Nizza
Ausgrabungen belegen, dass dort bereits vor 400.000 Jahren Lebewesen diese sonnenverwöhnte Gegend am Mittelmeer besiedelt haben. Die Neandertaler sollen dort gelebt haben, wie Funde beweisen. Somit hat diese Gegend eine reiche Geschichte. Beim Lesen fällt auf, dass Nizza schon immer eine Anziehungskraft auf die Menschen der gehobenen Schicht hatte. Nicht nur in europäischen Adelskreisen wusste man diesen Ort zu schätzen, auch die britische Königin Viktoria und der russische Zar waren dort zu Gast. Das ist bis heute so geblieben. Die Reichen der Welt geben sich dort ein Stelldichein.
Auf Grund der langen Geschichte besitzt Nizza ein reiches kulturelles Erbe. Schöne alte Bauten, Kirchen und Paläste sind zu sehen, in vielen Museen lässt sich die Geschichte nachvollziehen. Man bräuchte schon einige Zeit um alles anzusehen.
Nizza ist eine moderne Stadt, hoch technisiert und lebt zum größten Teil vom Tourismus.
Rechts: Die berühmte Strandpromenade in Nizza auf der auch wir unter Palmen flanierten. Im 19. Jahrhundert ist sie unter der Leitung der Engländer gebaut worden. An dieser Promenade finden sich viele Luxushotels. Das bekannteste ist das 5***** Haus „Hotel Negresco“ aus den Jahr 1912. Es steht unter Denkmalschutz. Die Promenade ist auch zentraler Mittelpunkt bei dem weltbekannten „Karneval in Nizza“.
In der Altstadt von Nizza steht die "Cathédrale Sainte Réparate" aus dem 13. Jahrhundert. Zunächst als Pfarrkirche gebaut, wurde das Gotteshaus im 16. Jahrhundert Bischofssitz. Da dem Bischof die ursprüngliche Kirche zu klein war, wurde eine Erweiterung in Auftrag gegeben. So ist es zu erklären, dass die barocke Fassade erst aus dem 18. Jahrhundert stammt. Wir haben diese Kirche leider nur von außen sehen können
Auf unserem Weg zum Blumenmarkt kamen wir am Opernhaus vorbei. Die „Opéra de Nice“ gibt es dort seit 1776. Zunächst war es nur ein Theater in einem kleinen, ehemaligen Wohnhaus, bis 1826 das erste Opernhaus entstand. Ein Brand legte es 1881 in Schutt und Asche. Erst 1902 konnte das Haus nach dem Neuaufbau wieder eröffnet werden. Es hat 1195 Plätze und wird für Oper, Ballett und Konzerte genutzt.
Berühmt, legendär – egal, der Blumenmarkt in der Altstadt von Nizza ist etwas Besonderes. Beide Male konnten wir uns während unserer Aufenthalte in der Stadt an diesem Meer von Blumen erfreuen. Es blüht in allen Farben und duftet in allen Nuancen. Gleich dahinter schließt sich der Obst- und Gemüsemarkt an. Ein reichhaltiges Angebot, appetitlich angerichtet, wird dem Besucher dargeboten.
Le Château, knapp hundert Meter hoch ist der Burgberg etwas außerhalb der Altstadt. Etwa bis in das 17. Jahrhundert gab es dort eine Festung und eine Kathedrale. Mit einer Minibahn fuhren wir am 08. Oktober 2013 nach oben um die herrliche Aussicht auf Nizza und das Meer zu genießen. Von der Festung gibt es nur noch ein paar Ruinen, dafür aber eine schöne Gartenanlage.
Wir waren über den Dächern von Nizza
Der Place Masséna ist das Herzstück der Stadt Nizza. Die Gebäude um den Platz haben herrschaftlichen Charakter, in den Arkaden finden sich Geschäfte bekannter Labels, auch das berühmte französische Kaufhaus La Fayétte hat dort seinen Platz. Der Platz wird auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Den Place Garibaldi gibt es seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahrhunderte ist er mehrmals
verändert worden. Die letzte Restaurierung erfolgt im Jahr 2008. Der Platz ist überwiegend Fußgängerzone. Umgeben von schönen Bauten im Turiner Stil steht in der Mitte das Denkmal des Freiheitskämpfers Guiseppe Garibaldi (1807 – 1882), der in Nizza geboren wurde.
Die russische St. Nikolaus Kathedrale erinnert an die Zeit, in der die Mitglieder der Zarenfamilien in Nizza den Winter verlebten. Angelockt von dem milden Klima ließen sie es sich dort gutgehen. Die Kirche, die etwas außerhalb der Stadt in einem schönen Park liegt, wirkte auf uns wie ein Märchenschloss. 1912 wurde sie nach vierjähriger Bauzeit vollendet. Die Kathedrale kann nicht
besichtigt werden, sie ist nur während der Gottesdienste geöffnet.
Wir besuchten diese Kathedrale während unserer Busrundreise im Oktober 1998.