Von Antalya nach Sharm el Sheik mit der "AIDAdiva" 30. Oktober - 07. November 2014
Die AIDAdiva
Bereits das zweite Mal fuhren wir mit diesem Schiff. Die „Diva“ gehört zur zweiten Generation der AIDA - Schiffe. Sie wurde in der Meyer-Werft in Papenburg gebaut und fährt seit 2007 über die Weltmeere. Mit einer Länge von 251,89 m und einer Breite von 32,20 m bietet sie rund 2 000 Passagieren Platz die von mehr als 600 Crewmitgliedern versorgt werden.
Es gibt sieben Restaurants, von denen drei Spezialitätenrestaurants sind, in denen man gegen Zuzahlung gehobene Küche genießen kann. Aber auch die anderen, als Buffetrestaurants konzipierten Lokalitäten können sich sehen lassen. In 11 Bars und Lounges kann man sich gepflegte Getränke servieren lassen und im runden Theatrium, das sich über drei Decks erstreckt, gibt es Kultur und Kunst auf gehobenem Niveau. Ein Spa-Bereich und ein gut ausgestattetes Fitnesscenter sorgen für körperliches Wohlbefinden.
Sogar eine Indoor-Golfanlage ist vorhanden. Wem das alles noch nicht reicht, kann im Spielcasino sein Glück versuchen oder in der Shoppingzeile einkaufen gehen. In den Außenanlagen gibt es zwei Poolanlagen, die allerdings recht klein sind und einen abgetrennten FKK-Bereich, der aber nur auf offener See als solcher genutzt werden darf. Die gut 1 000 Kabinen sind unterschiedlichen Standards, von den Innenkabinen bis zur Suite kann der Gast wählen was ihm der Aufenthalt an Bord wert ist. Auf Sauberkeit und Sicherheit wird an Bord großer Wert gelegt. Alles in Allem haben wir uns an Bord wohl gefühlt. Die Nebenkosten sind moderat.
Hier noch ein paar technische Daten:
Das Schiff hat eine Größe von 69 203 BRT. Die Maschinen mit einer Leistung von fast 34 000 PS sorgen dafür, dass nicht nur der Schiffsantrieb läuft sondern auch, dass alle Versorgungseinrichtungen funktionieren. Eine eigene Wasseraufbereitungsanlage ist ebenso vorhanden wie eine Müllverbrennungsanlage. Mit einer Geschwindigkeit von max. 22,5 Knoten (42 km/h) kann die Diva fahren. Stabilisatoren sorgen für eine ruhige Lage. Für die gesamte Energieversorgung werden etwa 140 Tonnen Kraftstoff (Schweröl, Diesel) pro Tag benötigt.
Planung & Anreise
Am 04. November 2014 beging mein Mann seinen 65sten Geburtstag. Grund für eine schöne Kreuzfahrt. Etwa ein Jahr vorher begannen wir dieses Ereignis zu planen. Horst wünschte sich schon lange, einmal den Suezkanal zu durchfahren. Die Reederei AIDA-Cruises bot genau die richtige Route zum richtigen Zeitpunkt. Ein Telefonat mit unserem netten Reiseberater von AIDA, Herrn Tröster, genügte um alles komplett zu machen. Da wir mit diesem Schiff im Januar 2010 schon einmal gefahren sind, freuten wir uns auf ein Wiedersehen. Wir buchten eine Außenkabine auf Deck 5 im Premium-Preismodell incl. Flüge. Ein halbes Jahr vor Reisebeginn bot AIDA dann die Vario-Preise an. Das schien uns günstig. Ein weiteres Telefonat genügte, und wir hatten auf eine Vario-Balkonkabine umgebucht. Trotz Umbuchungsgebühren sparten wir noch Geld und hatten eine bessere Kabine. Die Zuteilung erhielten wir etwa sechs Wochen vor Reisebeginn, Balkonkabine 5144 auf Deck 5. Nun buchten wir noch im Vorfeld einen Landausflug auf Zypern und die Getränkegutscheine für Cocktails und Softdrinks.
