Der erste Tag - 05. Juni 2015 - Anreise und Hotel
Noch einmal wollten wir in die norwegische Fjordwelt. Die Erinnerungen an unsere große Nordlandreise im Jahr 2001 waren so lebendig und schön, dass wir diese einzigartigen Naturerlebnisse noch einmal genießen wollten. Ein Angebot von MSC – Cruises kam da gerade recht. Wir buchten uns also auf der „MSC Orchestra“ für eine siebentägige Kreuzfahrt ein. Es sollte am 06. Juni in Kiel losgehen und dort auch wieder enden. Nach Kiel wollten wir eigentlich mit unserem Auto fahren, aber wie so oft, kommt doch Manches anders als geplant. Auch dass wir einen Tag früher anreisen wollten, war kein Thema. Ein Hotel in Kiel war schnell gefunden. Das Angebot „Sleep, Park & Cruise“ war optimal. Letztlich fuhren wir mit der Bahn. Gesundheitliche Gründe gaben den Ausschlag. So verlief auch die ganze Reise etwas anders als sonst. Einen Koffer ließen wir von dem Logistikunternehmen „TeFra“ transportieren. So brauchten wir uns nur mit einem Koffer abmühen. Ein Taxi brachte uns am 05. Juni 2015 zum Bahnhof Berlin-Südkreuz. Um 10:18 Uhr fuhr unser ICE ab. Ganz entspannt erreichten wir nach ca. zwei Stunden Fahrt Hamburg-Hauptbahnhof. Einziges Problem waren die Toiletten im Zug. Mangels Wasser waren nur wenige Toiletten geöffnet. Das führte zu unangenehmen Wartezeiten. Der Zug war voll. Aber auch das wurde geschafft.
In Hamburg hatten wir dann Zeit eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen, bevor uns unser Regionalzug nach Kiel
weiterfuhr. Noch einmal 1 ½ Stunden Fahrt und wir hatten unser Ziel erreicht. Von einem Taxi ließen wir uns
ins Hotel bringen.
Der Check-in ging flott, die Begrüßung war freundlich. Wir bekamen ein Zimmer in der vierten Etage zugewiesen. Das Zimmer war überraschen geräumig, hell und freundlich eingerichtet. Sogar kostenloses Mineralwasser stand bereit.
Nach einer kurzen Siesta und einer Tasse Kaffee in der Hotellobby (gab es auch kostenlos) machten wir uns auf in die Stadt. Die Bushaltestelle war gleich am Hotel. Vier Stationen waren es bis in die City. Der Bus musste aber eine Umleitung fahren, da wegen einer Veranstaltung viele Straßen gesperrt waren. So mussten wir ein Stück laufen, um den Ostseekai zu erreichen. Denn das war unser Ziel. Wir liefen durch die Altstadt an der Kirche vorbei. Die Strecke zum Ostseekai ist mit einer blauen Linie gekennzeichnet, man kann sich also nicht verlaufen. Es ging noch an einer Parkanlage vorbei bis das Hafengelände erreichten. Dann war sie schon zusehen, die neue „Mein Schiff 4“, die dort fest gemacht hatte um am Abend getauft zu werden. Rund herum ein Festgelände mit vielen gastronomischen Ständen und Werbeaktionen von TUI-Cruises.
