
Barcelona
Antoni Gaudi und so viel mehr...
Barcelona ist die zweitgrößte Stadt Spaniens, gelegen direkt am Mittelmeer. Die ca. 1,6 Millionen Einwohner zählenden Stadt gilt auch als Hauptstadt Kataloniens. Die Geschichte Barcelonas ist rund 2.000 Jahre alt. Um die Entstehung ranken viele Legenden. Als eine Tatsache ist jedoch bekannt, dass auch dort die Römer zur Zeitwende herrschten. Westgoten und Mauren hinterließen ihre Spuren. Die allgemeine Entwicklung Spaniens machte auch vor den Toren Barcelonas nicht halt. Heute ist Barcelona eine moderne Stadt die sich touristisch großer Beliebtheit erfreut. 1982 war sie Ausrichter der Olympischen Sommerspiele.
Wir besuchten die Stadt vom 19. – 25. April 2009 und während unserer Mittelmeerkreuzfahrt am 09./10. Oktober 2013.
Image: Wikipedia, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en, Zuschreibung: Ebrenc(ca)
Anreise & Hotel
Am 19. April 2009 brachte uns ein Flugzeug der AIRBERLIN nach Barcelona. Mit einem Taxi erreichten wir dann vom Airport aus in kurzer Zeit unser Hotel „Pere IV“ im Stadtbezirk St. Marti.
Das Haus machte einen guten Eindruck, die Begrüßung war freundlich und die Dame an der Rezeption sprach sogar recht gut deutsch. Die Umgebung war nicht so toll, dafür hatten wir aber die nächste Metrostation nur fünf Minuten entfernt. Die Zimmer waren auch ok, so konnten wir uns für eine Woche häuslich einrichten. Auch das Frühstücksbuffet war reichhaltig und gut.
Am 10. Oktober 2013 lagen wir während unserer Mittelmeer – Kreuzfahrt mit der „Mein-Schiff 1“ im Hafen von Barcelona und hatten Zeit, diese interessante Stadt noch einmal zu besuchen.
Barcelona Strand
Nur 500 m von unserem Hotel entfernt erreichten wir den Strand von Barcelona. Die Platja de Bogatell liegt in der Nähe des Port Olympic. Wenn auch das Meer zum Baden noch zu kalt war tummelten sich doch eine Menge Menschen bei dem schönen Wetter am Strand. Auf einer weit ins Meer hineinreichende Mole gibt es verschiedene Restaurants. Dort konnten wir wunderbar bei einem Drink die Sonne genießen.
Der gesamte Strand von Barcelona ist 4,5 km lang und künstlich aufgeschüttet. Er unterteilt sich in fünf Strandabschnitte, darunter barrierefreie Einrichtungen und ein FKK-Abschnitt. Der Strandabschnitt an der Platja del Bogatell wurde anlässlich der olympischen Spiele angelegt.
Ein Obelisk an der Platja del Bogatell
Dieses futuristische Gebäude Foto ist anlässlich „Olympia“
entstanden und ebenfalls dort am Strand zu finden.
Schiffsausflug
Im Hafen liegen kleine Boote, die „Golondrinas“, mit denen man eine Hafenrundfahrt machen kann. Das war eine gute Gelegenheit uns die Stadt vom Wasser aus anzusehen. Wir lösten uns also ein Ticket und auf ging die Fahrt durch die einzelnen Hafenbereiche. Da ist der Überseehafen, der Containerhafen, der Yachthafen und der Fährhafen. Von dort aus kann man auch zu den vorgelagerten Baleareninseln über setzen kann.
Im Überseehafen liegen auch die großen Kreuzfahrtliner an den Cruiseterminals. Dort hatten auch wir mit unserer „Mein Schiff 1“ im Oktober 2013 festgemacht.
Hinter dem weitläufigen Strand erhebt sich eine interessante Architektur. Die beiden Hochhäuser gehören zum Olympiapark und der ovale Turm auf dem mittleren Foto ist ein Gebilde nur aus Glas und Beton. Auch sehr schön vom Wasser aus zu sehen, das Word-Trade-Center.
Über dem Hafen erhebt sich auf dem Berg Montjuic die Festung Barcelonas. Einst diente sie dem Schutz des Hafens. Im 18. Jahrhundert war das Bollwerk der Schrecken der Stadt. Auch während des Franco Regimes, Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte sie traurige Berühmtheit als Hinrichtungsstätte. Heute ist das Castell ein beliebtes Ausflugsziel.
