Unsere Reise nach Ungarn
14. - 20. September 1990
Eine Reise mit "Holiday-Reisen"
Wenn wir an Ungarn denken, denken wir an ein weites Land, wilde Pferde, Czardaz, Tokaja, Paprika und Zigeunermusik. Das alles haben wir gefunden bei unseren Reisen in dieses Land. Wenn auch vieles nur noch für den Touristen arrangiert wird, die Mentalität dieser Menschen hat sich nicht geändert.
Bis zur Wende im November 1989 blieb uns Menschen aus West-Berlin dieses Land verborgen Nun konnten wir auch endlich Länder, die währen des "Kalten Krieges" der sowjetischen Herrschaft unterstanden, bereisen. So nutzten wir sehr schnell ein Angebot der Firma "Holiday - Reisen" um Ungarn kennen zu lernen.
Am 14. September 1990 starteten wir vom zentralen Omnibusbahnhof in Berlin mit einem Bus der Fa. Holiday-Reisen in Richtung Ungarn zur "Weinlese an den Plattensee“.
So weit ich mich zurückerinnere, waren wir in einem sehr einfachen Hotel untergebracht. Aber gut, die gesamte Reise hat auch nicht viel Geld gekostet. Ich habe über diese Reise auch nicht mehr viele Aufzeichnungen, so dass das hier nur eine kurze Zusammenfassung wird.
Besuch einer ungarischen Czarda
Wir besuchten an unserem ersten Tag in Ungarn eine "Czarda". Eine ungarische Csárda ist ein landestypisches Restaurant. In diesem Fall war es verbunden mit einem Pferdegestüt. Wir erlebten im September 1990 einen abwechslungsreichen Tag. Zunächst gab es leckeres Mittagessen, untermalt mit der typisch ungarischen Musik. Wenn die Zigeunergeigen erklingen weiß man, dass man in Ungarn ist.
Postkartenkopie
Dann ging es zu den Pferden. Auf dem weiten Gelände konnten wir die Vorführungen beobachten. Wir waren beeindruckt von den waghalsigen Darbietungen.
Recht zünftig geht es zu wenn die verwegen aussehenden Männer ihre teilweise recht waghalsigen Reitervorführungen zeigen. Eine Kutschfahrt durch das Gelände sollte uns die Schönheiten der Puszta zeigen. Leider endete dieser Tag schön. Durch einen Unfall mit einer Kutsche mussten Mitreisende verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Damit war dieser fröhliche Tag dann beendet.
Budapest
Am zweiten Tag fuhren wir nach Budapest. Zunächst gab es eine Stadtrundfahrt, dann hatten wir Freizeit und konnten aus eigene Faust die Stadt erleben. Von der Fischerbastei hatten wir einen schönen Blick auf die Donau und das Parlament. Am Heldenplatz standen wir vor dem Milleniumsdenkmal, das damals noch von Soldaten bewacht wurde. Der große Steinblock ist das Heldenmahl zu Ehren der Helden, die für die Unabhängigkeit Ungarns gekämpft haben. In der Altstadt erfreute uns ein Straßenmusiker mit seiner Musik.
Zur Weinlese
Bei der Ernte durften wir natürlich auch essen, die Trauben schmecken lecker.
Gar nicht so einfach, aus den Trauben Saft zu pressen!
Auch ein Schifffahrt auf dem Plattensee stand auf dem Programm. Ebenso ein Besuch der Insel Tihany und der Besuch eines ungarischen Bauernhofs.
Auf dem Plattensee
Das Rathaus in Tihany
Ein ungarischer Bauernhof
Auf Wiedersehen
Bevor es aber wieder nach Hause ging, besuchten wir noch eine finnische Kirche in Sófok und fuhren nach Schloss Festetics. Am Westufer des Plattensees liegt der Ort Keszthley. Dort steht das prächtige Barockschloss Festetics aus dem Jahr 1745. Das Anwesen gehört der gleichnamigen Familie, einem alten kroatischen und österreich-ungarischem Adelsgeschlecht. Das Schloss ist von einer schönen Gartenanlage umgeben. Ein fröhlicher Abschiedsabend beendete diese Reise. Im Sonnenuntergang ging es auf der Autobahn zurück nach Berlin, wo wir in den frühen Morgenstunden ankamen.
In einer finnischen Kirche
Schloss Festetics
Heimfahrt
Das war unsere erste Bekanntschaft mit dem ungarischen Land. Es sollte nicht die letzte gewesen sein.