Metropolentour ab/bis Hamburg mit der "AIDAprima"
Lange habe ich überlegt was ich in diesem Jahr mit meiner Tochter Sonja und meiner Enkeltochter Hülya in den Ferien unternehmen kann. Letztlich viel die Entscheidung auf eine Kreuzfahrt mit der AIDAprima. Von Hamburg aus sollte es eine Woche über England, Frankreich, Belgien und die Niederlande wieder zurück nach Hamburg gehen. Die Buchung bei AIDA war problemlos. Es waren noch einige Formalitäten zu erledigen und dann hatten wir eine lange Zeit der Vorfreude.
Der erste Tag 06. Juli 2024 - Anreise & Einschiffung
Ich habe mich mit meiner Tochter und Enkeltochter um 09:00 Uhr am Hauptbahnhof getroffen. Um 09:59 Uhr sollte unser ICE nach Hamburg abfahren. So hatten wir noch Zeit, um uns mit ein wenig Proviant einzudecken, viel brauchten wir nicht, denn die Fahrt dauerte ja nur etwa 1 ½ Stunden. Endlich im Zug, konnte Hülya noch ein wenig Schlaf nachholen.
In Hamburg angekommen, konnten wir am Bahnhof gleich unser Gepäck loswerden. AIDA hatte dort einen Stand, wo Koffer gesammelt wurden, und direkt zum Schiff gebracht wurden. Es war nur die Koffer meiner beiden Mädels, ich hatte meinen mit der Logistikfirma „TeFra“ transportieren lassen.
Ein Shuttlebus brachte uns dann vom Hamburger Hauptbahnhof zum Cuiseterminal Steinwerder. Dort wartete unser Schiffchen.
Am Check-in mussten wir etwas anstehen, wir waren nicht allein. Aber irgendwann war auch das geschafft und wir bekamen unsere Bordkarten.
Der Bordfotograf stand auch bereit, um das Einschiffungsfoto zu schießen. Dann konnten wir unsere Kabinen beziehen, die auch schon fertig waren.
Meine Verandakabine auf Deck 10 mit der Nr. 10147. Die Kabine von Sonja und Hüly lag gleich daneben und hatte eine Verbindungstür.
Unsere Koffer waren auch schon da. Die mussten aber noch ein wenig warten, denn zunächst mussten wir die pflichtgemäße Seenotrettungsübung hinter uns bringen. Da stellten sich die ersten Probleme ein. Es gab anfängliche Probleme mit dem Internet und dem Bordportal. So mussten wir erst zur Rezeption, um das zu klären. Es wurde geschafft, aber kostete Zeit. Zum Mittagessen war es schon zu spät, und so gab es nur eine schnelle Currywurst an der „Scharfen Ecke“ auf Deck 6.
Nun schnell die Koffer ausgepackt und schon war es Zeit, uns auf das obere Deck zu begeben, wenn wir das Auslaufen mitbekommen wollten. In der Tasche hatten wir unsere Gutscheine für einen Drink, die wir in unserer Kabine vorfanden. Ausgestellt von unserer Reiseberaterin bei AIDA. Auf dem Oberdeck war es sehr voll. Nur mit Glück bekamen wir einen Platz. Alles war zugebaut, es fehlte die Freifläche. Vom Auslaufen bekamen wir also nicht allzu viel mit. Es war nun auch Zeit zum Abendessen, und so gingen wir in das italienische Buffetrestaurant „Bella Donna“.
Danach gab es noch einen Drink an der Bar. Ich zog mich dann in meine Kabine zurück, meine beiden Mädels gingen noch auf Entdeckungstour.
Der zweite Tag 07. Juli 2024 - An Bord
Schon früh war ich aus dem Bett. Erst einmal auf den Balkon, um die morgendlich frische Seeluft einzuatmen. Am Himmel zeigten sich skurrile Wolkenformationen, durch die die Sonne sich ihren Weg suchte. Es versprach ein schöner Tag zu werden.
Ein Seetag lag vor uns. Wir waren auf dem Weg nach Southampton in England. Zum Frühstück gingen wir ins „Bella Donna“. Es gab alles, was das Frühstücksherz begehrte.
Die Auswahl war groß, die Brötchen frisch und der Service freundlich. So konnten wir gut gestärkt in den Tag starten.