Nach einer langen Zeit der Vorfreude kam dann endlich der 31.Oktober 2014. Es konnte losgehen. Unser Flieger von AirBerlin startete um 6:45 Uhr ab Berlin-Tegel. Ein vorbestelltes Taxi brachte uns zügig dort hin. Eingecheckt hatten wir bereits online, so brauchten wir nur noch unsere Koffer abzugeben. Wir hatten noch genügend Zeit für einen Kaffee. Unser Flug startete pünktlich, das Bordpersonal war geschäftsmäßig freundlich, die Sandwiches mit Schinken oder Käse kalt und pappig, nur die Getränke waren OK.
Boeing 737-700
(Foto: Wikipedia)
Gegen 11:00 Uhr landeten wir auf dem Flughafen in Antalya/Türkei. Die Passkontrolle ging schnell und auch unsere Koffer ließen nicht lange auf sich warten. Vor dem Flughafengebäude fanden wir den Counter von AIDA, Ein freundlicher Mitarbeiter wies uns den Weg zu unserem Transferbus. Bei unserer ersten Reise mit AIDA im Jahr 2010 standen bereits am Flughafengebäude Helfer, die uns das Gepäck abnahmen. Dort nun mussten wir es allein bis zum Bus bringen. Das ist nicht schlimm, fällt aber auf. 40 Minuten dauerte die Fahrt zum Hafen, wo unsere AIDAdiva auf uns wartete. Der Check-in war ziemlich chaotisch, da erst noch die Gesundheits-Fragebögen ausgefüllt werden mussten. Das alles dauerte eine Weile, zumal auch viele Menschen in der Schlange standen. Aber die längste Wartezeit vergeht und wir bekamen unsere Bordkarten.
An einem anderen Tisch konnten wir unsere bestellten Getränkegutscheine abholen. Nun war noch der Bordfotograf zu überwinden und schon konnten wir aufs Schiff – endlich wieder!
Der erste Tag - 31. Oktober 2014 - Antalya / Türkei
Es war fast 13:00 Uhr, als wir endlich auf dem Schiff waren. Unser erster Weg führte uns in das Marktrestaurant. Wir hatten Hunger und Durst. Dort herrschte ein großes Gewühle. Abreisende und anreisende Gäste standen sich auf den Füßen. Wir fanden aber einen Platz. Am Buffet bekamen wir dann erst einmal einen Schreck. Die meisten Speisen waren mit „laktosefrei“ und „glutenfrei“ gekennzeichnet. Zwangsdiät??? Das bewahrheitete sich in den nächsten Tagen zum Glück nicht.
Nach dem Essen gingen wir aufs Pooldeck und warteten auf die Freigabe unserer Kabine. Eigentlich wären wir gerne noch nach Antalya reingefahren, aber wir waren nur noch müde. Das frühe Aufstehen machte sich doch bemerkbar. Gegen 15:00 Uhr konnten wir unsere Kabine beziehen. Die geräumige Balkonkabine lag im Heck des Schiffes, wir waren zufrieden. Bald kamen auch unsere Koffer und wir konnten uns häuslich einrichten.
Nach einem Stündchen Siesta bummelten wir über das Schiff. Vom oberen Deck aus hatten wir einen schönen Blick über den Hafen und das Taurusgebirge. Hinter uns lag die „Mein Schiff 2“ von TUI-Cruises.
Nun war schon fast Zeit zum Abendessen. Wir begaben uns also wieder in das Marktrestaurant. Am Buffet herrschte ein unglaubliches Gewusel. Wir dachten, na ja, der erste Tag, da müssen sich alle erst einmal zurecht finden. Das Essen hatten wir auch besser in unserer Erinnerung. Warten wir mal ab, was die nächsten Tage bringen. Nun hieß es die Zeit bis zur pflichtgemäßen Seenotrettungsübung zu überbrücken. Diese war für 22:15 Uhr angesetzt. Wir gingen über das Schiff und weckten Erinnerungen. Auf unserem Balkon warteten wir dann auf das Zeichen zur SNRÜ, siebenmal kurz, einmal lang, der internationale Notruf. Um 23:00 Uhr legte die AIDAdiva in Antalya ab, pünktlich dazu startete die Welcom-Auslaufparty auf dem Pooldeck. Mit der Musik „Sail away“ hieß es Leinen los. Wir sahen uns noch die sehr gut gemachte Lasershow an, tranken den schon leicht abgestandenen Begrüßungssekt und fielen nach einem langen Tag ins Bett.
