
Die Borromäischen Inseln
Die schönen Inseln im Lago Maggiore
Im italienischen Teil des Lago Maggiore liegt diese Inselgruppe, deren Namensgeber die Familie Borromeo war, denen diese Inseln einst gehörten. Die Borromäischen Inseln bestehen aus fünf Inseln, von denen vier bewohnt sind und drei besichtigt werden können. Die vierte bewohnte befindet sich im Privatbesitz.
Ich besuchte diese Inseln am 13. Juni 2016 im Zusammenhang meiner Busreise an den Lago Maggiore.
Die „Isola Madre“, die Mutterinsel ist mit einer Fläche von 7,8 ha die größte der Inseln. Auf dem größten Teil der Fläche befindet sich ein Landschaftsgarten, der im englischen Stil angelegt ist.
Die Geschichte der Insel soll bis in das neunte Jahrhundert zurückgehen. Zu dieser Zeit soll es dort eine Kirche und einen Friedhof gegeben haben. Belegt ist auch, dass dort Olivenöl für kirchliche Zwecke gewonnen wurde. Ein Sohn der Familie Borromeo begann dann 1501 dort Zitrusfrüchte anzubauen. Gleichzeitig wurde der dortige Palast in Angriff genommen. Im 19. Jahrhundert ließ die Familie einen Gartenbauer aus Monza kommen, der den Garten kultivierte.
Die „Isola Madre“ ist heute eine wichtige italienische Sehenswürdigkeit, der Palast ist ein Museum in dem man u.a. Einrichtungsgegenstände aus der Zeit der Familie Borromeo bewundern kann.
Der Palazzo Borromeo auf der Isola Madre, ein Blick auf die Familienkapelle und eindrucksvolle Gartenanlagen
Die „Isola Bella“, die Schöne, ist mit 6,4 ha die zweitgrößte der Inseln. Auf der Insel, die einst ein kleines Fischerdörfchen war, baute 1632 Carlo III. Borromeo einen Palast für seine Frau Isabella. Baumeister war ein Mailänder Architekt. Leider erlebte er die Fertigstellung nicht mehr, da der Bau wegen einer Pestepidemie in Mailand unterbrochen werden musste. Seine Nachfolger bauten das Schloss dann fertig. Es wurde für große Veranstaltungen für den europäischen Adel genutzt, bei denen sogar Napoleon Bonaparte ein mal seine Aufwartung machte.
Die „Isola Bella“ mit dem Schloss ist heute eine Touristenattraktion. Auch ich besichtigte das Schloss, in dem leider nicht fotografiert werden durfte. Auch im Web sind keine Fotos von den sehr schönen Räumlichkeiten zu finden.
Wunderschön sind die Gartenanlagen des Palastes. Die terrassenförmige Anlage wurde 1671 eingeweiht. Auch dort tummeln sich überall die weißen Pfauen . Die beiden rechten Fotos zeigen einen Blick aus dem Schloss in die schönen Anlagen und auf den See.
Die dritte Insel ist die „Isola de Pescatori“, die Fischerinsel. Auf 3,4 ha leben etwa 50 Menschen, die sich heute vorrangig mit der Gastronomie beschäftigen. Viele Restaurants reihen sich aneinander, in denen man auch den leckeren Seefisch bekommt.
Die Insel ist seit dem 14. Jahrhundert durchgehend bewohnt. Waren es früher jedoch hauptsächlich Fischer, so steht heute der Tourismus im Vordergrund. Wichtigstes Bauwerk der Insel ist die Kirche.