Kultur in Berlin
Was gibt es in Berlin nicht? Es gibt wohl kaum etwas, was es nicht gibt! Wie es sich für eine Weltstadt gehört, hat auch die Kultur Weltstadtcharakter. Berlin hat drei Opernbühnen, viele Konzertsäle und Theater von der Kleinkunstbühne bis hin zum Musical- und Revuetheater sowie unzählige Kinos. Im Sommer kann man in fast allen Bezirken Straßenfeste besuchen und im Winter von einem Weihnachtsmarkt zum anderen gehen. Von den großen Events will ich nur die „Berliner Filmfestspiele“ und den „Karneval der Kulturen“ nennen.
Nicht zu vergessen die vielen Messen, die Tausende von Menschen anziehen, allen voran die „Grüne Woche“, die im Januar eines jeden Jahres ihre Türen öffnet, die „Internationale Tourismusbörse“, die im März alle Reiselustigen einlädt und die „Funk- und Fernsehausstellung“ die alles zeigt, was es auf dem Gebiet der Medien und der Unterhaltungstechnik neues gibt. Dazu kommen viele kleinere Fachmessen. Museen und Ausstellungen kann Berlin anbieten. Sie mögen es klassisch oder lieber modern? Kein Problem, es gibt für jeden Geschmack etwas. Highlights sind z. B. das Pergamonmuseum, das Naturkundemuseum und der Martin-Gropius-Bau. Berlin ist 24 Stunden offen, bietet eine internationale Gastronomie von der kleinen Pizzeria an der Ecke bis hin zum Sternerestaurant z. B. das „Felix“ im Hotel Adlon und Erlebnisgastronomie. Auch Nachtschwärmer kommen voll auf ihre Kosten, denn Bars, Discos und Nightclubs sind ebenfalls in reichlicher Auswahl vorhanden. Alles eigentlich nur eine Frage des Geldbeutels und des Geschmacks.
Die Auswahl von Events die ich hier vorstelle möchte, haben wir selbst besucht. Es gibt natürlich noch sehr viel mehr.
Der Friedrichstadtpalast
Fotoquelle: Wikipedia Urheber: Wladyslaw Sojka - www.sojka.photo
In der Friedrichstraße im Bezirk Mitte steht eines, von Europas größten Revuetheatern. 1984 wurde das Haus noch zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik erbaut. Das Haus löste den einstigen Theater- und Zirkusbau in der nahegelegenen Straße „Am Zirkus 1“ ab. Nachdem dieser alte Theaterbau Höhen und Tiefen erlebt und verschiedenen Theatergenres gedient hatte wurde es 1980 wegen erheblicher Baumängel geschlossen. Das 120 Jahre alte Gebäude wurde 1985 abgerissen. Heute steht an dieser Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus.
Der neue Friedrichstadtpalast erfreute sich schon zu DDR-Zeiten großer Beliebtheit. Große Fernsehshows wie „Ein Kessel Buntes“ wurden dort aufgezeichnet und die legendäre Kabarettistin und Sängerin Helga Hahnemann (1937 – 1991) feierte dort Erfolge. In ihrem Andenken wurde dort von 1995 bis 2010 der Zuschauerpreis „Die goldene Henne“ an verdiente Personen des öffentlichen Lebens verliehen. Dann wurde diese Preisverleihung in das Theater am Potsdamer Platz verlegt.
Seit der Wende werden im Friedrichstadtpalast große Revuen produziert, die Weltcharakter haben. Das Ballett ist einzigartig, die „Girlreihe“, der 32 Tänzerinnen angehören, ist ein Highlight jeder Show. Mit einer hochmodernen Technik, einer eigenen Theaterwerkstatt und einer Tanzschule ist fast alles möglich. Die Bühnentechnik erlaubt vom Wasserballett über die Eisbahn bis hin zur Pferdemanege alle Darbietungen. Hochrangige Künstler und Artisten erfreuen das Publikum. Aber auch Konzerte, Galas und Preisverleihungen finden dort statt. Im Haus integriert ist der „Quatsch Comedy Club“, die frühere „Kleine Revue“. Dort fanden kleinere, aber nicht weniger anspruchsvolle, Aufführungen statt. Heut gibt der Club den Comedians eine Plattform. Wir haben im Friedrichstadtpalast fast alle großen Revuen gesehen. In der Weihnachtszeit besuchten wir mit unseren Enkelkindern die Kinderrevuen, die das Theater in jedem Jahr veranstaltet. Eine sehenswerte Aufführung von Kindern für Kinder von 6-60!
Welche Revue die schönste war? Könnten wir nicht sagen, jede war in ihrer Art einfach toll! Während der Shows darf nicht fotografiert werden, erst zum Finale ist das erlaubt, darum gibt es nur wenige Fotos.