Von - bis Hamburg 20. - 30. April 2014
Das Schiff - die MSC Magnifica
Der Kreuzfahrtveranstalter MSC ist eine italienische Reederei mit z. Z. 24 Schiffen, eine davon ist die „Magnifica“. Das Schiff mit einer Länge von 293,80 m und 32,20 m Breite wurde im Jahr 2010 in den Dienst gestellt. Die rund 2.500 Passagiere werden von 1.000 Besatzungsmitgliedern versorgt. Wir fuhren mit dem Kreuzfahrtliner vom 21. – 30. April 2014 über die Nordsee.
Das Schiff gefiel uns mit seinem italienischen Ambiente recht gut. Wir hatten eine Außenkabine auf Deck 8 gebucht und eine Balkonkabine auf Deck 12 bekommen. Das war sehr schön. Die Ausstattung der Kabine war in Ordnung, Stauraum war genügend vorhanden, auch das Bad war ausreichend. Nur der Plastik-Duschvorhang war nicht optimal. Da gibt es auf anderen Schiffen längst feste Duschabtrennungen. Das Bett war auch ok, nur bei näherem hinsehen stellten wir abgerissene Bettumrandungen und eine angeschmuddelte Tagesdecke fest.
Auf den Decks 4 – 7 und den Decks 13 – 16 befinden sich alle öffentlichen Einrichtungen. Neben einer großzügigen Lobby gibt es viele Bars, zwei Restaurants, ein Buffetrestaurant, Sportbereiche, einen Indor- und einen Outdorpool sowie ein Spa-Bereich, wo Frau/Mann sich verwöhnen lassen kann. Selbstverständlich gehören auch ein Theater, ein Kino und eine Shoppingzeile zum Interieur. Wem das alles noch nicht reicht kann im großzügigen Spielcasino sein Glück versuchen oder in der Disco die Nacht zum Tag machen.
Zwei der vielen Bars und Lounges. Linkes Foto: die „Ruby-Bar“ auf Deck 6 und rechts: die „Amethystlounge“ auf Deck 7
Von dem Pooldeck mit seinen Liegen hatten wir leider nicht viel.
Das Wetter war nicht entsprechend. Aber sobald sich ein wenig Sonne zeigte, wurden die Liegen genutzt.
Da war es schon schön, dass das Schiff einen Indorpool hatte,
wo wir wetterunabhängig einmal plantschen konnten.
Der erste Tag - 20. April 2014 - Hamburg
Ostersonntag! Wir hatten zu Hause noch in Ruhe gefrühstückt, bevor wir mit unserem Auto nach Hamburg fuhren. Im „Mercure Hotel Hamburg City“ hatten wir ein Package gebucht, das sich „Sleep-Park & Cruise“ nennt. Das ist eine sehr gute Variante, die von einigen Hotels angeboten wird. Man reist entspannt einen Tag vor der Kreuzfahrt an, schläft eine Nacht im Hotel bevor man auf das Schiff geht. Das Auto bleibt sicher in der Parkgarage des Hotels, wo man es am Ende der Kreuzfahrt wieder abholt. Der Transfer vom Hotel zum Schiff und zurück per Taxi ist in dem Package enthalten. Bequemer geht es nicht.
Um die Mittagszeit kamen wir im Hotel an. Der Check-in ging zügig und nach einer kurzen Pause fuhren wir mit der S-Bahn nach Hamburg Altona um zu schauen, wo am nächsten Tag unser Schiff liegen wird.
Das Cruise-Center in Hamburg-Altona. Davor ist ein großer Parkplatz. Da am Ostersonntag dort kein Schiff lag, war auch nichts los. Wenige Autos warteten auf ihre Besitzer. Auf diese Weise lernten wir aber den Hamburger Bezirk Altona kennen. Dort gab es auch ein „Kölsch-Restaurant“, in dem wir ein verspätetes Mittagessen einnahmen.
So ging dieser Tag zu Ende. Noch ein Drink an der Hotelbar und wir schliefen gut dem nächsten Tag entgegen.
