Maastricht und André Rieu: Ein unvergessliches Erlebnis

Maastricht, in der niederländischen Provinz Limburg gelegen, gehört zu den ältesten Städten des Landes. Durch die Stadt fließt die Maas, die in Frankreich entspringt, zunächst Belgien und dann die Niederlande durchquert, bevor sie schließlich im Hollands-Diep, einem Mündungsarm des Rheins, endet. Sechs Brücken überqueren den Fluss, darunter die älteste Brücke der Stadt, die St- Servatius-Brücke.

Es gibt viel zu sehen in Maastricht. Die gesamte Innenstadt steht in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz. Ich war mit meinem Enkelsohn vom 10. - 12. Juli 2026 dort, anlässlich eines Konzertes von Andre Rieu. 

St, Servatius Brücke

Das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert

Der Marktplatz

Großen Bekanntheitsgrad erreichte Maastricht, als dort  am 07. Februar 1992 der "Vertrag von Maastricht" vom Europäischen Rat unterzeichnet wurde, Mit ihm wurde die Gründung der Europäischen Union auf den Weg gebracht, ebenso die einheitliche Währung in Europa. 

Basilika Sankt Servatius

Am Freitagnachmittag besuchten wir noch die große Basilika Sankt Servatius. Der Bischof Servatius (†384), Schutzpatron von Maastricht, gab der Kirche seinen Namen. Er war berühmt für seine Heilkräfte und wurde darum verehrt. Das Gotteshaus ist über 1400 Jahre alt und wurde über seinem Grab errichtet. Die romanische Basilika ist größte ihrer Art in den Niederlanden und beherbergt wunderbare Schätze. Die Kirche befindet sich direkt am Vrijhof, dem Hauptplatz der Stadt.  

Die Basilika vom Innenhof ausgesehen und das prächtige Nord - Portal

Bei unserem Rundgang durch die dreischiffige Basilika, gelangten wir zunächst in den schön angelegten Innenhof, der von dem Kreuzgang eingefasst wird.  

 

 

 

Neben Heiligenfiguren ist diese Glocke im Innenhof zu sehen, die den Namen „Grameer“ (zu Deutsch: Großmutter) trägt. Sie hing bis 1983 im Turm der Kirche. Das gute Stück wiegt 6350 KG. Auf der Glocke ist das Wappen von Kaiser Karl V. und Bilder des Hlg. Servatius zu sehen.

In der Kirche fällt mit als Erstes die schöne Decke auf. Die Romanischen Kapitelle wurden im 12. Jahrhundert von lombardischen Handwerkern gefertigt. Der Hochchor ist erhöht und prächtig gestaltet. Ein Bereich, der für Besucher nicht zugänglich ist. Auffällig sind wunderbare Gewölbemalereien aus dem 12. Jahrhundert. In einer Seitenkapelle sahen wir dieses kunstvolle Mosaikfenster aus Bleiglas.

Kreuzgang

Hochchor

Bleiglasfenster

Die Beichtstühle sind aus schwerem Mahagoniholz und sind mit reichen Schnitzereien versehen.

Auch die Hauptorgel aus dem 17. Jahrhundert ist ein Schmuckstück. Sie ist eine von drei Orgeln, die in der Basilika zu finden sind.

In der Schatzkammer sind Gegenstände zu sehen, die dem Heiligen einst gehörten. In dieser auffälligen Goldbüste soll der Schädel des hlg. Servatius aufbewahrt werden.

Schifffahrt

Am Samstag trafen wir uns um 08:00 Uhr zum Frühstück. An einem guten Frühstücksbuffet konnten wir uns für den Tag stärken. Da der Tag sehr sommerlich warm, mit Temperaturen von über 30 Grad, werden sollte, beschlossen wir, uns auf eines der Ausflugsboote zu setzen. So konnten wir uns Maastricht vom Wasser aus ansehen. Wir fuhren in den alten Hafen, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, und Zugang über zwei Wasserwege hat. Heute liegen dort die Boote von Besuchern, die auf dem Wasserweg die Stadt Maastricht erreichen.