Da lag sie nun, die neue "Mein Schiff 4". Die Sonne lachte vom Himmel, von einer Bühne schallte Musik über das Gelände, es war Feststimmung. Allerdings vermissten wir die Möglichkeit, sich irgendwo hinsetzen zu können. Das einzige Restaurant in der Nähe war rappelvoll. Mit Glück bekamen wir drinnen einen Platz um etwas zu trinken. Auf der Bühne wurde dann ein Marketing-Mitarbeiter von TUI-Cruises interviewt, der kräftig die Werbetrommel rührte. Die Taufe selbst sollte erste am Abend um 22:00 Uhr stattfinden. Die ehemalige deutsche Olympia-Schwimmerin Franziska von Almsick wird als Taufpatin fungieren. Jetzt war es erst ca. 18:00 Uhr, das war uns viel zu lange. So liefen wir langsam zurück in die Altstadt. Dort fanden wir das „Brauhaus“, in dem wir etwas essen wollten. Na ja, vom Hocker riss uns das nicht. Ich habe gar nicht gewusst, wie platt man Schnitzel walzen kann. Wir fuhren danach zurück ins Hotel. In unserem Zimmer machten wir es uns gemütlich, und sahen im Fernsehen das Finale von „Let´s Dance“. Dank Minibar mussten wir auch nicht verdursten. Das Feuerwerk vom Hafen, das anlässlich der Schiffstaufe gezündet wurde, bekamen wir noch akustisch mit. So ging dieser Tag in Kiel zu Ende!
Der zweite Tag - 06. Juni 2015 - Einschiffung
Wir hatten gut geschlafen. Das Frühstücksbuffet war gut, der Raum freundlich, ebenso der Service, so dass wir uns wohlfühlten. Wir hatten Zeit, erst zu 11:00 Uhr war unser Taxi bestellt, das uns zum Ostseekai bringen sollte. Wir packten unsere Sachen zusammen, bezahlten unsere Hotelrechnung und waren erfreut, dass man dort so kulant war, uns den bestellten aber nicht genutzten Parkplatz rückzurechnen. Denn, wie schon erwähnt, eigentlich wollten wir mit dem Auto fahren und den Wagen während der Kreuzfahrt in der Parkgarage des Hotels stehen lassen. Nun hatten wir noch Zeit für einen Kaffee. Das Taxi kam mit einer halben Verspätung. Mehrmals wurde in der Taxizentrale nachgefragt, da ging wohl Irgendetwas nicht ganz glatt. Aber gut, war nicht unbedingt ein Problem, die Einschiffung sollte ohnehin erst um 14:00 Uhr beginnen. Wir hatten geplant in der Nähe des Anlegers noch eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Umso überraschter waren wir, dass wir gleich aufs Schiff konnten. Taxi bezahlen, Koffer abgeben, Einschiffungsformalitäten erledigen und schon waren wir im Besitz unserer Bordkarten. Und das alles ohne große Wartezeit.
Nun noch die Gangway bewältigen und schon hatten wir wieder Schiffsplanken unter den Füßen. Am Schiff wurde noch fleißig gearbeitet. Viele Koffer mussten verladen werden neben den ganzen Versorgungsartikeln.
Ach ja, und dann war da noch der Bordfotograf, der auch noch seine Arbeit tun wollte.
Im Buffetrestaurant gab es ab 13:00 Uhr Mittagessen. Das nutzten wir gleich. Gegen 15:00 Uhr waren die Kabinen fertig. Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 11.
Wir waren zufrieden, auch die sanitären Anlagen waren in Ordnung. Das einzige, was uns auf diesen Schiffen stört, sind die blöden Duschvorhänge.
Im Bad gab es neben der Handseife aus dem Spender noch Duschgel, Bodylotion, Haarshampoo und Conditioner in Portionsfläschchen. Diese wurden auf Anfrage beim Kabinensteward auch nachgeliefert.
Neben uns lag die neue und frischgetaufte „Mein Schiff 4“. Wir konnten sie von unserem Balkon aus fast anfassen. Im September 2015 werden wir mit diesem Schiff auf Westeuropatour gehen.
Als wir unsere Kabine beziehen konnten, war ein Koffer schon da, der andere kam auch kurz danach. So konnten wir uns häuslich einrichten. Um 17:00 Uhr war die obligatorische Seenotrettungsübung angesetzt. Nach dem kurzen Procedere war auch schon Zeit zum Abendessen. Noch ein Aperitif an der Bar und schon öffneten sich die Restauranttüren. Von
einem freundlichen Kellner wurden wir an unseren reservierten Tisch geleitet.