Der zweite Tag - 21. April 2014 - Einschiffung
Wir hatten noch den ganzen Vormittag Zeit, die Einschiffung war erst für 14:00 Uhr vorgesehen. Im Hotel gab es ein gutes Frühstücksbuffet, das ließen wir uns in Ruhe schmecken. Wir erledigten die Formalitäten im Hotel, stellten unsere Koffer im Gepäckraum unter und machten uns auf zum Hamburger Hafen. Ein Spaziergang über die Landungsbrücken lohnt immer. Leider fing es an zu regnen, das war nicht so gemütlich. Um in ein Museum zu gehen, war die Zeit zu knapp, dazu kommt, dass wir Hamburg ja recht gut kennen. Irgendwie bekamen wir die Zeit bis zum Mittag rum. Wir fuhren zurück zum Hotel, holten unser Gepäck und ließen uns zum Schiff bringen. Die „MSC Magnifica“ hatte am Morgen in Hamburg-Altona am Pier festgemacht.
Am Cruise-Terminal herrschte reger Verkehr. Ankommende und abreisende Gäste vermischten sich, alles wuselte durcheinander. Dazu jede Menge Autos und Busse, die Reisegäste brachten oder abholten. Wir sahen erste ein mal zu, dass wir unser Gepäck loswurden. Dort erfuhren wir, dass die Einschiffung um 13:00 Uhr beginnen sollte. Aber unser großes Gepäck wurde uns abgenommen. Wir hatten noch über eine Stunde Zeit und so gingen in einem Restaurant in den alten Fischhallen zu Mittag essen.
Die längste Wartezeit vergeht einmal. Endlich war es soweit und wir reihten uns in der Schlange der Menschen zur Einschiffung ein. Das dauerte dieses Mal alles sehr lange. Endlich hatten wir unsere Bordkarten in der Hand. An der Sicherheitskontrolle musste Horst sein Taschenmesser abgeben.
Der Bordfotograf stand auch bereit um das Einschiffungsfoto zu machen. Es war solch ein Gewusel von Menschen, dass wir den ersten Eindruck des Schiffes gar nicht richtig wahrgenommen haben. An einer Bar suchten wir uns einen Platz. Auf die Freigabe der Kabinen mussten wir noch warten. Das dauerte noch einmal so etwa bis 15:30 Uhr. Da waren unsere Koffer dann aber auch schon da und wir konnten uns häuslich einrichten. Von unserem Balkon aus konnten wir das Geschehen am Pier beobachten.
Mit einem Kran werden die werden die Container mit den Koffern der Gäste an Bord verladen. Über die Gangway erreichten wir das Schiff. Im Hintergrund befindet sich das Gebiet des Hamburger Fischmarktes.
Die Pflichtgemäße Seenotrettungsübung wurde um 17:30 Uhr durchgeführt. Nach internationalen Bestimmungen sind alle Passagiere zur Teilnahme verpflichtet. Also griffen auch wir zu unseren Rettungswesten und begaben uns zu unseren Treffpunkt, der Sammelstation F. Ein Crewmitglied erklärte das Anlegen der Rettungsweste und über Lautsprecher kamen die Hinweise für das Verhalten im Notfall. In 15 Minuten war das vorbei.
Horst mit Rettungsweste
zur Seenotrettungsübung.
Um 18:30 Uhr hieß es „Leinen los“ – die „Magnifica“ legte in Hamburg ab und wir starteten zu unserer 10tägigen Fahrt über die Nordsee. Wir saßen zu dieser Zeit bereits beim Abendessen im Restaurant „L Èdera“. Wir hatten einen reservierten Tisch für die ganze Reise. Dort lernten wir auch unsere Tischgesellschaft kennen,
die aus vier Damen bestand, Mutter und Tochter aus München und zwei Freundinnen aus Hamburg.
Gemächlich fuhren wir die Elbe abwärts, vorbei an der schönen grünen Landschaft der Elbmarsch, bis wir die offene See erreichten.
