
Postkartenkopie
Sizilien
Catania und der majestätische Ätna
Die Mittelmeerinsel Sizilien ist eine autonome Region der Republik Italien. Nur 3,2 km trennen die Insel an ihrer schmalsten Stelle, dem Golf von Messina, von der Stiefelspitze Italiens. Die Insel hat eine Fläche von 25.702,82 km² auf denen rund fünf Millionen Menschen leben. Die Hauptstadt Palermo ist die einwohnerreichste Stadt und Regierungssitz. Der höchste Berg ist der Ätna mit einer Höhe von 3 345 Metern. Das Titelfoto zeigt das Maskottchen Siziliens, die Triskele.
Die Geschichte Siziliens ist wechselhaft. Auf Grund ihrer zentralen Mittelmeerlage war sie ein wichtiger Standtort für Fischerei und Handel. Immer wieder bemächtigten sich Eroberer unterschiedlichster Länder dieser Insel. Durch den extremen Unterschied von Aristokratie und der armen Landbevölkerung entwickelte sich im 19. Jahrhundert dort die Mafia. Seit 1861 gehört Sizilien zu Italien. Wir waren auf Sizilien am 04. Oktober 2013 im Rahmen unserer Mittelmeerkreuzfahrt.
Catania
Catania ist die zweitgrößte Stadt Sizilien und Hafenstadt. Dort lagen wir auch mit unserem Schiff. Die barocke Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einst wurde sie von griechischen Siedlern gegründet. Später wurde sie Handelsstützpunkt der Insel, was durch den Hafen begünstigt war. Catania wird auch „die schwarze Stadt“ genannt, da viele Häuser aus Lavastein errichtet sind. Durch die Nähe zum Ätna ist diese Stadt auch bei einem Vulkanausbruch schwer beschädigt worden. Ein Erdbeben im Jahr 1693 zerstörte Catania fast völlig. Erst danach entstand die Stadt, so wie sie heute ist. Wir konnten uns nur bei unserer Fahrt vom Schiff zum Ätna einen Überblick von Catania verschaffen.
Image: Wikipedia
Der Ätna
Leider hatten wir bei unserer Fahrt auf den Ätna ein wenig Pech. Der ganze Berg lag im dichten Nebel. Der Ätna ist mit 3345 Metern der höchste Berg Siziliens und der noch aktivste Vulkan Europas. Seit 2013 gehört er zum UNESCO Weltnaturerbe. Entstanden ist er vor 600 000 Jahren durch vulkanische Tätigkeiten unter der Meeresoberfläche. Der Vulkan hat vier Hauptkrater.
Der Ätna ist ständig aktiv, es kommt zu regelmäßigen Ausbrüchen. Die meisten Ausbrüche sind für die Menschen ungefährlich. Die Touristenstation auf dem Berg in 1 995 Metern steht jedoch ständig mit dem
Seismographischen Institut in Verbindung. Die Seilbahn, mit der man bis auf 2 600 Meter fahren kann, ist neu errichtet, nachdem sie bei dem Ausbruch 2002 zerstört wurde.
Wir sind mit einem Reisebus die Bergstraße hinauf gefahren. Das war recht spannend und auch ein wenig unheimlich. Riesige Lavafelder sind rechts und links der Straße zu sehen. Je höher es bergauf ging, umso schwärzer wird die Erde! Auf halber Höhe sahen wir den Rest eines Hauses, das einmal eine Gaststätte war. Es fiel einem Vulkanausbruch zum Opfer.
Auf dem Weg nach oben wurde es immer nebliger. Oben fing es dann auch noch an zu regnen, so dass es recht gefährlich war, an die Krater heranzugehen. Das Lavageröll ist unwegsam und bei Nässe war größte Vorsicht geboten. Aber manche Menschen sind sehr leichtsinnig.
Gespenstisch war das alles. Als wir abwärts gefahren sind, sah man die Hand vor den Augen nicht mehr. So waren wir froh, wieder heil unten angekommen zu sein.