Sightseeing
Im Jahr 2009 nutzen wir für unser Sightseeing in der Stadt die Hop off – Hop on - Busse, mit denen man sehr gut eine Stadtrundfahrt machen kann. Der Vorteil dieser Busse ist, man kauft ein Ticket für ein oder zwei Tage, und kann sich damit alles ansehen, was die Stadt zu bieten hat. Die Busse halten an allen Sehenswürdigkeiten und wichtigen Plätzen. Dort kann man aussteigen, sich etwas ansehen und mit dem nächsten Bus weiterfahren. Über ein Audiosystem kann man den Erklärungen in der eigenen Landessprache über Kopfhörer lauschen.
Der Hafen
Der Hafen in Barcelona ist der größte Hafen Spaniens und des Mittelmeerraumes. Drei große Hafenbereiche bilden einen riesengroßen Komplex bestehend aus Industriehafen, Überseehafen und Yachthafen. Daneben gibt es viele Einrichtungen wie das Word-Trade-Center, logistische Betriebe und viel Gastronomie. Auf eine bewegte Geschichte kann dieser Hafen zurückblicken. Schon im Mittelalter florierte von dort aus der Seehandel. Spätere Eroberungsfahrten starteten von dort und Christoph Columbus landete 1493 nach seiner Rückkehr aus Amerika an diesem Platz und wurde von den katalanischen Königen Fernando und Isabell empfangen. Zu Ehren des großen Seefahrers steht auch dort das „Monument a Colom“. Geschaffen wurde das Kolumbusdenkmal anlässlich der Weltausstellung 1888. Es ist 60 m hoch. Am Fuße der Säule stehen die Gefährten von Columbus. Nicht weit von der Kolumbussäule entfernt steht der Turm Sant Jaume. Von dort aus kann man mit einer Hafenseilbahn über das ganze Hafengelände fahren. Die Seilbahn gibt es seit 1931. Im Hintergrund ist das Word Trade-Center zu sehen.
Monument a Colom
Turm Sant Jaume
In diesen ehemaligen Leuchtturm hat man eine Uhr installiert.
Gaudi & die Sagrada Familia
Antoni Gaudi war katalanischer Architekt und lebte von 1852 – 1926. Er hinterließ vornehmlich in Spanien und vor allem in Barcelona fantastische Bauten. Da ist z. B. der Park Güell. Sein Auftraggeber war ein Graf Eusebi Güell im Jahr 1900. Er sollte eine Wohnanlage nach dem Muster englischer Gartenstädte bauen.
Weitere schmucke Häuser sind die „Casa Mila“ und die „Casa Batlló“, auf die ich später noch eingehen werde. Sein Lebenswerk ist aber wohl Barcelonas Wahrzeichen, die „Sagrada Familia“. Das ist ein, der Heiligen Familie geweihter, Dom. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Gaudi ausschließlich mit dem Bau dieses Gotteshauses. Er sagte selbst eine 200jährige Bauzeit voraus, und somit ist der Bau dieser Kirche auch noch heute nicht abgeschlossen.
1882, also im Alter von 30 Jahren, begann Antoni Gaudi sein Lebenswerk. Das im neugotischen Stil begonnene Bauwerk ist sein genialstes Werk und Barcelonas Wahrzeichen. 18 Türme soll das Gotteshaus einmal haben, acht davon sind fertig. Die Krönung wird einmal ein 170 m hoher mittlerer Turm sein, der Jesus Christus symbolisiert.
Der Bau finanziert sich heute ausschließlich aus Spenden und Eintrittsgeldern. Wir besuchten die Sagrada Familia während unseres Aufenthalts am 20. April 2009. In der Zwischenzeit ist die Kirche sehr viel weiter, als es diese Fotos zeigen.
Details an der Fassade
Auch im Inneren des Doms, der noch eine einzige Baustelle war, erkennt man die Liebe zum Detail. An den bereits fertiggestellten Teilen wird deutlich, welche genialen Vorstellungen Gaudí hatte. Bei den schmückenden Bauteilen ließ sich der Künstler von der Natur inspirieren und setzte zum Beispiel Baumfiguren als Säulenabschlüsse im Innenraum ein. Die schmuckvolle, goldverzierte Decke wirkt wie ein Sternenzelt, das auf die Besucher hinab strahlt. Sterne, Blüten oder was sich der Künstler dabei auch immer gedacht hat, es sieht fantastisch aus.
