Passau - Vukovar - Passau mit der MS Moldavia" 

30. Juli - 08. August 2004

mit Transoceantours

29. Juli 2004 - Anreise & Hotel / Passau

Um 7:30 Uhr fuhr unser ICE mit der Nr. 595 von Berlin-Zoo ab. Er brachte uns zunächst nach Fulda. Dort stiegen wir in den ICE Nr. 91 der uns bis nach Passau fuhr. Wir waren einen Tag früher als notwendig in der bayerischen Stadt. Einesteils wollten wir uns die Stadt ein wenig ansehen, und zum anderen, alle Zeitprobleme, die bei der Anreise mit dem Zug entstehen könnten, ausschließen. Wir hatten auch nur kleines Gepäck mit im Zug, das große hatten wir separat befördern lassen. Das war sehr bequem, brauchten wir uns doch beim Umsteigen nicht mit den großen Koffern abzumühen. In Passau angekommen, brachte uns ein Taxi in kurzer Zeit zum Hotel König, in dem wir ein Zimmer reserviert hatten. Das Haus liegt direkt an der Donaupromenade, unweit der Schiffsanleger. Das haus hat geschmackvoll eingerichtete Zimmer, freundliches Personal und bietet ein gutes Frühstücksbuffet  

Wir nutzten die Zeit, um uns die bayerische Stadt Passau anzusehen. Es gab viel zu sehen in der Dreiflüssestadt, in der Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, in der der mächtige Dom mit seiner weltweit größten Domorgel zu Konzerten ruft, wo malerische Gassen zum Bummeln locken und wo das kleine, aber schmucke Rathaus mit seinen kunstvollen Mosaikfenstern zur Besichtigung einlädt.

30. Juli 2004 - Passau & Einschiffung

Es wurde uns nicht langweilig in dieser schönen Stadt. Nachdem wir gut geschlafen hatten, waren wir am nächsten Morgen natürlich erst einmal neugierig ob unsere >Moldavia< schon am Kai festgemacht hatte. Wir hatten ja von unserem Hotelfenster einen guten Blick zu den Anlegern. Allerdings sind die Anlegestellen doch recht weitläufig, so dass wir nicht alles einsehen konnten. Also dann, ausgiebig gefrühstückt und raus. Die Sonne lachte, und wir mit ihr. Ein Stück weiter lag sie dann, am Anleger Nr. 13 in der zweiten Reihe, unser Schiff für die nächsten 10 Tage. Im Hotel mussten wir noch unsere Reisetasche zusammen packen. Der Transport zum Schiff wurde von fleißigen Helfern erledigt. Nun hatten wir noch bis zum Nachmittag Zeit für Passau. Zur Mittagszeit gingen wir in das bayerische Restaurant „Zum Jodlerwirt“ essen. Dann wurde uns die Zeit doch recht lang. Es waren mindestens 30° Hitze und wir suchten den Schatten. Da waren uns ein Gartenlokal und ein Eiscafé gerade recht. Aber die längste Wartezeit geht einmal vorbei.

Unsere Moldavia lag am Anleger Nr. 13 in zweiter Reihe. Um 15:30 Uhr war es dann soweit, Einschiffung. Wir konnten endlich auf das Schiff. Nach der Erledigung der Formalitäten gab es einen Begrüßungscocktail und dann zeigte uns eine freundliche Stewardess unsere Kabine.  

In der Kabine fanden wir auch schon unser Gepäck vor. So konnten wir gleich die Koffer auspacken und uns häuslich einrichten.

Foto: Bordfotograf

Danach wurde das Schiff besichtigt. Im Restaurant standen Kaffee und Kuchen bereit. Um 16:30 Uhr hieß es dann Leinen los, gut eine halbe Stunde früher als geplant. Alle Gäste waren an Bord und so konnte es losgehen. In der Lounge gab die Kreuzfahrtleiterin Informationen zum Schiff, zur Reise und zu den Landausflügen. Im Bordreisebüro konnten wir Wertsachen im Bordsafe unterbringen und Landausflüge buchen. So verging der erste Nachmittag auf dem Schiff, schon war es Zeit zum Abendessen. Beim Duschen und umziehen waren wir voller Erwartung auf das erste 5-Gänge-Dinner. Unsere Tischkarte hatten wir bei der Einschiffung erhalten. Diese Plätze waren für uns auf der ganzen Reise reserviert.  

