
Dänemark
Viel Wasser, viele Inseln und eine interessante Hauptstadt
Das Königreich Dänemark, das zum Teil zur Skandinavischen Halbinsel und zu Mitteleuropa gehört, ist ein interkontinentaler, souveräner Staat. Neben dem Mutterland, mit seinen vielen Inseln, gehören auch die Färöer Inseln und Grönland dazu, die aber autonome Gebiete sind, eine eigene Flagge führen und nicht zur Europäischen Union gehören.
Seit 1949 ist Dänemark Mitglied der Nato und seit 1973 gehört es zur Europäischen Union. Das Staatsoberhaupt ist König Frederik X., die Hauptstadt ist Kopenhagen. Die einzige Landesgrenze führt nach Deutschland. Sonst ist das Land von Wasser umschlossen, Nordsee, Ostsee, das Skagerak und das Kattegat machen daraus eine Insellage. Im Mutterland leben etwa 5,6 Millionen Einwohner auf 43.000 km². Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.
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Dänemark ist ein hoch industrialisiertes Land, was sich aber hauptsächlich auf die Großstädte konzentriert. Auch Dienstleistung hat eine große wirtschaftliche Bedeutung. Außerhalb der Städte kann Dänemark auch auf eine gut funktionierende Landwirtschaft blicken. Wir besuchten das Land während unserer Busrundreise im Jahr 1988, machten einen Kurzbeuch in der Hauptstadt Silvester 1993 und lernten während unserer Nordlandkreuzfahrt im Jahr 2001 die Färöer kennen. In den 70ger Jahren haben wir einmal auf der Insel Als unsere Ferien verbracht. 2019 besuchten wir noch einmal im Zusammenhang mit einer Kreuzfahrt die Hauptstadt.
Das Königshaus
Dänemark ist eine parlamentarische Monarchie. Seit 2024 lenkt König Frederik X. die Geschicke des Landes. Wenn er formal auch mit einigen Rechten ausgestattet ist, nimmt er doch überwiegend repräsentative Aufgaben wahr. Während unserer Besuche in diesem Land regierte noch seine Mutter Königin Margarethe III.
Dänemark ist eine der ältesten Monarchien der Welt. Der Stammbaum des Königs lässt sich bis in die Wikingerzeit vor mehr als 1.000 Jahren zurückverfolgen. König Frederik ist seit 2004 mit der Australierin Mary Donaldson verheiratet. Die zwei haben vier Kinder, Kronprinz Christian, Prinzessin Isabella, Prinz Vincent und Prinzessin Josephine.
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Seine Majestät König Frederik X. von Dänemark
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Kopenhagen
Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks! Ob sie wirklich so wundervoll ist, wie ein Schlager aus dem Jahr 1952 (Wonderful Kopenhagen) aussagt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist die Metropole mit ihren rund 550.000 Einwohnern interessant. Die Heimatstadt des Märchendichters Hans-Christian Andersen, die Stadt in der man die kleine Meerjungfrau findet und den berühmten Vergnügungspark „Tivoli“ ist Sitz des Parlaments und Residenzstadt des Königs.
Kopenhagen ist eine der wichtigsten Städte Nordeuropas, touristisch beliebt und auch Hafenstadt. Der Name bedeutet so viel wie „Kaufmannshafen“, was die Bedeutung ausdrückt, die dieser Hafen bereits im 12./13. Jahrhundert hatte, als diese Stadt entstand. Wir besuchten Kopenhagen während unserer Rundreise durch Skandinavien am 28.06.1988 und Silvester 1993 im Zusammenhang mit einer Schiffsreise über die Ostsee, im Rahmen einer Kreuzfahrt am 13. Mai 2019. Im Jahr 2022 war ich ein weiteres Mal in dieser Stadt.
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Das Königliche Schloss
Kopenhagen ist auch die Residenzstadt des Königs, bzw. der Königin. Schloss Amalienborg, die Stadtresidenz, befindet sich mitten in der Stadt.
Dort, in diesem recht schmucklosen Gebäude, residiert z. Z. König Frederik X. Der barocke Bau wurde Mitte des 18. Jahrhunderts unter König Frederik V. erbaut, nachdem die „alte Amalienborg“ einem Brand zum Opfer gefallen war. Die Standarte auf dem Dach zeugt von der Anwesenheit der königlichen Familie.
Amalienborg ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es gibt aber einige Palais` die zum Schloss gehören und als Museen eingerichtet sind. Auf dem Schlossplatz steht das Reiterdenkmal von König Frederik V.
Wenn der König anwesend ist, findet jeden Tag um 12:00 Uhr die Wachablösung vor dem Schloss statt. Wir konnten sie 1988 und 2019 erleben. Die Wachablösung läuft nach einem festgelegten Ritual ab, zu dem sich stets viele Schaulustige einfinden.