Wir konnten den Handwerkern über die Schulter schauen. In künstlerischer Kleinarbeit werden die einzelnen Bauteile gefertigt. In der Modellwerkstatt kann man die einzelnen Etappen der Baugeschichte nachvollziehen.
Angeschlossen an die Kirche ist ein kleines Museum, das sakrale Einrichtungsgegenstände und den Arbeitsplatz Gaudis beherbergt.
Weitere Gaudi - Werke
In der Passeig del Gracia, einer modernen Einkaufsstraße, steht ein weiterer Bau von Antoni Gaudi. Die „Casa Milá“ ist ein Wohnkomplex der in den Jahren 1905 – 1910 errichtet wurde. Der Komplex besteht aus zwei Häusern die durch einen lichtdurchfluteten Innenhof miteinander verbunden sind. Es ist das letzte und berühmteste Mietshaus, das von Gaudi entworfen wurde. Die Wohnungen sind individuell gestaltet und teilweise asymmetrisch. Bemerkenswert ist die außergewöhnliche Dachkonstruktion.
Dieses farbenfrohe Haus ist ebenfalls ein Werk Antoni Gaudis. Zu finden ist es auch in der Passeig del Gracia. Das „Casa Batlló“ ist in den Jahren 1905 – 1907 erbaut. Das Haus im Stil der Modernisme ist sehr eigenwillig. Die Fassade ist ein Mosaik aus Kachelbruchstücken. Diese katalanische Handwerkskunst erlaubt die Verarbeitung von Abfallprodukten. Das Haus ist heute ein Museum und bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen.
Andere schöne Architektur
Neben diesen, sicher einzigartigen, Schmuckstücken des Architekten Gaudi besitzt Barcelona aber auch so interessante Architektur. Bei unseren Spaziergängen durch die Straßen entdeckten wir immer wieder schöne Gebäude. Dieser überdachte Verbindungsgang, Barcelonas Seufzerbrücke, erinnert an Venedig. Er ist die Verbindung zwischen zwei Palästen, dem Palau de la Generalität und dem Kanonierhaus. Der Ursprung stammt aus dem 14. Jahr hundert. Dort residierte einst das mittelalterliche katalonische Städteparlament. Auch heute sitzt dort die katalanische Landesregierung. Hinter dem Durchgang ist ein imposanter, gotischer Innenhof.
Schöne Hausfassaden und schmuckvolle Dachabschlüsse ließen mich immer wieder zum Fotoapparat greifen.
Zwischen den Häusern befinden sich schöne Grünanlagen und eindrucksvolle Straßenbeleuchtung.
Der Tibidabo
Der Tibidabo ist Barcelonas Hausberg. Der 512 m hohe Aussichtspunkt ist die höchste Erhebung einer Hügelkette, die die Stadt vor den kalten Nordwinden schützt. Wir erreichten den Gipfel mit einer Seilzug bahn, der Funicular. Oben angekommen erwarteten uns eine Kirche und ein Vergnügungspark. Ein schönes Panorama bot sich uns von der Anhöhe aus. Barcelona lag uns zu Füßen.
Unser erster Besuch auf dem Gipfel galt der neugotischen Kirche „El Sagrat Cor“ (übersetzt = heiliges Herz) auf deren Turmspitze eine riesige Christusstatue mit ausgebreiteten Armen über die Stadt blickt. Die Kirche hat eine sehr massige Außenfassade. Über Treppen gelangt man zu einer Aussichtsplattform und kann sogar bis zur Christusstatue hochsteigen.
Für dieses Gotteshaus, das nach dem Vorbild der Pariser Kirche Sacré-Coeur gebaut wurde, erfolgte im Jahr 1902 die Grundsteinlegung
Ein anderes Highlight auf dem Tibidabo ist der Vergnügungspark. Er ist der älteste in Spanien und bietet moderne Fahrgeschäfte und schöne alte Karussells.
Placa d`Espanya
Der Placa d´Espanya ist das Gelände der Weltausstellung von 1929 mit der Prachtstraße Avinguda. Zentrum des Platzes ist ein riesiges Monument umgeben von einer Brunnenanlage, die die drei Meere verkörpert, die Spanien umgeben. Das Mittelmeer, der Atlantik und das Kantabrische Meer. Gleich dahinter befindet sich die Stierkampfarena. Diese Anlage mit 15.000 Plätzen ist im Jahr 2009 im Umbau gewesen und sollte Ende des Jahres neu eröffnet werden.