Der dritte Tag - 22. April 2014 - Seetag
Ein Seetag lag vor uns. Wir befanden uns auf dem Weg von Hamburg nach South Queensferry in Schottland. Der Blick auf das Meer bescherte uns Nebel. Eine graue Wand ließ uns keinen Horizont erkennen. Wir gingen im Buffetrestaurant frühstücken. Plastikgeschirr und ein unübersichtliches Essensangebot weckten nicht gerade unsere Begeisterung. Der Kaffee war lauwarm, das Frühstück? Na-Ja! Gleich danach mussten wir noch zur Immigrationsstelle zur Passkontrolle für die Einreise in das Vereinigte Königreich Großbritannien. Zwei britische Grenzbeamte waren an Bord um diese Kontrollen vorzunehmen.
Nach einem Cappuccino an einer der Bars nutzten wir die Zeit, einen Rundgang über das Schiff zu machen. Was wir sahen gefiel uns, alles ist sehr weitläufig, lange Wege mussten wir vom Bug bis zum Heck hinter uns bringen. Das Mittagessen nahmen wir auch im Buffetrestaurant ein. Wir wurden satt, aber toll war das nicht.
Nach einer Siesta war es dann Zeit zum Kleidungswechsel für den ersten Galaabend. Begrüßungscocktail an den Bars, Abendessen, Shakehands und Foto mit dem Kapitän und Show.
Kapitän Giuseppe Maresca, die wichtigsten Offiziere und Crewmitglieder werden von der Kreuzfahrtdirektorin, Claudia Nündel (im Bild ganz links), vorgestellt. Der italienische Kapitän begrüßte uns und wünschte eine schöne Kreuzfahrt.
Die anschließende Show war unterhaltsam, die Akrobaten waren sehr gut. Der Sinn der Show, die den Titel „IKÉ“ trug, erschloss sich uns aber nicht.
Der vierte Tag - 23. April 2014 - South Queensferry / Schottland
Die Nordsee hatte uns in der Nacht sanft in den Schlaf geschaukelt. Um 8:00 Uhr ging unser Kapitän vor dem Hafen South Queensferry in Schottland vor Anker. Wir hatten einen Ausflug gebucht und mussten uns daher mit dem Frühstück etwas beeilen. Vom Schiff aus sahen wir die große Forth Bridge, eine Eisenbahnbrücke, die North- & South Queensferry verbindet.
Zu dieser frühen Morgenstunde war alles noch ziemlich vernebelt. Die Crew machte die Tenderboote klar, die uns an Land bringen sollten. Unser Ausflug startete etwa um 8:30 Uhr. Es war sehr frisch, die See etwas bewegt, aber wir kamen gut an Land an.
Die Tenderboote werden zu Wasser gelassen.
Dahinter warteten schon die Ausflugsbusse. Wir hatten uns für einen Ausflug entschieden, der uns die Stadt Edinburgh zeigen sollte und eine Besichtigung von Edinburgh Castle beinhaltete. Ein deutschsprachiger Schotte begleitete den Ausflug und wusste über seine Heimat viel zu erzählen.
Zunächst fuhren wir etwa eine halbe Stunde, bis wir die Stadt Edinburgh erreichten. Unterwegs sahen wir die landestypischen Häuser mit ihren langen Schonsteinen.
Wir besuchten „Holyrood Palace“, die offizielle Residenz der britischen Königin in Schottland. Ein imposanter Gebäudekomplex, der am Ende der Royal Mile steht. Leider hatten wir für eine Innenbesichtigung keine Zeit. Dafür statteten wir den königlichen Parkanlagen, die sich an dieses Schloss anschließen, einen Besuch ab.
Holyrood Palace und die Gartenanlagen
Wir fuhren nun zu der alten Burg. Um zum Edinburgh-Castle zu gelangen, mussten wir vom Parkplatz aus noch ein ein gutes Stück laufen. Viel Betrieb war dort, das Castle ist ein Touristenmagnet.
Nachdem unser Stadtführer, der auch landestypisch gekleidet war, die Eintrittskarten besorgt hatte, erzählte er uns im Burghof etwas über diese Anlage und was in den einzelnen Gebäuden zu finden ist.
