Unsere Reise nach Kairo /Ägypten im November 2009
Eine Reise mit Phoenix-Reisen
Allgemeines
Kairo, fast 8 Millionen Einwohner zählt die arabische Metropole, das Umland nicht mitgerechnet. Die Hauptstadt Ägyptens ist auch die wichtigste Stadt der arabischen Welt. Es gibt dort alles was wichtig ist, angefangen vom Parlament über diplomatische Vertretung bis hin zu Hochschulen, kulturellen Einrichtungen und bedeutenden Baudenkmälern. Kairo ist Verkehrsknotenpunkt, was der Besucher sehr schnell zu spüren bekommt. Die Stadt liegt im Niltal am rechten Nilufer, dort wo das Nildelta beginnt. Man unterscheidet das alte und neue Kairo.
Kairos Geschichte geht zurück in die Zeit der ägyptischen Mythologie in denen Götternamen wie Horus, Seth und Atum eine Rolle spielten. Religion ist der Islam, die Scharia bildet die Grundlagen für die Gesetzgebung. Das heutige Kairo, so wie wir es erlebten ist laut, schmutzig und nicht ganz ungefährlich. Das beginnt schon mit dem Straßenverkehr. Es ist kaum möglich irgendwo eine Straße zu überqueren. Es gibt viele sehr interessante Sehenswürdigkeiten, allen voran das Ägyptische Museum.
Diese Reise war die Geburtstagsreise zu Horst 60sten Geburtstag. Bei dem Reiseveranstalter „Phoenix Reisen“ fanden wir das, was uns vorschwebte. Ein paar Tage Kairo und noch ein paar Tage Alexandria, die Stadt am Mittelmeer. Wir hofften, dort ein wenig Strand und Sonne genießen zu können, nachdem wir in Kairo Kultur erlebt hatten.
Anreise & Hotel
Das Flugzeug der Airline „Egypt-Air“ brachte uns am 03. November 2009 am Nachmittag nach Kairo. Nach gut fünf Stunden Flug, den Einreiseformalitäten und dem Transfer kamen wir um 22:00 Uhr in unserem Hotel, dem „Le Meridian Pyramids“, an.
Der Reiseleiter half beim Check-in und eifriges Personal bemühte sich um unser Gepäck. Wir bekamen ein schönes Zimmer
mit großen und guten Betten und da fielen wir dann auch nur noch rein. Wir beschäftigten uns noch kurz mit dem Reiseablauf, den wir von unserem Reiseleiter am Flughafen bekommen hatten. Danach wurden wir am nächsten Morgen schon um 8:30 Uhr abgeholt um das Besichtigungsprogramm zu beginnen. Nun hieß es schnell schlafen.
Die Pyramiden
Es war der 4. November 2009, Horst Geburtstag. Um 7:00 Uhr gingen wir zum Frühstück. Die Tische waren nach Reisegruppen reserviert, das Frühstücksbuffet „naja“! Es hatte ein bisschen was von Massenabfertigung. Aber der Kaffee war gut und satt wurden wir auch. Um 8:30 Uhr ging es dann zu den berühmten Pyramiden von Gizeh. Diese sind von Hotel aus zu sehen, nur leider lag unser Zimmer zur anderen Straßenseite. Nun ging es aber mit einem Kleinbus direkt dort hin. Wir waren nur eine kleine Gruppe von sechs Personen und der Reiseleiter war nett und sprach gut Deutsch.
Dann standen wir endlich vor einem der sieben Weltwunder der Antike. Das einzig erhaltene der Weltwunder und die bekanntesten und ältesten Bauwerken der Menschheit. Die größte, die Cheops-Pyramide, das Grabmal des Pharaos Cheops, vermutlich aus den Jahren 2600-2500 v. Chr., ist ca. 140 m hoch. Die mittlere, die Chephren-Pyramide mit einer Höhe von ca. 136 m, gehört dem Pharao Chephren, einem Sohn des Cheops. Die kleinere, die Mykerinos- Pyramide hat nur eine Höhe von ca. 60 m. Darüber hinaus gibt es noch viele kleinere Grabstätten. Gizeh war im Alten Reich ein bedeutender Friedhof. Zu jeder Pyramide gehörte auch ein Tempel, von denen aber nur noch Ruinen zu sehen sind.