Zu uns gesellte sich eine junge Familie mit einem dreijährigen Kind. Wir
führten während des sehr guten Essens ein nettes Kennlerngespräch. Es war aber für die jungen Leute mit dem Kind am Tisch recht anstrengend. Solche Dinner mit mehreren Gängen sind für kleine Kinder langweilig. Das ist normal und so ist es verständlich, dass die Familie es an den kommenden Abend vorzog im Buffetrestaurant zu speisen.
Um 19:00 Uhr hieß es „Leinen los“! Bei schönem Wetter fuhren wir aus der Kieler Förde bis in die offene See. Wir genossen die Ausfahrt von unserem Balkon aus. Umschwirrt von Möwen nahm unser Kapitän langsam Fahrt auf. Mit einem Drink an der Bar beendeten wir diesen Tag.
Der dritte Tag - 07. Juni 2015 - Das Schiff
Wir hatte gut, wenn auch bewegt, geschlafen in dieser ersten Nacht auf dem Schiff. Wenn man dann am Morgen die Augen auf macht und diese herrliche Aussicht vor der Nase hat, kann der Tag eigentlich nur schön werden.
Die See war aber nicht ganz so glatt, wie es den Anschein hatte. Weiße Schaumkronen auf den Wellen zeugten doch von etwas Bewegung. Das sollte sich den Tag über noch etwas verstärken. Wir gingen im Buffetrestaurant frühstücken. Das Speisenangebot war gut und reichhaltig.
Wir nutzten den Tag um uns das Schiff anzusehen, auf dem wir ja das erste Mal waren.
Die „MSC Orchestra“ ist im Mai 2007 in den Dienst gestellt worden und gehört zur „Musica-Klasse“ der MSC – Reederei. Es fährt unter der Flagge von Panama. Das Schiff ist 293 Meter lang und 32 Meter breit. In 1 275 Kabinen finden 3013 Passagiere Platz die von einer rund 1 000 Frau/Mann starken Besatzung versorgt werden. Die Ausstattung des Schiffes ist typisch für MSC, eben italienisches Flair.
Das Foyer auf Deck 5 mit dem Musikpavillon. Dort wird ab dem späten Nachmittag überwiegend klassische Musik angeboten.
Auf diesem Deck befindet sich auch die Rezeption.
Von der Lobby ausgehend zieht sich rechts und links die große Bar L`Incontro. Ideal für den Aperitif vor dem Essen, denn gleich im Anschluss befindet sich eines der zwei Hauptrestaurants. Insgesamt gibt es 16 Bars und Lounges in denen man trinken, tanzen, einfach nur Musik hören oder auch nett mit anderen Menschen zusammen sitzen kann. Eine davon ist die „Amber-Bar“ auf Deck 6. Dort spielt am Abend eine Band bekannte Schlagermusik. Dort hat es uns am besten gefallen. Die Shaker-Lounge auf Deck 7 befindet sich am Heck des Schiffes. Dort hat man nach hinten einen herrlichen Ausblick durch große Panoramafenster. Am Abend gibt es dort mehr internationale Musik. Aber auch Tanzunterricht wird dort angeboten.
Die größte Bar ist die Savannah Bar auf Deck 6, die sich gleich an die Amber-Bar anschließt. Dort werden unter anderem die spätabendlichen Themenpartys veranstaltet. Unterhaltung gibt es reichlich. Im „Covent Garden Theatre“ gibt es jeden Abend gute Shows. Das Theater erstreckt sich über zwei Decks.
Und was noch? Für Spielwütige ist natürlich ein Casino mit verschiedenen Spieltischen und Automaten vorhanden, in einem Spa- und Wellnessbereich werden diverse kosmetische Angebote offeriert, die aber auch ihren Preis haben. Ein Fitnesscenter bietet Sportbegeistern ein reichhaltiges Angebot. Geld loswerden kann man auch in einer recht gut sortierten Shopping-Mall. Wem das alles noch nicht reicht, kann sich von einem vielfältigen Animationsangebot inspirieren lassen, das vom Frühsport, über Shuffleboard bis zum Bingo reicht. Informationen über die einzelnen Destinationen der Reise liefert ein Lektor, der dazu Vorträge hält.
