
Unsere Erinnerungen an Mallorca
Lang ist es her...
Mallorca ist die größte der Balearen – Inseln und liegt etwa 170 km vom spanischen Festland entfernt (bei Barcelona). Gute 870.000 Einwohner teilen sich die Insel mit unzähligen Touristen, vornehmlich aus Deutschland und England. Die Stadt Palma ist nicht nur Hauptstadt Mallorcas, sondern auch Hauptstadt der Balearen. Neben vielen schönen Stränden wird die Insel von zwei Gebirgszügen beherrscht, die Serra Tramuntana und die Raiguer, die Höhen bis über 1.000 m erreichen. Der höchste Berg ist der Piug Major mit 1.445 m. Es gibt zahlreiche Naturschutzgebiete in denen eine artenreiche Pflanzenwelt gepflegt wird.
Die ersten Besiedelungen sind aus den Jahren 6.000 – 4.000 v. Chr. belegt. Es handelte sich dabei um Menschen aus dem Mittelmeerraum, die dort in Höhlen lebten. Im Altertum war die Insel dann auch Bestandteil des Römischen Reiches. So kann auch diese Gegend auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Das zeigen auch viele Funde aus alter Zeit, die der Besucher ansehen kann.
Bildquelle: Wikipedia
Die Insel lebt heute überwiegend vom Tourismus. Millionen Besucher bevölkern in jedem Jahr die Strände. Es gibt über 1.500 Hotels mit fast 300.000 Betten. Wir besuchten Mallorca bereits drei Mal. Das erste Mal verbrachten wir unseren Urlaub im Juni/Juli 1987 in Can Picafort und ein zweites Mal machten wir mit unserem Enkelsohn Danny im Juni 1998 eine Woche Ferien in der Nähe von Alcudia. Ein weiterer Besuch im September 2013 galt der Hauptstadt Palma.
Palma de Mallorca
Palma de Mallorca ist die Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca und der Regierungssitz der autonomen Regierung der Balearen. Dort befinden sich auch die wichtigsten Infrastrukturen der Inselgruppe. Die Stadt hat etwa 400.000 Einwohner die sich auf verschiedene Stadtbezirke verteilen. Die Geschichte der Stadt geht zurück bis 123 v. Chr. Erste Bewohner waren die Römer, später die Araber. Für viele Touristen, die auf Mallorca Urlaub machen, ist Palma ein Anziehungspunkt.
Wir besuchten Palma de Mallorca im September 2013 vor Beginn unserer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer.
Anreise & Hotel
Am Sonntag, den 29. September 2013 brachte uns ein Flugzeug der Lufthansa in knapp 2 ½ Stunden von Berlin Tegel nach Palma de Mallorca. Mit einem Taxi erreichten wir in kurzer Zeit unser „Hotel Mirador“, das in der Nähe des Hafens war.
Das „Hotel Mirador“ ist ein 4**** Haus, in dem wir uns wohlfühlen konnten.
Die Kathedrale
Die riesige Kathedrale in Palma ist der Bischofssitz von Mallorca. Die Kirche ist der Heiligen Maria geweiht und wird auch „Le Seu“ genannt (katalanisch für >der Bischofssitz<). Unter dem mallorcinischem König Jaume I. wurde im Jahr 1230 der Grundstein gelegt. Das Gotteshaus sollte auch als Grabkirche für die Könige dienen. So findet man dort die Ruhstätten von den Königen Jaume II. und Jaume III.
Der Bau des eigentlichen Kirchenschiffes war 1587 abgeschlossen. Die endgültige Fertigstellung zog sich bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.
Durch die lange Bauzeit haben viele Stilepochen ihre Spuren hinterlassen. Die Kathedrale ist 109,50 m lang und 33 m breit. Allein das Hauptschiff misst 75,50 m. Die Kirche steht erhöht über der Stadt und ist weithin sichtbar.
Einige Stufen mussten wir schon überwinden, bevor wir vor dem großen Hauptportal der Kathedrale standen.
Das Hauptschiff mit dem Hochaltar. 14 Pfeiler mit einer Höhe von 30 m tragen das Gewölbe.
Keramiken von Miquel Barceló
„Die Kapelle der Allerheiligsten"
Die große Fensterrosette über dem Altar hat einen Durchmesser von rund 13 Metern und wird als größtes gotisches Rundfenster der Welt bezeichnet.
Ein schmuckvoller Seitenaltar
Der Taufstein aus Carraramarmor wurde gerade restauriert.
Die Orgel stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1993 restauriert. An den Pfeilern bricht sich das Sonnenlicht , es sah wunderschön aus.
Der Hafen
Schon zur Zeit der maurischen Herrschaft im 10. – 12. Jahrhundert entwickelte sich der Port de Palma, der größte Hafen der Balearischen Inseln. Hauptmerkmal des Hafens sind die Fährverbindungen die das Festland mit den Inseln, bzw. die Inseln untereinander verbinden. Die meisten Fährbetriebe sind dort ansässig. Über diese
Wege läuft auch ein großer Tel der Versorgung der Inseln ab, abgesehen von der Luftfracht.