Nun konnten wir alleine losziehen. Etwa zwei Stunden hatten wir Zeit alles anzusehen, was uns interessierte. Leider war, wie so oft, in den
Räumen das fotografieren verboten. Wir sahen den großen Festsaal und die Schatzkammer. Ein Bummel über die Außenanlagen bescherte uns noch einmal einen schönen Blick über Edinburgh. Die Zeit reichte noch für einen Kaffee im Burgbistro, bevor wir zurück zum Bus mussten, der und zum Schiff zurück brachte.
Zurück in South Queensferry wartete am Pier schon unser Tenderboot. Es war kalt und nass, einfach ungemütlich. Das Boot schaukelte recht heftig und wir waren froh heil wieder auf unserem Schiff angekommen zu sein.
An Bord zurück gab es ein verspätetes Mittagessen. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir mit relaxen und der Erinnerung an eine Stadt, die uns gefallen hat – und wer weiß? Vielleicht kommen wir ja noch einmal wieder. Um 20:00 Uhr lichtete Kapitän Maresca den Anker und nahm Kurs auf Dover.
Der fünfte Tag - 24. April 2014 - Seetag
Ein Seetag lag wieder vor uns. Von South Queensferry bis nach Dover waren 433 nautische Seemeilen zu überbrücken, das sind etwa 800 km (ein nautische Meile = 1,852 km). Wir haben in Ruhe gefrühstückt und unseren Bummel über das Schiff fortgesetzt. Wie auf anderen Schiffen auch gab eine Shoppingzeile deren Geschäfte
(ebenfalls wie woanders auch) überteuerte Designerkleidung, Schmuck und Lederwaren anboten. Der Bordfotograf war mit 19,90 Euro pro Foto auch nur teuer, so dass ich freiwillig meinen Bedarf an Fotos auf ein Minimum zurückschraubte.
Im Indorpoolbereich gab es am Vormittag einen Frühschoppen mit zünftiger Musik. Der Raum war mit blauweißen Fähnchen dekoriert. Es gab ein bayerisches Buffet, das aber auch enttäuschend war. Da hatten wir doch schon anderes gesehen.
Irgendwie bekamen wir den Tag hinter uns. Mittag-essen, Siesta, ein wenig lesen und relaxen.
Schon war Zeit zum Abendessen. Im Restaurant war italienischer Abend. Alles war in grün, weiß und rot gehalten. Die Kellner trugen entsprechende Westen und auch unsere beiden Hamburger Damen am Tisch hatten rein zufällig die passende Kleidung im Koffer. Wir waren auch nur noch zu viert am Tisch. Die beiden Münchnerinnen zogen es nach dem ersten Abend vor im Buffetrestaurant zu essen.
Der sechste Tag - 25. April 2014 - Dover / England
Als wir zum Frühstück gingen, hatte die „Magnifica“ schon am Pier von Dover festgemacht. Wir wollten die englische Hafenstadt auf eigene Faust erkunden. Leider gab es vom Schiff aus keine Informationen für den individuellen Landgang. Im Hafen gab es aber dann einen Infostand und einen Hafenshuttle, der uns in die Stadt und wieder zurück brachte.
Im Zentrum von Dover verließen wir den Bus und bummelten durch die Straßen. Außer ein paar historischen Gebäuden gab es dort nicht viel zu sehen. In einem Bistro machten wir eine „Hygienepause“, der Kaffee den wir dort bekamen hatte den Namen nicht verdient.
Um die Mittagszeit fuhren wir mit dem Bus zurück zum Schiff, wo wir ein verspätetes Mittagessen einnahmen.
Noch ein Blick zurück auf die vernebelten weißen Klippen von Dover. Um 18:00 Uhr legten wir wieder ab und nahmen Kurs auf die französische Hafenstadt Le Havre. Am Abend setzten wir uns in unserer Kabine vor den Fernseher um und die aktuelle Folge von „Let´s Dance“ anzusehen.
