Die Camargue
Die Carmarque liegt im Süden Frankreichs und bezeichnet das Gebiet im Rhône-Delta. Das 930 km² große Gebiet zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône ist überwiegend Sumpfgebiet. Es bietet ideale Verhältnisse für Agrarwirtschaft. Das erste, was uns auffiel waren riesige Reisfelder. Wir erfuhren, dass dort 70 % des Reisbedarfs in Frankreich gedeckt wird.
Inmitten des Gebietes liegt ein riesiger Brackensee. Das ist ein See mit einem hohen Salzgehalt. Somit hat auch die Salzgewinnung in dieser Gegend eine große Bedeutung.
Flussläufe, vom See ausgehend, sorgen für die Bewässerung der umliegenden Felder und Weiden. Die gesamte Gegend ist Naturschutzgebiet. Allein 400 verschiedene Vogelarten leben in den Grüngürteln am See.
Das bekannteste und berühmteste an der Camargue aber sind wohl die weißen Pferde, die schwarzen Stiere und die rosa Flamingos.
Diese Tiere leben zwar wild, sind es aber nicht. Sie haben einen Besitzer und auch ein Brandzeichen, so dass sie jederzeit zugeordnet werden können. Sie werden kontrolliert, aber der Mensch greift wenig ein. Einige werden zugeritten, andere zur Zucht verwendet. Sie leben Sommer wie im Winter im Freien. Das gilt auch für die schwarzen Stiere. Diese Tiere werden vornehmlich für den Stierkampf und die Stierspiele gezüchtet. Aber auch für die Fleischherstellung. Das französische Rindfleisch ist berühmt, lecker und auch recht teuer. Die rosa Flamingos waren schon schwerer mit dem Fotoapparat einzufangen. Sie leben in den Gewässern weiter abgelegen von den Straßen. Aber es gelang doch.
Wir besuchten diese Gegend während unserer Flusskreuzfahrt im Jahr 2013.