Gran Canaria

Sommer, Sonne, Stand & das Meer

Las Palmas de Gran Canaria

Las Palmas ist die Hauptstadt der drittgrößten, der Kanarischen Inseln, Gran Canaria. Mit knapp 400 000 Einwohnern ist sie aber auch die größte Stadt der gesamten Inselgruppe und neben Santa Cruz de Tenerife, eine ihrer beiden Hauptstädte.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Hafen, Puerto de la Luz und damit verbunden der Tourismus. Unzählige Kreuzfahrtschiffe legen dort über das ganze Jahr verteilt an und machen etwa ¼ der Passagiere aus, die dort an
Land gehen. Aber auch Frachtschiffe schlagen dort erhebliche Mengen an Ladung um. 

Wir besuchten diese Stadt am 30. Dezember 2011 im Rahmen unserer Kanarenkreuzfahrt. Wir erlebten eine bunte und interessante Stadt, die zwar modern ist, sich aber doch etwas von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Mit einem „Hop on – Hop off – Bus“ gingen wir auf Besichtigungstour. Da wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, mussten wir die gut nutzen. Bei der Fahrt durch die Straßen konnten wir uns zunächst einen allgemeinen Überblick verschaffen.

Image: Wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Wir fuhren vorbei an typischen Wohngebieten, sahen eine kleine Kirche mit einem interessanten Fliesenmosaik und bewunderten die schönen Grünanlagen, die diese Stadt zu bieten hat. 

An der Kathedrale verließen wir unseren Bus. Dort wollten wir uns doch etwas näher umsehen. Die katholische Kirche Santa Ana war einst Siegeszeichen der katalanischen Könige über die Ureinwohner. 1497 wurde mit ihrem Bau begonnen. Bis zu ihrem heutigen Aussehen vergingen aber Jahrhunderte. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Baustile in ihr vereinigen. Dort ist auch der Bischofssitz des Bistums Kanarische Inseln.

Die Halle hat drei Kirchenschiffe. Hier das Mittelschiff mit Blick auf den Hauptaltar. Interessant sind die Bündelpfeiler, die die Halle tragen. Es war Weihnachtszeit, daher stand vor dem Altar eine hübsche Krippe.

Ein Seitenaltar

Die Orgel

Im Zentrum des Gebäudekomplexes ist ein schöner Garten im katalanischen Stil angelegt.

Eine Ausstellung über religiöse Utensilien fanden wir in einem der Nebengebäude. Neben verschiedenen Bischofsornaten sahen wir die Bildnisse namhafter Kirchenfürsten. Wertvolle Kelche und Kruzifixe vervollständigen die Ausstellung.

...und das gibt es auch noch...

Am Plaza Santa Ana, dem zentralen Platz von Las Palmas, steht das Rathaus gleich gegenüber der Kathedrale. Dieser Bau stammt erst aus dem 19. Jahrhundert. Das alte Rathaus ist einem Feuer zum Opfer gefallen, und mit ihm alle historischen Aufzeichnungen der Insel.  

In der Nähe des Plaza Santa Ana steht auch das „Casa de Colon“, das Kolumbushaus. Es war einst das Haus des Gouverneurs in dem Christoph Kolumbus während seinen Aufenthaltes in Las Palmas wohnte. Er ließ dort im Hafen seine Schiffe reparieren. Heute beherbergt das Haus ein Museum, welches sich vornehmlich mit Kolumbus und seinen Reisen beschäftigt.

Im Zentrum von Las Palmas findet sich auch der Regierungssitz der Autonomen
Gemeinschaft Kanarische Inseln.

 

 

 

 

 

 

 

Soweit unsere Eindrücke von Las Palmas. Es gibt sicher noch viel mehr
zu sehen, aber in der knappen Zeit konnten wir uns nur einen kurzen
Überblick verschaffen.

Unsere Reise im September 2012

Wir wollten die Dünen von Maspalomas im Süden der Kanareninsel Gran Canaria sehen. Gran Canaria ist die drittgrößte der sieben kanarischen Hauptinseln. Die Hauptstadt ist Las Palmas, die wir bereits im Januar d. J. besucht hatten. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. In der Mitte erhebt sich der fast 2000 m hohe erloschene Vulkan Pico de las Nieces.

Los ging unsere Reise am Montag d. 03. September 2012 um 10:20 Uhr am Flughafen Berlin Tegel. Wie immer war Warten auf den Abflug eine langweilige Angelegenheit. Aber endlich war es soweit. Unser Flieger der Airline „AIRBERLIN“ war startklar.

Image: Wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

In knapp fünf Stunden erreichten wir den Flughafen von Las Palmas. Noch einmal 30 Minuten Transfer und wir waren an unserem Ziel, dem Urlaubsgebiet Maspalomas, angekommen. Im Hotelresort Dunas Maspalomas hatten wir für 14 Tage einen Bungalow gebucht. 

