Weihnachten & Silvester 2011/12 an Bord der Mein Schiff 1 

Das Schiff

Die „Mein Schiff 1“ ist das erste „Wohlfühlschiff“ von TUI-Cruises. Die ehemalige „Celebrity Galaxy“ wurde 2009 für TUI umgebaut und renoviert. Am 15. Mai 2009 wurde das Schiff nach dem Umbau in Hamburg getauft. Taufpatin war die Sängerin und Moderatorin Ina Müller.  263,90 m Länge und 32,20 m Breite sind die Abmessungen. 780 Frau/Mann Besatzung sorgen für das Wohl von max. 1924 Passagieren. Auf 13 Decks verteilen sich neben den Passagierkabinen mehrere Restaurants, Bistros, Bars und Lounges. Besonders an dem Schiff ist das Konzept „All Inclusive“, das auch die Bargetränke in hochwertiger Qualität einschließt. Spa- und Wellnessbereich, ein Fitnesscenter, Shopping-Mall und Casino runden das Angebot ab. Die „Mein Schiff“ fährt unter maltesischer Flagge, ihr Heimathafen ist Malta. Mit ihren vier Dieselmotoren, die eine Leistung von 48 946 PS haben, kann sie max. 21,5 kn (40 km/h) schnell fahren.

Vorbereitung & Anreise

Einmal Weihnachten und Silvester auf einem Kreuzfahrtschiff verleben, diesen Traum erfüllten wir uns, nachdem feststand, dass wir in diesem Jahr die Feiertage nicht im Kreis unserer Kinder und Enkelkinder verbringen würden. So buchten wir uns auf der „Mein Schiff 1“ ein. 14 Tage wollten wir dort verbringen,
und dabei die Kanarischen Inseln, Marokko und Madeira besuchen.

Am 23. Dezember 2011 brachte uns ein Flieger der „AIR-Berlin“ von Berlin-Tegel noch Las Palmas auf Gran Canaria, wo die Reise begann. Nach rund fünf Stunden Flug erreichten wir unser Ziel. Am Flughafen erwarteten uns die Mitarbeiter von TUI-Cruises.

Ein Bus brachte uns in kurzer Zeit zum Hafen, wo unser Schiff, die „Mein Schiff 1“, am Pier auf uns wartete. Die Einschiffung ging zügig und wir bekamen unsere Bordkarten, sowie einige Hinweise für den ersten Tag.

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos....

 Foto: Bordfotograf

Kopie aus den Reiseunterlagen

Der erste Tag - 23.12.2011 - an Bord

Da unsere Kabinen noch nicht fertig waren, gingen wir erst einmal etwas essen, denn wir hatten Hunger. Ein halbes Hähnchen an der Grillstation auf dem Pooldeck war gerade recht, nach dem pappigen Sandwich im Flugzeug. Danach konnten wir unsere Kabine auf Deck 5 beziehen. Unser Kabinensteward Leo stellte sich vor, ein freundlicher Phillippine, der uns noch auf ein paar Details in der Kabine hinwies. Ein wenig mussten wir noch auf unsere Koffer warten. Dann aber erst einmal heraus aus der warmen Kleidung, die wir in dem kalten Berlin noch brauchten. Auf Gran Canaria herrschten angenehme 23 Grad.


Es dauerte noch eine Weile bis wir unsere Koffer ausgepackt, und uns häuslich eingerichtet hatten. Um 18:00 Uhr war die pflichtgemäße Seenotrettungsübung. Dann war schon Zeit zum Abendessen. Wir besuchten das Buffetrestaurant „Anckelmannplatz“. Das Speisenangebot war ganz ordentlich, die Präsentation aber nicht so aufregend. Um die Getränke mussten wir uns dank „All Inclisive“ keine Gedanken machen. Am Abend gab es die große Begrüßungs- und Auslaufparty. Erstmals erlebten wir die Bordband und die Hoteldirektorin stellte ihr Team vor. Um 21:00 Uhr hieß es „Leinen los“! Der Kapitän hatte die Maschinen angeworfen und wir verließen den Pier von Las Palmas. Dazu sang ein Sängerin die Auslaufmelodie „Freiheit“. Auf ging es zu unserer 14tägigen Kreuzfahrt.