Wir hatten nun erst einmal zu tun, das große Schiff zu erkunden. Lange Wege waren von A nach B zurückzulegen. Überall wimmelte es von Menschen, die vermutlich genau wie wir, erst einmal eine Orientierung suchten. Um 11:30 Uhr war im „Brauhaus“ ein Bayerischer Frühschoppen“ angesagt. Da wollten wir hin, und dass auch gleich als Mittagessen nutzen. Bei zünftiger Musik wurde ein Buffet angeboten, welches bayerische Schmankerln zur Auswahl hatte. Die Deko hatte noch etwas mit der Fußball-EM zu tun, die zu dieser Zeit noch lief. Die Spiele wurden am Abend unter anderem im Brauhaus auf Großbildleinwand gezeigt.
Blick in das Brauhaus
Nach einer Mittagssiesta erkundeten wir weiter das Schiff. Zur Kaffeezeit bekamen wir nur mit Glück einen Platz. Es war überall voll. Um 19:00 Uhr gab es im Theatrium eine Show der „AIDA-Stars“. Eine sehr schöne Performance von Sängern, Tänzern und Akrobaten. Präsentiert wurde die Show von den Entertain – Manager Malte Ziebell.
Diese sehr schöne Darbietung dauerte 45 Minuten. Danach gingen wir zum Abendessen ins Marktrestaurant. Dort hat es uns weniger gefallen. Es war voll, wuselig und ähnelte sehr an eine Massenabfertigung. So beschlossen wir, weiterhin dem kleineren „Bella Donna“ treu zu bleiben.
Der dritte Tag 08. Juli 2024 - Southampton / Großbritannien
Da ich Frühaufsteherin bin, konnte ich am frühen Morgen diesen schönen Sonnenaufgang genießen. Heute stand England auf dem Programm. Um 08:30 machte unsere AIDAprima am Anleger von Southampton fest. Auf dem Weg dorthin konnten wir in der Ferne den Spinnaker Tower von Porthmouth sehen.
Ich hatte schon im Vorfeld den Ausflug nach Windsor Castle gebucht. Nach der Erledigung der Passkontrolle konnten wir von Bord. Die Ausflugsbusse standen bereit.
Eine freundliche Reiseleiterin begleitete den Ausflug. Etwa 1 ½ Stunden Fahrt lagen vor uns, in denen uns die Reiseleiterin nicht nur über den Ablauf aufklärte, sondern uns auch über die Gegend, die wir durchfuhren, erzählte. Natürlich auch von Windsor und dem Schloss.
Zunächst fuhren wir ein Stück über die Autobahn. Weiter ging es durch verschiedene kleine Orte, wo wir auch immer wieder die typischen englischen Häuser mit ihren langen Schornsteinen sahen. Kurz bevor wir Windsor erreichten, passierten wir die berühmte Rennbahn in Ascot. Durch die Bäume hindurch konnten wir einen Teil der weitläufigen Anlage sehen und auch ein Blick auf die Tribüne werfen. Wir konnten auch einen Blick auf den „Long Walk“ werfen, einen 4,25 km langen Weg, der durch die königlichen Parkanlagen zum Schloss führt.
In Windsor angekommen, mussten wir zum Schloss noch ein ganzes Stück laufen. Dabei kamen wir durch den Bahnhof von Windsor/Eton, wo eine alte Dampflok aus der Zeit der Queen Viktoria steht. Diese Lok ist eine Nachbildung der Bahn, mit der Queen Viktoria am 13. Juni 1842 das erste Mal den Weg von London nach Windsor mit Bahn zurücklegte.
Am Eingang zum Schloss mussten wir Sicherheitskontrollen passieren. Unsere Reiseleiterin hatte uns zuvor über das Procedere aufgeklärt. Sie zeigte uns noch die wichtigsten Wege und dann konnten wir individuell auf Entdeckung gehen.
Überall finden sich Hinweise auf die royale Bedeutung dieses Hauses, selbst auf den Lampen.
Die Geschichte dieser weitläufigen Schlossanlage, die eher an eine Festung erinnert als an ein Schloss, geht zurück bis in das 11. Jahrhundert, wo unter Heinrich dem Eroberer die ersten Holzhäuser entstanden. So alt, wie diese Mauern, so vielfältig ist seine Geschichte. Mit einer kurzen Ausnahme war und ist das Schloss im Besitz der Britischen Krone, und wird auch noch heute genutzt.