Ach ja, dann gibt es da noch die Außenbereiche. Auf Deck 13, wo sich auch das Bufettrestaurant befindet, ist auch das Pooldeck. Zwei Pools, von denen einer als „Spielpool“ und der andere als „Ruhepool“ bezeichnet ist und zwei Whirlpools sind für Wasserratten vorhanden. Diverse Liegen können von Sonnenhungrigen genutzt werden, die auch noch auf Deck 14 aufgestellt werden können. Auf Deck 13 gibt es auch im Außenbereich noch zwei Bars, an denen auch Eis erhältlich ist. Eine Bühne für Open-Air-Veranstaltungen vervollständigt das Ganze. Auf Deck 16 ist noch ein Sportplatz zu finden. Nicht zu vergessen die Einrichtungen für Kids und die Jugend. Die finden ihren Spaß im Kids Club, in der Teenie – Arena oder in der Disco.
Puh, ich glaub das war es jetzt. Die Außenbereiche fanden allerdings auf dieser Reise wetterbedingt weniger Beachtung.
So hatten wir an diesem Seetag genug zu tun, um uns alles anzusehen. Mit Besichtigung, essen und relaxen vergingen die Stunden. Die See war ziemlich aufgewühlt.
Der Abend war im Tagesprogramm mit „Gala“ bezeichnet. Das hieß also festliche Kleidung. Es gab vor dem Abendessen einen Sektempfang und das „Shakehands“ mit dem Kapitän. Darauf verzichteten wir aber dieses Mal. Das Abendessen war lecker, unsere Tischgesellschaft eher lästig. Ein einzelner Herr gesellte sich heute zu uns. Wie sich rausstellte handelte es sich um einen russischen Staatsbürger. Der Mann war laut, behandelte den wirklich netten Kellner wie einen Putzlappen und kannte wohl auch das Wort >Tischmanieren< nicht. Das verleidete uns das gute Essen etwas. Auch die Gäste an den Nebentischen waren sichtlich genervt. Die Speisekarte auf der MSC Orchestra ist gut. Es werden verschiedene Gerichte an Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte und Desserts angeboten. Auch ein vegetarisches Gericht ist dabei. Wer Lebensmittelunverträglichkeiten hat oder eine bestimmte Diät benötigt, kann das vor der Reise ansagen und wird dann entsprechend versorgt.
Hier gab es: Gefächertes Rinderfilet
an Steinpilzsoße mit Brokkoli
Im Theater waren anschließend die Begrüßung des Kapitäns und die Offiziersvorstellung. Wir zogen es vor, bei schöner Musik und einem leckeren Cocktail
den Abend in einer der Bars ausklingen zu lassen.
Der vierte Tag - 08. Juni 2015 - Bergen
Um 8:00 Uhr, unsere gewohnten Frühstückszeit, waren wir im Buffetrestaurant. Einen Platz bekamen wir ohne Probleme, es herrschte aber ein ziemliches Gewusel. Um 9:00 Uhr sollten wir in Bergen anlegen. So hatten wir genug Zeit die Anfahrt auf diese norwegische Stadt zu beobachten.
Diese kleinen Inseln sind teilweise sogar bewohnt!
Vorgelagert sind die herrlichen Schärengärten, das sind kleine felsige Inseln, die in der Eiszeit entstanden sind. Das Wetter war zwar etwas kühler, aber es schien die Sonne, die See hatte sich beruhigt. Wir standen auf unserem Balkon, gingen auch mal aufs Pooldeck und fanden das alles wieder einmal einfach nur schön.
In der Ferne tauchte die große Nordlandbrücke auf. Vor uns nimmt noch ein anderes Schiff den gleichen Kurs wie wir.