Pooldeck

Bordband

Sängerin der Auslaufmelodie

Der zweite Tag - 24.12.2011 - an Bord

Die erste Nacht in unserer Koje hatten wir halbwegs gut geschlafen. Auf ging es zum Frühstück in das Buffetrestaurant. Spiegeleier, Schinken, Omelett und alles was das Frühstücksherz sonst noch begehrt, war vorhanden. Gut gestärkt machten wir uns auf, zu einem Rundgang über das Schiff. Überall war Weihnachtsdekoration aufgestellt, die aber bei dem strahlendem Sonnenschein und den sommerlichen Temperaturen unwirklich anmutete.

Am späten Vormittag war das Treffen der Mitglieder aus dem „Mein-Schiff-Forum“ an der Tapas-Bar verabredet. Wir lernten ein paar nette Leute kennen, mit denen wir ein paar Stunden plauschten und Kreuzfahrterfahrungen austauschten.

Nach einem verspäteten Mittagessen und einer kurzen Siesta setzten wir unseren  Schiffsrundgang fort.

Der Flur auf Deck 5, wo auch unsere Kabine lag.

Ein Blick in das Steakhaus

Die Sushibar

Am Nachmittag war im Foyer Weihnachtsliedersingen mit dem Bordpianisten, eine junge Artistin zeigte ihre Kunst und der „Mein-Schiff-Weihnachtsengel“ zog die Lose aus dem Adventskalender. Leider waren wir nicht unter den Gewinnern.

So verging der Nachmittag recht schnell und wir mussten uns zum
Abendessen fertig machen. Auf dem Programm stand das festliche
Weihnachtsdinner im Atlantik - Restaurant.

Foto: Bordfotograf

Das Essen war lecker, der Service nicht so optimal, wir mussten recht lange warten. Scheinbar waren die Servicekräfte etwas überlastet. Aber wir hatten ja Zeit.

Später war dann im Theater Programm. Der Kapitän und die wichtigsten Offiziere stellten sich vor. Es folgte die „Aquashow“, eine nett gemachte Darbietung über die vier Elemente. (unten rechts: Szenenfoto) Damit war der Heilige Abend zu Ende. Für die Mitternachtsmesse waren wir zu müde. Der nächste Tag wartete ja auch wieder mit einem vollen Programm. 

Der dritte Tag - 25. 12. 2011 - Agadir

Als wir am Morgen zum Frühstück gingen, hatte unser Schiff bereits am Pier von Agadir in Marokko festgemacht. Wir mussten uns ein wenig beeilen, denn wir hatten einen Ausflug gebucht. Am Pier warteten schon die Busse, mit denen wir auf Sightseeingtour gingen. Um 8:30 Uhr ging es los.

Horst im Gespräch mit unserem Reiseleiter

 

Wir hatten ein wenig Zeit zum Bummeln. In einem Café tranken wir einen Cappuccino bevor wir wieder in unseren Bus stiegen.

Ein landestypisch gekleideter Reiseführer begleite uns. Er sprach recht gut Deutsch und gestaltete seine Erklärung so humorvoll, das die Fahrt fröhlich und kurzweilig war.

Wir fuhren durch die ruhigen Straßen, es war Sonntag. Alles machte einen sauberen und gepflegten Eindruck. Nach etwa 30 Minuten erreichten wir den Strand von Agadir. Es war noch früh am Morgen, die Restaurants und Boutiquen öffneten erst langsam ihre Geschäfte. Nur wenige Menschen waren unterwegs.

 

Unser nächstes Ziel war die Moschee Talborjt. Korrekt heißt sie „Moschee Mohammed V.“. Das Gebäude ist recht neu, wie fast alles in dieser Stadt, die erst 1960 nach einem verheerenden Erdbeben neu aufgebaut werden musste.

Wir konnten die Moschee nur von außen sehen, da der Zutritt für Nichtgläubige dort verboten ist.

Die Festung Agadirs im Atlasgebirge war unser nächstes Ziel. Über Serpentinenstraßen fuhren wir bergauf, bis wir die alten Gemäuer erreichten.

Einen schönen Blick hatten wir von oben auf die Stadt und den Hafen.