„The round Tower“, der große runde Turm ist so etwas wie der Mittelpunkt des ganzen Areals. Im 11. Jahrhundert, einst aus Holz errichtet, war er Teil einer Festungsanlage um London. Im Laufe von Jahrhunderten hatte er viele Funktionen. Heute ist dort das königliche Archiv untergebracht. Wenn der König anwesend ist, weht auf ihm der königliche Stander, sonst ist der Union Jack zu sehen.
Wir liefen durch die weitläufige Schlossanlage, die aus verschiedenen Gebäudetrakten besteht. Viele Menschen waren unterwegs.
Unser erstes Ziel waren die State-Appartements. Auch dort mussten wir erst einmal anstehen, bis wir die Räume betreten konnten. Man wird über vorgegeben Wege durchgeschleust. Da in den Räumen überall das Fotografieren verboten ist, kann ich hier leider keine Fotos von den edlen Einrichtungen zeigen. Ich habe mir davon einige Postkarten gekauft.
Es war in den Räumen sehr voll und sehr warm, so dass wir erst einmal froh waren, wieder an der frischen Luft zu sein, auch wenn es anfing etwas zu regnen. Unser nächstes Ziel war die St. Georgs Chapel, wo sich auch die königlichen Ruhestätten befinden. Auch dort war in den Räumen stricktes Fotografierverbot.
Die St. Georg-Chapel ist eine Eigenkirche der königlichen Familie und Kapelle des Hosenbandordens. Dort finden sich nicht nur viele Ruhestätten der royalen Familienmitglieder, auch Hochzeiten und Taufen wurden und werden dort zelebriert. Letztes großes Ereignis dort war die Grablegung der Queen Elizabeth II. im Jahr 2022. Dort hat sie im Alter von 96 Jahren unter dieser schlichten Grabplatte neben ihrem Mann, Prinz Philipp, Herzog von Edinburgh und ihren Eltern ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Nun machten wir uns langsam auf den Weg zum Ausgang, denn wir wollten auch noch etwas von der Stadt sehen. Außerdem hatten wir Hunger. Auf dem Weg sahen wir noch einen Wachmann der königlichen Garde, der dort patrouillierte.
Wir bummelten noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen von Windsor und stillten unseren Hunger bei Fish & Ships. Man konnte es essen, von „gut“ war es weit weg.
Nun war es auch schon Zeit, langsam zum Busparkplatz zurückzugehen. Hülya wallte noch die dortigen Souveniergeschäfte stürmen. Sie hat auch noch etwas gefunden, bevor und der Bus zum Schiff zurückbrachte.
Wir fuhren durch die königlichen Parkanlagen, eine sehr schöne und gepflegte Gegend. Dort steht auch eine lebensgroße Pferdeskulptur, eine Nachbildung der royalen Pferde. Diese Skulptur bekam Queen Elizabeth II. anlässlich ihres 60. Thronjubiläums von der Bevölkerung Windsors geschenkt. Im Rahmen einer Feierstunde enthüllte sie im März 2014 persönlich dieses Kunstwerk.
Gegen 18:00 Uhr waren wir zurück auf dem Schiff. Es war ein interessanter Ausflug. Schnell etwas frisch gemacht und dann war Zeit zum Abendessen. Während ich mich danach auf meinen Balkon zurückzog, gingen Sonja und Hülya noch ins Theatrium. Um 20:30 Uhr hieß es Leinen los, Goodbye, old England. Noch ein Blick zurück auf Southampton und weiter ging unsere Reise Richtung Frankreich
Der vierte Tag 09. Juli 2024 - Le Havre / Frankreich
Wir saßen beim Frühstück, als unser Kapitän um 08:00 Uhr am Pier von Le Havre/Frankreich festmachte. Ich war dort schon mehrere Male, die Stadt bietet nicht viel. So hatten ich einen Ausflug in das Fischerstädtchen Honfleur, das eine halbe Autostunde von Le Havre entfernt liegt. Um 10:00 Uhr ging es los. Wir verließen das Schiff, um uns zu unserem reservierten Bus zu begeben, der uns nach Honfleur bringen sollte. Auf dem Weg dorthin mussten wir erst einmal wieder am Bordfotografen vorbei.
