Brügge
Rund 117.000 Einwohner hat die größte Stadt in Westflandern, die wir während unserer Busrundreise durch Belgien im August 2005 besuchten. Eine schöne Stadt, wie wir festgestellt haben. Der mittelalterliche Stadtkern ist sehr sehenswert mit dem Rathaus und dem hohen Turm, dem Belfried. Er gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe. Im Jahr 2002 war Brügge Kulturhauptstadt. Die Geschichte der Stadt, die 1128 Stadtrechte erhielt, geht auf eine römische Siedlung aus dem 2./3. Jahrhundert zurück. Nach einer Sturmflut im Jahr 1134 hatte Brügge direkten Zugang zur Nordsee. So ist später der Hafen Zeebrügge entstanden. Das begünstigte den Handel. Im 13. Jahrhundert spielte die Stadt auch eine bedeutende Rolle in der Hanse. Burgundische Herzöge brachten Brügge zum kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt. Zum Ende des Mittelalters war sie die reichste Stadt Nordeuropas. Später sorgten die Hugenottenkriege für den Verfall. Verschiedene Länder hatten die Herrschaft über Brügge, bis Flandern und damit auch Brügge, mit der Unabhängigkeit ins belgische Königreich integriert wurde. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist an Brügge vorbeigezogen. Es herrschte Stillstand. Dieser trug aber dazu bei, dass der mittelalterliche Kern erhalten geblieben ist. Das wiederum ist heute Grundlage für den Tourismus, von dem die Stadt zum großen Teil lebt.
Wir waren nach unserer Bustour im Jahr 2022 noch einmal in dieser Stadt. in Brügge.
Zentrum von Brügge ist der Grote Markt. Dort steht der mächtige Belfried, das Wahrzeichen der Stadt. In Kriegszeiten diente er auch als Wachturm.
Die Liebfrauenkirche
„Onze-Lieve-Vrouwekerk“, eine gotische Kirche, deren Geschichte in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Wertvollstes Stück in dieser Kirche ist die Madonnenfigur von Michelangelo aus dem Jahr 1503.