Blick von der Burg auf das Hafengebiet von Agadir

Die Hafeneinfahrt

So ging unser Ausflug zu Ende. Zur Mittagszeit waren wir zurück an Bord. Den Nachmittag genossen wir in der Sonne auf dem Pooldeck.

„Richard´s feines Essen“, so heißt das Exklusivrestaurant auf der „Mein Schiff 1“. Dort hatten wir zum Abend einen Tisch reserviert um den ersten Weihnachtsfeiertag feierlich abzurunden. Uns wurde ein erstklassiges Dinner, bestehend aus sechs Gängen, serviert. So wohl die Qualität als auch die Präsentation waren ausgezeichnet.

Foto: Bordfotograf

Als Vorspeise: gegrillter Hummer

 

So hatten wir einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag verlebt, den wir mit einem Espresso an der Naschbar
ausklingen ließen.

Interessant präsentiert, Suppenvariationen

Sehr lecker, der Hauptgang, Filet vom Rehrücken

Der vierte Tag - 26. 12. 2011 - An Bord

Ein neuer Tag. Die kanarische Sonne wünschte uns einen guten Morgen. Am Abend zuvor hatten wir um 21:00 Uhr in Agadir abgelegt und befanden uns nun auf dem Weg nach Teneriffa. Wenn auch die Weihnachtsdekoration auf dem Schiff an das Fest der Feste erinnerte, so gab es doch kaum der jemanden, der in Feiertagsstimmung war. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, Temperaturen um die 23 Grad und  rings um her nur Wellen und Meer.

Wir verlebten den Tag an Deck. Ich nutzte die Zeit dem Bordfriseur einen Besuch abzustatten. Am Nachmittag besuchten wir das Operettenkonzert in der „Blauen Bar“. Zwei Künstler des Theaterensembles sangen bekannte Melodien, begleitet vom Bordpianisten. Dazu gab es einen leckeren Cappuccino.

Die beiden jungen Künstler präsentierten mit ihren schönen Stimmen einen bunten Reigen bekannter Operettenmelodien.

Das war ein schöner Nachmittag. Nach dem Abendessen schlenderten wir über das Schiff, begutachteten in aller Ruhe die Shopping-Mall und nahmen in der TUI-Bar noch einen Drink

So verging der Tag in aller Ruhe. Wir freuten uns auf Teneriffa.

Der fünfte Tag - 27. 12. 2011 - Teneriffa

Wir saßen beim Frühstück, als unser Kapitän im Hafen von Santa Cruz / Teneriffa festmachte. Da wir auf dieser Insel schon einmal waren, hatten wir keinen Landausflug gebucht, sondern nutzten die Zeit um uns die Stadt Santa Cruz anzusehen.

Wir machten uns also nach dem Frühstück auf, die Hauptstadt von Teneriffa, der größten der Kanareninseln, zu erkunden. Vom Schiff aus hatten wir nur einen kurzen Fußweg, bis wir die Hauptstraße erreichten. Wir spazierten durch die Straßen und bekamen einen Einblick in die Stadt, die noch heute teilweise von der „Franco-Ära“ geprägt ist. Wir bewunderten die aufwendigen Weihnachtsdekorationen, die in diesem katholischen Land ganz besonders ausgeprägt sind und bis zum Dreikönigstag am 06. Januar stehen bleiben. Überall blühten verschwenderisch die bei uns als Weihnachtssterne bekannten Pflanzen. Das hat uns alles sehr gut gefallen. Wir sahen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, machten in einem Straßencafé unsere obligatorische Cappuccino-Pause und gingen dann langsam zurück zum Schiff.  

Die „Mein Schiff 1“ liegt im Hafen von Santa Cruz

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Schiff und unser Abendessen nahmen wir im Fischrestaurant „Gosch“ ein. Am Abend saßen wir gemütlich mit Reisefreunden auf dem Pooldeck, wo die Bordband spielte. Das Deck war stimmungsvoll beleuchtet und es gab noch eine kulinarische Überraschung.

Ein großes Früchte- und Schokoladenbuffet war angerichtet, dekoriert mit kunstvoll geschnitzten Eisskulpturen. Das war einen Augen- und Gaumenschmauß! Dann noch ein letzter Blick auf das beleuchtete Santa Cruz und den Hafen, bevor die Auslaufmelodie erklang und wir um 24:00 Uhr von Teneriffa Abschied nahmen.