Hier noch zwei schöne Eindrücke von der Anfahrt auf Bergen
Dann waren wir im Hafen von Bergen angekommen. An der gegenüberliegenden Seite konnten wir schöne Häuser sehen. Wohnt sich bestimmt schön dort. Über die Hafenanlagen hinweg hatten wir einen schönen Blick über die Stadt.
Ich freute mich auf den Bummel, leider musste ich alleine gehen, da Horst sich nicht wohlfühlte. So machte ich mich auf Erinnerungen aufzufrischen, denn wir waren dort im Jahr 2001 schon einmal. Ein kostenloser Shuttlebus fuhr uns in die Stadt. Zu Fuß darf man sich in dem Hafengebiet dort nicht bewegen. An einer schönen Grünanlage in der Nähe des Rathauses stoppte der Bus. Nun ging es zu Fuß weiter.
Ich bummelte durch die Stadt. Zunächst lief ich bergauf zur Johanniskirche, die aber leider geschlossen war. Weiter ging es durch die Fußgängerzone zum alten Fischereihafen und dem Fischmarkt. Dort war ich aber sehr enttäuscht. Der Markt ist nur noch etwa ein Drittel von dem, war er einmal war. Schön anzusehen sind aber immer wieder die alten Häuser mit ihren bunten Fassaden. Ich genehmigte mir ein Fischbrötchen, das mit 6 Euro zwar sehr teuer war, aber lecker schmeckte.
Zum Mittagessen war ich wieder zurück auf dem Schiff. Nach einer Mittagspause gingen wir zum Kaffee trinken und erlebten dabei die Ausfahrt. Um 16:00 Uhr legten wir in Bergen ab und nahmen Kurs auf Geiranger.
Zu 17:00 Uhr folgten wir einer Einladung des Kapitäns zu einer Cocktailparty. Diese Veranstaltung ist ausschließlich für Jubilare und MSC-Clubmitglieder, zu denen wir auch gehörten. Nach einleitenden Begrüßungsworten durch die Club-Managerin und einem Video über die Neuausbauten der älteren Schiffe gab einen Toast des Kapitäns und der Offiziere. Die Möglichkeit nun doch noch zu einem Foto mit Kapitän Francesco Veniero zu kommen nutzte ich natürlich.
Foto: Bordfotograf
Foto: Bordfotograf
Zum Abendessen im Restaurant waren wir zwar froh, dass unser „netter“ Tischnachbar nicht kam, aber so allein an solch einem großen Tisch ist auch nicht wirklich spaßig. So beschlossen wir, die nächsten Abende im Buffetrestaurant essen zu gehen.
Der fünfte Tag - 09. Juni 2015 - Geiranger
Um 04:00 Uhr in der Früh sollten wir laut Programm in den Geiranger-Fjord einfahren. 61 Seemeilen, das sind etwa 113 km mussten wir fahren um in die Bucht von Geiranger zu gelangen. Die Streckenabschnitte heißen Storfjorden und Sunnylvsfjorden. 61 wunderbare Seemeilen voller beeindruckender Natur. Ganz so früh wollten wir aber doch nicht aufstehen. So gegen sechs Uhr begab ich mich dann mit einer dicken Jacke und meinem Fotoapparat auf den Balkon um die ersten Fotos zu machen. Es war recht frisch und der Wind tat sein Übriges.
Gar nicht sattsehen kann man sich an diesen Schönheiten. Berge und unzählige Wasserfälle, die teilweise aus 30 Metern Höhe herabfallen. Um 08:00 Uhr gingen wir wie immer frühstücken. Wir wollten aber einmal in das Bedienrestaurant gehen. Dort war es etwas ruhiger als am Buffet. Aus einer Karte wählten wir unser Frühstück, das vom Kellner zügig serviert wurde. Die Spiegeleier waren frisch zubereitet, der Speck kross, die Brötchen frisch – Herz was willst du mehr
Um 08:00 Uhr steuerten wir zunächst den Ort Hellesylt an. Dort wurden die Gäste, die einen Tagesausflug gebucht hatten von Bord gelassen. Wir fuhren weiter in die Bucht von Geiranger, wo wir auf Reede gingen. Nachdem unser Kapitän den Anker gesetzt hatte, wurden die Tenderboote zu Wasser gebracht. Wir holten uns unsere Tenderkarten zu 11:00 Uhr um auch ein wenig an Land spazieren zu gehen.