Das Wetter war heute nicht so toll, es regnete, und das sollte auch bis zum Nachmittag so bleiben. Unsere Fahrt führte uns über die große „Pont de Normandie“, durch die schöne Landschaft dieser Gegend. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichten wir Honfleur. Der Bus setzte uns, nicht weit entfernt von der Innenstadt, ab. Honfleur ist eine kleine Hafenstadt am südlichen Ufer der Seine mit etwa 7000 Einwohnern. Die Stadt war und ist künstlerisch geprägt. Besonders Maler und Bildhauer fühlten sich dort zuhause. Trotz des unangenehmen Regens liefen wir durch die Straßen. Drei Stunden hatten wir Zeit. Viel Freude machte das bei diesem Wetter nicht. Hier ein paar Eindrücke, die ich trotzdem einfangen konnte.
An dieser Mauer, die sich am Beginn der Innenstadt befindet, sind Menschen abgebildet, die für Honfleur wichtig waren.
Das Rathaus
Wir liefen durch die regennassen Straßen. Das Rathaus der Stadt stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist als historisches Gebäude aufgelistet. Der alte Hafen von Honfleur mutet richtig romantisch an Seine Entstehung geht zurück auf König Ludwig XIV. (Der Sonnenkönig). Um das Hafenbecken stehen viele alte Häuser, in denen Gastronomen ihre Bistros betreiben. Bei schönem Wetter sicher ein guter Platz, um die Seele baumeln zu lassen.
Am Hafenbecken befindet sich z. B. das La Lieutenance. Dieses denkmalgeschützte Gebäude ist ein Rest der alten Stadtbefestigung und diente des Königs Leutnant als Dienstwohnung
Unten noch einen Blick auf die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden. Nun wollten wir noch die Kathedrale von Honfleur ansehen.
In der ältesten Kirche (14. Jahrhundert) von Honfleur befindet sich heute eine Schifffahrtsmuseum, in dem man historische Relikte der christlichen Seefahrt bestaunen kann.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an schönen Blumenanpflanzungen vorbei. Auch bei Regen schön anzusehen.
Irgendwo in der Stadt ist diese Brunnenanlage zu sehen. Der „Fontaine le Moulieres“ erinnert an die Frauen, die früher Muscheln „geerntet“ haben. Das war eine schwere und gefährliche Arbeit.
Dieser Glockenturm (unten) steht am Place Sainte Catherine und gehört zu der gleichnamigen Kirche. Dieses historische Gebäude ist die größte und älteste Holzkirche. Sie stammt in ihrer jetzigen Form etwa aus dem 15. Jahrhundert. Der Glockenturm steht separat zu dem übrigen Kirchengebäude.
Nach einem kurzen Weg durch alte, kleine Straßen erreichten wir die Kathedrale von Honfleur.
Die katholische Kirche Saint Léonard stammt im Ursprung aus dem 12. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude von den Hugonotten niedergebrannt. Erhalten werden konnte die Fassade und einige weitere Bauteile. Erst im 17./18. Jahrhundert erfolgte ein Wiederaufbau. Im Inneren des Gotteshauses finden sich viele Wandmalereien und kunstvolle Holzschnitzereien. Heiligenbilder und eine große Orgel vervollständigen das Interieur. Wie wir es in Frankreich schon oft gesehen haben, ist auch diese Kirche recht bescheiden gehalten. Die Bilder zeigen den Hauptaltar, der von einem schönen Chorgestühl umgeben ist.
In einem Seitenschiff ist dieser Altar zu finden, dessen Altarbild ein wahres Kunstwerk der Holzschnitzerei ist. Auch die Kanzel ist aus edlem Holz geschnitzt und bietet einen fantastischen Kontrast zu den weißen Rundbögen. Bevor wir die Kirche wieder verlassen, zündet Hülya noch eine Kerze an, für die Lieben zuhause.
Als wir wieder an der frischen Luft sind, hat es aufgehört zu regnen. Es wird aber langsam Zeit zum Sammelpunkt zurückzukehren. Mit etwas Verspätung holt uns unser Bus wieder ab und bringt uns zurück zum Schiff. Nach einer Siesta setzen wir uns mit einem Kaffee auf den Balkon. Dazu bekamen wir Besuch von einer zutraulichen Möwe. Diese ließ sich von uns gar nicht beeindrucken bei ihrer Flugpause.
Zum Abendessen habe ich heute einen Tisch in dem französischen Restaurant „French Kiss“ reserviert. Das Ambiente war sehr schön, die Speisenauswahl überschaubar, das Essen ok, mehr aber auch nicht. Für meine beiden Mädels war das wohl nicht das Richtige.