Zunächst ging aber die Begrüßung weiter. Kapitän Anatolij Skopin begrüßte uns und stellte seine Offiziere und die Kreuzfahrtleiterin Christa Kujau vor. Auch den Stargast auf dieser Reise, Sergej Kybin, ein russischer Tenor, lernten wir kennen. Er wird während der Kreuzfahrt zwei Konzerte geben. Nun kam eine Überraschung. Traditionell erhält der erste Passagier, der das Schiff zu Beginn einer Reise betritt, eine Torte. Dieser erste Passagier war Horst. Ein Händedruck vom Kapitän und die Torte wanderte wieder in die Kühlung. Leider haben wir davon nicht ein Stück gegessen.

Bevor uns der Kapitän dann „Guten Appetit“ wünschte, wurde noch mit einem russischen Wodka auf eine schöne Kreuzfahrt angestoßen. Nach dem Abendessen fielen wir müde in unsere Betten, der Tag war doch recht anstrengend.

31. Juli 2004 - Spitz, Krems & Wien

Sehr gut geschlafen hatten wir nicht in dieser ersten Nacht auf dem Schiff. Die ungewohnten Schiffsgeräusche und die recht schmalen Betten waren gewöhnungsbedürftig. Trotzdem begrüßten wir frohgemut den neuen Morgen. Um 7:00 Uhr wurden wir durch den Bordwecker mit Vogelgezwitscher geweckt. Der Wetterbericht versprach einen schönen Sonnentag. Die Kreuzfahrtleiterin Christa wünschte uns einen guten Morgen und gab einige Informationen zum Tagesablauf. Nach einer Mütze voll frischer Luft auf dem Deck ging es dann zum Frühstück in das Restaurant, wo uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet erwartete.

 

Unser erster Landausflug stand auf dem Programm. Mit Bussen fuhren wir durch die schöne Landschaft der Wachau. Wir besuchten die Städte Spitz und Krems.

Durch Spitz fuhren wir nur durch und in Krems machten wir einen Stadtbummel, auf dem uns eine örtliche Reiseleiterin die Geschichte der Stadt und deren Sehenswürdigkeiten erklärte. Weiter ging es dann nach Feuersbrunn. Ziel war das Weingut Mörwald, wo wir zu einer Weinkellerbesichtigung erwartet wurden. Der Besitzer des Gutes erzählte uns Wissenswertes über den Weinanbau in der Region. Wir lernten verschiedene Weine kennen. Zur Verkostung gab es einen kleinen Imbiss. Danach ging es mit dem Bus zurück zum Schiff, das in der Zwischenzeit von Spitz nach Krems weitergefahren war und uns am dortigen Anleger erwartete.

Zurück an Bord erwartete uns schon das Mittagessen, ein 5-Gänge-Menue. Während wir uns die lecker zubereiteten Speisen schmecken ließen, legte die >Moldavia< ab und nahm Kurs auf Wien. Bis zum Abendessen hatten wir nun Zeit ein wenig zu relaxen oder am Bordprogramm teilzunehmen. Wir wählten die erste Variante. Ein Mittagsschläfchen, die Sonne auf dem Oberdeck genießen und den Pool ausprobieren. Wir ließen es uns gut gehen, bis wir um 19:00 Uhr Wien erreichten. Eine Stadt auf die wir uns gefreut hatten.

Nach dem Abendessen ging es los. Zunächst fuhren wir zum Prater. Eine Fahrt mit dem berühmten Riesenrad stand auf dem Programm. Von oben hat man eine schöne Aussicht über das ganze Gelände. Es wurde langsam dunkel, und so erlebten wir Wien bei Nacht. Die Fahrt führte uns dann weiter nach Grinzing zum Heurigen. Das war ein schöner Tagesabschluss. In einer gemütlichen Runde genossen wir in einem der vielen Heurigenlokale den jungen Wein und eine leckere Brotzeit.

Im Weinkeller vom Gut Mörwald lagern viele dieser großen Weinfässer.

01. August 2004 - Wien / Österreich

Wir hatten nach unserem weinseligen Abend in Grinzing gut geschlafen. Nun stand uns ein weiterer Tag in der schönen Stadt Wien bevor. Gut gelaunt lauschten wir dem Morgenwecker und begaben uns dann zum Frühstück. Um 9:00 Uhr standen die Ausflugsbusse, bereit zur Abfahrt, am Anleger. Gut gestärkt begaben wir uns auf die Erkundungstour durch Wien. Ein ortskundiger Reiseleiter begleitete uns auf der Stadtrundfahrt, der Besichtigung der Kaisergräber (Kapuzinergruft) und des Zentralfriedhofs. Ein Rundgang durch das Gelände der Wiener Hofburg rundete die Besichtigungstour ab. Es gibt in der Stadt so viel zu sehen, dass man Wochen bräuchte um alles anzuschauen.

