die Hauptstadt ist Reykjavik. Wir besuchten Island während unserer Nordlandkreuzfahrt am 12./ 13. Juni 2001.
Wir lernten ein karges Land kennen. Die Besiedelungen befinden sich zum größten in den Küstenregionen. Die Mitte der Insel besteht aus Hochland, das kaum bewohnt ist. Die Erderrusionen haben das Land stark zerklüftet. Dazwischen immer wieder Seen und Wasserfälle. Es gibt nur eine befestigte Straße, die Straße 1, die rund um die Insel führt. Alle anderen Straßen sind mehr oder weniger befestigte Schotterwege. Wir besuchten einen Nationalpark in Almannajá. Dort soll einmal ein „Thing“ gewesen sein. Das war im Mittelalter die Bezeichnung für „Versammlungsplatz“.
Reykjavik
Reykjavik ist die Hauptsstadt Island. Sie ist die nördlichste gelegene Hauptstadt der Welt. Von der gesamten Inselbevölkerung lebt mehr als 1/3 in der Hauptstadt. Auf der Insel herrscht polares Klima. Es wird selten wärmer als 20 Grad, die Winter sind vergleichsweise mild. Auch Regen gibt es nur gemäßigt.
Reykjavik ist das Zentrum des Inselstaates. Dort gibt es Universitäten, Hochschulen, Theater und kulturelle Einrichtungen. Auch das politische Zentrum befindet sich dort. Zwei Seehäfen sorgen für Verkehrsverbindungen per Schiff und ein Internationaler Flughafen für die Anbindungen per Flugzeug. Regional gibt es ein gut ausgebautes Busnetz.
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Die „Hallgrimskirja“, dieses moderne, weit sichtbare, Kirchengebäude ist das Wahrzeichen der Stadt. Davor steht das Denkmal von Leif Eriksson, einem isländischen Entdecker. (970 – 1020)
Akureyri
Akureyri liegt im Norden Islands. Sie ist Hafenstadt und viertgrößte Stadt des Landes. 1602 wurde Akureyri von den Dänen als Handelsplatz gegründet. Mit rund 17.000 Einwohnern hat sie nach Reykjavik die größte Bevölkerungsdichte. Die Menschen leben zum größten Teil von der Fischindustrie. Darüber hinaus gibt es eine große Brauerei. Viele kleinere Gewerbebetriebe haben sich im Laufe der Jahre angesiedelt.
Wir lagen mit unserem Schiff am 13. Juni 2001 vor dem Hafen auf Reede. Für uns war diese Stadt Ausgangspunkt für unseren Ausflug zum Godafoss und nach Laufás.
Faszinierendes Island
Geysire und heiße Quellen sind auf Island ein Wunder der Natur, obwohl sie in der Zwischenzeit wissenschaftlich zu erklären sind. Sie befinden sich in aktiven vulkanischen Zonen. 90° heißes Wasser sprudelt aus den Felsen. Den Schwefelgehalt des Wassers riecht man. Der Dampf soll gesund sein für die Haut.
Es gibt viele Gletscher auf Island. Sie prägen einen großen Teil der Landschaft. Einen davon durften wir während unseres Besuches auf der Insel erleben. Von einer Berghütte fuhren wir mit einer „Schneekatze“ auf den Gletscher.
„Schneekatze“ wird ein Spezialfahrzeug genannt, das auf Grund seiner besonderen Ausstattung auf Schnee und Eis fahren.
Ein gigantisches Naturerlebnis! Über uns strahlender Sonnenschein, unter uns 300 m dickes Eis und Vulkane. Ein eisiger Wind wehte uns um die Nase. Es war einfach Wahnsinn. Leider wird es das in ferner Zukunft nicht mehr geben. Wissenschaftler haben errechnet, dass die Gletscher durch die globale Erderwärmung recht schnell schmelzen und die Vulkantätigkeit dadurch zunimmt.
Wasserfälle gibt es im ganzen Norden viele, da macht Island keine Ausnahme. So zum Beispiel der „Barnafoss“, was übersetzt „Kinderwasserfall“ bedeutet. Der Name geht zurück auf eine Sage. Auch das ist typisch für dieses Land. Alle Landstriche, Wasserfälle oder Schluchten haben für die Menschen dort eine Bedeutung. Über alles ranken Geschichten und Sagen.
Das Wasser bricht sich durch die zerklüftete Landschaft seine Bahn
Der „Godafoss“ ist ein weiterer imposanter Wasserfall. Der „Wasserfall der Götter“, wie es übersetzt heißt. Einer der bekanntesten Wasserfälle Islands. Auch dieser ist sagenumwoben, eine Geschichte aus der Zeit, als die Übernahme des Christentums erfolgte.
Laufás ist ein Museumsdorf aus Holz uns Torf. Die Häuser sind klein und mit Grasnaben bedeckt. Auch die Fußböden im Inneren der Gebäude sind aus Torf, im besten Fall aus Holz. Eine offene Feuerstelle erwärmte nur einen Raum. Aber auch dort haben in vergangenen Zeiten Menschen gelebt.
Soviel zu unseren Ausflügen auf Island. Es sind nur ein paar Eindrücke, von allem, was wir dort erlebt haben. Die Emotionen, die sich beim Erleben dieser Naturgewalten ergeben, können Worte und Fotos nur schwer rüber bringen.