Es war ein beeindruckender Moment, als wir vor diesen großen, alten Bauwerker standen. Auf dem linken Foto ist die Cheopspyramide zu sehen. Seit 1979 gehören die Pyramiden zum Weltkulturerbe. Man kann in diese Bauten auch reingehen. Das ist aber sehr unwegsam und außer alten Steinen gibt es da wohl nicht viel zu sehen. Da wir dort auch lange hätten anstehen müssen, verzichteten wir darauf. Das mittlere Foto zeigt die Chephren-Pyramide.
Neben den großen Pyramiden sahen wir immer wieder kleinere Grabstätten und Reste von einstigen Tempelanlagen. Dazwischen Parkplätze für die vielen Besucherautos.
Dieser alte Friedhof ist ein riesiges Gelände. Es liegt am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer von Kairo entfernt. Um alles abzulaufen braucht man viel Zeit und muss gut zu Fuß sein. Die Sicherheitskräfte waren per Kamel unterwegs und wir wurden mit dem
Bus von einer Stelle zur anderen gefahren.
Es ging zum nächsten Highlight, der Sphinx. Dieser liegende Löwe mit einem Menschenkopf ist die größte ihrer Art und wurde ca. 2.700 – 2.600 v. Chr. errichtet.
Die Figur ist 73,5 m lang, 6 m breit und ca. 20 m hoch. Über den Sinn und Zweck dieses Bauwerks sind sich die Wissenschaftler uneins. Die einen meinen, sie wäre als Wächter des Gizeh-Plateaus gedacht gewesen, andere wiederum vermuten in ihr ein Abbild des Pharao Cheops. Es gibt auch noch viele andere Theorien. Fakt ist, dass wir überwältigt waren, von dem Schaffen der Menschen zu damaliger Zeit, ganz ohne technische Hilfsmittel.
Kairo Stadt
Nachdem wir uns an den Pyramiden sattgesehen hatten, fuhren wir nach Kairo in die Innenstadt. Weit sichtbar, der Kairo-Tower, das Wahrzeichen der Millionen-Metropole. Dieser 187 m hohe Fernsehturm wurde 1961 fertiggestellt. Das Besondere an dem Turm ist, dass er kein Stahlskelett besitzt. Er ist somit das höchste Bauwerk, welches aus reinem Beton gefertigt ist. Der Turm hat drei Aussichtsplattformen und ein drehbares Restaurant.
Viele Brücken überspannen den Nil, der vermutlich der längste Fluss der Erde ist. (Vermutlich deshalb, weil die Länge des Amazonas mit 6.400 – 6.800 km nicht genau definiert ist.)
In einem Restaurant an der Nilpromenade machten wir dann Mittagspause. Das Essen war recht lecker und anschließend ging es gestärkt weiter.
Wir fuhren weiter durch die Stadt. Allerdings kamen wir nur sehr langsam voran. Der Autoverkehr in Kairo ist beachtlich. Es ist nicht zu beschreiben, was sich dort auf den Straßen abspielt. Da wir sehr viel im Stau standen, hatten wir aber Gelegenheit, das eine und andere Foto aus dem Auto heraus zu machen. Überall sieht man im Stadtbild Moscheen. Auf den Foto ist ein kleinerer Bau zu sehen. Es war nicht zu übersehen, dass wir uns in einem islamischen Land befanden. Wir fuhren vorbei an dem neuen Opernhaus. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1988. Gleich gegenüber in der First Mall stehen moderne Luxushotels wie das „Four Seasens“.
Eher selten zu sehen sind in dieser Stadt solch grüne Oasen……dafür gehören Esels- und Pferdekarren, die sich ihren Weg durch den dichten Verkehr bahnen, zum Stadtbild. Es handelt sich dabei um Bauern aus dem Umland, die ihre Waren verkaufen wollen.