Der siebte Tag - 26. April 2014 - Le Havre / Frankreich
In Le Havre waren wir schon einmal während unserer Kreuzfahrt im Jahr 2012 mit der MS Queen Elizabeth. Um 7:00 Uhr hatte unser Kapitän am Pier angelegt. Auch dort gab es vom Hafen aus einen Shuttlebus in die Stadt, in dem wir auch einen Stadtplan bekamen. So machten wir uns nach dem Frühstück auf zu einem Spaziergang. Bei unserem ersten Besuch war Feiertag und in der Stadt nichts los. Aber auch dieses Mal, an einem Samstag, war dort nicht viel mehr. Wir besichtigten aber dieses Mal die Kathedrale, die 2012 geschlossen war.
Diese Kirche aus dem 16. Jahrhundert ist das einzige erhaltene Vorkriegsgebäude von Le Havre.
Noch ein Bummel durch die Straßen, ein Cappuccino in einem Bistro und dann fuhren wir mit dem Shuttlebus wieder zum Schiff. Um 19:00 Uhr verließen wir Le Havre und nahmen Kurs auf die Kanalinsel Guernsey.
Nach dem Abendessen gab es im Theater ein Show mit dem Titel “Tagura“. Die recht gut gemachte und unterhaltsame Show dauerte aber auch nur eine halbe Stunde.
Der achte Tag - 27. April 2014 - Guernsey
Eigentlich stand heute die Hauptstadt der Kanalinsel Guernsey, St. Peter Port, auf dem Programm. Eine Destination, auf die wir uns gefreut hatten. Leider konnte unser Kapitän die Insel nicht anlaufen. Da er dort hätte vor Anker gehen müssen, und die Tenderboote uns an Landgebracht hätten, musste er die Aktion wegen zu hohen Wellengangs absagen. Das wäre zu gefährlich gewesen, und Sicherheit geht nun einmal vor. Das war zwar schade, aber nicht zu ändern. Die Nacht war schon recht bewegt, so dass wir das auch eingesehen haben.
So lag ein unfreiwilliger Seetag vor uns. Ich nutzte die Zeit, um nun endliche einmal in den Pool zu springen. Der Tag zog sich ziemlich in die Länge, da auf dem Schiff auch nicht viel angeboten wurde.
Das Mittagessen nahmen wir wieder im Buffetrestaurant ein. Horst kommt mit seinem gefüllten Teller zurück. Nach dem Essen eine Siesta.
In der Lobby spielte jeden Nachmittag und Abend das „Trio Strawinsky“ auf den gleichen Instrumenten die gleichen Melodien, was auch langweilig wurde.
Der neunte Tag - 28. April 2014 - Zeebrügge / Belgien
Ankunft in Zeebrügge war um 9:00 Uhr. Zeebrügge ist eigentlich nur der Hafen von Brügge und die Stadt kannten wir schon. In diesem Hafen hatte MSC einen Shuttlebus in die nächste Stadt, Blankenberge, eingerichtet. Der war aber kostenpflichtig, mit 14,00 Euro pro Person für das Tagesticket war man dabei. Vom Hafen gab es auch einen kostenlosen Shuttle, der fuhr aber nur bis zum Hafenausgang. Grund dafür war, dass man in diesem Hafen nicht herumlaufen darf. Also besorgten wir uns ein Ticket für das MSC Shuttle und fuhren nach Blankenberge. Einen Stadtplan bekamen wir wieder im Bus.
Blankenberge ist ein Badeort an der belgischen Nordseeküste mit einem schönen Strand. Aber da nun noch kein Sommer war, war alles noch ruhig. Wir konnten uns nur vorstellen, was in der warmen Jahreszeit dort an Betrieb herrscht. Wir hatten aber schönes Wetter und konnten ein wenig laufen.
Wir bummelten durch die Hauptstraße, besichtigten Kirchen und sahen das alte Rathaus, das aussieht wie ein Hexenhäuschen.
Zum Mittagessen fuhren wir zurück zum Schiff um am Nachmittag noch einmal durch die Straßen von Blankenberge zu laufen. An den Geschäften mit den belgischen Pralinen kamen wir dann nicht ohne etwas zu kaufen vorbei. Nach einem Kaffee und leckeren Pannekoeken mit Eis war unser Besuch dort beendet.