Der sechste Tag - 28. 12. 2011 - La Gomera

San Sebastian heißt der Hauptort von La Gomera, einer der kleinsten Inseln der Kanaren. Um 08:00 Uhr legten wir dort am Pier an.

Da wir erst für den Nachmittag einen Ausflug gebucht hatten, machten wir uns nach dem Frühstück zunächst allein auf den Weg. Ein Shuttlebus fuhr uns aus dem Hafengebiet heraus. Weiter führte unser Weg über eine schöne Uferpromenade nach San Sebastian. Auch dort war das Fest noch nicht vorbei. Was uns als erstes auffiel, war ein als Weihnachtsbaum geschmückter Kaktus. Viel war in diesem Ort zu dieser frühen Morgenstunde noch nicht los. Nach einem Spaziergang durch den Ort gingen wir zurück zum Schiff.

Die „Mein Schiff 1“ liegt im Hafen von San Sebastian

 

Am Nachmittag stand unser Ausflug über die Insel auf dem Programm. Mit einem Reisebus ging es vom Hafen aus in die Berge.

Über Serpentinenstraßen fuhren wir vorbei an Bananenplantagen zum Dorf Agulo, der kleinsten Gemeinde LaGomeras, die aber auch die schönste sein soll. Das Dorf liegt eingebettet in Terrassenfelder ca. 250 m über dem Meer. Von oben hatten wir einen herrlichen Blick über die Landschaft und den Atlantik. In der Ferne war schemenhaft die Insel Teneriffa zu sehen.

Immer weiter fuhren wir bergauf. Die Serpentinenstraßen schien kein Ende zu nehmen. Neben uns schroffe Felsen und unter uns – ein herrlicher Ausblick. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten.

Unser nächster Halt war am Garajonay – Nationalpark. Zunächst gingen wir in das Besucherzentrum mit seinem schönen Garten. Wir befanden uns in 1 000 m Höhe, es war kalt. Zum Glück stand schon in der Ausschreibung für diesen Ausflug der Hinweis, eine Jacke mit zu nehmen. Diese haben wir auch gebraucht. In dem Besucherzentrum konnten wir viel über die Insel erfahren. Wir machten einen Spaziergang durch den Garten mit seiner vielfältigen Pflanzenwelt.

Viel gab es zu sehen und zu bestaunen. Aber es ging mit dem Bus dann noch ein Stück weiter, die Höhenstraße hinauf. Laguna Grande, das Herz des Nationalparks war unser Ziel.

Wir befanden uns mitten in einem dichten Nebelwald, dort gedeihen Lorbeerbäume, Erikagewächse und Wacholder. Mitten drin befindet sich eine große Freifläche, die als Spiel-, Grill- und Festplatz dient. Die Inselbewohner feiern im Sommer dort gern ihre Familienfeste. Auch ein kleines Restaurant gab es dort, in dem wir uns aufwärmen und etwas trinken konnten, bevor es dann wieder bergab ging.

Zurück fuhren wir durch eine einzigartige Berglandschaft. Dort hatte unser Reiseleiter noch eine Überraschung für uns. Wir hielten am „Roque Agando“. Dieser  1251 m hohe Fels gehört zu der Berggruppe „Los Roques“ und ist aus Vulkanerosionen entstanden.

Als wir zum Schiff zurückkehrten hatten wir eine beeindruckende Landschaft kennengelernt. Ein Blick zurück bescherte uns noch einmal die Aussicht auf San Sebastian und die Berge La Gomeras. Um 18:00 Uhr verließen wir den Pier von San Sebastian und nahmen Kurs auf Lanzarote.

Am Abend ließen wir die schönen Eindrücke bei einem Cocktail nachwirken.

Der siebte Tag - 29. 12. 2011 - Lanzarote

Um 8:00 Uhr früh erreichten wir den Hafen von Arrecife auf Lanzarote. Die Kanareninsel, die 1991 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde, wartete auf uns. Einen Ausflug hatten wir dort nicht gebucht. Wir wollten auf eigene Faust Arrecife, die Hauptstadt der Insel, erkunden. Ein Shuttlebus brachte uns wieder aus dem Hafen heraus.