Der zweite Tag - 01. November 2014 - Marmaris / Türkei
Gut geschlafen hatten wir, als uns die Sonne weckte. Unsere Befürchtung, im Heck des Schiffes doch mehr Maschinengeräusche zu hören, bewahrheitete sich nicht. Im Marktrestaurant gingen wir frühstücken. Es war noch früh und recht ruhig. Wir hatten den ganzen Vormittag Zeit das Schiff zu genießen.
Das Pooldeck (Deck 11 & 12)
Gegen 12:00 Uhr steuerte die AIDAdiva Marmaris an. Die Küstenstadt im Südwesten der Türkei ist ein beliebter Touristenort. Kurz vor der Hafeneinfahrt kam der Lotse an Bord, der uns sicher den Weg bis zum Anleger weisen sollte. Zur Einfahrt in die schön gelegene Bucht, an der diese Stadt liegt, standen auch wir auf dem Oberdeck am Bug des Schiffes und genossen die schöne Landschaft, die in strahlendem Sonnenschein lag.
Wir gingen noch Mittagessen und machten uns dann auf, die Stadt zu erkunden. Der Weg von etwa 15 Minuten bis zur schönen Küstenpromenade, führte vorbei am Yachthafen, wo einige schöne Schiffchen lagen. Das war
fast wie an der Cóte d´Azur.
Wir bummelten über die schöne Küstenpromenade und genossen das schöne Wetter. Viele Restaurants luden zum Verweilen ein. In einem machten wir dann auch eine Cappuccino - Pause.
Foto: Bordfotograf
Von der Promenade aus konnten wir auch unser Schiff im Hafen liegen sehen. Ein schöner Anblick, wie die AIDAdiva dort majestätisch unter blauem Himmel am Pier liegt. Wir bummelten weiter in die Altstadt und besuchten den Basar. Angenehm überrascht waren wir, dass wir so ziemlich unbehelligt an den Geschäften vorbei schlendern konnten. Das hatten wir in der Türkei schon ganz anders erlebt. Aber so ganz ohne etwas zu kaufen, verlässt man solch einen Basar dann doch nicht. Eine neue Handtasche war Pflicht – wie auf fast jeder Reise.
Die AIDAdiva im Hafen von Marmaris
In der Altstadt vom Marmaris
Im Basar
Langsam gingen wir zurück zum Schiff. Eine Stunde Siesta tat uns und hauptsächlich unseren Füßen gut. Leider sind wir nun nicht mehr so gut zu Fuß, dass wir stundenlang in einer Stadt herumlaufen können. So genossen wir den Nachmittag an Bord. Ein stimmungsvoller Sonnenuntergang rundete den Tag ab.
Zum Abendessen im Marktrestaurant war um das Buffet herum wieder ein mächtiges Gewusel. Wir beschlossen am kommenden Tag in das Weite-Welt-Restaurant zu gehen. Im Theater gab es am Abend ein Kabarett unter dem Motto „Die Kunst des Lügens“. Das überzeugte uns nicht. So beendeten wir den Tag mit einem Cocktail an der Beachbar und einem schönen Blick auf die beleuchtete Burg von Marmaris.
Der dritte Tag - 02. November 2014 - Rhodos / Griechenland
Als wir zum Frühstück gingen, hatte die AIDAdiva bereits am Pier von Rhodos fest gemacht. Wir freuten uns auf die griechische Insel und schauten natürlich erst einmal auf die herrliche Kulisse, die sich uns vom Schiff aus bot. Die mächtige Stadtmauer, der Leuchtturm und die Berge im Hintergrund weckten Lust auf mehr. Dazu das herrliche Wetter, der Landgang konnte beginnen. Nach dem Frühstück zogen wir los, Rhodos-Stadt zu erkunden. Natürlich mussten wir auch hier am Bordfotografen vorbei.
Es war nicht weit, bis wir das Stadttor erreichten. Ein Stück am Ufer entlang und schon hatten wir den Zugang
zur Stadt erreicht. Am Hafen eine Skulptur der „Delfine von Rhodos“.
Wie sollte es in Griechenland anders sein, wir stolperten über viele „alte Steine“. Historische Denkmäler der alten Griechen fanden sich reichlich.
Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist sehr schön. Nur leider zerstört ein erheblicher Touristenrummel die Atmosphäre. Jede Menge Geschäfte mit dem üblichen Souveniertrödel verunstalten die Straßen. Daneben locken viele gastronomische Betriebe zum Aufenthalt ein. Irgendwann ein wenig lästig. Wir bummelten durch die Straßen. In einem etwas abseits gelegenen Café gönnten wir unseren Füßen eine Pause. Das war richtig idyllisch unter den alten Bäumen.
Nach unserem Bummel durch die Stadt setzten wir uns in einen Sightseeing - Bus um etwas von der Umgebung zu sehen. Wir fuhren durch die Vororte der Stadt bis hinauf zur Akropolis. Von oben hatten wir auch einen schönen Blick über die Stadt und das Meer.
Unsere Fahrt führte durch die Straßen vorbei an den großen Hotels und zum Stadtstrand. Nach rund 1 ½ Stunden war die Fahrt vorbei und wir kamen wieder an unserem Ausgangspunkt an. Wir gingen zurück zum Schiff. Das Mittagessen gab es mit etwas Verspätung. Ein Mittagsschläfchen machte uns fit für den Abend.
Der Abend stand im Zeichen der Begrüßung durch den Kapitän und der Vorstellung der wichtigsten Offiziere. Spielt sich ja immer und auf fast jedem Schiff ähnlich ab, ist aber auch immer wieder spannend die Menschen kennenzulernen, die dafür Sorge tragen, dass wir sicher über die Weltmeere schippern, und solch eine Kreuzfahrt in vollen Zügen genießen können.
Kapitän Nikos Nitschai begrüßte alle Gäste an Bord der AIDAdiva und stellte seine wichtigsten Offiziere vor. Mit dabei: eines der AIDA-Maskottchen.
Im Anschluss an die Offiziersvorstellung präsentierte AIDA seine Exklusivshow. Erstklassige Sänger, Tänzer und Artisten boten in einer farbenprächtigen Kulisse ein buntes Programm.
Der vierte Tag - 03. November 2014 - Auf dem Weg nach Zypern
Nach diesem schönen Abend hatten wir gut geschlafen. Die Sonne schien in unsere Kabine und gut gelaunt gingen wir zum Frühstück. Wir hatten einen Seetag vor uns, denn erst gegen 18:00 Uhr sollten wir den Hafen von Limassol auf Zypern erreichen. Wir genossen das Schiff, verbrachten die Zeit mit relaxen und lesen.
Am Nachmittag hatten wir uns zu einem Fotoshooting beim Bordfotografen angemeldet. Das sollte auf dem Bug des Schiffes stattfinden, also dort, wo man als Passagier normalerweise nicht hinkommt. Leider war es an diesem Tag etwas bewölkt, aber die Fotografin gab sich alle Mühe, trotzdem schöne Fotos in den Kasten zu bekommen.
So verging der Tag. Pünktlich um 18:00 Uhr erreichten wir Limassol. AIDA hatte einen Shuttlebus zur Verfügung gestellt, da der Anleger ein Stück außerhalb der Stadt war. Für 9,00 Euro Tagesticket p.P. konnte man diesen nutzen um noch einen Abendspaziergang zu machen. Wir verzichteten darauf. Das sollte sich als Glück herausstellen, denn es fing an zu regnen und ein Gewitter zog auf. So ließen wir allen Landgängern zum Abend essen den Vortritt und gingen etwas später in das Restaurant.
Im Theatrium gab es wieder eine nette Darbietung. Das Musical mit dem Titel „Kein Bier auf Hawaii“ war unterhaltsam und kurzweilig. Mit bekannten Schlagern spielten die beiden Schauspieler eine kleine Geschichte. Danach ging es ab in die Kojen, denn am nächsten Tag mussten wir früh raus.
Der fünfte Tag - 04. November 2014 - Zypern
Für diesen Tag hatten wir einen Landausflug gebucht. Wir wollten „Den Osten Zyperns entdecken“, so der Titel dieses Ausflugs. Um 8:15 Uhr war im Theatrium Treffen und um 8:30 Uhr ging es los. So waren wir schon um 7:00 Uhr im Restaurant zum Frühstück.