Die Prachtstraße Avinguda betritt man durch zwei venezianische Backsteintürme, die je 47 m hoch sind. Am Ende der Straße thront das Palau Nacional, in dem heute
das Nationalmuseum untergebracht ist. Rechts und links der Straße befinden sich Messehallen und verschiedene Museen. Davor gibt es viele Brunnen, wo man am Abend beleuchtete Wasserspiele erleben kann.
Arc de Triomf
Der Arc de Triomf, der Triumphbogen, wurde 1888 anlässlich der Weltausstellung erschaffen. Er bildete den Beginn des damaligen Weltausstellungsgeländes. Das Frontfries enthält die Inschrift „Barcelona heißt die Nationen willkommen“ in katalanischer Sprache. Er steht am Beginn einer großzügigen Promenade, die von eleganten Straßenlaternen gesäumt wird.
Am anderen Ende der Promenade steht ein Obelisk. Gleich daran erschließt sich ein riesiges Parkgelände in dem auch der Zoologische Garten zu finden ist.
La Catedral
Die katholische Kathedrale Barcelonas ist einen Besuch wert. 1298 wurde der Grundstein für diese reich ausgestattete Kirche gelegt. Die schöne Fassade ist aber erst im 19. Jahrhundert entstanden. Geweiht ist die Kathedrale der heiligen Eulalia.
Die heilige Eulalia, der diese Kirche geweiht ist, ist eine hochverehrte Heilige und die Stadtpatronin Barcelonas. Sie starb im Jahr 304 den Märtyrertod unter grausamer Folter, da sie sich unter dem römischen Stadthalter zum Christentum bekannte. An ihrem Festtag, dem 12. Februar, wird die Hlg. Eulalia mit farbenprächtigen Umzügen gefeiert.
Image: Wikipedia (2020)
Der fantastische Hochaltar im Licht der Sonne, die durch die kunstvollen Fenster hereinscheint und den Innenraum in ein mystisches Licht taucht.
Im Inneren ist die Kirche majestätisch gestaltet. Herzstück ist ein kunstvoll geschnitztes Chorgestühl aus dem Jahr 1399. In der Taufkapelle findet sich das große Taufbecken aus edlem Marmor.
Um den Altar herum befindet sich ein Rundgang (Kreuzgang), in dem viele kleine Kapellen zu finden sind, die zu Ehren verstorbener Bischöfe und anderen wichtigen Kirchenmännern Spaniens, errichtet sind. Schmuckvolle Altarbilder krönen die einzelnen Kapellen. Als wir die Kirche verließen fiel unser Blick noch auf die Orgel über dem Hauptportal. Das historische Musikinstrument stammt aus dem Jahr 1538. Das Orgel werk wurde jedoch 1994 erneuert.
Neben der Kathedrale stehen die Mauern des ehemaligen Königspalastes, der aus mehreren Gebäuden besteht. Der Bau des Palastes der Grafen von Barcelona und der Könige von Aragon geht in das 13. Jahrhundert zurück.
Der Montjuis
Der Montjuis ist ein 173 m hoher Berg in Barcelona. Auf ihm steht nicht nur das Castell de Montjuis, auf ihm fand 1929 die Weltausstellung statt, auf ihm wurden 1992 die olympischen Sommerspiele ausgetragen und auf ihm steht die Weltmeisterschaftssäule für Formel 1. Auf der Anhöhe liegt auch der Park Montjuis.
Eine üppige Grünanlage am Rande der Großstadt mit einer vielfältigen Flora und Fauna.
Olympia
Im Jahr 1992 fanden in Barcelona die XXV. Olympischen Sommerspiele statt. Es waren die ersten Spiele nach der deutschen Wende, die ersten Spiele in denen Deutschland vereinigt auftrat. Der Olympiapark befand sich auf dem Montjuis. Das in der Nähe gelegene Olympiastadion wurde bereits zur Weltausstellung 1929 gebaut und anlässlich der olympischen Spiele grundsaniert. Weithin sichtbar ist der Olympiaturm.