Einen großen Teil des Hafens belegt auch der Yachthafen, den wir von unserem Hotel schön überblicken konnten. In den letzten Jahren hat sich auch der Betrieb mit den großen Kreuzfahrtschiffen verstärkt. So sind auch wir mit der „Mein Schiff 1“ von TUIcruises von Palma aus zu unserer Mittelmeerkreuzfahrt gestartet.
...und das haben wir auch noch gesehen...
Die Stadtmauer in Palma (oben) stammt aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts.
Rechts: Schöne Grünanlagen in der Stadt...
Unsere Reise im Jahr 1987
Wie kommt man am besten nach Mollorca, natürlich mit dem Flugzeug. Noch ziemlich unerfahren in Sachen Flugreisen, starteten wir mit dem Flieger von Berlin nach Palma. Nach rund 2 1/2 Stunden Flug landeten wir auf dem internationalen Flughafen in Palme de Mallorca.
Ankunft in Palma de Mallorca 1987
Wir hatten das Hotel „Santa Fe“, das am Ortsausgang von Can Picafort lag, gewählt. Für damalige Verhältnisse war das Hotel ok, wir hatten den Strand direkt vor der Tür und waren auch nicht weit entfernt von dem regen Treiben in der Stadt.
In der Hotelbar verbrachten wir so manche gemütlich Stunde, oft im Kreis fröhlicher Menschen.
Gleich am Hotel der herrliche feine Sandstrand mit Liegen und Sonnenschirmen. Leider spielte das Wetter nicht immer so mit.
Was wäre nun ein schöner Urlaub ohne Freunde. Während unserer Reise 1987 hatten wir Glück und fanden uns mit einer Gruppe junger Menschen zusammen, mit denen wir viel Spaß hatten. Wir waren zwar in dieser Runde die „ältesten“, aber das tat dem guten Verstehen keinen Abbruch. Wir haben viel zusammen unternommen und so manchen Abend in der Hotelbar verbracht. Schön war die Hotelfete, bei der es hoch her ging. Wir waren jung und unbeschwert.
Auch die Kellner waren immer gut drauf. In der Mitte - ich mit dem Oberkellner Manolito.
Ausflüge
So schön es auch immer im Hotel und am Strand war, ein wenig von der Insel wollten wir auch sehen. So unternahmen wir ein paar Ausflüge, die uns einen kleinen Einblick gaben.
Mit dem Schiff ging es nach Port de Sóller. Von dort aus fuhren wir mit der alten Siemens-Eisenbahn aus dem
Jahr 1927 nach Sóller. Es ging durch Zitronen- und Orangenplantagen, ganz historisch in alten Holzwaggons,
etwas ruckelig, aber durchaus gemütlich. Diese Fahrt machten wir mit unserem Enkelsohn Danny im Jahr 1998 noch einmal.
Ein weiterer Ausflug führte uns in die Höhlen von Porto Christo. Der Ort Porto Christo ist ein touristisch geprägter Ort, der durch die Höhlen viel besucht wird. Die Tropfsteinhöhlen erstrecken sich über rund 1700 Metern. 1000 Meter davon sind begehbar. Die Höhlen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt. In ihnen befindet sich der größte unterirdische See Europas. Auf dem See finden Konzerte statt, wobei die Musiker in einzelnen Booten sitzen. Die Akustik soll einzigartig sein. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, solch einem Musikgenuss zu erleben. (Die Fotos von den Höhlen sind Postkartenkopien.)
Gemeinsam mit unseren Reisefreunden ging es dann an einem Tag auf eine Go–Cartbahn. Während sich die Männer in ihren Seifenkisten ein kleines Rennen lieferten, hatten wir Frauen am Rande unseren Spaß.
Schnell waren die vierzehn Tage vorbei. Noch ein Abschiedsfoto und ab ging es zum Flughafen und dann nach Hause. Wir hatten eine schöne Zeit und ganz viel Spaß.
Unsere Reise mit unserem Enkelsohn Danny
Es war das Einschulungsgeschenk für Danny. Bevor der Ernst des Lebens für ihn begann, flogen wir mit unserem Enkelsohn für eine Woche auf die Baleareninsel. Es war Dannys erster Flug, und so war er entsprechend aufgeregt. Als sich der Flieger in Bewegung setzte, war ihm doch nicht ganz wohl. Wir hatten Mühe, ihm zu erklären, dass so ein Flugzeug nicht einfach runter fallen kann.
Dort angekommen hatten wir eine Menge Spaß, dem kleinen Kerl viel Neues zeigen zu können. Leider gibt es über diese Reise mit unserem Enkelsohn nicht viele Fotos, da wir mehr Videoaufnahmen gemacht haben.
Wir unternahmen auch einen Ausflug über die Insel. Dabei machten wir auch eine Schifffahrt von La Calobra
nach Sóller. Da das Meer sehr bewegt war, war das eine sehr wackelige Angelegenheit. Das Schiff schaukelte
mächtig. Das Ganze war Danny gar nicht geheuer, so dass wir froh waren als das Schiff anlegte und wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.
Leider ging auch diese Woche viel zu schnell vorbei. Danny hatte seine erste „große“ Reise hinter sich, und sicher eine bleibende, schöne Kindheitserinnerung.
Das waren sie, unsere Erlebnisse auf Mallorca. Wir hatten damals schöne Ferienzeiten dort. Der "Ballermann" hat uns nie interessiert.