Am Bodensee

Der Bodensee ist einer der größten Seen Mitteleuropas, gelegen im Alpenvorland im Dreiländereck Deutschland. Schweiz und Österreich. Der deutsche Teil gehört zum Bundesland Baden-Württemberg. Das eigentlich aus drei Seen bestehende Gewässer hat eine Gesamtfläche von 536 km² und wird vom Rhein durchflossen. Im See gibt es zehn Inseln, die bekanntesten davon sind Reichenau, Lindau und Mainau. Es gibt zwei Naturschutzgebiete, die von vielen Vogelarten bevölkert werden. Auch ist der See sehr Fischreich. Sehr lecker ist die Bodenseeforelle. Die Gegend um den See ist sehr fruchtbar, was durch das gemäßigte Klima gefördert wird.
Wir besuchten diese Gegend vom 11. – 19. April 1997.

Bildquelle: Wikipedia, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Wir fuhren mit unserem Auto am 11. April 1997 zunächst nach Nürnberg, wo wir im „InterCity-Hotel“ eine Zwischenübernachtung einlegten. An nächsten Tag ging es nach dem Frühstück weiter nach Konstanz in das Hotel „Goldener Adler“, wo wir ein Zimmer reserviert hatten (gebucht über TUI). Beim Einchecken erhielten wir ein Gutscheinheft, das neben verschiedenen Eintrittsermäßigungen auch eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr enthielt. Das war sehr günstig, denn das Hotel lag etwas Außerhalb. Eine Bushaltestelle befand sich aber direkt vor der Tür.

Meersburg

 

Meersburg ist eine kleine Stadt im Bundesland Baden – Württemberg mit knapp 6.000 Einwohnern. Sie besteht aus Unter- und Oberstadt, die einen Höhenunterschied von 400 – 500 Metern aufweist. Man muss also ganz schön bergauf laufen um oben anzukommen. Blickfang in diesem idyllischen Städtchen ist die Burg Meersburg.

© selbst

Postkartenkopie

Postkartenkopie

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Sie wurde im 7. Jahrhundert erbaut und gilt als älteste Burg Deutschlands. Einst war sie Sitz von Bischöfen, Fürsten und Herzögen. Heute ist sie ein mittelalterliches Museum. Schon immer haben wir uns gerne solch alte Gemäuer angesehen, und so gingen wir auch dort auf Erkundungstour. In Gedanken füllte sich der alte Rittersaal mit Leben, wo die Männer an diesen rustikalen Tischen gezecht haben.

In dieser Burg verbrachte auch eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen ihre letzten Lebensjahre. Annette von Droste-Hülshoff starb dort 1948. 

 

 

Die Räume der Annette von Droste-Hülshoff. Links das Sterbezimmer.
(Fotos: Postkartenkopien)

Bevor wir uns dem restlichen Ort zuwandten, gingen wir im Burgcafé eine Pause einlegen. In Meersburg gibt es viele schöne Häuser und eine alte Mühle im Fachwerkstil. Leider haben diese alten Fotos schon sehr gelitten.

Bevor wir uns dem restlichen Ort zuwandten, gingen wir im Burgcafé eine Pause einlegen. In Meersburg gibt es viele schöne Häuser und eine alte Mühle im Fachwerkstil. Leider haben diese alten Fotos schon sehr gelitten.

Sehr sehenswert in Meersburg ist das „Neue Schloss“. (Foto rechts) Das Rokokoschloss wurde 1710 unter dem Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg gebaut. Nach nur zweijähriger Bauzeit wurde es 1712 fertig gestellt. In den Anfängen war das Schloss Sitz der Fürstbischöfe. Später gab es verschiedene Nutzungen. „Fräulein-Institut“, Amtsgefängnis und Seemannsschule waren nur ein Teil der Nutzungen. Heute wird es von der Institution „Staatliche Schlösser und Gärten“ verwaltet und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Gezeigt werden u. a. die Prunkräume, auch die Schlosskirche ist zu besichtigen.

Unteruhldingen

 

Wir besuchten das Pfahlbaummuseum, das direkt am Bodensee liegt. Dieses Dorf ist ein archäologisches Museum, das bereits 1922 entstanden ist. Schon damals kamen 6.000 Besucher um sich die Ausgrabungsfunde in dieser Gegend anzusehen. Rekonstruktionen der Lebensverhältnisse in der Stein- und Bronzezeit vermitteln ein lebhaftes Bild und zeigen auch, wie sich die klimatischen Verhältnisse im Laufe von Jahrtausenden gewandelt haben.

Insel Mainau

Das wichtigste Ziel unserer Reise an den Bodensee war jedoch die Blumeninsel Mainau. Die drittgrößte Insel im Bodensee ist 45 ha groß und im Besitz der Grafenfamilie Bernadotte. Das barocke Schloss aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist noch heute Wohnsitz der Grafenfamilie und somit nicht öffentlich zugänglich. Ausnahmen bilden Veranstaltungen wie Konzerte und sonstige besondere Events.  

Foto: Postkartenkopie

Foto: Postkartenkopie

 

Auf den schön angelegten Wegen kann man wunderbar spazieren gehen. An jeder Wegbiegung entdeckten wir etwas Neues. Einen Wasserlauf mit einer Fontäne oder merkwürdige Gewächse, wie auf den rechten Fotos.

Obwohl es jahreszeitmäßig noch recht früh war, grünte und blühte es überall. Die Gärtner haben dort wahre Kunstwerke erschaffen.

Immer wieder imposant anzusehen, wenn sich der Pfau in seiner ganzen Schönheit aufstellt.

Eine Modelleisenbahnanlage. Ebenfalls ausgestattet mit aufwendigen Blumenarrangements.

Überall grünte und blühte es. Es war eine wahre Freude über diese Insel zu laufen. Dann entdeckten wir das Orchideenhaus auf der Insel Mainau.

Orchideen in allen Farben – einfach nur schön!

Nun besuchten wir noch das tropische Schmetterlingshaus. Dort war die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass wir uns darin nicht lange aufhalten konnten. Aber was wir gesehen haben, hat uns gefallen. So vergingen die Tage in Nu. An einem Tag machten wir noch einen Abstecher in die Schweiz, zu den Wasserfällen bei Schaffhausen. Das ist immer wieder ein imposantes Erlebnis. Dazu an anderer Stelle mehr.