Es gibt dort eine schön angelegte Küstenpromenade, wo man wunderbar spazieren gehen kann. Typisch für die Insel sind die kleinen Fischerboote und die weißen Häuser.

Im Hafen von Arrecife

Kleine Fischerboote und weiße Häuser

Auf dem Weg zurück liefen wir noch an der alten Festung vorbei. Im 16. Jahrhundert diente sie dem Schutz des Hafens und der Stadt.

Nachmittags und abends ließen wir es uns auf dem Schiff gut gehen. Um 18:00 Uhr verließen wir den Anleger von Arrecife und nahmen Kurs auf Gran Canaria.

Ein Drink an der Tapas-Bar und einen leckeren Hot-Dog an der Grillstation.

Der achte Tag - 30. 12. 2011 - Gran Canaria

Als wir am Morgen die Augen aufmachten, hatte unser Kapitän schon am Pier von Las Palmas/Gran Canaria festgemacht. Blauer Himmel, Sonnenschein, der Tag konnte beginnen. Für viele Passagiere war die Reise dort zu Ende, für andere der Beginn und für uns war es Halbzeit.

Parallel zu uns lag im Hafen die „Queen Elizabeth“. Das war natürlich sehr schön, zumal wir uns für April 2012 auf diesem Schiff eingebucht hatten.

Blick auf Gran Canaria und den Hafen von Schiff aus

Da lagen sie am Pier von Las Palmas. Die „Queen Elizabeth“ von der Reederei Cunard und dahinter die „Mein Schiff 1“ von TUI-Cruises

Gran Canaria ist die drittgrößte der Kanareninseln. Die Hauptstadt ist Las Palmas, und die galt es zu erkunden. Ein kurzer Fußweg führte uns aus dem Hafengebiet und gleich davor bekamen wir auch einen der Sightseeingbusse. Mit diesen Hop-Off, hopp-on –Bussen hatten wir ja nun schon mehrfach gute Erfahrung gemacht.

Wir fuhren durch die Straßen, vorbei an typischen Wohnsiedlungen bis wir die Altstadt erreichten.

Auf dieser Fahrt konnten wir uns einen guten Überblick von Las Palmas verschaffen. An der Kathedrale verließen wir den Bus, denn das Gotteshaus wollten wir uns etwas näher ansehen. Die Kathedrale ist die älteste und größte Kirche der Insel und Bischofssitz der Kanaren. 

Gleich in der Nähe befindet sich das Rathaus der Stadt. Wir stärkten uns in einem Café, und fuhren dann mit dem nächsten Sightseeingbus weiter, vorbei an schönen Parkanlagen und dem Regierungssitz der Kanarischen Inseln. Irgendwann kamen wir wieder an unserem Schiff an. 

Nach dem Mittagessen machten wir uns dann nochmals auf den Weg. Eine nahegelegene Einkaufsstraße war unser Ziel.

Innerstädtische Grünanlagen

Rathaus mit Vorplatz

Regierungsgebäude

Müde von diesem ereignisreichen Tag verbrachten wir den Abend auf dem Schiff. An Deck fand die Welcomeparty für die neu angekommenen Gäste statt. Lange blieben wir nicht auf. Noch ein Blick auf das beleuchtete Las Palmas und ab ging es in Kojen. Erst am nächsten Tag erfuhren wir, dass wir erst viel Stunden später als
geplant abgelegt hatten, da ein Flugzeug mit ankommenden Gästen erhebliche Verspätung hatte.

Der neunte Tag - 31. 12. 2011 - Silvester an Bord

Der Silvestertag zeigte sich ziemlich grau und windig. Dazu kam, dass unser Kapitän ziemlich schnell fahren musste, um die Verspätung von Gran Canaria wenigstens etwas einzuholen. Vormittags besuchte ich noch einmal den Friseur und am Nachmittag gab es eine kleine Revue in der „Blauen Bar“. Sonst war tagsüber relaxen angesagt, der Abend versprach lang zu werden.

 

 

Zunächst erwartete uns das Silvesterdinner im Atlantik-Restaurant. Gemeinsam mit Reisefreunden ließen wir uns im festlichen Rahmen Gänseleber, Champagnercremesuppe und Hummer schmecken.

