Ypern

Ypern oder auch Ieper, ist eine Stadt in Westflandern, die wir während unserer Busrundreise durch Belgien am 22. August 2005 besuchten. Mit rund 35.000 Einwohnern eher eine Kleinstadt, aber recht sehenswert. Im Späten Mittelalter gehörte Ypern zu den bedeutendsten Städten Flanderns. Zwischen 1914 und 1917 musste Ypern vier große Schlachten über sich ergehen lassen, wobei deutsche Truppen maßgeblich beteiligt waren. Die Stadt wurde fast völlig zerstört und wurde nach Originalplänen wieder aufgebaut.
Yper lebt heute vom Handel und vom Tourismus. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Lakenhal (ehem. Tuchhalle) mit dem 70 m hohen Belfried, der ein 43-teiliges Glockenspiel enthält. Der gotische Gebäudekomplex stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und hat eine hundertjährige Baugeschichte. Heute befindet sich dort das Flandernmuseum. Das Menentor, oder auch Gedenktor erinnert an britische Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg. Über 50.000 Namen sind in den Wänden des Tores eingemeißelt. An diesem Tor wird traditionell an jedem Abend der „Letzte Zapfenstreich“ von Engländern zelebriert, an dem auch immer noch einige Kriegsveteranen teilnehmen. Wir empfanden diese Zeremonie als sehr beeindruckend.

Foto: Wikipedia

Das Menentor

Grote Markt

 

Rechts: die große Tuchhalle mit dem Belfried

Die „Martinskathedrale“ ist ein gotischer Bau, ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Auch diese Kirche musste nach dem ersten Weltkrieg nach Originalplänen neu aufgebaut werden. Auch dort findet man viele Gedenkstätten an die Gefallenen dieses Krieges. Sehenswert ist an einem Seitenaltar die Wunderstatue Maria von Thuyne.