Pünktlich standen auch die Ausflugsbusse am Pier. Ein netter Reiseleiter begleitete den Ausflug und berichtete uns über Land und Leute. Als Überbleibsel aus der Zeit der englischen Besatzung herrscht auf Zypern Linksverkehr, daher sind bei dem Bus auch die Türen (für uns) auf der falschen Seite.
Wir fuhren zunächst durch karges Land, bis wir unser erstes Etappenziel erreichten, das war das Dorf Kiti wo die Angeloktisti-Kirche steht. Diese Kirche, deren Name so viel wir „von Engeln erbaut“ bedeutet, stammt aus dem 11. Jahrhundert.
Nach der Besichtigung dieser byzantinischen Kirche fuhren wir weiter an einen Salzsee. In idyllischer Lage befindet sich dort die Hala-Sultan-Tekke Moschee. Diese 1816 erbaute Moschee gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer des Islam. Wir konnten diese kleine Moschee besichtigen. Unser Reiseleiter erzählte uns etwas über die Geschichte dieses Bauwerkes, die in einem schönen Garten liegt.
in weiteres Ziel auf diesem Ausflug war die Stadt Larnaca. Sehenswert ist dort die Lazarus-Kirche aus dem 9. Jahrhundert.
Nach Besichtigung dieses Gotteshauses hatten wir eine halbe Stunde Freizeit. Das reichte gerade für einen Cappuccino bis wir wieder im Bus saßen und zu dem kleinen Bergdorf Lefkara weiterfuhren. Dort angekommen gab es in einem Restaurant ein Getränk und ein „Stückchen“ Rosenkuchen, das ist ein traditionelles Gebäck, für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Nun hatten wir noch Zeit einen Spaziergang durch das Dorf zu machen, in dem in den Geschäften lokale Handwerkskunst angeboten wurde. Frauen zeigten ihre Stickereien, animierten aber auch zum Kauf. Allerdings gab es auch schöne Angebote, an denen auch ich nicht ganz vorbeikam.
So trist die Straßen auch waren, ein Blick in die Gärten bot fruchtbare Oasen.
Nun ging es zurück zum Schiff. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir den Anleger. Ein spätes Mittagessen gab es in der Pizzeria. Die Idee hatten allerdings viele, aber wir bekamen noch einen Platz. Um 16:00 Uhr legten wir in Limassol ab und nahmen Kurs in Richtung Suezkanal. Durch die veränderte Route, Kairo viel aus Sicherheitsgründen aus dem Programm, hatten wir Zeit. Gemächlich schipperte unser Kapitän über das Mittelmeer.
Dieser Tag war nun auch Horst 65ster Geburtstag. Zum Abend hatten wir einen Tisch in dem Gourmetrestaurant Rossini bestellt. Wir ließen uns ein edles 6-Gang Dinner mit Weinbegleitung servieren.
Die Speisen waren lecker und wurden an sprechend präsentiert. Hier eine interessant angerichtete Vorspeise aus verschiedenen Zutaten. Als Hauptgang wurden Lammkarrees gereicht. Auch die abschließende Käseplatte war lecker. Es gab nichts zu meckern.
Foto: Bordfotograf
Das war ein schöner und genussvoller Abend den wir bei einem Cocktail in einer der Bars beendeten.
Der sechste Tag - 05. November 2014 - An Bord
Limassol war unser letzter Hafen vor dem Suezkanal. Gemächlich fuhr unser Kapitän in Richtung Port Said, der Hafenstadt in Ägypten, wo sich auch die Zufahrt in den Kanal befindet. Um 11:00 Uhr gab es einen interessanten Vortrag von dem Bordlektor Georg Hahn. Unterlegt mit passenden Fotos hielt er ein Referat über die Geschichte und den Bau des Suezkanals.
So verging der Tag auf offener See mit lesen, relaxen und einem Bummel über das Schiff. Ein wenig Bewegung kann ja nie schaden. Am Abend gab es im Theatrium eine mitreißende
Varietéshow, die uns sehr gut gefallen hat. Die Sonne verabschiedete sich auch heute wieder mit einem wunderbaren Stimmungsbild.
