Mannheim
Dort, wo der Neckar in den Rhein fließt, liegt die Stadt Mannheim. Im Land Baden – Württemberg, südwestlich in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Stadt ist nicht gerade ein Touristenmagnet. Sie lebt eher von der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungsbereich. Von den rund 330 000 Einwohnern kommt etwa ein Drittel aus fremden Ländern. 170 verschieden Nationen aus aller Welt geben sich dort ein Stelldichein.
Mannheim wird auch die „Quadratestadt“ genannt. Das liegt daran, dass die ganze Innenstadt wie ein Schachbrett angelegt ist. Ausgehend vom Schloss bildet der Straßenverlauf rechteckige Züge. Das geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz zurück. Womit ich bei der Geschichte der Stadt wäre. Auch dort ist belegt, dass es bereits zur Zeit des Römischen Reiches Besiedelungen gab. Aber erst im 17. Jahrhundert wurde aus dem einstigen Dorf eine Stadt, eben unter besagten Kurfürsten. Im 18.Jahrhundert erlebte Mannheim eine glanzvolle Zeit. Als Kurfürst Carl Philipp seinen Hof dorthin verlegte und das Schloss bauen ließ. Ende des 18. Jahrhunderts begann sich Mannheim zu industrialisieren. Schuld waren Klimakatastrophen und politisches Gerangel. Das nutzten findige Köpfe wie z.B. Werner von Siemens, der dort den ersten elektrischen Aufzug vorstellte.
Im zweiten Weltkrieg wurde Mannheim fast völlig zerstört und von den Amerikanern besetzt. Nur sehr langsam erfolgte der Wiederaufbau.
Ich war zwei Mal in Mannheim. Das erste Mal im Februar 1984, als ich im Zusammenhang mit meinem Amt als Berliner Karnevalsprinzessin dort zu Gast war und ein zweites Mal während unserer Rheinfahrt am 11.September 2016.
Das Schloss
Das Kurfürstliche Schloss in Mannheim wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts in 40jähriger Bauzeit fertig gestellt. 440 Meter in der Breite misst die Hauptfront. Das Schloss wurde nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg etwas vereinfacht wieder aufgebaut. Im Schlossmuseum kann man sich über damalige Zeit informieren. Der große Ehrenhof wird für kulturelle Veranstaltungen verwendet. Andere Teile des weitläufigen Gebäudekomplexes werden von der Universität Mannheim genutzt.
Die Schlosskirche befindet sich im Westflügel des Schlosses und war einst Hofkirche der Kurfürsten. Heute dient sie der alt-katholischen Gemeinde als Kirche. Architektonisch fügt sie sich in das Gesamtbild des Schlosses ein.
Die Jesuitenkirche
Die Jesuitenkirche in Mannheim ist eine bedeutende Barockkirche, die in den Jahren 1738 – 1760 gebaut wurde. Die Kirche war ein Geschenk von Kurfürst Carl Philipp an die Jesuiten, die an seinem Hofe lebten und ihm treu ergeben waren. Das katholische Gotteshaus befindet sich in der Innenstadt, in der Nähe des Schlosses.
Bemerkenswert ist die Frontansicht. Roter Sandstein wurde dort verarbeitet. Die kunstvoll geschmiedeten Eisengitter stammen aus der Hand des damaligen Hofschmieds.
Ja, das war es schon, was ich von Mannheim gesehen habe. Das erste Mal habe ich außer dem Hotel und dem Veranstaltungsort in Sachen Karneval ohnehin nichts gesehen und das zweite Mal war auch einfach die Zeit zu knapp. Außerdem lag die Stadt im Sonntagsschlaf.