Lecker, lecker, das bekommt man ja nicht jeden Tag!

 

Im Theater erfreute uns das Ensemble mit einer Schlagerrevue, in der als Gaststar Kristina Bach ihre bekannten Lieder sang.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht gingen wir dann auf das Pooldeck, wo fleißige Helfer schon alles für die große Party hergerichtet hatten.

Um 0:00 Uhr dann der Höhepunkt. Mit einem tollen Feuerwerk und einem Gläschen Sekt begrüßten wir auf hoher See das neue Jahr. Ein gigantisches Erlebnis, Gänsehaut pur! - Und vor dem zu Bett gehen, gab es dann noch ein Löffelchen Kaviar – als Betthupferl!

Foto: Bordfotograf

Prosit Neujahr 2012

Der zehnte Tag - 01. 01. 2012 - Casablanca/Marokko

Neujahr, 8:30 Uhr früh, nur langsam füllt sich der Frühstücksraum. Die „Mein Schiff 1“ legt am Pier von Casablanca an. Bis auf 1 ½ Stunden hat der Kapitän die Verspätung aufgeholt. Einen Ausflug hatten wir nicht gebucht, das wollten wir uns nach der doch etwas längeren Silvesternacht doch nicht antun. Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, machten wir uns auf in die Stadt. Auch dort fuhr uns ein Shuttlebus aus dem Hafengebiet bis in die Innenstadt.  

Foto: Bordfotograf

Es sollte ein Stadtbummel werden. Das „Café Rix“, bekannt aus dem Film „Casablanca“ hatte wegen des Feiertags geschlossen. Schade, wir hätten es gerne besucht. Aber auch unser Bummel fiel nur kurz aus. Die Stadt ist schmutzig und ungemütlich. Einzig se
henswert ist die Hassan II. – Moschee. Die haben wir aber nur aus der Ferne gesehen. Wir fuhren zurück zum Schiff und verbrachten einen schönen Tag an Bord.

Der elfte Tag - 02. 01. 2012 - An Bord

Tag auf See lag noch einmal vor uns. Am Abend zuvor hatten wir um 21:30 Uhr Casablanca verlassen. Wir waren auf dem Weg nach Madeira.

Wir verlebten einen ruhigen Tag an Bord. Essen, Trinken und relaxen. Am Abend gab es ein kleines Konzert mit einer jungen Sängerin, die Lieder von Zarah Leander vortrug.

So verging der Tag und wir freuten uns auf Madeira.



Ein wenig Bewegung - Spaziergang übers Aussendeck

Der zwölfte Tag - 03. 01. 2012 - Madeira

 Um 7:00 Uhr erreichten wir unseren Liegeplatz im Hafen von Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Wir freuten uns auf die 801 km² große Insel, deren größten Flächenanteil Funchal einnimmt. Wir mussten uns mit dem Frühstück etwas beeilen, denn wir hatten einen Ausflug gebucht, der uns diese portugiesische Insel etwas näher bringen sollte. 

Blick vom Schiff auf Madeira

Im Hafen von Funchal

Foto: Bordfotograf

Um 08:30 Uhr stiegen wir in unseren Ausflugsbus. Auf ging es zur Erkundung der Blumeninsel. Eine freundliche Reiseleiterin begleitete die Tour.

Einen schönen Blick hatten wir auf die Berge, an deren Hängen der berühmte Madeira Wein wächst.

Unser erster Halt war in einem kleinen Fischerdorf namens Cámara de Lobus. Bekannt wurde dieser Ort durch den britischen Premierminister Winston Churchill, der diese malerische Gegend in einem
Gemälde verewigt hat.

Unsere nächste Station war Cabo Giräo, mit 580 m eine der höchsten Steilklippen Europas. Von oben hatten wir einen schönen Blick über die Insel.

Wir lernten die Schönheiten Madeiras kennen, die das ganze Jahr über gemäßigtes Klima hat. Selbst zu dieser Jahreszeit fanden wir viele blühende Ecken. Uns beeindruckte die vielfältige Vegetation, und stellten uns vor, wie es dort im Frühjahr aussehen mag. Unten rechts eine Gartenanlage in Funchal.