Am späten Abend erreichten wir Port Said. Vor dem Hafen gingen wir auf Reede und warteten auf die Freigabe zur Einfahrt in den Kanal. Der Lotse kam an Bord und technisches Gerät wurde auf das Schiff gebracht. Da wir in der Nacht fuhren, waren Bugscheinwerfer vorgeschrieben. Das war alles sehr spannend. Früher als geplant konnten wir dann losfahren.
Die Vorschriften für die Nutzung der wichtigsten Wasserstraße der Welt sind streng vorgeschrieben. Es ist genau festgelegt wann und wie schnell und in welcher Reihenfolge die Schiffe fahren dürfen. Der 193,30 km lange Suezkanal ist Einbahnstraße und so kommt es an bestimmten Stellen immer wieder zu Wartezeiten um den entgegenkommenden Konvoi passieren zu lassen. Die Durchfahrtsgebühren richten sich nach der Tonnage und liegen im Schnitt bei rund 300 000 US-Dollar.
Der siebte Tag - 06. November 2014 - Suezkanal
Unser letzter Seetag war angebrochen. Als wir am Morgen aufwachten lagen wir im großen Bittersee. Gemeinsam mit vielen anderen Schiffen mussten wir warten um den entgegenkommenden Schiffsverkehr passieren zu lassen.
Es sollte dann auch noch einige Stunden dauern, bis wir weiterfahren durften. Unzählige Schiffe kamen uns aus der anderen Richtung entgegen. An Bord gab es auf dem Pooldeck derweil die Suezkanaltaufe. Neptun, der Herr der Meere zog mit seinem Gefolge auf und taufte alle Willigen mit „Meerwasser“. Das war ein Spaß für Jung und Alt. Da war natürlich auf dem Pooldeck jede Menge los. Gut Stimmung, tolles Wetter, was will man mehr.
Irgendwann ging unsere Fahrt weiter. Leider erlebten wir nun nur den letzten Teil des Suezkanals (ca. drei Stunden) bei Tageslicht. An der Einfahrt vom Bittersee in den Kanal befindet sich eine Kontrollstation.
Wir saßen auf unserem Balkon und erlebten die Durchfahrt einer Wasserstraße, die zwei Erdteile trennt. Auf der Backbordseite die weite Wüste des Sinai und Steuerbord Ägypten. Dort wo die Autos stehen gibt es eine Fähre. Die LKW`s warten auf die Übersetzung von Asien nach Afrika.
Kanalufer Sinai
Kanalufer Ägypten
Nach etwa drei Stunden erreichten wir sie Stadt Suez. Dort mündet der Suezkanal in den Golf von Suez der in das Rote Meer übergeht.
Wir labten uns noch einmal an dem leckeren Buffet im „Weite Welt Restaurant“, wo wir zum Abschied sogar Kaviar bekamen. Dann hieß es Koffer packen. Unsere Reise ging zu Ende. Noch ein letzter Drink an der Beachbar und ab in Betten.
Der achte Tag - 07. November 2014 - Sharm el Sheik - Heimreise
Die letzte Nacht an Bord war vorbei. Um 9:15 Uhr sollte unser Transfer zum Flughafen starten. Das hieß, frühstücken, die letzten Sachen zusammenpacken und auschecken. Auf dem Schiff herrschte der übliche Abreisetrubel. Fleißige Helfer hatten bereits unser großes Gepäck von Bord gebracht und die Busse standen bereit. AIDA hatte auf Grund der Unruhen in Ägypten einen Sicherheitstransfer geordert. Das hieß, wir fuhren im Konvoi mit Polizeibegleitung zum Flughafen. Das dauerte natürlich alles bis wir dann endlich losfuhren. So wurde es doch 10:00 Uhr, bis sich die fünf Busse in Bewegung setzten. Aber wir kamen noch pünktlich am Airport an.
Am späten Nachmittag landeten wir wohlbehalten in Berlin-Tegel. Ein Taxi brachte uns nach Hause. Es war eine interessante Reise mit vielen schönen, neuen Eindrücken. Farewell – AIDA, irgendwann sehen wir uns bestimmt wieder. Nun freuen wir uns aber erst einmal auf unsere nächste Kreuzfahrt, die uns auf der „MSC Orchestra“ in die Norwegischen Fjorde führen wird.