
München, die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern ist auch die größte Stadt des Landes und die drittgrößte Stadt Deutschlands. 1,4 Millionen Einwohner leben auf etwa 310 km². München ist auch eine der teuersten Städte Deutschlands mit einem hohen Wirtschaftsfaktor und hoher Lebensqualität. Einst bayerischer Herzogensitz und kaiserliche Residenzstadt wurde München 1506 alleinige Hauptstadt Bayerns. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals im Jahr 1158. Die einst 41 Stadtbezirke wurden nach einer Neuaufteilung 1992/96 auf 25 verringert. Als Tourist hält man sich aber wohl mehr im Altstadtbereich auf. Das größte Ereignis in jedem Jahr sind „Die Wies`n“, das Oktoberfest. Es ist ein Magnet, der tausende Besucher anzieht. Aber auch Messen, Modewochen und Kongresse ziehen viele Gäste an. 1972 fanden in München die Olympischen Sommerspiele statt.
Wir besuchten München in den Jahren 1995 und 2011.
Anreise & Hotel
Wir besuchten München vom 21. bis 24. Oktober 1995 und vom 23. bis 26. Mai 2011. Im Jahr 2011 bildete der Besuch der bayerischen Metropole den Abschluss einer „Schlössertour“ durch Bayern. Beide Male reisten wir mit dem Flugzeug an. War es das erste Mal eine Maschine der Deutschen BA, so flogen wir im Jahr 2011 mit AIR BERLIN zum Airport Franz-Joseph Strauß in München. Mit der S-Bahn erreichten wir dann in ca. 45 Minuten den Hauptbahnhof. Dort waren wir mitten in der City angekommen.
Im Jahr 2011 hatten wir uns dann einen Mietwagen bestellt, den wir am Airport abholen konnten. Vor dort brachen wir dann zu einer 7-tägigen Rundfahrt durch Oberbayern auf.
Bei unserem ersten Aufenthalt in Jahr 1995 logierten wir im „Best Western Hotel Cristal“. Das Haus befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofs und liegt somit recht günstig für einen Stadtbesuch. Ausstattungsmäßig war es nicht so toll, aber es war ja nur für drei Nächte.
Im Jahr 2011 hatten wir uns im „Hotel Bristol“ am Sendlinger Tor eingemietet. Das Hotel lag sehr günstig, wir hatten nach ein paar Schritten die Straßenbahnhaltestelle erreicht. Von dort gelangten wir problemlos in die Innenstadt. Ausstattungsmäßig entsprach das Haus unseren Vorstellungen. Das Preis- Leistungsverhältnis war OK. Auch am Frühstücksbuffet gab es nichts auszusetzen.
Wir waren froh, wieder einmal in der bayerischen Metropole zu sein, und freuten uns auf drei schöne Tage. Petrus meinte es gut mit uns, das Wetter war super und so konnten wir eintauchen in die blau-weiße Stadt, in Weißbier, Weißwurst, Leberkäs und Schweinsbraten mit Semmelknödel. Aber München hat hat viel mehr zu bieten. Angefangen von dem schönen Rathaus am Marienplatz, den Viktualienmarkt, den Frauendom und das Hofbräuhaus bis hin zu Schloss Nymphenburg und dem englischen Garten.
Das neue Rathaus
Wenn man in die Münchner City geht kommt man nicht dran vorbei, man landet immer am Marienplatz. Dort steht es, das mächtige Rathaus der Stadt, das den Besucher förmlich erdrückt. Der gewaltige und beeindruckende Bau wurde 1867 begonnen. 40 Jahre sollte es dauern bis fertig gestellt war. Die Frontlänge des Gebäudes aus Back- und Muschelkalkbaustein misst 100 m und ist reich verziert. Die Figuren zeigen den Welfenherzog Heinrich den Löwen und fast die ganze Linie des Wittelsbacher Herrscherhauses. In den 400 Zimmern des Gebäudes hat u. a. der Oberbürgermeister seinen Sitz, ebenso der Stadtrat und Teile der Stadtverwaltung. Vor dem Rathaus steht die Mariensäule. Sie wurde 1637 vom Kurfürst Maximilian I. errichtet.
Es ist nicht möglich, dass haus in seiner Gesamtheit zu fotografieren.
Auf dem 85 m hohen Turm steht das „Münchner Kindl“ und wacht über die Stadt. Im Turm befindet sich ein großes Glockenspiel. Die 43 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 7000 kg erklingen jeden Tag jeweils um 11, 12 und 17 Uhr. Die Glocken spielen je vier verschiedene Melodien, die monatlich wechseln. Das Glockenspiel sorgt jedes Mal für einen großen Auflauf auf dem Marienplatz. Es ist aber auch weithin zu hören.
Das Rathaus einer Stadt ist natürlich auch in den meisten Fällen ein Ort zum Empfang von Staatsbesuchen oder anderen hochrangigen Gästen. Einen großen Aufwand gibt es bei dem Empfang von gekrönten Häuptern und deren Nachfolgern. So hatten wir das Glück in München den Besuch von Kronprinzessin Viktoria von Schweden und ihrem Mann Prinz Daniel zu erleben. Das war für mich als Monarchie Fan natürlich ein Highlight.
