
Basel
Im Dreiländereck am Rhein
Im Schweizer Kanton Basel-Stadt liegt die drittgrößte Stadt der Schweiz, Basel. Direkt im Dreiländereck, Deutschland, Frankreich, Schweiz ist sie auch Grenzstadt. 830.000 Menschen leben dort. Der Rhein teilt die Stadt in zwei Hälften. Wirtschaftlich spielen Chemie- und Pharmakonzerne eine große Rolle. So haben z. B. bekannte Firmen wie Hoffmann-La Roche und Novartis dort ihre Hauptsitze.
Geschichtlich ist Basel etwa 300.000 Jahre alt. Die ersten Menschen, die dort am Hochrhein siedelten, sollen den Funden nach Kelten gewesen sein. Im Laufe der Geschichte gab es wenig Spektakuläres, wenn man von Schicksalsschlägen wie einer Pestepidemie im 14. Jahrhundert absieht, bei der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Etwa zehn Jahre später legte ein Erdbeben die Stadt in Schutt und Asche. Von den Wirren des ersten und zweiten Weltkrieges war Basel wegen seiner Grenznähe mehr betroffen, als die restliche Schweiz. So wurde der Güterbahnhof am 04. März 1945 von den Alliierten bombardiert.
Image: Wikipedia
Basel war und ist in der Schweiz eine bedeutende Industriestadt. Seit bereits 1460 gibt es dort auch eine Universität verschiedener Fakultäten. 1543 erschien in Basel das erste komplette Buch über die menschliche Anatomie. Basel ist eine interessante Stadt. Wir waren dort im Zusammenhang einer Busrundreise durch die Schweiz am 28. Februar 2004.
Industriestadt Basel - Viele Brücken verbinden die beiden Stadthälften. Hier die mittlere Rheinbücke.
Mittelpunkt der Stadt ist das auffällige Rathaus. Das repräsentable Gebäude aus rotem Sandstein wurde in den Anfängen des 16. Jahrhunderts auf den Überresten des ehemaligen „Palast der Herren“ errichtet. Die Figur vor dem schmuckvollen Rathausturm zeigt einen Bannerträger, darunter befindet sich die reich verzierte Rathausuhr.
Das Rathaus steht am Marktplatz, der nicht nur so heißt, sondern auf dem auch ein regelmäßiges Markttreiben stattfindet. Viele Händler bieten ihre Waren an, man bekommt alles, was so einen richtigen Markt ausmacht.
Die spätgotischen Torbögen und die wertvollen Wandmalereien, die das Jüngste Gericht darstellen, im Innenhof des Rathauses gehören zu den ältesten Bauteilen.
Das Baseler Münster am Münsterplatz ist das Wahrzeichen der Stadt. Es wurde in den Jahren 1019 – 1500 aus rotem Sandstein gebaut. Durch die lange Bauzeit finden sich viele verschiedene Baustile. Die beiden schlanken Türme sind 64,2 und 62,7 Meter hoch, das Dach besteht aus bunten Ziegeln. Die heutige evangelisch - reformierte Kirche war einst Bischofskirche.
Basel - Münster, Hauptportal
Der Innenraum des Münsters ist dreischiffig und hell. Durch wunderschöne Mosaikfenster brechen sich die Sonnenstrahlen. Die Orgel ist recht neu. Der Klangkörper besteht bewusst aus zwei Teilen, um die kunstvollen Fenster nicht vollständig zu verdecken.
Das Spalentor ist eines von drei erhaltenen Stadttoren, die einst zu der Stadtmauer gehörten, die Basel umgab. Als die Stadt im 14. Jahrhundert nach einem verheerenden Erdbeben wieder aufgebaut wurde, schützten die Bewohner ihre Stadt mit einer Mauer. Erst Ende des 19. Jahrhunderts, als die Mauer den Wachstum der Stadt behinderte, wurde sie wieder abgerissen. Übrig blieben die drei Stadttore. Das Spalentor steht unter Denkmalsschutz und soll eines der schönsten Stadttore der Schweiz sein.
Bei unserem Spaziergang durch die Straßen sahen wir viele schöne Dinge, wie z. B. oben die kunstvollen Fenstergitter oder rechts einen sehenswerten Brunnen.
Leider war die Zeit viel zu kurz, in zwei Stunden geht nicht mehr. Aber so ist das nun einmal bei einer organisierten Rundreise.