Als Vorspeise gab es Tatar, das hat mich nicht überzeugt, das Rinderfilet als Hauptgang habe ich auch schon besser gehabt die Käseplatte war in Ordnung.
Anschließend gingen Sonja und Hülya ins Theatrium. Ich machte noch einen kleinen Rundgang und zog mich dann in meine Kabine zurück. Um 20:00 Uhr hieß es „Leinen los“, wir verließen Le Havre und nahmen Kurs auf Zebrügge/Belgien.
Der fünfte Tag 10. Juli 2024 - Zeebrügge / Belgien
Um 10:00 Uhr legte die AIDAprima in Zeebrügge an. Ich hatte im Vorfeld Karten für den örtlichen Shuttlebus nach Brügge gebucht. Gut gestärkt nach einem ordentlichen Frühstück im „Bella Donna“, machten wir uns auf den Weg,
Wir stellten uns dem Bordfotografen und stiegen zunächst in den Hafenbus, der uns zum Hafenausgang brachte. In Zeebrügge ist es verboten, sich im Hafengebiet zu Fuß zu bewegen.
Gleich am Hafenausgang befand sich auch das Büro des örtlichen Shuttlebusses. Einen Moment mussten wir noch warten, bis uns der Bus nach Brügge brachte. Ich war dort schon einmal, und wollte nun meinen beiden Mädels diese schöne Stadt zeigen. Nach etwa 20 Minuten Fahrzeit erreichten wir den großen Parkplatz vor der Stadt. Noch 10 Minuten Fußweg, dann waren wir in der Innenstadt. Auf dem Weg kamen wir an schönen Parkanlagen vorbei und überquerten Kanäle. An einer Brücke erwischte uns der Bordfotograf von AIDA.
Foto: Bordfotograf
In Brügge kann man mit Booten durch die Kanäle fahren. Das habe ich bei einer Reise im Jahr 2005 schon einmal gemacht. Meine Mädels hatten dazu keine Lust. Hülya interessierte sich mehr für die vielen Schokoladengeschäfte in den Straßen. Unzählige Sorten belgischer Pralinen und anderen Süßigkeiten werden angeboten und finden ihre Abnehmer. Die Auslagen sind so lecker, dass auch wir nicht ohne Beute zurückgefahren sind.
Ein bisschen Kultur ging aber doch noch. Wir besichtigten die Liebfrauenkirche. Auch dort war ich schon einmal.
Nun waren wir nicht mehr weit weg vom Grote Markt. Dort war Wochenmarkt, und so wahr von den schönen Häusern, die diesen Platz umgeben, nicht viel zu sehen.
Der 83 Meter hohe Belfried überragt den Marktplatz. Er stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Im Mittelalter demonstrierten diese Türme den Reichtum und die Macht der Stadt. Um den Grote Markt finden sich auch viele Restaurants. In einem machten wir Mittagspause. Währen Sonja und ich uns eine ordentliche Portion Muscheln servieren ließ, ließ sich Hülya ihr geliebtes Schnitzel schmecken.
Mit einem Umweg noch über das eine und andere Schokoladengeschäft, liefen wir langsam zurück zum Busparkplatz und fuhren zurück zum Schiff.
Nach einer Siesta und einem Kaffee auf unserem Balkon, gingen wir ins Theatrium, um uns die abendliche Show anzusehen. Das Ensemble der AIDA präsentierte eine lebhafte Show mit Musik aus den 70/80ziger Jahren mit viel Rock `n`Roll. Bekannte Rock-Hymnen wurden super performt.
Um 19:00 Uhr nahmen wir auch Abschied von Zeebrügge. Weiter ging es nach Rotterdam in den Niederlanden. Unser Abendessen gab es wieder im „Bella Donna“.. Der weitere Abend verlief, wie nun schon gewohnt. Ich zog mich auf meine Kabine zurück und meine beiden Mädels gingen noch auf Entdeckungstour.
Der sechste Tag 11. Juli 2024 - Rotterdam / Niederlande
Um 08:00 Uhr machte die AIDAprima am Pier von Rotterdam fest. Für 10:00 Uhr hatte ich den Shuttle in die Stadt gebucht. Natürlich stand auch dort der Bordfotograf parat.
In kurzer Zeit waren wir mitten im Geschehen. Es war noch ruhig in der Stadt, und die Geschäfte in den Einkaufsstraßen öffneten gerade. Wir bestaunten die Architektur in Rotterdam.