Blick auf Geiranger von unserem Balkon aus
Die Ausschiffung ging zügig und geordnet. Der Tenderweg war nicht weit. Das Wetter war kühl, aber die Sonne schien. Wenn auch in diesem Ort nicht viel los ist, so ist ein Spaziergang auf jeden Fall lohnenswert.
Wir gingen in einem der Restaurants einen Cappuccino trinken. Horst ließ sich dann schon zum Schiff zurück fahren und ich ging noch ein wenig in den Souvenirläden stöbern bevor ich auch wieder zurück fuhr.
Es gab ein verspätetes Mittagessen und eine kleine Siesta. Am Nachmittag gab es auf dem Pooldeck eine Eicremepräsentation. Die Zusammenstellung von drei verschiedenen Speiseeiscreationen wurde präsentiert. Passte perfekt zu dem kühlen Wetter. Danach wurde auch noch die Zubereitung von Sushi gezeigt.
Am Nachmittag kamen die Tagesausflügler zurück. Die Tenderboote hatten ganz schön zu tun, die vielen Menschen zurück an Bord zu bringen.
Um 17:00 Uhr (mit leichter Verspätung) lichtete Kapitän Veniero den Anker und es ging weiter.
Abendstimmung
Der sechste Tag - 10. Juni 2015 - Flam
Wir waren schon mit dem Frühstück fertig, als wir um 09:15 Uhr in Flam anlegten. Bereits am frühen Morgen sind wir in den Sognefjord eingefahren. Dieser längste Fjord Norwegens ist wieder das reine Naturerlebnis. Hier ein paar Impressionen:
Wir waren wieder schwer beeindruckt von so viel Schönheit. Leider regnete es und so musste ich mit Regenschirm am Land gehen. Vormittag war ich erst einmal alleine im Ort. Flåm ist der Ausgangspunkt der berühmten Flåmsbahnen, die von dort aus in die Berge fährt. Gerne hätten wir diese Fahrt noch einmal gemacht, denn 2001 ist doch schon recht lange her. Aber was nicht geht, geht eben nicht. So machte ich einen Spaziergang, stöberte ein wenig in den Souvenirläden und kaufte auch ein paar Kleinigkeiten. Die norwegischen Trolle sind Sagengestalten und sollen Glück bringen. Nun stehen sie bei uns zu Hause in der Vitrine – schauen wir mal!
Da das Wetter nun wirklich nicht schön war, ging ich bald wieder zurück. Am Nachmittag gingen wir dann zusammen noch einmal von Bord. Eigentlich wollten wir irgendwo einen Kaffee trinken. Es wehte aber ein so kalter Wind, dass es bei einem kurzen Spaziergang blieb. Die Restaurants waren alle voll und auch nicht grad
gemütlich. So verlegten wir unseren Nachmittagskaffee wieder aufs Schiff. Um 18:00 Uhr fuhren wir weiter. Während der Ausfahrt aus dem Sognefjord senkten sich die Wolken. Es dauerte nicht lange und bald war nur noch eine graue Wand zu sehen.
Den Abend verbrachten wir in der Shaker Lounge, wo wir beim Tanzunterricht zusahen. Bei einem Drink amüsierten wir uns über Bemühungen der Tanzlehrer den Tanzwilligen ein paar Grundschritte beizubringen. Ich muss da nicht mitmachen, denn ich kann tanzen und Horst hat damit nicht viel am Hut. Dann gab es noch
schöne Musik mit der „Port Royal Band“.
