Gotland

Ein historiches Eiland

Die schwedische Provinz Gotland ist ein historisches Fleckchen Erde. Namensgeber der zweitgrößten Ostseeinsel waren der Germanenstamm „die Goten“. Die Insel liegt zwischen Dänemark und Estland.

Die knapp 60.000 Einwohner leben überwiegend von der Steinindustrie und vom Fischfang. Auch der Tourismus, hauptsächlich aus Schweden, hat immer mehr Bedeutung. Es gibt viele Naturschutzgebiete, besonders Vögel fühlen sich dort zu Hause. Da die Insel sehr mildes Klima hat wachsen dort sogar Orchideen.

Die Geschichte Gotlands ist sehr alt. Nach der Eiszeit ist sie durch Landerhebungen entstanden und schon bald siedelten dort Jäger und Sammler. Skelettfunde sind etwa 8.000 Jahre alt. Historische Funde über Wohnhäuser wurden aus der Zeit um Christi Geburt gefunden. Abgesehen von realen Nachweisen ranken viele Sagen um das Leben auf dieser Insel. Viele Lander kämpften um die Herrschaft, bis Gotland dann seit Mitte des 17. Jahrhunderts schwedisch wurde.
Wir besuchten Gotland während unserer Ostseekreuzfahrt am 10. September 2006.

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Schiffssetzungen

 

 

Bis in das erste Jahrtausend war es vornehmlich im skandinavischen Ostseeraum üblich, Grabstellen mit Steinen zu markieren, die in Form von Schiffen angelegt waren. Innerhalb der Steine wurden die Urnen gesetzt, das „Schiff“ sollte die Toten in das Totenreich bringen. Von diesen historischen Grabstellen sind auf Gotland noch etwa 360 erhalten. Eine davon haben wir gesehen. Diese stammt aus der Bronzezeit (etwa 1800 – 530 v.Chr.)