Meine Reise an den Lago Maggiore 

11. - 16. Juni 2016

Eine Reise mit "Wörlitz-Tourist"

Der Lago Maggiore

Karte: Wikipedia

Der Lago Maggiore ist ein italienisch/schweizer See der zu Oberitalien und dem Schweizer Kanton Tessin gehört. Von den rund 212 km² gehören 80,1 % zu Italien und 19,9 % zur Schweiz. Die tiefste Stelle beträgt 372 Meter.

Eingebettet in die Berge der Tessiner Alpen liegt er malerisch in einer traumhaften Natur. Der See, der auf deutsch übersetzt „Langensee“ heißt, ist äußerst fischreich. 150 Tonnen Fischfang pro Jahr ernähren viele Fischer. Im See liegen die fünf Borromäischen Insel, von denen vier bewohnt sind.

Interessante Städte sind an den Ufern zu finden, dazu gehören u.a. Ascona, Locarno, Stresa und Arona.

11. Juni 2016 - Anreise

Ich musste früh aufstehen, denn bereits um 05:45 Uhr holte mich der Zubringerdienst von Wörlitz-Tourist von zu Hause ab. Ich hatte mich wiederholt für diesen Berliner Busreiseveranstalter entschieden, da wir dort bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben.

Es war Samstag früh, die Straßen waren leer und so gelangte mein Taxi zügig zum Ostbahnhof, wo der Reisebus bereits wartete. Ich hatte sogar noch Zeit mir im Bahnhof ein frisches Croissant für das zweite Frühstück zu besorgen. Dann hieß es Koffer abgeben und Plätze einnehmen. Um 06:30 Uhr ging es los. Ein wenig enttäuscht war ich schon, dass es sich nicht um einen Wörlitz-Bus handelte sondern um einen angemieteten. Aber in den Hauptreisemonaten kann es schon vorkommen, dass die eigenen Kapazitäten des Veranstalters nicht ausreichen. Nächste Station war der Zentrale Omnibusbahnhof am Funkturm. Dort stiegen weitere Gäste zu.

Um 07:15 fuhren wir am ZOB ab. Nun ging es über die AVUS in Richtung Raststätte Michendorf. Auch dort stiegen nochmals Reisegäste zu. Dann waren wir mit 31 Personen komplett. Ich hatte Glück und einen ganze Sitzreihe für mich allein. Das war angenehm. Um 07:45 Uhr ging es endgültig los. Reiseleiter und Busfahrer stellten sich vor (die Namen habe ich vergessen). Es folgten die obligatorischen Informationen über den Bus und den Reiseablauf. Alle 2 – 2 ½ Stunden wurde eine Pause eingelegt. Auf der Autobahn gab es erst einmal Gelegenheit ein wenig Schlaf nachzuholen.

Die erste Pause war an der Raststätte Osterfeld. 20 Minuten konnten wir uns die Füße vertreten und die sanitären Anlagen aufsuchen. Auch der Kaffee in der buseigenen Kaffeemaschine war fertig.

Wir fuhren über die Autobahn A9 durch Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, die Fränkische Schweiz und Bayern. Eine weitere Pause gab es um die Mittagszeit. Serviert wurde das typische Busfahrer-Menü, bestehend aus Bockwurst, Senf und Brot, dazu eine kleine Gewürzgurke. Auch eine Fünf-Minuten-Terrine war im Angebot. Auf der weiteren Fahrt durchquerten wir das Allgäu, passierten die Stadt Memmingen und den Bodensee. Eine letzte Pause gab es an der Raststätte Illertal. Bei Hörbranz fuhren wir über die Grenze zu Österreich. An uns vorbei zog eine grüne Landschaft, die ersten Berge waren in der Ferne zu sehen. Auf der ganzen Strecke erzählt uns unser Reiseleiter Interessantes über Landschaften und Städte, die rechts und links der Fahrstrecke lagen.

Blick aus dem Busfenster - bald haben wir die erste Etappe geschafft

Um 18:00 Uhr erreichen wir unser „Hotel Weißes Kreuz“ zur Zwischenübernachtung in Feldkirch im Österreichischen Vorarlberg.

Der Check in ging zügig, wir bekamen unsere Zimmerkarten und die Koffer wurden ausgeladen. Wir hatten rund 10 Stunden Fahrt hinter uns und waren doch etwas ko. Das Hotel machte einen netten Eindruck, die Zimmer waren sehr gut. Auch das Badezimmer war in Ordnung und der Blick aus meinem Hotelfenster ließ mich einmal tief durchatmen. Ich hatte Blick auf den 2.500 Meter hohen Säntis, ein Berg im Schweizer Alpstein im Kanton Säntis. Viel Zeit hatte ich jedoch nicht, diese schöne Aussicht zu genießen, um 19:00 Uhr gab es Abendessen. Schnell ein wenig frisch gemacht und ein frisches T-Shirt übergestreift und ab nach unten in das Restaurant. 

Im Restaurant war eingedeckt. Wir hatten reservierte Plätze. Da in diesem Hotel mehrere Reisegruppen waren, hatte jede Gruppe eine andere Serviettenfarbe. So konnten wir uns gut zurechtfinden. Das Essen war gut, der Service freundlich.

Nach dem Abendessen machte ich noch einen Spaziergang durch den Ort. Das Hotel lag im Stadtteil Altenstadt, etwas abgelegen von der Innenstadt Feldkirch.