Der siebte Tag - 11. Juni 2015 - Stavanger
Den Vormittag konnten wir gemütlich ab Bord verbringen. Nach einem ausgedehnten Frühstück im Bedienrestaurant konnten wir auch endlich einmal das Sonnendeck nutzen. Das Wetter wurde wieder besser und die Sonne schien. Auch die Fahrt durch den Byfjord, an dessen Ende die Stadt Stavanger liegt, bot uns wieder viel Naturschönheit.
Viele Menschen zog es auf das Deck um die Einfahrt in den Hafen von Stavanger zu erleben.
Die MSC Orchestra hat dem Hafen von Stavanger erreicht. Die Stadt begrüßte uns mit dem schönsten Wetter.
Im Buffetrestaurant war die Hölle los. Alle wollten noch zu Mittag essen, bevor sie zu ihren Ausflügen starteten. So warteten wir noch bis der größte Andrang vorbei war. Wir hatten ja Zeit. Nach dem Essen gingen auch wir von Bord um ein wenig in der Stadt spazieren zu gehen.
Wir setzten uns in eines der vielen Gartenlokale und ließen uns einen Cappuccino bringen. Schön war es,
Traumwetter und das Meer vor der Nase. Horst ging dann schon zurück aufs Schiff, ich wollte mich noch ein wenig umsehen. So kam es zu den nächsten Fotos.
Nach einem Rundgang durch die Shoppingstraße ging auch ich aufs Schiff zurück. Um 18:00 Uhr legten wir in Stavanger wieder ab. Das war auch die letzte Destination auf unserer Reise.
Der achte Tag - 12. Juni 2015 - An Bord
Nun lag noch ein Seetag vor uns, bevor unsere Reise in Kiel wieder zu Ende ging. Wir ließen den Tag ganz ruhig angehen. Das Tagesprogramm wies auf die Abreiseformalitäten hin und auch im Theater gab es am Nachmittag dazu noch eine Informationsveranstaltung. Wir genossen an Deck noch die Seeluft, das Wetter war schön. Auch den einen und anderen Drink an der Bar gab es noch.
Am späten Nachmittag wurden die Koffer gepackt. Ein paar Unstimmigkeiten wegen der Kofferanhänger für
„TeFra“ gab es noch, aber das konnten wir klären.
So ging dieser Tag schneller zu Ende als uns lieb war. Der Abend bescherte uns dann aber noch ein schönes Abschiedsgeschenk:
Der neune Tag - 13. Juni 2015 - Abreise
Um 06:00 Uhr mussten wir aufstehen, denn bereits um 07:30 Uhr mussten die Kabinen geräumt werden. Schnell die restlichen Sachen zusammenpacken und dann ging es ein letztes Mal frühstücken. Wir hatten uns entschlossen einen Koffer selbst mit von Bord zu nehmen, der andere wurde ja von „TeFra“ transportiert und uns direkt nach Hause gebracht. Eine halbe Stunde vor unserer offiziellen Ankunftszeit (08:00 Uhr) legten wir wieder in Kiel/Ostseekai an. Die Ausschiffung war recht gut organisiert. Wir konnten mit der ersten Gruppe von Bord gehen und so standen wir schon um 08:30 Uhr am Taxistand. Der Weg zum Bahnhof war kurz. Etwa eine Stunde mussten wir auf unseren Zug warten, der uns in 1 ½ Stunden nach Hamburg – Altona brachte. Dort hatten wir Zeit zum Mittagessen bis wir in unserem ICE nach Berlin fahren konnten. Da der Zug wegen Blitzeinschlages eine Umleitung fahren musste, kamen wir eine Stunde später als geplant dort an.
Fazit: Trotz der besonderen Umstände in Bezug auf die Gesundheit war es eine schöne Reise. Der Norden, speziell die Norwegischen Fjorde sind immer eine Reise wert.