Zu unserem Ausflug gehörte auch ein Besuch der Hauptstadt Madeiras, Funchal. Wir besuchten die Markthalle, die ein großes Angebot an Obst und Gemüse bereithält. Wir kamen nicht daran vorbei und kauften die kleinen. leckeren Bananen. Faszinierend war die Fischhalle:

Auf Madeira kommt man natürlich nicht an einer Weinkellerei vorbei. Den guten Wein, der dort ausgeschenkt wird, muss man getrunken haben. So führte uns unsere Reiseleiterin zum Abschluss unseres Ausflugs in eben solch eine Kellerei.

Na dann – zum Wohl! Geschmeckt hat er, der gute Madeira!

So ging unser Ausflug zu Ende. Zum Mittagessen waren wir wieder zurück auf dem Schiff. Nach einer kurzen Pause machten wir uns noch einmal auf nach Funchal. Mit einem Taxi ließen wir uns in die Stadt bringen. Wir liefen durch die Straßen, vorbei an grünen Plätzen und erreichten die Kathedrale. Leider war diese geschlossen. Auf der Promenade fanden wir schöne Weihnachtsdekoration, die auch dort bis zum Dreikönigstag, am 06. Januar, stehen bleibt.

Damit schlossen wir unseren Besuch auf der Insel ab. Es hat uns gefallen. Irgendwann werden wir einmal wiederkommen und ein paar Tage bleiben, es gibt noch so viel zu sehen. Um 18:00 Uhr verabschiedeten wir uns von Madeira und nahmen Kurs auf La Palma. Nach dem Abendessen gab es noch einen Drink an der Bar, bevor wir unsere Kabine aufsuchten und einem neuen Tag entgegenschliefen.

Der dreizehnte Tag - 04. 01. 2012 - La Palma

Mittags um 12:00 Uhr erreichten wir La Palma mit seiner Hauptstadt Santa Cruz (Heiliges Kreuz). Am Vormittag hatten wir auf dem Schiff nun langsam damit zu tun, uns mit den ersten Abreiseformalitäten zu beschäftigen, denn unsere Reise näherte sich dem Ende.


Aber erst lag noch einmal ein schöner Tag vor uns, auf der fünftgrößten Kanareninsel, die den Beinamen „Die Schöne“ trägt.

Anfahrt auf La Palma / Santa Cruz  

Wir hatten einen Ausflug gebucht, um uns die Insel näher anzusehen. Vor dem Schiff stand eine Mini-Bahn, mit der wir den ersten Teil unserer Sightseeingtour erlebten. Wir wurden von einem netten Reiseleiter begleitete, der uns viel Information über La Palma gab.

Wir fuhren durch kleine Straßen am Rande der Stadt, die von Bananenplantagen gesäumt werden. Auf allen Kanarischen Inseln haben wir schon Unmengen von Bananensträuchern gesehen. Gekostet hatten wir diese süßen kleinen Früchte auf Madeira. Wir haben auch einiges über den Anbau erfahren. So zum Beispiel, dass diese Pflanzen fünf Jahre wachsen müssen um dann ein einziges Mal Früchte zu tragen.

Wir fuhren ein Stück bergauf, zu der Stelle, an der angeblich der Ursprung von Santa Cruz war. Dort oben gibt es eine Festungsanlage, die aber nachgebaut wurde. Unser Reiseleiter erklärte uns, dass diese Festung aber noch immer ein wichtiger Schauplatz eines großen Festtages ist, der alle fünf Jahre gefeiert wird. Das Fest zu Ehren der Schutzpatronin von La Palma.

 

Dazu gehört auch eine originale Nachbildung der „Santa Maria“, dem Flaggschiff von Christoph Columbus erster Reise 1492 – 1493. Von der Festung aus wir einen schönen Blick darauf.

Mit unserer kleinen Bimmelbahn fuhren wir wieder nach unten. Von der „Santa Maria“ aus ging es dann zu Fuß weiter. Aber zunächst hatten wir Gelegenheit, uns das Schiff genauer anzusehen. Unser Reiseleiter führte uns weiter, durch die Straßen von Santa Cruz. 