Der Hafen von Zeebrügge
Um 18:00 Uhr verließen wir den Hafen von Zeebrügge und fuhren wir weiter. Zu dieser Zeit saßen wir bereits im Restaurant zum Abschieds-„Gala“- Dinner. Vorher wurde an den Bars ein Glas Sekt als Abschiedscocktail gereicht. Wir hatten dieses Mal darauf verzichtet, uns groß „in Schale“ zu werfen, da sich das unserer Meinung nach nicht lohnte.
Zum Abschluss wurde die Eisbombenparade zelebriert und die Vorstellung der Küchencrew. Das abendliche Essen im Restaurant war ok, aber nichts Besonderes. Den Abend verbrachten wir an einer der Bars und freuten uns auf unsere letzte Station, Amsterdam!
Der zehnte Tag - 29. April 2014 - Amsterdam / Niederlande
Amsterdam, eine Stadt in der wir vor vielen Jahren auch schon einmal waren. Wir freuten uns auf diese niederländische Stadt mit ihren Grachten und schönen Häusern.
Um 8:00 Uhr legten wir an und nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Wie schon in den anderen
Häfen, gab es von Schiff aus null Information für einen individuellen Landgang. Im Hafenterminal war aber
eine Touristeninformation an der wir einen Stadtplan bekamen und auch gleich Tickets für eine Grachten-fahrt kaufen konnten.
Nicht weit entfernt vom Cruiseterminal lagen die Sightseeing – Boote für die Grachtenfahrt. Eine Stunde schipperten wir durch die Stadt und weckten Erinnerungen, sahen Bekanntes und Neues.
Eines der vielen Sightseeing Boote, die die Besucher durch die Grachten der Stadt fahren.
Wir fuhren am Maritimen Museum vorbei, vor dem ein alter Segler liegt. Es ist der Nachbau eines Schiffes von der Niederländischen-Ostindien Kompanie.
Nach der Grachtenfahrt bummelten wir noch ein wenig durch die Straßen und gönnten uns ein leckeres Matjesbrötchen Langsam mussten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Schiff machen. Es hatte auch angefangen zu regnen und wurde ungemütlich. Wir hatten uns ein ganzes Stück entfernt und hatten ein gutes Stück Weg zu laufen.
Noch ein Blick zurück auf diese schöne Stadt als wir um 15:00 Uhr ablegten
Als unser Kapitän die Leinen losmachte verabschiedete uns am Pier der „Hafenchor Amsterdam“ mit Seemannsliedern.
Ja, die Amsterdamer Tulpen waren leider verregnet, aber es war trotzdem schön, noch einmal in dieser Stadt gewesen zu sein. Wir verbrachten den letzten Nachmittag und Abend auf dem Schiff. Die Zeit verging mit Koffer packen, noch ein Rundgang über das Schiff und ein letztes Abendessen. Wir verabschiedeten uns von unseren Tischnachbarn, mit denen wir nicht richtig warm geworden sind. Noch ein Drink an der Bar und die letzte Nacht an Bord war angebrochen.
Der elfte Tag - 30. April 2014 - Rückreise
Um 10:30 Uhr erreichten wir wieder das Cruiseterminal Hamburg-Altona. Wir hatten also noch viel Zeit um in Ruhe zu Frühstücken und unsere letzten Sachen zusammen zu packen. Bis 9:00 Uhr musste die Kabine geräumt sein. Dann hieß es warten.
Die Ausschiffung ging sehr schleppend. Erst gegen 12:00 Uhr konnten wir das Schiff verlassen. Mit Taxi fuhren wir zum Hotel um unser Auto abzuholen. Dann ging es zurück nach Berlin, wo wir am Nachmittag eintrafen.
Fazit dieser Reise
Diese Kreuzfahrt war zwar nicht der Hit, wir haben viele Kleinigkeiten zu bemängeln. Das italienische Ambiente hat uns gut gefallen, nur der Service lässt zu wünschen übrig. Auch die Kulinarik haben wir schon besser erlebt. Aber letztlich war es doch eine schöne Fahrt, auf der wieder viel gesehen und erlebt haben. Wir haben ein neues Schiff kennen gelernt.