Wir schauten uns die Kubushäuser an. Kubus bedeutet im Niederländischen so viel wie „Würfel“, und genau so sehen diese Häuser auch aus. Innen befinden sich Wohnanlagen.
Auch dem alten Hafen statteten wir einen Besuch ab. Dort steht ein kleiner Leuchtturm, der einst 1899/1900 aus Gusseisen erbaut wurde. Er gehört zum Maritimen Museum in Rotterdam und stand einst in Hoek van Holland. Dort diente er als Leuchtfeuer.
Wie auf dem Foto zu erkennen ist, gibt es auch in dieser Stadt viele Baustellen. Wir hatten gehofft, am alten Hafen ein Boot für eine Hafenrundfahrt zu finden, hatten aber Pech.
So liefen wir weiter zur Markthalle. Unterwegs fanden wir eine Mac Donalds Filiale, in der wir eine Kleinigkeit zum Mittag aßen.
In der Markthalle war es sehr voll und wuselig. Wahrscheinlich war das auch dem Wetter geschuldet, denn es fing gerade mal wieder an zu regnen. In der Halle werden überwiegend Lebensmittel jeder Art angeboten. Auch viele Imbissstände bieten ihre Waren an, oft exotischer Natur. Hülya fand auch etwas zum Probieren. Nun gingen wir zurück zum Bus. Der Shuttle brachte uns zum Schiff. So toll fanden wir diese Stadt nicht, aber sie bescherte Hülya neue Schuhe und ein paar andere Kleinigkeiten.
Ich machte erst einmal eine Siesta und meine beiden Mädels zogen noch einmal los. Von meinem Balkon aus hatte ich eine schöne Sicht auf die Stadt. Später ging ich dann einmal ganz nach oben. Auf Deck 18 gibt es einen Aussichtspunkt, von dem ich einen schönen Rundblich hatte. Von dort konnte ich auch wunderbar die Erasmus-Brücke sehen.
Zum Abendessen waren meine Mädels dann auch wieder da. Wir ließen es uns im „Bella Donna“ schmecken. An den lecken hergerichteten Desserts kam ich auch nicht immer vorbei. Hüjya musste noch ins Theatrium und ich genoss den Ausblick vom Balkon. Wir lagen overnight in Rotterdam und hatten so einen schönen Blick auf die nächtliche Stadt.
So ging auch dieser Tag zu Ende. Es war unsere letzte Station auf dieser Reise.
Der siebte Tag 12. Juli 2024 - An Bord
Am Morgen um 06:00 Uhr legte unser Kapitän in Rotterdam ab. Ich war schon wach und begann mich für den Tag zu sortieren. So konnte ich aber noch ein paar Fotos machen, unter dem Motto:
„Tschüss Rotterdam“
Das Abendessen war festlicher als sonst. Die Tische waren weiß eingedeckt, es gab ein Gläschen Sekt. Auch die Speisenauswahl war exklusiver. Das Foto zeigt einen angerichteten Vorspeisenteller mit Lachs und Kaviar.
Im Theatrium lief die große Abschiedsshow unter dem Motto: „Let`s Get Loud“. Eine mitreißende, bunte Show, in der die „AIDA-Stars“ noch einmal ihr musikalisches und tänzerisches Können zeigten.
Nun hieß es noch einmal schlafen. Die Wellen bescherten uns noch einmal süße Träume, auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt, Hamburg!
Der achte Tag 13. Juli 2024 - Heimreise
Früh um 08:00 Uhr waren wir wieder am Anleger Steinwerder, in Hamburg, angekommen. Wir konnten noch in Ruhe frühstücken. Wie immer, herrschte ein reges Gewusel am Abreisetag auf dem Schiff. Wir packten unsere letzten Sachen zusammen und verließen dann die AIDAprima.
Ein Transferbus brachte uns zum Hauptbahnhof. Um 12:24 Uhr fuhr unser ICE zurück nach Hannover. Bis dahin hatten wir noch Zeit für einen Kaffee und einen kleinen Imbiss. Etwa um 13:30 Uhr waren wir wieder in Hannover.
Es waren schöne Tage mit meinen beiden Mädels. Das Schiff hat mir nicht so gut gefallen, da fand ich die AIDAdiva und die AIDAluna angenehmer. Das Schiff ist mir zu groß, es fehlen Außenflächen.
Aber gut, wir haben einiges gesehen und Hüly war endlich in England. 😀
Cruiseterminal Hamburg / Steinwerder