Chalkidiki
Im Südosten der Balkanhalbinsel liegt die griechische Halbinsel Chalkidiki, deren Küste 522 km lang ist. Wie drei Finger ragen die Landzungen in das Meer. Kassandra, Sithonia und Athos heißen diese drei Finger in der Ägäis. Der Tourismus spielt sich hauptsächlich auf dem ersten Finger, Kassandra, ab. Diese Landzunge ist flach und hat schöne Strände. Sithonia, der zweite Finger, ist schon sehr gebirgig und stark bewaldet. Auf dem dritten Finger ist im Süden der Berg Athos mit einer Höhe von 2 033 Metern zu finden. Dort ist auch die autonome Mönchsrepublik beheimatet. Doch dazu später mehr.
Auf der ganzen Halbinsel haben in Laufe von Jahrhunderten große Waldbrände viel Natur vernichtet. Die Geschichte dieser Region ist alt, sehr alt, wie so vieles in diesem Land. Archäologische Funde belegen dort Menschenleben vor 200 000 Jahren. So ist auch die Geschichte vielfältig. Erwähnenswert wäre, dass die Halbinsel während des zweiten Weltkrieges 1942 – 1944 unter deutscher Bestatzung stand. Wir machten auf dem Finger Kassandra einen 14tägigen Urlaub vom 10. – 24. Juni 1993.
Anreise & Hotel
Ganz entgegen unserer sonstigen Gewohnheit machten wir einmal Urlaub mit unseren Eltern. Der Flieger brachte uns nach Thessaloniki, dem nächstgelegenen Flughafen zur Halbinsel Chalkidiki. Von dort brachte uns ein Transferbus zu unserem Hotel „Pallini Beach“ im Ort Kassandra, direkt am wunderschönen Sandstrand.
Den ersten Schrecken gab es dann, als Vater feststellte, dass er beim Aussteigen aus dem Transferbus einen falschen Koffer mitgenommen hatte. Das dauerte dann bis zum nächsten Tag, bis die Koffer alle da waren, wo sie hingehörten. Ohne Aufregung ging das natürlich auch nicht ab. Aber nun konnten wir unseren Urlaub genießen. Das Hotel war schön, das Essen gut und der Strand war auch nicht weit.
Das Hotel Pallini verfügte über einen Pool, der in einer schönen Gartenanlage lag. Liegen und Sonnenschirme luden zum Verweilen ein. Eine Sonnenterrasse war genau das Richtige, um den Nachmittagskaffee zu genießen. Überall im Hotel gab es netten und freundlichen Service, mit denen wir so manchen Spaß hatten.
Am Strand konnten wir es uns so richtig gut gehen lassen. Es war ganz schön warm. Die Temperaturen kletterten über die 30 Gradmarke. Da war guter Sonnenschutz schon nötig. Vater sorgte dafür, dass seine Frau keinen Sonnenbrand bekam. An der Strandbar konnten wir uns mit einem kühlen Drink erfrischen.
Die Abende verbrachten wir meist gemütlich in der Hotelbar.
Ausflüge
Da es uns nun für Ausflüge in das Landesinnere viel zu heiß war, machten wir einen Ausflug per Schiff. Da
war eine „Piratenfahrt“, die uns zum Baden in eine kleine abgelegene Bucht brachte. Mit einem kleinen Ruderboot wurden wir vom Segelschiff an Land gebracht. Gute Schwimmer sprangen gleich vom Segler aus in Wasser.
Dort war herrlich weißer Strand, der flach ins Wasser abfiel und glasklares Wasser.
Ein weiterer Schiffsausflug brachte uns zum Berg Athos, dem „Heiligen Berg“. Der heilige Berg Athos ist eine autonome, orthodoxe Mönchsrepublik unter der Souveränität Griechenlands. Der eigentliche Berg Athos ist 2033 Meter hoch. Die 20 Großklöster sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Mönche leben in einheitlichen Gemeinschaften. Berühmt sind die dort erstellten Ikonenmalereien. Frauen haben auf dem heiligen Berg grundsätzlich keinen Zutritt, es gibt noch nicht einmal weibliche Tiere. Aber auch Männer bedürfen einer besonderen Einreisegenehmigung. Unser Schiffsführer lenkte das Boot so weit es möglich war, an den Berg ran. Wir erstanden auf dem Schiff auch noch einen Videofilm über den heiligen Berg und seine Klosteranlagen, bevor es zurückging.
Postkartenkopie
Die 14 Tage Urlaub waren wieder viel zu schnell vorbei. Es war schön, wieder etwas von einem fremden Land gesehen, und Meer und Sonne genossen zu haben. Nun ging es erst einmal wieder nach Hause in den Alltag, aber - der nächste Urlaub kommt bestimmt.