Via Mala  - die Schlucht

Eine historische Handelsroute

„Via Mala“ bedeutet auf Deutsch „schlechter Weg“, und genauso müssen es die Menschen empfunden haben, die vor tausenden von Jahren diesen Weg als Handelsstraße nutzen mussten. Acht Kilometer misst der Weg durch die Schlucht entlang des Hinterrheins im Schweizer Kanton Graubünden. Die Bezeichnung „schlechter Weg“ ist wohl noch weit untertrieben.

 

Hier wird plastisch dargestellt, unter welchen schwierigen Bedingungen Mensch und Tier auf dem schmalen Grat ihren gefährlichen Weg gehen mussten. Dicht an der Felswand gedrängt, auf der anderen Seite 200 Meter steil hinab. Da fiel nicht nur so manches Handelsgut in die Tiefe. Erst im Mittelalter gab es eine neue, die „obere Straße“ über den Septimerpass. Seitdem verfiel der alte Weg. Erst im 18. Jahrhundert wurden Brücken über die Schlucht und eine neue Straße gebaut. 
Die Schlucht ist heute ein touristischer Anziehungspunkt. Es gibt einen Parkplatz und ein Touristenzentrum. Über 321 Stufen kann man bis nach unten an die engste Stelle der Schlucht gehen. Die Felswände sind bis zu 300 Meter hoch. Das haben wir natürlich nicht getan. Dazu hätten wir auch keine Zeit gehabt, selbst wenn es jemand aus der Reisegruppe gewollt hätte.

Die alte Brücke ist im 18. Jahrhundert erbaut. Zuvor gab es dort nur einen Holzsteg. Später wurde die Fahrstraße erneuert und eine neue Brücke wurde errichtet.

 

Wildromantische Impressionen