Abendstimmung in Feldkirch 
Gute Nacht!

12. Juni 2016 - Einsiedeln & Arcona

Um 06:00 Uhr war die Nacht vorbei. Ich hatte einigermaßen gut geschlafen. Mein erster Weg führte mich auf meinen kleinen Balkon. Herrlich, gute frische Luft, eine herrliche Aussicht auf die Berge, der Tag konnte beginnen. Nun schnell unter die Dusche und für den Tag zurechtgemacht. Um 7:00 Uhr gab es Frühstück. Das Buffet war gut und wir hatten genug Zeit. Erst um 08:45 Uhr ging es weiter. Zunächst mussten die Koffer wieder verladen werden und schon starteten wir nun in unseren ersten Besichtigungstag.

 

Natürlich wurde auch an diesem Tag alle zwei Stunden eine Pause eingelegt. Einen zusätzlichen Fotostopp machten wir am Walensee, einem idyllischem Fleckchen Erde.

Wir fuhren durch Feldkirch und waren dann auch schon an der Schweizer Grenze. Dort standen wir jedoch vor verschlossenen Toren. Der Bus ist Maut-Gebühren-Pflichtig, nur war dort keiner der unserem Busfahrer das Geld abnehmen wollte. „Heut gibt’s nichts – heut ist Sonntagsruh!“ Ohne die Mautbescheinigung durften wir nicht in die Schweiz einreisen. Also umdrehen und zurück fahren zu einem anderen Grenzübergang. Das kostete uns zwei Stunden Zeit. Aber auch das wurde geschafft. Der Zeitplan musste etwas umgestellt werden, aber was soll`s. Wir durchfuhren eine herrliche Landschaft bis wir einen anderen Grenzübergang erreichten, den wir passieren konnten. Weiterging es nun durch das Land der Eidgenossen.

 

Der Walensee liegt in den Kantonen St. Gallen und Glarus, 419 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist 24 km² groß und bis 145 Meter tief. Nach 20 Minuten fuhren wir weiter. An der wunderbaren Natur, die an uns vorbei zog,
konnten wir uns nicht sattsehen. Wir durchfuhren das „Heidiland“, ein Gebiet in dem sich die Geschichte „Heidi“ abgespielt haben soll, jedenfalls wird das dort reichlich vermarktet.

Gegen 13:00 Uhr erreichten wir die Stadt Einsiedeln. Dort hatten wir eine Stunde Zeit, die dortige Klosterkirche anzusehen. Leider hat es sehr stark geregnet und wir wurden trotz Regenschirm recht nass. Aber der Besuch dieser Kirche hat sich gelohnt. Wir besichtigten das Gotteshaus, das zu einem Kloster gehört. Innen war es rappelvoll. Auf Nachfragen erfuhren wir, dass an diesem Sonntag Kroatenwallfahrt war. Eine besondere Messe mit einer Prozession, die diesen Landsleuten gewidmet ist von denen viele in der Schweiz leben. 

 

Die ersten Häuser von Einsiedeln tauchen auf. Die Berge sind Wolkenverhangen, es regnet und ein heftiger Wind weht. Dann stehen wir vor der mächtigen  Kathedrale Maria Himmelfahrt

Nun aber schnell zurück zum Bus. Bei diesem Wetter läuft kaum einer länger draußen als unbedingt nötig. Als wir alle wieder zusammen waren ging es weiter. Am Urnersee, einem Ausläufer des Vierwaldstättersees machen wir eine verspätete Mittagspause. Am anderen Ufer sticht zwischen den Bergen im hellen Grün die Rütliwiese hervor, der Ursprung der Schweiz.

 

Es regnete noch immer und wir mussten unsere Bockwurst im Bus essen. Das ist recht unbequem, aber es ging nun einmal nicht anders. Mit Regenschirm noch schnell zur Toilette und dann fuhren wir weiter. Wir durchfuhren den Gotthardtunnel, der mit 17 km der längste Straßentunnel in den Alpen ist. Dahinter schient dann endlich die Sonne. Mitten in den Bergen stand eine kleine Kapelle und die hohen Berge hatten noch eine Schneehaube auf. Auf der Fahrt passierten wir viele bekannte Städte wie die Schwyz und Chur.

Um 16:30 Uhr erreichten wir die Stadt Ascona am Lago Maggiore. Eineinhalb Stunden Zeit hatten wir um uns dort ein wenig umzusehen. Zunächst führte uns unser Reiseleiter durch die kleinen Gassen, zeigte uns das Rathaus und die alte Kirche. Dann erreichten wir die schöne Strandpromenade.

Da machte das Bummeln Freude. Gemeinsam mit einer Reisebekannten holten wir uns an einem der viele „Gelati-Stände“ ein Eis. Der Preis wunderte mich nicht, wir befanden uns in der Schweiz. Drei Schweizer Franken bzw. drei Euro für eine Kugel sind nicht gerade preiswert. Aber was soll´s! Wir setzten uns auf einer der Bänke, schleckten unser Eis und genossen die schöne Aussicht. Schon wurde es Zeit zurück zum Bus zu laufen. Um 18:00 Uhr fuhren wir weiter. Kurze Zeit später passierten wir die Grenze nach Italien. Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Hotel in Cannobio am Lago Maggiore. Um 18:30 Uhr kamen wir dort an.