Wir erlebten eine strahlende Kronprinzessin, die von der Münchner Bürgermeisterin Christine Strobl empfangen wurde. Hier ein paar Schnappschüsse:
Riesenjubel der wartenden Menschen auf dem Marienplatz, als die Limousine mit den schwedischen Gästen vorfuhr. Viktoria strahlte mit der Sonne um die Wette, das war ein schönes Erlebnis. Strahlend stellen sich die beiden den vielen Fotoapparaten. Gesichert von der Polizei und Bodyguards nahmen Viktoria und Daniel ein Bad in der Menge, bevor sie im Rathaus verschwinden.
Noch ein fröhliches Winken vom Balkon, und dann geht es zum offiziellen Teil über, der auch den Eintrag in das goldene Buch der Stadt München einschließt.
Das alte Rathaus
Das alte Rathaus steht ebenfalls am Marienplatz und war bis 1874 Sitz des Stadtrates. Der spätgotische Bau aus dem 14. Jahrhundert hat im ersten Stock einen großen Festsaal. Im Turm befindet sich ein Spielzeugmuseum. Das Haus ist heute Repräsentationsgebäude. Der Festsaal kann auch privat gemietet werden.
Die Frauenkirche
Das Wahrzeichen der bayerischen Metropole ist die Frauenkirche, korrekt: „Dom zu Unserer Lieben Frau“.
Die Geschichte der Kathedralkirche des Erzbischofs von München geht bis in das Jahr 1240 zurück. Der heutige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Türme sind 68 m hoch. An der Südseite der Kirche befindet sich an der Fassade über dem Brautportal eine Sonnenuhr aus dem Jahr 1514.
Der Innenraum des spätgotischen Baues hat Platz für 20.000 Menschen. Er besteht aus drei Kirchenschiffen und ist hell und freundlich. Die Fotos zeigen einen Blick in das Hauptschiff.
Rechts und links des Hauptschiffes befinden sich Seitennschiffe mit vielen Kapellen.
In der Krypta der Kirche sind die Ruhestätten vieler Mitglieder des Wittelsbacher Adelsgeschlechtes, z. B. Kaiser Ludwig der Bayer (1282-1347), Albrecht V., Herzog von Bayern (1528-1579) und Ludwig III. König von Bayern (1845-1921).
Im Eingangsbereich steht ein Kenotaph für den 1347 verstorbenen bayerischen Kaiser Ludwig. Ein Kenotaph ist ein Gedenkschrein ohne Sarg. Die sterblichen Überreste des Kaisers ruhen in der Krypta.
Die Theatinerkirche
Eine sehr schöne Kirche in München ist die Theatinerkirche am Odeonsplatz. Für die ehemalige Hof- und Stiftskirche wurde 1663 der Grundstein gelegt. Die Kirchtürme sind 64,60 m hoch.
Die im italienischen Spätbarock errichtete, katholische Kirche gehörte zum Theatinerorden. Aufraggeberin für den Bau dieser Kirche war Henriette Adelheid von Savoyen, Gemahlin von Kurfürst Ferdinand Maria. Sie ließ das Gotteshaus aus Dankbarkeit für die Geburt des Kronprinzen und späteren Kurfürsten Max Emanuel errichten. Im Jahr 1675 wurde die Kirche geweiht, bis zur Fertigstellung sollten aber noch viele Jahre vergehen. Henriette von Savoyen erlebte diese nicht mehr. Sie starb 1676.
Im Inneren ist die Theatinerkirche aufwendig mit weißem Stuck ausgestattet. Alles ist hell und freundlich. Der Hochaltar aus dem Jahr 1722 ist ein einziges Kunstwerk. In den Kirchenbänken finden 400 Menschen einen Platz.
Wunderbarer kunstvoller Schmuck verziert auch diesen Nebenaltar. Dazwischen eines der vielen Kunstwerke die in dieser Kirche zu finden sind. (Ende 17. Jahrhundert)
Die aus Ebenholz gefertigte Kanzel bildet einen interessanten Kontrast zu dem weißen Stuck.
Unter dem Altarraum befindet sich die Krypta. In ihr befindet sich die Fürstengruft in der auch wichtige Persönlichkeiten aus dem Wittelsbacher Adelsgeschlecht bestattet sind u. a. König Max II in Bayern (1811 – 1864) und Marie Friederike von
Preußen, Königin von Bayern (1825 – 1889).
Über der Tür des Hauptportals befindet sich eine Gedenktafel mit der Inschrift:
"Dem hl. Kajetan von Thiene, dem Gründer der regulierten Kleriker und heißgeliebten Fürsprecher, haben aufgrund eines Gelübdes Kurfürst Ferdinand Maria und Kurfürstin Henriette Maria Adelaide im Jahre des Heils 1675 diesen Tempel als Denkmal ihrer immerwährenden Dankbarkeit errichtet, da ihnen mit Max Emanuel der Erbprinz geschenkt wurde."
Die Feldherrenhalle
Die Feldherrenhalle befindet sich gleich neben der Theatinerkirche am Odeonsplatz. Die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Halle ist dem bayerischen Heer gewidmet. In der Mitte der Halle ist das bayerische Armeedenkmal zu sehen.
Am Odeonsplatz steht auch das Reiterstandbild des Bayernkönigs Ludwig I. Ludwig war von 1825 – 1848 König. Das Denkmal wurde 1862 enthüllt an dem Platz, an dessen Gestaltung ermaßgeblich beteiligt war.