Dunas Maspalomas Resort

Die Hotelanlage mit ihren 212 Wohneinheiten besteht aus zwei Teilen. Den „normalen Bungalows“ und den Suiten. Beide Bereiche verfügen über je ein Haupthaus und Poolanlagen. Der Bereich mit den „Normalos“ ist größer uns hat zwei Pools. Das höher gelegene Haupthaus, das über Treppe oder Fahrstuhl erreichbar ist, beherbergt das Restaurant, die Rezeption sowie das Reiseleiter- und Animationsbüro. Eine Poolbar und eine Disco vervollständigen das Angebot. 

Liegen und Sonnenschirme am Pool waren inklusiv. In der ersten Woche musste man morgens schon recht schnell sein um noch eine Liege mit Schirm zu ergattern. In der zweiten Woche wurde die Gästeschar weniger. Von der Dachterrasse des Hotels hatten wir einen schönen Blick über das Gelände.

Unser Bungalow Nr. 4604 lag zentral im Gelände. Die Gartenanlage war schön angelegt und gepflegt. Von der Ausstattung waren wir jedoch etwas enttäuscht.

Also vom Hocker riss uns das nun wirklich nicht. Gemütlich ist anders und bequem auch. Die Betten waren ganz in Ordnung, das Bad - na ja. Nicht das kleinste Stückchen Seife war vorhanden, also mussten wir nach dem Koffer auspacken und einer kurzen Siesta erst einmal im dem zum Hotel gehörenden Shop einkaufen gehen. Der Laden war irre teuer, keine Wunder – ohne Konkurrenz. Das schlimmste aber war die fehlende Klimaanlage. Allerdings unsere eigene Dummheit, wir hatten die Ausschreibung nicht richtig gelesen.

Aber es war nun einmal so und wir wollten das Beste daraus machen. Ganz wohl war uns nicht dabei, in der Nacht das Fenster auf zu lassen, aber anders ging es gar nicht. Das erste Abendessen riss uns auch nicht zu Jubelstürmen hin, aber das revidierten wir in den nächsten Tagen. Wir waren wohl zu müde. Nach einem Spaziergang durch die Anlage fielen wir dann am ersten Abend recht zeitig auf unsere Matratzen.

Am nächsten Tag dann nach dem Frühstück das Begrüßungsgespräch mit der Reiseleiterin. Wir informierten uns über die angebotenen Ausflüge und buchten auch einen. Danach ergatterten wir noch zwei Liegen und probierten erst einmal den Pool aus.

So verging der Tag. Am Abend war dann immer ein Unterhaltungsprogramm in der Disco. Entweder bestritten die Animateure das Programm, ein anders Mal waren auch externe Künstler auf der Bühne zu sehen. Die Animateure brachten z. B. eine Tanzshow unter dem Motto „Cats“.

Ein anderer Künstler schlüpfte in die Rollen verschiedener großer Stars, wie z. B. Elvis Presley.  Die Darsteller gaben ihr Bestes, bemüht die Gäste zu unterhalten.

Auch am Tage gab es ein vielfältiges Animationsangebot. Wer Lust dazu hatten konnte bei Wassergymnastik, Wasserball und Bodystyling aktiv werden, oder aber auch Dart spielen und Luftgewehr schießen. Wir zogen es vor zu relaxen.

Mittwoch, der 5. September, mein Geburtstag. Diesen Tag wollten wir am Strand verbringen. Ein Shuttlebus fuhr drei Mal täglich vom Hotel zum Strand und am Nachmittag auch wieder zurück. Wir nutzen den ersten Bus. Endlich waren wir dort, weshalb wir die Reise nach Maspalomas unternommen hatten – bei den Dünen.

Das Gebiet erstreckt sich über etwa 6 km Länge und 1 – 2 km Breite. Seit 1987 ist das ganze Areal Naturschutzgebiet in dem sich auch viele Vogelbrutstätten befinden. Am Rande der Dünen befindet sich das offizielle FKK – Gebiet von Gran Canaria. Im Anschluss daran erstreckt sich der breite, feinsandige Strand von Maspalomas.

Wir suchten uns ein schönes Plätzchen und ließen es uns gut gehen. Ins Wasser zu gelangen war aber doch ein Problem, da der Wassersaum sehr steinig war. So genossen wir die Sonnen und ließen uns den Wind um die Nase wehen. Nachdem wir uns dann noch etwas die Gegend angesehen und den Durst gelöscht hatten, fuhren wir am frühen Nachmittag zurück zum Hotel. Den Abend verbrachten wir an der Hotel bar. So ging dann auch dieser Tag zu Ende.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder am Pool. Nach dem Abendessen bestellten wir uns ein Taxi und fuhren zu der schönen Strandpromenade die zu dem Ferienort Meloneras gehört. Dieser Ort grenzt an Maspalomas.

