Belgrad

Tradition & Moderne

Die Hauptstadt der Republik Serbien ist politische, wirtschaftliche und kulturelle Metropole. Dort mündet die Save in die Donau, dort ist Dreh- und Angelpunkt zwischen Mittel- und Südeuropa sowie dem vorderen Orient. Bei unserer Stadtrundfahrt am Vormittag des 16. September 2011 erlebten wir eine traditionelle und gleichzeitig moderne Stadt. Auf einer Fläche von 1029 km² leben etwa 1,3 Millionen Einwohner.

Belgrad ist Sitz der Serbisch - Orthodoxen Kirche. Dort hat auch der Serbische Patriarch seine Residenz. Wir besuchten das größte serbisch-orthodoxe Gotteshaus Südosteuropas, die Kathedrale des Hlg. Sava.

Image: Wikipedia

 

 

Baubeginn der im byzantinischen Stil errichteten Kirche war 1935. Die Größe entspricht etwa der Hagia Sophia in Istanbul. 12 000 Gläubige finden in ihrem Inneren Platz.

Auf dem Platz vor der Kirche steht die Statue des Hlg. Sava dem dieses Gotteshaus geweiht ist. Der Nationalheilige war der Verfasser des ersten serbischen Gesetzbuches.

Die Kirche ist innen noch immer nicht endgültig fertig gestellt. Durch den Zweiten Weltkrieg und die danach folgende politische Situation, kam es zu einem Baustopp. Erst im Jahr 1985 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Somit bewegten wir uns dort noch auf einer Baustelle.

Diese Kapelle steht in der Nähe der Nähe der Kathedrale. Dort gibt es neben Verwaltungs-einrichtungen eine Ausstellung über die Geschichte.

Gleich in der Nähe der Kathedrale steht das älteste
Wirtshaus der Stadt.

Während unserer Sightseeingtour sahen wir das Palais der Fürstin Ljubica (1788 – 1843). Sie war die Gattin des serbischen Fürsten Milos Obrenovic. Heute ist darin ein Museum, in dem man die Wohnsituationen der damaligen Oberschicht nachvollziehen kann.

Das Parlamentsgebäude von Serbien steht in der Altstadt. 1906 wurde der Grundstein für diesen imposanten Bau gelegt. Im jugoslawischen Königreich wurde er als Tagungsort genutzt. Seit dem hat er viele verschiedene politische Gruppierungen gesehen.

In einer schönen Parkanlage befindet sich der Museumskomplex, der sich mit der Geschichte 
Serbiens befasst.

Sehr schön anzusehen ist das alte Stadtschloss, das heute als Rathaus genutzt wird. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und soll sehr schöne Räume haben. Leider hatten wir für eine Innenbesichtigung keine Zeit.

Das Nationaltheater wurde ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Der Architekt lehnte sich an die Stilrichtung der Renaissance an. Es war und ist kulturelles Zentrum der Stadt. Die Größe des Hauses erlaubt es, mehrere Vorstellungen gleichzeitig zu spielen.

In der Nähe der Donau steht dieses Botschaftsgebäude

Das serbische Nationalmuseum aus dem Jahr 1902 wurde gerade aufwendig saniert.

Davor steht das Reiterstandbild
des Fürsten Mihailo Obrenovic.

In der Innenstadt konnten wir sehen, dass die alte Bausubstanz wieder sehr schön renoviert und restauriert wurde. In der Fußgängerzone laden viele Cafés und Restaurants zum verweilen ein.

Nach unserer Besichtigungstour durch die Stadt ging es dann hinauf zur Belgrader Festung Kalamegdan mit seiner schönen Parkanlage. Kalamegdan (deutsch > Burgplatz) bezeichnet eine große Freifläche zu Füßen der Festung die Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Die Festung bildet den Kern Belgrads und hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert.

                 Schon unterhalb der Festung gingen wir durch einen
                                           schöne Parkanlage dessen Wege am Abend von                                         antiken Kandelabern erhellt werden.

Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. siedelten an dieser Stelle schon die Römer. Auch aus dieser Zeit gibt es noch steinerne Reste, die darauf hinweisen.

Steinerne Reste aus der Römerzeit

Das Militärmuseum innerhalb der Festung gibt es seit 1878.

Oben auf der Festung steht auch das Symbol von Belgrad. Das Monument „Der Sieger“ zeigt einen Mann in Siegerpose der über die Donau blickt.

Vom Burgberg aus hatten wir einen herrlichen Blick über die Donau und die Savemündung.