Zentralfriedhof Wien

Ruhestätte Johann Strauss/Sohn

Wiener Hofburg - Heldenplatz

Zum Mittagessen waren wir wieder an Bard zurück. Danach zog es uns noch einmal in die Stadt zurück. Den Ausflug nach Schloss Schönbrunn machten wir nicht mit, da wir dort schon einmal waren. Unweit des Schiffsanlegers war eine U-Bahnstation. Mit der Bahn erreichten wir nach vier Stationen die Innenstadt.

Nun standen wir vor dem mächtigen Stephansdom. Dort wimmelte es vor Menschen aller Nationalitäten und die Sonne brannte unbarmherzig vom Himmel. Wir besichtigten den Dom und bummelten dann durch die Kärtner Straße. Schade, es war Sonntag und die Geschäfte hatten, bis auf einige Souvenierläden, geschlossen. Ein paar Kleinigkeiten kauften wir als Andenken für uns und Mitbringsel für unsere Lieben zu Hause. Dann musste aber eine Kaffeepause in einem der vielen berühmten Wiener Kaffeehäuser sein. Die Wiener Hofburg war auch noch einmal unser Ziel. Die Schatzkammer des Schlosses ist sehr sehenswert. Unweit davon kamen wir an der Spanischen Hofreitschule zu Wien vorbei. Als wir vor dem Eingang standen, erinnerten wir uns an die Aufführung in Berlin, wo wir diese herrlichen Pferde in Aktion sehen konnten. Leider mussten wir auf die Zeit achten und langsam zurück zum Schiff gehen. Um 20:00 Uhr legten wir in Wien ab. Aber in dieser Stadt waren wir nicht zum letzten Mal.

 

Pünktlich waren wir an Bord zurück und hatten gerade noch Zeit uns vor dem Abendessen ein wenig frisch zu machen und umzuziehen. Das Essen war wieder lecker, richtig zum Genießen. Vom Deck winkten wir dann ein „Servus Wien“, wir kommen wieder, zurück auf die hinter uns liegende Stadt. Unserem Weg nach Ungarn starten wir mit einem herrlichen Sonnenuntergang.

 

 

 

Doch der Abend war noch nicht zu Ende. Im Restaurant gab es eine „Wodkaprobe“. Eigentlich kennt man ja eher „Weinproben“, aber wir waren auf einem ukrainischen Schiff und da gab es eben Wodka. Wir lernten verschiedene Sorten kennen, von „Normal“ bis „Scharf“ (mit Chili). Dazu gab es kleine russische Leckereien. Die passende Unterlage für das folgende Programm. Die Angestellten des Schiffes brachten uns musikalisch ihre ukrainische Heimat näher. Tanz und Gesang wurde begleitet vom Bordorchester Rodnitschok. Nach diesem unter haltsamen, hochprozentigen Abend fielen wir in unsere Betten.

02. August 2004 - Esztergom/Ungarn

Ausgeschlafen und munter – trotz Wodka am Vorabend – gingen wir wieder um 7:30 Uhr zu Frühstück. Die >Moldavia< legte um 8:00 Uhr in Esztergom/Ungarn an. Um 9:00 Uhr bestiegen wir wieder die Ausflugsbusse, die uns zum Donauknie brachten. Unser erster Stopp war in Szentendre, einer ungarischen Kleinstadt. Diese kleine Stadt, die heute eine Künstlersiedlung ist, beeindruckt mit vielen Souveniergeschäften. Nach einem Bummel durch die Straßen ging es weiter zur Festung Visegrád. Viele Stufen mussten wir emporklettern um zu der alten Burg zu kommen. Von oben hatten wir eine schöne Aussicht auf das Donauknie. Geht der Flusslauf bis hierher von Westen nach Osten, so wechselt er hier seine Richtung um 90° nach Süden.

Bummel durch Szentendre

Gleich in der Nähe der Festung erwartete uns in einem alten Jagdhaus, in dem sich heute ein gutes Restaurant befindet, das Mittagessen. Ungarische Musiker sorgten mit typischer Volksmusik für die richtige Stimmung. Serviert wurde ein Wildgericht, da es in dieser Gegend auch viel Wild geben soll. Die Zubereitungsart traf nicht so ganz unseren Geschmack, aber das passiert schon mal. Ein Fotograf war natürlich auch vor Ort. Eine junge Frau in ungarischer Tracht setzte sich zu uns, und so kamen wir zu einem Erinnerungsfoto.

Postkartenkopie

Foto; Fotograf vor Ort

Gut gestärkt bestiegen wir dann wieder unseren Bus. Unser nächstes Ziel war der Graner Dom, die größte katholische Kirche in Ungarn. Mit ihrer mächtigen Kuppel überragt sie die Stadt Esztergom. Nach der Besichtigung der Kirche ging es zurück zum Schiff. Unsere >Molly< erwartete uns am Anleger.

Fotografenfote