
Hammerfest
Am Rand der Arktis
Hammerfest ist ein Ort im Norden Norwegens, gelegen auf der Insel Kvalöy. Lange wurde Hammerfest als nördlichste Stadt der Welt bezeichnet, was aber nicht richtig ist, da es weiter nördlich gelegene Städte gibt. 1789 erhielt Hammerfest Stadtrechte, davor war dort nur ein Anlegeplatz für Schiffe, um den sich dann Siedelungen bildeten. Rund 10.000 Einwohner hat die Stadt, die, obwohl geografisch nicht korrekt, mit dem Slogan „nördlichste Stadt Europas“ werben darf.
Anfang des 19. Jahrhunderts war die Stadt schwedisch, später beherrschten die Briten den Ort. Nach deren Abzug, hatte Hammerfest bis Anfang des 20. Jahrhunderts Bedeutung für Wal- und Robbenfänger. Im zweiten Weltkrieg war der Hafen Versorgungsstation der deutschen Kriegsmarine und wurde gegen Kriegsende von der deutschen Wehrmacht völlig zerstört. Somit gibt es in Hammerfest nichts altes, mit Ausnahme der Festungsanlagen, die im Hafen zu sehen sind.
Wir besuchten Hammerfest am 19./20. Juni 1988.
Die junge Stadt lebt heute überwiegend vom Fischfang. Im Hafen legen die Schiffe der Hurtigruten an, es gibt regelmäßige Fährverbindungen zum Festland und den umliegenden Inseln. Auch einen Flugplatz nennt die Stadt ihr Eigen. Einen Eisenbahnanschluss gibt es nicht. In einem Eisbärenmuseum konnten wir die Geschichte der Stadt nachvollziehen.
Image: Wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en