Image: Örtl. Fotograf

Im alten Hafen

In der Schleuse

Wir mussten dann eine Schleuse passieren, und erreichten dann über einen Kanal ein schönes Gebiet, in dem es sehr viel Grün gibt. Kleine Oasen, die man zunächst in einer Stadt gar nicht vermutet. Leider ging es dann nicht weiter. Die zweite Schleuse, durch die wir diesen Kanal wieder hätten verlassen können, war außer Betrieb.  So musste der Schiffsführer die Strecke rückwärts zurücksetzen.  Weiter ging unsere Fahrt über die Maas.

Nach knapp zwei Stunden waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück. Nun war Zeit für ein kleines Mittagessen. Das fanden wir am Markt in einer Pizzeria. Zurück im Hotel war Siesta angesagt, denn der abendliche Höhepunkt stand an.

Der Höhepunkt der Reise

Der Höhepunkt, das Konzert von Andre Rieu und dem Johann-Strauß - Orchester auf dem Vrijhof war auch der Grund für unsere Fahrt nach Maastricht.  Ein spektakuläres Erlebnis. Wort reichen nicht aus, um die Atmosphäre zu beschreiben.

Nach einem guten Abendessen im Hotel wurden wir mit einem Shuttlebus zum Veranstaltungsort gefahren. Je näher wir kamen, je größer wurden die Schmetterlinge, die sich in meinem Inneren bemerkbar machten. 

Noch ist alles ruhig

Auf geht es...

Endlich da...

Nun waren wir dort nicht allein. Der Platz fasst etwa 8000 Besucher. Viele Helfer, die man an ihrer roten Pagenuniform erkennt, stehen den Besuchern hilfreich zur Seite. Um den Platz gruppieren sich Andenkengeschäfte und gastronomische Betriebe. Am Platz grüßte die mächtige Sankt Servatius Basilika auf die Gäste nieder. 

 

Langsam füllen sich die Reihen. Wir hatten Glück, dass unsere Plätze bereits im Schatten lagen, als wir dort eintrafen. 

Nun dauerte es nicht mehr lange, bis der Startschuss viel.

Im Vorprogramm lieferte die "Royal Marching Band" schmissige Musik. Das Maskottchen des Orchesters machte Spaß und sorgte damit schon mal für Stimmung. Nach der Musik "Eintritt der Gladiatoren" marschierte der Maestro dann mit seinem Orchester ein. Unter großem Jubel des Publikums nahmen die Musiker ihre Plätze auf der Bühne ein.   

Nun ging es Schlag auf Schlag. Fantastische Bühnenbilder rundeten die Musik ab, die Solisten gaben alles. Zum Schneewalzer fielen sogar weiße Flocken, zum Ende gab es Goldregen und Feuerwerk. Das Konzert, das um 21 Uhr begann Endete nach Mitternacht. Wir hatten drei unvergessliche Stunden verlebt.   

Glücklich über dieses schöne Erlebnis bahnten wir uns den Weg zurück zum Marktplatz, wo unser Shuttlebus wartete um uns wieder in das Hotel zurück zu bringen. Das war zwar ein ziemlich ungemütliches Unterfangen, aber wir haben es geschafft.  

Wir wohnten im NH-Hotel Maastricht, das am Messegelände der Stadt zu finden ist. Das Haus war gut, wir haben uns wohl gefühlt. Der Check-in ging schnell, wir bekamen noch einige Informationsunterlagen über den Ablauf und konnten dann unsere Zimmer beziehen. Unsere beiden Einzelzimmer entpuppten sich als Doppelzimmer zur Einzelbelegung. Alles war großzügig und ordentlich.    

Die ganze Reise war gebucht über "Andre Rieu Travel". 

An dieser Stelle möchte ich noch einmal meinem Enkelsohn Pascal herzlich Danke sagen, der mich begleitet, und mir so die Erfüllung dieses Traumes möglich gemacht hat.  😘