Dies sind die typischen kleinen Häuser, die das Stadtbild prägen. Die geschnitzten Holzbalkone mit ihrem üppigen Blumenschmuck vermitteln einen freundlichen Eindruck. Wir gingen in eine ortstypische Gaststätte. Viel Holz, mehrere Räume und steile Treppen – recht urig! Dort konnten wir bei einem Getränk und einem kleinen Imbiss unsere Füße erholen.

In solchen Gaststätten treffen sich die Einheimischen nicht nur zum Essen und Trinken, sondern auch zur Unterhaltung, und zum Spielen.

Der Marktplatz von Santa Cruz war unser nächstes Ziel. Das Rathaus, eine Kirche und ein Brunnen waren dort zu finden, das war den Stadthaltern in früherer Zeit wichtig und so ist auch noch heute.

Das Stadtwappen aus dem 16. Jahrhundert findet sich am Rathaus.

So ging unsere Besichtigungstour zu Ende. Am Ende der Hauptstraße steht das „heilige Kreuz“, das der Stadt ihren Namen gab - Santa Cruz -!

Pünktlich zum Ablegen um 18:00 Uhr waren wir wieder auf unserem Schiff zurück. Noch ein Blick zurück – Tschüss, La Palma!

 

Am Abend erlebten wir auf dem Schiff ein Konzert mit den „Belcanto Harmonist“, die bekannte Lieder der berühmten „Comedian Harmonist“ zu Besten gaben. Eine gelungene Vorstellung.

So ging dann auch dieser Tag zu Ende. Wir schliefen dem letzten Ziel unserer Reise entgegen, Fuerteventura
erwartete uns.

Der vierzehnte Tag - 05. 01. 2012 - Fuerteventura

Um 9:00 Uhr legten wir im Hafen von Puerto del Rosario, der Inselhauptstadt, an. Die zweitgrößte Insel der Kanaren ist ein beliebtes Urlaubsziel, das auch wir schon einmal besucht haben. So beschränkte sich unser Landgang auf die Stadt, die seit 1860 zentraler Verwaltungsort der Insel ist.

Die „Mein Schiff 1“ im Hafen von Puerto del Rosario

Foto: Bordfotograf

Wir fuhren wieder mit dem Shuttlebus aus dem Hafengebiet heraus. Ein kurzer Fußweg führte uns in das Zentrum von Puerto del Rosario. Es war noch früh am Morgen und Ruhe in der Hauptstraße. Sehr viel gab es nicht zu sehen, an vielen Straßenkreuzungen stehen Denkmäler, die von der Geschichte der Insel erzählen.

Noch ein bisschen Spaß in der Fußgängerzone, ein Spaziergang über die Hafenpromenade und ein Cappuccino in einem der vielen Cafés und dann ging es zurück zum Schiff.

Um 18:00 Uhr verließen wir den Pier von Puerto del Rosario und nahmen Kurs auf Gran Canaria. Das war
nun die letzte Station unserer Reise. Der Abend auf dem Schiff stand ganz im Zeichen des Abschieds. Noch ein Plausch an der Bar mit neu gewonnenen Reisefreunden, Koffer packen, ein letztes Abendessen und ein letzter Rundgang über das Schiff. Das letzte Foto beim Fotografen abholen und ab in die Kojen!

Der vierzehnte Tag - 06. 01. 2012 - Rückreise

Als wir nach unserer letzten Nacht auf dem Schiff die Augen aufmachten, lagen wir schon wieder am Pier von Las Palamas/Gran Canaria. Im Gegensatz zu anderen Passagieren hatten wir noch Zeit. Unser Flugzeug ging erst um 14:20 Uhr. Wir konnten in Ruhe frühstücken. Allerdings herrschte auf verständliche Weise eine ziemliche Unruhe. Abreisetag eben für die Einen, Ankommen für die Anderen. Wir genossen noch ein wenig die Sonne an Deck und ließen die Reise Revue passieren bis dann unser Zeitpunkt zur Ausschiffung gekommen war. Der Transferbus brachte uns zügig zum Flughafen. Pünktlich hob unser Flieger ab und brachte uns zurück nach Berlin.


Tschüss Kanarische Inseln – Tschüss „Mein Schiff“, es war schön!