Zypern

Zypern, die drittgrößte Mittelmeerinsel zu erklären, ist nicht ganz einfach. Sie liegt im östlichen Mittelmeer
und ist 9 251 km² groß. Gut 1,1 Millionen Menschen leben dort. Hier nur ein paar Eckpunkte zu der Lage Zyperns: Geographisch gehört die Insel zu Asien, politisch zu Europa. Der südliche Teil, die Republik Zypern ist unabhängig, besitzt aber britische Militärstützpunkte. Dieser Teil ist griechisch geprägt und gehört seit 2004 zur Europäischen Union. Der Norden ist türkisch besetzt. Beide Teile sind durch den „Grünen Gürtel“ getrennt. Völkerrechtlich stellt sich diese ganze Lage wiederum etwas anders dar. Die Hauptstadt der Republik Zypern ist Nikosia. Der größte Teil der Bevölkerung ist griech.-orthodoxen Glaubens.
Die Insel ist sehr waldreich und vom Troodos-Gebirge durchzogen. Der höchste Berg ist der Olymp, mit 1952 Metern. Wichtige Wirtschaftszweige sind die Agrarwirtschaft und der Tourismus. Die Geschichte der Insel geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Viele Völkerstämme nahmen Einfluss bis es 1974 zu der heutigen Aufteilung kam. Zu bemerken wäre noch, dass der türkische Teil in Norden Zyperns, völkerrechtlich nicht anerkannt ist. „Die Insel der Götter“, so werben Reiseveranstalter für den Urlaub dort. Es soll schöne Strände geben, an denen man die Sonne genießen kann. Das hat wohl auch schon die Liebesgöttin Aphrodite gedacht, die einer Legende nach, dort dem Meer entstiegen sein soll.

Bei unserem Besuch auf dieser Insel, am 04. November 2014 konnten wir ein paar Eindrücke sammeln.

Der Osten Zyperns

 

Sechs Stunden hatten wir Zeit, um uns einen kleinen Eindruck von dieser Insel zu verschaffen. Wir fuhren durch recht karges Land, was in Widerspruch zu der Beschreibung steht, dass Zypern sehr waldreich sein soll. Aber vielleicht waren wir da in der falschen Ecke.

Wir erreichten das Dorf Kiti, dort steht die byzantinische Kirche Angeloktisti, das bedeutet so viel wie „von Engeln erbaut“ zu Ehren der Mutter Maria. Diese Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie ist auf den Resten einer frühchristlichen Basilika erbaut worden. Dort sind feinste Mosaiken aus dem 6. Jahrhundert zu sehen. Vor der Kirche befindet sich eine schöne Grünanlage.

In der Kirche ist es recht dunkel, so dass sich das Fotografieren recht schwierig gestaltet, Blitzlicht war verboten. Zudem war sie klein und voll Menschen. Aber ein paar Eindrücke habe ich doch festhalten können. Alles ist sehr alt, prunk- und wertvoll. Ein Messingleuchter spendet ein wenig Licht. 

Ein weiteres Schmuckstück auf Zypern ist die 1816 erbaute Hala-Sultan-Hekke Moschee. Diese kleine Moschee, die in einer grünen Oase liegt, ist eines der wichtigsten Heiligtümer des Islam. In ihr befindet sich der Schrein der Hala Sultan, einer hochgeachteten Frau, die eine Tante des Vertrauten vom Propheten Mohammed gewesen sein soll. Die Legende beschreibt eine abenteuerliche Geschichte, wie sie von Jerusalem nach Zypern gelangte.

Die kleine Moschee liegt eingebettet in eine grüne Oase an einem Salzsee. Die Moschee ist innen eher unspektakulär. Wichtig an diesem Gotteshaus ist wohl für die Muslime eher die Bedeutung. In diesen Räumen ist auch eine Angehörige des verstorbenen Königs Hussein von Jordanien beigesetzt.  

In dem Salzsee haben sich Flamingos niedergelassen. Diese Salzseen sind Überwinterungsstationen für diese Tiere.