
Finnland
Weite, Wälder und stille Seen
Die parlamentarische Republik Finnland im Norden Europas ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. Mit einer Fläche von ca. 338.500 km² und 5,4 Millionen Einwohnern ist Finnland eines der dünnbesiedelten Länder. Nachbarländer sind Schweden, Finnland und Russland. Im Westen und Norden grenzt das Land an die Ostsee.
Die Geschichte dieses Landes ist sehr alt. Die ersten Nachweise von Besiedelungen in dieser Gegend stammen aus der Eiszeit, etwa 8.500 v. Chr. Etwa 2000 Jahre später wird die finnische Sprache nachgewiesen. Die langsame
Entwicklung dieses Landes zog sich über Jahrhunderte. Im 12. Jahrhundert gehörte Finnland zu Schweden, später war es Großfürstentum im Russischen Reich. Erst 1917 wurde das Land unabhängig.
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Die Menschen gehören überwiegend der evangelisch - lutherischen Kirche an, aber auch die russisch - orthodoxe Kirche ist als „Volkskirche“ festgeschrieben. Lebten die Menschen bis zum zweiten Weltkrieg hauptsächlich von der Landwirtschaft, so hat sich danach auch die Industrie entwickelt. Finnland zählte noch vor nicht zu langer Zeit zu den ärmsten Ländern Europas. Erst mit der Europäischen Union konnte eine Änderung herbeigeführt werden. Finnland gilt heute als Wohlfahrtsstaat. Arbeitgeber werden stark in die Pflicht genommen, der Staat garantiert eine gesundheitliche Grundversorgung, die steuerfinanziert ist und alte Menschen erhalten eine „Volksrente“, sofern sie keinen Anspruch auf eine Rente aus einem Arbeitsverhältnis haben. Kinder haben nach einem halben Jahr Anspruch auf einen Kindergartenplatz oder auf finanzielle Unterstützung für die Betreuung zu Hause.
Wir besuchten dieses Land im Juni 1988 während unserer Busrundreise durch Skandinavien.