Das Olympiastadion: Im Jahr 2012 wurden dort die Leichtathletik - Juniorenmeisterschaften ausgetragen. Das Stadion ist für Leichtathletik konzipiert, wird aber auch für Fußballspiele genutzt. Ebenso finden dort Konzerte statt. So haben dort z. B. Michael Jackson, Bruce Springsteen, Prince und Madonna das Stadion zum Beben gebracht.
Parc de l´ Espanya Industrie
Wenn man in der Nähe des Hauptbahnhofs in Barcelona ist, fallen einen sehr moderne, skurile Bauteile auf. Diese Teile gehören zum „Parc de l`Espanya Industrie“. Dort hat man auf 37.000 m² Fläche ein ehemaliges Fabrikareal zu einem Freizeitpark umgebaut. Stilisierte Leuchttürme begrenzen das Gelände.
Barcelona Hauptbahnhof
In den Straßen
Wenn man durch Barcelona geht, bewegt man sich meist auf großen, breiten und modernen Straßen. Bei einem Blick in die Seitenstraßen eröffnet sich einem ein ganz anderes Bild. Kleine Wohnstraßen und schmale Gassen, Spanien eben. Von den Balkonen hängt die Wäsche zum Trocknen, die Straßen sind zugeparkt. Kleine Handwerksgeschäfte finden sich in den Häusern. Das „normale“ Leben!
In solch einer großen Stadt wie Barcelona gibt es in den Straßen und auf den Plätzen natürlich auch viele Denkmäler. Es wird gedacht an große Staatsmänner, an große Baumeister, Menschen, die sich auf kulturellen Gebiet einen großen Namen gemacht haben oder auch am Menschen die in Kriegen ihr Leben lassen mussten. Auf dem rechten Foto einige davon.
La Rambla
La Rambla, die Flaniermeile Barcelonas. Rund 1.250 m ist sie lang, diese berühmte Promenade in der City der Stadt. Aufgeteilt in verschiedene Abschnitte führt sie vom Placa de Catalunya bis zum Hafen, etwa dort wo die Kolumbussäule steht. Unzählige Touristen tummeln sich auf diesem Weg, der geprägt ist von vielen Restaurants, Souvenierständen, Blumen, Vögeln und Künstlern.
Wir waren allerdings entsetzt über die Haltung der Vögel, die in kleinen Käfigen zusammengepfercht gehalten werden. Das macht dann keine Freude. Auch eine Pause in einem der vielen Straßencafés sollte man sich sparen. Es ist alles sehr teuer, ich würde schon sagen überteuert. Die wahren „Touristenfallen“.
Schön anzusehen sind die vielen Künstler, die die Straße säumen. Gegen klingende Münze lassen sie sich fotografieren. Ohne Geld geht das nur von weiter weg, sonst werden diese Menschen recht unangenehm.
Ideen gibt es da ohne Ende, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Rechts und links der Flaniermeile gibt es viele interessant Gebäude. Da wäre zunächst das „Gran Teathre del Liceu“, Barcelonas Opernhaus. Einst zählte dieses Haus zu den schönsten Opernhäusern Europas. 1914 fand dort mit „Parcival“ die erste Aufführung statt.
Nicht einsehbar von der Straße aus, ist dieser schöne Innenhof. Man muss schon in die Hauseingänge gehen um den „Placa Reial“ zu finden. Um einen Brunnen und schlanken Palmen stehen schöne Häuser in denen unten viele Cafés und Bars zum Verweilen einladen. Das nutzten wir auch und gönnten unseren Füßen eine Pause.
Gran Theatre
Placa Reial
Erst auf den zweiten Blick als Gotteshaus zu erkennen, ist die gotische Kirche Santa Matia del Pi. Wir sahen uns das Haus von innen an. Ungewöhnlich sind die bunten Kerzen, die in dem recht dunklen Raum einen fröhlichen Eindruck vermitteln.
...und das gibt es auch noch...
In der Nähe der Prachtstraße Avinguda befindet sich das „CaixaForum“, ein Kulturzentrum, das hochkarätige Kunstausstellungen zeigt. Das Haus ist eine ehemalige Textilfabrik.
Wir verabschiedeten uns von Barcelona mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Das erste Mal verschwanden wir mit dem Flieger in den Wolken, das zweite Mal konnten wir vom Schiff aus noch einen letzten Blick auf die zurück liegende Stadt werfen. Es hat sich gelohnt, Barcelona ist auf jeden Fall eine Reise wert.