Kirchen

Es gibt in Berlin unzählige Kirchen und andere sakrale Gebäude aller möglicher Konfessionen. Das Zusammenleben dieser verschiedenen Glaubensrichtungen ist nicht immer einfach.  Zu groß sind die Unterschiede der Glaubensrichtungen, verbunden mit ihren vielfältigen Sitten und Gebräuchen. Deutschland ist aber erst einmal ein christliches Land, auch wenn die Konfessionsfreiheit im Grundgesetzt festgeschrieben ist. Jede Glaubensrichtung findet ihren Platz. Kein Mensch sollte wegen seiner Konfession diskriminiert werden.    

Der Berliner Dom

In Berlins Mitte am Lustgarten, dort wo die Straße Unter den Linden zu Ende ist, steht die größte evangelische Kirche Berlins, die auch eine der bedeutendsten Deutschlands ist. Die evangelische „Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin“! Ein Schmuckstück das seinesgleichen sucht. 1894 – 1905 war die Bauzeit des 116 Meter hohen Gebäudes, das auf einer Fläche von 73 x 93 Metern steht und 1650 Sitzplätze hat. Der Baustil vereinigt den Barock und die italienische Hochrenaissance. Die Geschichte dieser Kirche geht aber bis in das 15. Jahrhundert zurück, einer Zeit, in der auch das kurfürstliche Schloss fertig gestellt wurde und es und nun auch einer repräsentativen Kirche bedarf. Vorgängerbauten des heutigen Doms wurden von den jeweiligen Regenten immer wieder verändert, um- und neugebaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom bei Luftangriffen stark beschädigt. Die Gemeinde richtete sich danach in notdürftig wieder hergestellten Räumen ein. Erst in den 70ger Jahren begann eine, wenn auch zu
nächst notdürftige, Restaurierung der Kirche. 1993 konnten die aufwendigen Arbeiten abgeschlossen wer
den.

Neben Gottesdiensten und Konzerten finden seit der Wiederherstellung auch alle kirchlichen Staatsakte im Berliner Dom statt. Bis 2014 fanden in jedem Oktober dort die „Jedermann-Festspiele“ statt, die leider ausKostengründen eingestellt werden mussten.

Der Hauptaltar aus dem Jahr 1850 ist ein Werk von Friedrich Wilhelm Stüler

Die reich verzierte Kanzel ist aus     Eichenholz und trägt die Inschrift:      „Des Herren Wort bleibt ewiglich!“

Der Dom verfügt über zwei Orgeln, die Sauer - Orgel und die Schuke - Orgel. Auf dem Foto ist die große Sauer-Orgel zu sehen, die 1905 geschaffen wurde und somit zur ursprünglichen Ausstattung gehörte. 2006 wurde sie saniert. Die kleinere Schuke-Orgel befindet sich in der Taufkirche.

Ein Blick in die 74,8 m hohe Domkuppel, die einen Durchmesser von 33 m hat.

Die prächtige Kaiserloge in die man über die Kaisertreppe gelangt. Auf dem Schild über der Tür stehen die Worte:

„Setzt Eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die Euch
angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi“

Unter der Kirche befindet sich die „Hohenzollerngruft“. Dort sind die Ruhestätten vieler Mitglieder des alten Adelsgeschlechtes, der Hohenzollern. Aus diesem Geschlecht kamen auch die Regenten Preußens.

Der Altar in der Gruft

Das Wappen derer von Hohenzollern

Bildquelle: Wikipedia

Von 1536 – 1916 wurden die Hohenzollern in der Gruft beigesetzt. Allerdings liegen dort nicht die Preußischen Kaiser. Etwa 100 Grabstätten haben dort ihren Platz.

Weihnachten im Dom

 Am 24. 12. 2013 durften wir einen Weihnachtsgottesdienst im Berliner Dom. in der voll besetzten Kirche erlebten wir einen festlichen Gottesdienst. Es war ein besonderes Erlebnis. Die Predigt hielt der evangelische Bischof zu Berlin Dr. Markus Dröge, geleitet wurde der Gottesdienst von der Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann. Für die musikalische Untermalung sorgten der Domkantor und der Chor. 

Die Nikolaikirche

 

 

Die Nikolaikirche im Nikolaiviertel ist die älteste erhaltene Kirche Berlins und gehört heute zur Stiftung Stadtmuseum Berlin. Die ältesten Bauteile stammen aus dem Jahr 1230. Sie war Zentrum des alten Berlins. Um sie herum entwickelte sich damals eine Kaufmannssiedlung, das heutige Nikolaiviertel.

Die St. Johannisbasilika

 

 

Die St. Johannisbasilika befindet sich direkt neben der Apostolischen Nuntiatur in der Lilienthalstraße im Bezirk Neukölln.  Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese römisch-katholische Kirche gebaut. Sie ist die größte katholische Kirche Berlins, ist Johannes dem Täufer geweiht und steht unter Denkmalschutz. Es gibt einen direkten Zugang für den Vertreter des Vatikans. Sie ist aber auch Garnisonskirche und Sitz des katholischen Militärbischofs der Bundeswehr.