Gleich hinter dem Leuchtturm von Maspalomas beginnt die schöne Promenade. Der 68 m hohe Turm wurde 1889 errichtet. An der Promenade gibt es viele Nobelhotel und entsprechende Geschäfte. Restaurants laden zum verweilen ein. Wir ließen uns einen Eiskaffee schmecken und genossen die schöne Umgebung. Danach eine Runde shoppen, das musste auch noch sein. Ein traumhafter Sonnenuntergang bildetet den Abschluss dieses Tages.

An einem der nächsten Abende unternahmen wir einen Spaziergang in der Hotelumgebung. Viel gab es dort nicht. Eine Hotelanlage reiht sich an die nächste, eine Pizzeria, ein chinesisches Restaurant und das war es dann auch schon. Dazwischen viel Grün. An einer Straßenkreuzung fand sich ein schön begrüntes Rondell, an einer anderen steht eine Säule, die zur Erinnerung an die Entdeckerreisen der christlichen Seefahrt erinnert.

Am Sonntag hatten wir einen Ausflug gebucht. Sonnenuntergangsfahrt mit einem alten Segelschiff. Mit dem Bus ging es am Nachmittag zunächt vom Hotel aus in das ca. 30 Minuten Fahrzeit entfernte Puerto Rico.

Dieser künstlich angelegte Touristenort mit seinem Hafen besteht nur aus Hotels, Ferienanlagen und touristischen Einrichtungen. Es wirkt erdrückend wie die Ferienanlagen in die Felsen reingebaut sind.

In diesem Hafen lag unser Segelschiff am Kai mit dem wir nun einige Stunden an der Küste Gran Canarias entlang schippern sollten.

Wir ließen den Hafen hinter uns und machten es uns auf dem Segler gemütlich. Zur Begrüßung gab es ein Glas Sekt bzw. einen Plastikbecher und los ging die Fahrt. Der Bootsmann erzählte uns etwas über das Schiff und den Ablauf der Fahrt. An der Küste sahen wir immer wieder abgelegene Ortschaften, natürlich auch touristische Zentren. Wir fragten uns, wie die Menschen dort hinkommen. Die Zufahrtstraßen führen über die Berge. Es ist schon sehr abgelegen

An einer Bucht hielt der Schiffskapitän dann zur Badepause. Es gab die Möglichkeit sich im kühlen Nass zu erfrischen. Das überließen wir dann aber doch den jüngeren Menschen. Wir hatten in der Zwischenzeit Kontakt zu Mitreisenden und genossen einen kühlen Drink bei lockeren Gesprächen.

Als wir wieder losfuhren wurde ein Imbiss gereicht, eine kleine Vorspeise als Appetithäppchen vor dem Abendessen, das dann beim nächsten Stopp serviert wurde. Es gab verschiedenes gegrilltes Fleisch mit Salaten und frischem Baguette.


An dieser Position blieben wir dann bis zum Sonnenuntergang. Wir ließen uns das Abendessen schmecken und erlebten danach einen traumhaften Sonnenuntergang.

Nachdem die Sonne am Horizont ins Meer getaucht war, warf der Kapitän die Maschinen wieder an und es ging zurück in den Hafen von Puerto Rico. Unser Bus wartete schon, und zügig ging es zurück zum Hotel. Auf dem Weg vom Bus zum Hotel geschah es dann. Ich knickte mit dem Fuß um. Nach heftigen Schmerzen in der Nacht fuhren wir dann am anderen Tag in die Klinik. Ich hatte mir den Mittelfußknochen angebrochen und bekam einen Gips. Mit Gehhilfen ausgestattet fuhren wir zurück. Damit war der Urlaub dann wohl zu Ende. Da ich mit den Gehhilfen nicht klar kam, stürzte ich am nächsten Tag damit – wieder Klinik – mit dem Ergebnis: angebrochene Rippen und ein verstauchter Arm. Die restlichen Tage verbrachte ich im Rollstuhl. Unseren Bungalow verließen wir nur zum Essen gehen. Auch das war nicht immer einfach, da der Fahrstuhl oft außer Betrieb war.

Genug zu tun hatten wir mit den Formalitäten der Heimreise, die durch meinen Unfall erschwert war, und zusätzliche Kosten verursachte. Wir waren dann froh, dass der Tag er Heimreise gekommen war. Mit einem Taxi fuhren wir zum Flughafen, wo war den Rollstuhlservice angemeldet hatten. Dann der Schreck, die Maschine konnte wegen technischer Probleme nicht starten. So wurden wir nach Las Palmas in einem Hotel untergebracht. Mit einem Tag Verspätung kamen wir dann am späten Nachmittag des 18. September zu Hause an.


Fazit: Den Urlaub streichen wir im Kalender.