Irgendwann erreichten wir das Ägyptischen Museum in Kairo. Dort gab es strenge Sicherheitsvorkehrungen sowie Foto- und Filmverbot. Deshalb kann ich auch hier keine weiteren Fotos zeigen. Ich habe nur Ansichtskarten käuflich erworben, und diese unterliegen dem Urheberrecht.
Auf dem Vorplatz des Museums befand sich ein schöner Springbrunnen mit Seerosen und einer Papyrusstaude in der Mitte, dort trafen wir uns, nachdem wir die Sicherheitskontrollen passiert hatten. Auch im Außengelände des Museums stehen verschiedene Figuren, die Personen des alten Ägyptens darstellen. Dann ging es in das Museum. Nochmals hatten wir eine Sicherheitsschleuse zu passieren. Es folgte über 1 ½ Stunden ein Führung zu den interessantesten Ausstellungsstücken. Um alles genau anzuschauen bräuchte man bestimmt einen ganzen Tag. Das Haus ist weltweit das größte Museum für ägyptische Kunst und beherbergt 120 000 Exponate. Das wichtigste für den Besucher ist aber wohl die Ausstellung der goldenen Totenmaske des Tutanchamun.
Foto: Wikipedia
Das war nun alles sehr interessant aber auch recht anstrengend, so dass wir froh waren, erst einmal in unser Hotel zu kommen. Viel Zeit zum Erholen hatten wir jedoch nicht. Schon um 18:00 Uhr holte uns der Bus wieder zur Abendfahrt ab. Der Verkehr war nicht weniger geworden. Unser Busfahrer quälte sich mühselig durch die Straßen, aber er war das wohl gewohnt. Wir fuhren durch die Stadt der Toten. Es war unheimlich. Der Friedhof sah aus, wie eine Siedlung mit kleinen grauen Häusern. 6,4 km lang ist dieses Gelände. Hin und wieder sah man Lichter in den kleinen Häusern. Dort leben Menschen mit ihren Toten. Mausoleen und Wohnhäuser, das eine sieht wie das andere aus. Irgendwann erreichten wir die Innenstadt. Vom Zitadellenberg leuchtet hell die Alabastermoschee. Korrekt heißt sie nach ihrem Erbauer: „Muhammed Ali Moschee“.
Wir erreichten dann die Basarstraße. Als wir dort den Bus verließen, wunderten wir uns schon nicht mehr über das Sicherheitspersonal, das sofort zur Stelle war, sobald wir ausstiegen. Bevor wir über die Basarstraße bummeln konnten, stellte uns unser Reiseleiter noch einen Sicherheitsmann in zivil vor, der ein Auge auf unsere Gruppe haben sollte.
Treffpunkt war danach ein Teehaus. Dort ließen wir uns erst einmal einen frischen Pfefferminztee schmecken.
Wir waren noch nicht am Ende unserer abendlichen Fahrt durch Kairo. Wir fuhren zum Präsidentenpalast. Dort durften wir leider nicht halten. Unser Busfahrer fuhr langsam an dem Gebäude vorbei, das so illuminiert recht imposant wirkte. Zum Schluss unserer abendlichen Stadtrundfahrt sahen wir noch das Denkmal für den früheren ägyptischen Präsidenten Answer as-Sadat und die Tribüne auf der das Attentat gegen ihn verübt wurde. Answer as-Sadat war von 1970 – 1981 Präsident.
Bild oben: der Präsidentenpalast, durch die Entfernung leider etwas unscharf, rechts: Erinnerungen an Präsident Sadat
Drei Stunden sollte dieser Ausflug eigentlich dauern. Um 22:30 Uhr waren wir endlich im Hotel. Noch ein kleines Abendessen an der Hotelbar und dann ging es ins Bett. Es war ein ereignisreicher Tag und Horst Geburtstag, der leider zu kurz kam.
Donnerstag 05. November 2009 – um 7:00 Uhr sind wir zum Frühstück gegangen und um 8:00 Uhr stand der Bus vor der Tür, der uns nach Alexandria bringen sollte, dem zweiten Teil unserer Reise.