Die Frederikskirche
Mitten in dem Schlossensemble steht die Frederikskirche, auch als Marmorkirche bekannt. Das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begonnene Gotteshaus ist die größte Kirche Skandinaviens. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 31 m und ruht auf 12 Säulen. Auf Veranlassung von König Frederik V. sollte diese Kirche ganz aus Marmor gebaut werden. Da dies die finanziellen Möglichkeiten des Staates überforderte, war der Platz lange Zeit Baustelle. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bau aus Sandstein fertiggestellt.
Nyhavn
Der "Neue Hafen" ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit von Kopenhagen. Das Ambiente mit den bunten Häuserreihen rechts und links des Kanals vermittelt eine gemütliche Atmosphäre. Unzählige Restaurants und Kneipen laden zum Verweilen ein. Dort hat auch der Märchendichter Hans-Christian Andersen gewohnt. 1673 wurde der Kanal fertig gestellt, der unter König Friedrich III. gebaut wurde. Er sollte eine bessere Verbindung zum Seehafen bilden um den Kaufleuten den Handel zu erleichtern.
...und das gibt es auch noch...
Hans-Christian Andersen (1805 – 1875) ist der bekannteste Dichter Dänemarks. Die Welt kennt ihn vor allem durch viele bekannte Märchen, wie „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Däumelinchen“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Die Schneekönigin“ und viele andere. Sein erstes Gedicht schrieb er mit 21 Jahren, nachdem er sich vorher vergeblich als Schauspieler und Sänger versucht hatte. Insgesamt schrieb er 160 Märchen. Er starb in Kopenhagen, wo auch sein Denkmal steht.
Das bekannteste Wahrzeichen Kopenhagens ist wohl neben dem Vergnügungspark „Tivoli“, die kleine Meerjungfrau. Sie hat ihren Namen verdient, diese kleine, 1,25 m hohe Bronzefigur die dort seit 1913 ihren Platz hat und zu Kopenhagen gehört wie das Oktoberfest zu München.
Weltbekannt ist das TIVOLI in der Innenstadt Kopenhagens. Das einstige Militärgelände wurde z. Z. von König Christian VIII. zu einem Freizeit und Vergnügungspark umgebaut. Der Gründer, ein Herr Georg Carstensen (1812 - 1857) eröffnete den Park am 15. August 1843. Seit dem erfreut sich der Park bei Jung und Alt großer Beliebtheit
Davor gestanden habe ich schon, bis rein habe ich es leider noch nicht geschafft.
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Die „Börst“ in Kopenhagen ist die wichtigste Wertpapierbörse in Dänemark. Das Gebäude ist ein Renaissancebau aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der 54 m hohe Turm hat die Form verschlungener Drachenschwänze.
Die evangelisch-lutherische Erlöserkirche wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Markant ist der Turm mit seinem 209 m langen, stufenlosen Wendelgang.
Der Gefion-Brunnen steht am Hafen von Kopenhagen in der Nähe des Kastells. 1908 wurde er eingeweiht. Eine Spende der Carlsberg-Brauerei, anlässlich ihres 50jährigen Bestehens, an die Stadt, ermöglichte den Bau. Der Brunnen ist das größte Denkmal der Stadt. Die Figuren stammen aus der germanischen Mythologie.
Gefion war eine Jungfrau aus der germanischen Götterwelt. Hinter dem Brunnen steht die anglikanische Kirche St. Albans aus dem 19. Jahrhundert.
Viele Denkmäler sind zu sehen, die für Kopenhagen und Dänemark eine nationale Bedeutung haben.
Das Iver Hvifeldt-Monument ist dem gleichnamigen dänisch-norwegischen Admiral (1665 – 1710) gewidmet. An der Spitze thront Viktoria, die Siegesgöttin. Der Admiral der dänisch - norwegischen Marine hat im Großen Nordischen Krieg bei einer Seeschlacht große Verdienste erworben. Er selbst kam dabei ums Leben, rettete aber durch sein Handeln die nationale Flotte. Das Denkmal steht an der Promenade Langeline.
Frederik IX. war dänischer König 1947 - 1972
Dieses Denkmal erinnert an
Prinzessin Marie von Dänemark
Ebenfalls in den Grünanlagen entlang der Langeline stehen Monumente, die an die vielen Gefallen der Kriege erinnern.
Die Carlsberg - Brauerei
Die Carlsberg-Brauerei ist die viertgrößte Brauerei der Welt. Ihre Gründung geht in das Jahr 1847 zurück. Gründer war Jacob Christian Jacobsen, Sohn eines Bierbrauers. Von dort kommen u. a. bekannte Biere wie „Hannen-Alt“, „Lübzer“ und „Holsten“. Es wird aber auch für das Ausland produziert. Die altehrwürdigen Mauern der Brauerei werden von zwei großen steinernen Elefanten bewacht, die rechts und links das Haupttor flankieren. Diese Fotos stammen aus dem Jahr 1988.