Madeira –

Die Blumeninsel im Atlantik

Madeira, gelegen im Atlantischen Ozean, ist gemeinsam mit seinen drei kleinen Nebeninseln 801 km² groß. Etwa 235.000 Einwohner leben dort, die Madeirer bzw. Medeirerinnen heißen. Die portugiesische Blumeninsel ist ca. 951 km vom Mutterland Portugal entfernt. Die Insel ist sehr bergig, die höchste Erhebung, der Pico Ruivo misst 1862 Meter. Die Küsten fallen meist steil ins Meer ab, es gibt nur wenige Strände, die künstlich angelegt sind. Das Klima weist im Süden und Norden unter schiedliche Merkmale auf. Während es im Norden öfter regnet findet sich im Süden teils subtropisches Klima. Die Geschichte der Insel geht vermutlich bis in das 6. Jahrhundert v. Chr. zurück. Besiedelt ist Madeira aber erst seit der Mitte des 15. Jahrhundert, als Seefahrer das Eiland entdeckten. Jedenfalls finden sich von der Zeit davor keine Nachweise. Bald wurde die Fruchtbarkeit der Insel entdeckt. Eine große Bedeutung hatte das Zuckerrohr. Aber auch Getreideanbau und Viehzucht wurde betrieben und brachte Madeira großen Wohlstand. 1478 besuchte Christoph Kolumbus die Insel und verdingte sich als Zuckerhändler. Im 16. Jahrhundert endete die Ära mit dem Zuckerrohr und das Land wurde für den Weinanbau genutzt. Damit begann auch der Handel mit Wein. Heute spielt der Tourismus eine Hauptrolle. Wanderer finden ein weites Gebiet mit ausgewiesenen und gut gepflegten Wanderrouten. Viele Touristen kommen jedoch mit Kreuzfahrtschiffen und sind nur kurze Zeit dort. So auch wir, die wir im Zusammenhang mit unseren Kreuzfahrten am 03. Januar 2012 und am 02. Oktober 2015 jeweils einen Tag auf dieser schönen Insel weilten.