Dublin

                           Phoenix-Park & mehr....

Dublin, mit seinen rund 500.000 Einwohnern, ist nicht nur die größte, sondern auch die Hauptstadt der Republik Irland. Die Stadt wird durch den Fluss Liffey geteilt. Viele schöne Brücken verbinden die Stadtteile miteinander. An der Ostküste der Insel, dort wo die Liffey in die Irische See, genau in den Dublin Bay, mündet, liegt die Stadt, an deren Entstehung die Kelten und die Wikinger maßgeblich beteiligt waren. Eng verbunden ist Dublin mit der irischen Geschichte. So war die Stadt zwischen 1541 und 1800 Hauptstadt des Irischen Königreichs. Als Irland danach zum Vereinigten Königreich Großbritannien gehörte, war die Stadt Hauptsitz der britischen Verwaltung in Irland. Seit 1949 ist Irland Republik.

Bildquelle: Wikipedia

1988 feierte Dublin sein 1000jähriges Bestehen. Seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft hat sich Dublin zu einer modernen europäischen Metropole entwickelt. Das berühmte Trinity-College mit seiner großen Bibliothek hat Weltbedeutung, der große innerstädtische Phoenix-Park ist ein Eldorado und moderne Einkaufszentren sind in der Innenstadt zu finden. Nicht zu vergessen, die Guinnesbrauerei, einer der größten Arbeitgeber der Region.

Anreise & Hotel

Wir besuchten die Stadt während unserer Busrundreise durch Irland  im Jahr 2008.   Am 22. und am 26. Mai hatten wir Gelegenheit diese bunte Stadt anzusehen. Zwei Hotels lernten wir dabei kennen. Während wir auf der Hinreise in einem Hotel abstiegen das etwas Außerhalb der Stadt lag, konnten wir uns auf der Rückreise an einem citynahen Haus erfreuen. 

Das „Days Hotel Park West“, ein schönes Haus, allerdings etwas außerhalb der Stadt gelegen.

Das „Mount Herbert Hotel“, liegt citynah, ist aber nicht ganz so toll.
Die Zimmer waren sehr klein, aber es war ja nur eine Nacht.

Bunte Türen

Das erste, was einem in dieser Stadt auffällt, sind die bunten Haustüren. Die Straßen wirken dadurch farbenfroh. Ein schönes Bild. Allerdings hatten diese bunten Türen in früheren Jahren durchaus einen Sinn. Da es damals noch keine Haustürnummern gab, waren die unterschiedlich gestrichenen Haustüren ein Erkennungszeichen in den sich oft sehr ähnlich sehenden Häusern. Es ranken sich allerdings auch noch andere Legenden um diese Tradition. Aber egal, wer oder was für diese bunten Haustüren verantwortlich war, sie sorgen für ein fröhliches Stadtbild. 

Zu diesen Türen gehören natürlich auch interessante Häuser. Diese schönen Bürgerhäuser, teilweise im gregorianischen Stil, stammen aus dem 18. bis 19. Jahrhundert.

Das Trinity College

 

Das berühmte Trinity College in Dublin wurde 1592 von Königin Elizabeth I. für protestantische Studenten gegründet. Davor gehörten diese Gebäude zu einem Kloster. Viele junge Menschen aus aller Welt gehen dort ihrem Studium nach. Unter den ehemaligen Studenten findet man bekannte Namen wie Oskar Wilde und Chris de Burgh. Spektakulär ist die große Bibliothek mit über 200.000 alten Schriften.

Der Phoenix - Park

Der Phoenix-Park ist mit 8,08 km² eine der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt. Die umschließende Mauer ist 11 km lang. In dieser prächtigen Parkanlage haben die irischen Präsidenten ihren Palast, der aber nicht einsehbar ist. Nur die Zufahrtswege weisen darauf hin.

Im Phoenix-Park befindet sich der Palast der irischen Präsidenten,  das Hauptquartier der irischen Polizei und das Gästehaus für Staatsbesuche.

Das Papstkreuz stammt aus dem Jahr 1979 als
Papst Johannes Paul II. an diesem Platz vor über
einer Million Menschen die Messe las.

Der 62 m hohe Obelisk aus dem Jahr 1817 ist zu Ehren des 1. Duke of Wellington, Arthur Wellesley, erbaut.

Die Guinnes - Brauerei

Der größte und wichtigste Arbeitgeber Irlands, ist die Guinnes - Brauerei. 1756 von  Arthur Guinnes gegründet zeichnete sich die Familie schon früh als sehr sozialer Arbeitgeber aus. Sie bauten Wohnungen für die Mitarbeiter und sorgten für soziale Absicherung. Die Fabrikgebäude  gehören zum Stadtbild Dublins wie das Bier in die Pubs. Das dort gebraute,
dunkle Bier ist weltbekannt. Im Laufe der Jahre entstanden weltweit Brauereistandorte. Unter der Berücksichtigung landestypischer Bedingungen können die Rezepturen unterschiedlich sein. Auf dem linken Foto ist ein Wohnblock für Brauereimitarbeiter zu sehen.  

Die Brücken

Wie schon erwähnt wird Dublin von dem Fluss Liffey geteilt. Viele schöne Brücken verbinden die Stadtteile. Zwei davon sind besonders interessant.

Über diese schöne Brücke war leider nichts in Erfahrung zu bringen,
aber wir fanden sie ein Foto wert.

Die „Half Penny Bridge“ wurde 1816 erbaut. Die Fußgängerbrücke verbindet den Stadtteile Temple Bar mit der Liffeystreet. Sie trägt ihren Namen nach einem früher zu entrichtenden Wegezoll von einem halben Penny.

...und das gibt es auch noch:

Bildmaterial: Wikipedia

Die St. Patrick´s Cathedral aus dem 12. Jahrhundert ist Irlands größter Kirchenbau. In ihr befindet sich das Grabmal des ersten irischen Präsidenten Douglas Hyde (1860 –1949)

„Molly Mallone“ ist ein bekanntes, irisches Volkslied, welches die Geschichte einer schönen, jungen Frau erzählt, die sich im 17. Jahrhundert als Fischhändlerin verdingt haben soll. Das das Geld für das Leben nicht reichte, hat sie sich nachts prostituiert. Sie wurde krank und starb jung nachts auf offener Straße.
Ihr Denkmal ist eines der Wahrzeichen des Stadt, ihr Lied die heimliche Nationalhymne.

Das Denkmal des irischen Politikers und Freiheitskämpfers Daniel O`Conell (1775 – 1847) steht in der O´Conell Street im Zentrum der Stadt. Im Hintergrund ist das Wahrzeichen der von Dublin zu sehen, „The Spire“. Die 120 m hohe Metallnadel ist anlässlich der Jahrtausendwende gebaut worden.

...und zum Schluss:

Der Bezirk „Temple Bar“ in Dublin liegt am Südufer der Liffey im Zentrum der Stadt. Dort finden sich viele Bars und Pubs, dort findet das Nachtleben statt. Dort hatten auch wir die Gelegenheit an einem Abend die tolle Stimmung bei irischer Live Musik, Guinnes und Baileys zu erleben. Ein unvergessliches Erlebnis.